ein aggregator für diese buchchallenge auf twitter (also etwa die top 100, bonuspunkte für thematische cluster, ähnliche leser, usw.)

youtube rewind

^ das Jahr in Youtube (ann)

((dieses jährliche youtube rewind video ist ja auch nie uninteressant, weil es genau genommen mehr als alles andere über den geisteszustand und vor allem die primäre soziale disposition von google informiert; a bit bizarre, I’m not gonna lie))

(es ist eine dieser undokumentierten tragödien, dass sich diese viel elegantere umgekehrte polnische notation auf taschenrechnern nie wirklich durchsetzen konnte)

Tool oder Extension, das den Rechtsklick auf Links (um ebendiese etwa in einem neuen privaten fenster zu öffnen oder sonstwas nützliches zu triggern) um die Möglichkeit erweitert, das auch in einem anderen Browser zu tun.

(wäre supernützlich, weil man vor allem unbekanntes idealerweise zuerst mal in der safari technology preview mit disabled images und javascript gustiert und schon ein einfachstes ‘right click -> open in new stp private window’ das zwar auch nicht unzumutbare ‘right click -> copy link -> cmd tab zur stp -> cmd v in der adresszeile’ ersetzen könnte, was bei sagen wir 100k angeklickten links im jahr doch was ausmachen würde)

100

keine schlechte liste: 100 Websites That Shaped the Internet as We Know It

Eine weitere zumindest pragmatisch sehr nützliche Unterscheidung ist die Unterscheidung in funktionale und strukturelle/bastlerische Freiheit.

(diese unterscheidung ist besonders nützlich, wenn man über die trajektorie des potentials von gerätschaften nachdenkt; funtionale freiheit bedeutet dabei die freiheit, die dadurch entsteht, irgendwas mit den dann jeweils zur verfügung gestellten mitteln benutzen zu können und also die damit verbundenen möglichkeiten ausnützen zu können/müssen; strukturelle/bastlerische freiheit bedeutet dabei die freiheit dinge genau so machen zu können, wie man sie machen will

die paradigmatische gerätschaften für funktionale freiheit sind natürlich iphones und ipads, die mehr oder weniger geschlossene systeme sind, allerdings über apps eine hunderttausendschaft an usecases abstrahieren, die sich damit einfach so erledigen lassen und die dadurch einen einen großteil vom gesamtnutzen bedienen können, einfach weil das meiste was wir tun nicht besonders speziell ist.

die paradigmatischen gerätschaften für strukturelle/bastlerische freiheit sind wiederum linux kisten, aber auch alle PCs und macs, weil man bei denen sämtliche work- und infoflows mehr oder weniger vollständig optimieren kann, indem man eine bricolage aus allen jeweils zur verfügung stehenden mitteln kreieren kann. das kann sinnvoll sein, wenn man weiß warum, was aber natürlich einige der gesellschaftlich ‘wertvollsten’ anwendungsfälle sein können)

(abt: draw the distinction!)

20g

google 20 doodle

Ich bin euch ja noch meine Antwort auf Quiz Pt. 112 schuldig:

diese unsäglichen, üblicherweise animierten Gifs, die man mit zwei Tipps oder Clicks einfügen kann, um einem Tweet eine besondere Note zu geben

gifs

‘toxischstes für einen zivilen Diskurs’ klingt sicher etwas übertreibend, ist aber vl. nicht unberechtigt:

  • die primäre Motivation von Twitter für das Feature kann nichts anderes gewesen sein, als die Produktion von Tweets aus einer der emsigsten Demographien zu maximieren, die zu guten Teilen visuell kommuniziert: den Kids (und in der Folge dann natürlich allen anderen, die kindliche Kommunikationsformen aufgreifen).
  • das Problem dabei ist aber, dass solcherweise generierte Tweets im besten Fall wertlos sind, öfter als nicht einen Thread zumindest visuell irritieren, emotional hijacken und nicht selten auf eine völlig falsche Bahn lenken können.
  • das tun sie, indem sie die jeweiligen Threads undifferenziert aber mit Maximalstärke emotionalisieren, entweder als Zustimmung (yass, slay queen, standing ovation) oder als Ablehnung (facepalm, disgusting, wtf) oder als undifferenzierte Verstärkung (omg, shook). Und während zwar auch schon Emojis primär emotionale Verstärker und visuelle Kontextualisierer sind, so funktionieren sie einerseits weit weniger aufdringlich, müssen trotz Bildlichkeit noch immer als Zeichen interpretiert werden und lassen durch Kombination und Wiederholung üblicherweise ein weit breiteres Spektrum an Ausdruck zu. Gifs sind viel aggressiver, weil sie sich aufdrängen und gwm. nicht ungesehen gemacht werden können.
  • und das wiederum ist schon in Threads mit einheitlicher Reaktion ärgerlich genug, sprich: warum muss man sich durch diese immergleichen Bilder mit völlig übertreibender Ikonographie quälen?, aber in Threads mit sich widersprechenden Reaktionen führt das oft zu einer Ausdifferenzierung an die bipolaren Ränder, bei denen sich alle nur noch als im Team oder als Feinde wahrnehmen können. Und ich will jetzt nicht behaupten, dass Gifs daran schuld sind, aber weil die Motive so plakativ und oft unmittelbar beleidigend und als Bilder eben auch unmittelbar wirksam sind, erzeugen sie oft eine ebenso plakative Gegenreaktion, auf die eine weitere Gegenreaktion folgt, usw., und weil sie so aufwandslos und ohne Kosten für den Twitternden sind kann jeder mit gewisser Leidenschaft für oder gegen irgendwen oder irgendwas fast unbegrenzt Zank stiften.

gifs

Unter dem Strich sind Gifs also ein Feature, das auf Produzentenseite die Kosten für das das Erstellen von psychohygienischen Rants minimiert, diese Tweets auf Rezipientenseite aber emotional teuer und inhaltlich wertlos sind und diese Tweets zudem Feedbackloops triggern, die die ganze Plattform problematischer machen.

gifs

Die gute Nachricht ist, dass das bis dato wohl nur bestimmte Themen mit bestimmten Demographien tangiert und dass man das etwa in Deutschland doch nur selten sieht. Was das Feature aber nur umso dümmer macht, weil sich Twitter großen potentiellen Schaden für unterm Strich gegen Null gehenden Nutzen (für sie: anzahl an tweets, aufregung um die tweets) eingebaut hat. Man darf ja nicht vergessen: neben den eingebauten Retweets und @replies sind die Gifs neben Fotos, Umfragen und Emoji das einzige unterstützte Feature für Tweets.

gifs

Endlich wieder einmal ein Quiz: welches unterm Strich unnötige Feature in der Serie an Verschlimmbesserungen von Twitter dürfte sich mittlerweile als toxischstes für einen zivilen Diskurs herausgestellt haben und warum?

hype cycle 2018

und alle Jahre wieder der Hype Cycle von Gartner (siehe auch hype cycle und hype cycle 2008 und hype cycle 2009 und hype cycle 2010 und hype cycle 2011 und hype cycle 2012 und hype cycle 2013 und hype cycle 2014 und hype cycle 2015 und hype cycle 2016 und hype cycle 2017 wie immer siehe auch die siggi beckersche sozio-technologische voraussetzung für einen hype)

(nts: ein ding bei dingen: ihr nutzwert ist immer ein radikaler überschuss, sprich: wir können sie nie maximal ausnutzen, zu ende benutzen, usw. oder nur die allerwenigsten dinge, die allermeisten nur zu einem bruchteil. insofern brauchen wir kein schlechtes gewissen zu haben. (industriell hergestellt verschiebt sich das nat. nochmal) der bezug ist auch immer persönlich – sprich: dem nächsten sind sie egal, er hat den bezug nicht)

(blogpost ausnahmsweise mal über kein dilemma, aber doch über ein signifikantes problem im derzeitigen web: den umstand, dass erfinder und entwickler glauben zu wissen, was ihre erfindung bewirken wird oder bewirken sollten, nur weil sie es entwickelt haben. wir sehen again und again, dass sie es nicht tun, und tatsächlich auf jeder ebene falsch liegen (von tim bernes lee bis @jack und zuckerberg))

((bonuspunkte wie immer für konkrete ethnographische, ökonomische und semiotische beschreibungen und sternchen für eine umfassende typologie))

fyi: we don’t have to fix the internet, we just have to fix advertising.

(mir ist das tatsächlich noch nie aufgefallen, aber ganz lustig: dt. bücher und en bücher sind an ihrer rückseite verkehrt beschriftet; dt. sind zum einordnen optimiert (kopf nach links drehen), en zum stapeln (kopf nach rechts drehen))

dezentral, blockchain ist der technokratische (und debil durchgestrichene) bruder der simulakren. wenn man so will werden gerade die konzepte von baudrillard von vor 40 jahren realisiert

(bei ihm war das kapital / die verhältnisse der produktion auf der 3. stufe angekommen; in der ersten gab es einen direkten bezug zur natur, in der zweiten einen zum tauschwert, in der dritten nur noch zum zirkulationswert von zeichen, so in die richtung, und mit bitcoin sind wir gwm. auf dieser dritten ebene einer reinen simulation, nur simuliert sie gwm. den bezug auf den tauschwert der 2.)

(im grunde gibt’s zwei richtungen: das 5-fache hinterfragen der japaner und das 5-fache verblöden der dt. politiker und journalisten (nach dem motto es geht immer noch blöder))

fyi: webdienste müssen trotz der menschen funktionieren können, nicht dank der oder für die menschen.

fyi: die welt ist nicht lösbar.

live.hackr feiert heute seinen 13. Geburtstag!

Einen herzlichen Dank an alle, die hier noch immer vorbeischauen, ohne euch wäre es nicht so lustig!

(nts: vergleichbar zum POSSE (Publish (on your) Own Site, Syndicate Elsewhere) und PESOS (Publish Elsewhere, Syndicate (to your) Own Site) aus dem indieweb bietet sich für die primäre verwaltung von daten, dokumenten und dateien und deren backup ein äquivalentes setup an:

SEBOD Store Elsewhere, Backup (on your) Own Disk
SODBE Store (on your) Own Disks, Backup Elsewhere
)

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