twitter klon, bei dem die einzige gemessene und gezeigte metrik die höhe des eigenen merve stapels in mm ist.

csv file

^ das MoMA hat auf Github eine Art Datensatz mit Metadaten von ~125.000 Werken veröffentlicht, siehe MoMA Releases Data On 125,000 Art Works To The Public

mr hyde

^ untested aber super: Mr HydeJekyll für Android.

(falls nicht bekannt: jekyll ist ein system, das plain text files auf basis von bestimmten konventionen und/oder anweisungen in ein mehr oder weniger vollwertiges blog aus statischen html-dokumenten transformiert, was natürlich eben alle vorteile einer monade aus statischen html-dokumenten hat)

If the [French regulator’s] proposed approach were to be embraced as the standard for Internet regulation, we would find ourselves in a race to the bottom. In the end, the Internet would only be as free as the world’s least free place.

Google via Techdirt (als antwort auf das nachsetzen der französischen datenschutzbehörde, dass das löschen von sucheinträgen im rahmen vom vergissmirecht doch bitte weltweit vorgenommen wird)

genauer gesagt lazy quarterly: Texte zum Web.

amazon launchpad

^ eig. keine schlechte Idee: Amazon Launchpad – eine Art Minisite, auf der Amazon neue/innovative/gerne auch crowdgefundete Tools und Gadgets aus den Bereichen Body, Food, House und Tech präsentiert und natürlich auch zum Kauf offeriert, wobei es den geneigten Kunden einen Einstieg in die Wunderwelt gibt und den Startups das abnimmt, was Amazon wohl besser kann (inventory management, order fulfillment, internationalisierung, usw.) (ann, via)

Der Fragezeichner (m/w) ist ein universell gesehene Zeitgenosse, der sich dadurch auszeichnet, dass er eigene Aussagen hinter einem Fragezeichen versteckt.

(die popularität kommt nicht überraschend; man kann sich jegliches denken oder jegliche verantwortung für das gesagte sparen und es trotzdem sagen und in den köpfen der anderen platzieren, wenn man das gesagte nur mit einem fragezeichen versieht. idealerweise in der überschrift. ja was willst du denn? hast du etwa das fragezeichen nicht gesehen?)

(abt. supermarket studies)

fyi: das internet tut nichts von von selbst; es erzeugt die möglichkeit für die erzeugung von neuen möglichkeiten, aber das ist es dann auch schon.

(damit es die möglichkeiten erzeugen kann, muss es möglichst ungemanaget sein, jede form von micromanagement erzeugt unbedachte probleme an anderer stelle. deshalb ist zb. netzneutralität wichtig)

((unsere leben bleiben natürlich wie sie sind, wir essen und schlafen und arbeiten, wir lesen, schauen fern oder hören musik, wir reden oder schreiben und alles andere. das internet verändert nur potentiell die art, wie und in welchen potentialitäten wir diese immer gleichen dinge tun))

Eine weitere eher allgemeine und im Grunde extrem wichtige, allerdings selten mitgedachte Unterscheidung ist die Unterscheidung, ob irgendwas gesellschaftlich nützliche Effekte erzielt oder nicht.

(ja stimmt, das problem dabei ist, dass sich niemand anmassen kann zu entscheiden, was gesellschaftlich nützlich ist und was nicht, usw., aber ich glaube doch, dass es auf der einen seite ein bündel an einstellungen, haltungen, ideen und prinzipien gibt, die ganz allgemein als gesellschaftlich wünschenswert akzeptiert sind, und dass es aber auf der anderen seite auch ein anderes bündel von dingen gibt, die man ganz allgemein nicht will. und man muss nicht alles vollständig erklären und beweisen können, um fehler oder probleme zu erkennen.)

((der wert dieser unterscheidung besteht nicht notwendigerweise darin, dass man sein gesamtes künftiges handeln danach ausrichtet, sie ist oft schon nur dadurch nützlich, dass man sie sich bei der beobachtung oder bewertung von dingen kurz ins bewußtsein ruft; oft ist es zb. so, dass die frage, ob man für oder gegen irgendwas ist, völlig sinnlos, weil die antwort davon abhängt, um was es sich als input handelt, usw.))

(abt: draw the distinction!)

(blogpost über DAS fundamentale dilemma im derzeitigen und kommenden web: den umstand, dass der linke diskurs von einem semiotischen idealismus geprägt ist, der mit dem internet konfrontiert nun durchgebrannt ist)

((ein dilemma ist das vor allem deshalb, weil als effekt dieses semiotischen idealismus und des durchbrennens diese alternativlose technoskepsis entsteht, die in der konsequenz das ganze spielfeld den neoliberalen kräften überlässt, die natürlich ein radikal zynisches verhältnis zum diskurs haben, was aber nichts macht, weil die linken für sie daran glauben und ihr eigenes verhalten danach ausrichten))

(((für diesen blogpost gibt es natürlich eine ganze reihe an möglichen ansätzen, ein fruchtbarer wäre vl., das anhand einer konkreten analyse von d. dath zu tun; den habe ich ja gestern schon zum zweiten mal als deutschen morozov tituliert, siehe 625274779000565760 und dort in der sidebar auch den kontext, aber ich habe heute nacht auf youtube in ein paar vorträge von ihm reingehört und die sache ist bei ihm doch etwas komplizierter und deshalb vl. auch etwas ergiebiger. zb. sinniert er durchaus auch darüber, wie es einen technologiegetriebenen neokommunismus geben könnte (der viel mehr menschen in den produktionsprozess einbezieht, der viel weniger menschen ausgrenzt, der viel weniger menschen verblöden lässt, der menschen besser behandelt, usw.). sein problem ist dann aber, dass er einerseits auf einem unverhandelbaren set an rechten und freiheiten besteht, die er in einem vollständigen und bis in die faserspitzen durchdachten modell garantieren will, dass er andererseits aber auch jede form von ausbeutung oder kapitalistischer produktionsbedingungen schon ganz strukturell verunmöglichen will. er geht also nicht vom potential aus, sondern von der verunmöglichung von nicht vollständiger kontrolle, was ihn etwa im fall copyright in die konfliktierende position bringt, auf der einen seite jede kulturindustrielle verwertung (inkl. aller legaler konstrukte, die ihr parasitäres blutsaugen unterstützen) zu kritisieren, dem er andererseits aber nichts anderes als ein noch schärferes recht entgegensetzen kann, das halt die immateriellen verwertungsinteressen des autors noch stärker vertritt. alternativen nimmt er zwar wahr – auf der einen seite die neoliberalen irren wie amazon, die sogar einen literaturpreis für self-publisher ausgeschrieben haben, auf der anderen seite technohippies, die davon schwafeln, dass die grenzen zwischen produzenten und konsumenten ohnehin schwinden, damit aber halt auch niemanden satt machen -, bewertet sie aber anhand ihrer (zugegebenerweise blödsinnigen) selbstbeschreibung und nicht anhand von dem, was sie sind. er ist jedenfalls das paradigmatische beispiel dafür, wie man sich selbst im weg stehen kann und das gegenteil von dem was man will bewerkstelligt)))

(langsam aber sicher wird es spannend zu beobachten, wie lange deutschland noch durchhält, ohne umzufallen oder auch nur zu taumeln. mittlerweile ist es wohl keine übertreibung, fast schon rocky-sche nehmerqualitäten zu bewundern:

die infrastruktur liegt im hinteren mittelfeld, sowohl bei breitband als auch bei mobile; um die web-literacy steht es nicht besonders gut, schüler können nicht mal googlen, eliten meiden das soziale web, usw.; die netzpolitik ist luddistisch/paranoid/protektionistisch (lsr, pixelrecht, recht auf vergessen, auflöcherung der netzneutralität); startups: am bekanntesten noch als copycats, international irrelevant, wenn man e-commerce rausnimmt auch national fast irrelevant; medien eigennützig und spätestens seit der griechenland-krise international als hinterwäldlerisch wahrgenommen; usw. insgesamt gibt es eine art kollektiven double bind, bei dem jeder fortschritt mit einem mindestens gleich langen rückschritt neutralisiert wird. alles aber, ohne sichtbare spuren zu hinterlassen. das system ist resilient, es tuckelt vor sich hin. allerdings stellt sich die frage, ob es nicht doch einen tipping point gibt und wann der ggf. erreicht ist. zumindest auf symbolischer ebene beginnt es langsam zu bröckeln, auch die absolute kernkompetenz, das geniale ingenieurwesen, wird thematisiert und fiaskos wie der flughafen berlin brandenburg sind in der rahmenden narration weniger ein statistischer ausreisser als ein symptom einer sich ausbreitenden unfähigkeit.)

Eine weitere eher allgemeine und im Grunde wichtige, allerdings selten mitgedachte Unterscheidung ist die Frage, ob ein Dienst oder Tool den Benutzer infantilisiert oder emanzipiert.

(das ist natürlich keine korrekte dichotomie, sondern eher zwei grundsätzliche richtungen, und es gibt ein breites spektrum an möglichen intensitäten, und auch die bewertung ist komplexer als das eine pfui und das andere hui, aber es ist doch nützlich, sich zumindest bewußt zu machen, wenn einen ein dienst oder tool infantilisiert oder was das für die jeweilige plattformdynamik bedeutet; ich spare euch die beispiele, aber der paradigmatische infantilisierer ist natürlich google)

(abt: draw the distinction!)

fyi: das internet ist keine lösung; es ist die frage, wie die gesellschaft ausschauen würde, wenn es das internet schon immer gegeben hätte.

(wenn man so will entspricht die welt einem startup, das sich gerade selbst sucht, ich habe das in the strain schon ein bisschen angedeutet; zu bemerken sind dabei vl. zwei dinge: einerseits bekommt es diese suche mit den historischen strukturen zu tun, die es nur geben konnte, weil es das internet noch nicht gegeben hat, die die eigene existenz – inklusive aller opportunistischer unterstützungsstrukturen – nun aber bis zu den zähnen bewaffnet verteidigen; andererseits muß man aufpassen, homöostatische anpassungen an das erwartbare gleichgewicht nicht mit ‘trends’ zu verwechseln, die eine richtung in eine ‘zukunft’ beschreiben, was natürlich dazu verleitet den wert von ereignissen oder verhalten völlig falsch einzuschätzen und wertvolle techniken verfrüht abzuschreiben)

Sozialer Bookmarking-Dienst (a la delicious oder pinboard) für die Gesamtheit des eigenen Zeugs.

(bonuspunkte, wenn sich das ganze mit rfid-chips visualisieren lässt, wenn man verschiedenste views auf das eigene zeugs bekommt, wenn es vorschläge zur sortierung oder lagerung macht, wenn es sich mit marktplätzen verbinden lässt um entweder unwichtiges zeugs zu verkaufen oder serien von zeugs zu vervollständigen, usw.)

(papierkorb pt. 1-100)

walking in la

^ map, die gefährliche kreuzungen in los angeles visualisiert.

(es ist absurd, dass wir noch keine wissenschaft von gesellschaftlichen pathologien haben; vl. kommt mit dem internet was)

your timeline

^ mit Timeline hat Google endlich ein Tool für den situationistischen Flaneur lanciert, das die psychogeographischen Experimente dokumentiert und auf einer Map visualisiert.

siehe Your Timeline: Revisiting the world that you’ve explored

on the road

^ nützlich: eine Art Map der Literature’s Most Epic Road Trips

british movietone

^ wochenlanger spass für die ganze familie: die AP und british movietone haben auf youtube eine million minuten historisches filmmaterial veröffentlicht, siehe AP releases a million minutes of filmed history to YouTube

Note: Ich spiele mich gerade mit dem Design der Startseite herum, das hier waren gerade die letzten 20 Einträge aus live.hackr und data.hackr. Dort gibt's auch die normale Pagination zu den älteren Einträgen.

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