(bei twitter ist es für mich wie bei fotos: im grunde finde ich wirklich jeden tweet irgendwie gut)

notizen

^ kl. projekt (someday/maybe): die notizen handschriftlich mit ‘all work and no play makes hackr a dull boy’ befüllen.

Eine weitere pragmatisch oft nützliche Unterscheidung oder besser unterscheidende Grenze ist die Baseline, die das Niveau markiert, das mit der ‘besten dummen’ Heuristik oder Algorithmus erreicht werden kann.

(ich lasse das einmal so stehen, weil die implikationen der baseline je nach feld oder thema doch mitunter völlig verschieden sein können, aber es ist doch gelegentlich lustig, sich die baseline zu überlegen und die konkreten ‘ereignisse’ nicht absolut, sondern in relation zu dieser baseline zu bewerten)

((und zumindest eine vermutung: alles, was an oder in der nähe der baseline operiert, wird früher oder später gnadenlos kommodifiziert))

(abt: draw the distinction!)

(sterling zu hören ist auch deshalb postmeta-lustig, weil er einige sprachklangliche riffs kultiviert hat, die er immer wieder (mit mitunter gänzlich anderen inhalten) rekombiniert)

(als weekend projekt etwa reboot 2009 vs. sxsw 2015)

(im grunde wird es wieder einmal zeit, sich an das bekannte beispiel von zizek zu erinnern, in dem er die implizite verlogenheit der antiautoritären erziehung thematisiert:

der ‘autoritäre’ vater sagt einfach, dass das kind die grossmutter am wochenende besuchen geht, und das kind tut das murrend, kann sich dabei aber auch denken, was es will; der ‘postmoderne’ vater sagt, dass er sich von ganzem herzen wünschen würde, dass das kind die grossmutter am wochenende besucht, aber er will das kind auch nicht in seiner persönlichen entfaltung einschränken, es muss also natürlich nicht, sondern soll es nur tun, wenn es selbst wirklich will, auch wenn die grossmutter natürlich sonst alleine und traurig wäre usw. was wie eine freie wahl für das kind klingt ist in wirklichkeit natürlich nur eine noch viel stärkere verpflichtung, weil das kind nicht nur die grossmutter besuchen, sondern es auch noch wollen muss usw.

die geschichte erinnert nämlich stark an das, was wir derzeit im verhältnis zwischen menschen und massenmedien beobachten könnten, nur sind die elemente ein bisschen anders angeordnet. das verhältnis war da ja lange so, dass die medien dem autoritären vater entsprochen haben, die ihren kindern ihr programm einfach vorgesetzt haben, und die kinder konnten problemlos damit leben, weil ohnehin niemand wirklich daran geglaubt hat.

die ‘postmodernen’ medien hingegen sind dazu übergegangen, primär nur noch sich selbst zu thematisieren. ja, natürlich wollen wir über ereignisse angemessen berichten, aber wir müssen auch dazusagen, dass wir wirklichkeit natürlich ohnehin nie objektiv abbilden können, sondern dass wir selbst in unserem tun erst wirklichkeit erzeugen und dabei nicht nur mit menschlichen und prozessualen schwierigkeiten zu tun haben, sondern auch mit historisch kontingenten produktionsprozessen kämpfen müssen und in radikal übergeordnete makroökonomische abhängigkeiten (globaler wettbewerb, beschleunigung, soziales zeugs, volatilität der finanzmärkte) eingebunden sind, usw.

lustigerweise ist der effekt davon nicht ein neurotisches kind, sondern eine art selbstneurotisierung der medien durch erzeugung einer art autoritären vaters in form eines medienkritischen überichs, das die medien mittlerweile fast in echtzeit und üblicherweise deutlich professioneller über jede ungenauigkeit, jede dummheit, jede übertreibung und jeden anderen inhaltlichen oder methodologischen fehler informiert und öffentlich dokumentiert)

weil gerade links und rechts paywalls aus dem boden schießen:

was zeitungen, glaub ich, noch nicht verstanden haben aber verstehen sollten, ist, dass sich ihr wert für den benutzer als ‘bündel’ nicht nur verändert, sondern sogar umgekehrt hat. was als papier nützlich war, wurde im web ein störfaktor.

ihr wert im ‘analogen’ war, dass sie im monatlichen abo für $40 einen großteil des informationsbedürfnisses des lesers befriedigen konnten. leser mussten sich gwm. aus dem vorhandenen angebot aller zeitungen für eine zeitung entscheiden, und die ausdifferenzierung der zeitungen basierte darauf, für möglichst große oder zumindest gut definierte gruppen von lesern das attraktivste bündel zu schnüren.

das lesen einer und nur einer zeitung war deshalb sinnvoll, weil der wert einer 2. zeitung bei verdopplung der kosten nur wenig zusätzlichen nutzen brachte. gleichzeitig wurde dadurch die eigenleistung der gewählten zeitung überbewertet, weil ihr eben auch das angerechnet wurde, was die baseline ohnehin aller zeitungen ist (dpa-meldungen, fernsehprogramm, usw.).

ihr wert im ‘digitalen’ geht aber plötzlich gegen null, weil es keine distributionsbedingte notwendigkeit mehr gibt, sich auf eine zeitung zu beschränken. jeder artikel steht plötzlich neben allen anderen artikeln aller anderen nationalen und internationalen, grossen, kleinen und kleinsten publisher. im entbündelten stadium gibt es immer etwas besseres direkt daneben.

das lesen einer einzigen zeitung ist also nicht nur nicht mehr sinnvoll, es verursacht für den leser sogar ganz reale kosten, nämlich die verpassten gelegenheiten in gewissen ressorts oder zu bestimmten themen oder für bestimmte funktionen was viel besseres zu lesen oder zu benutzen. noch schlimmer wenn man dafür auch noch geld bezahlt, weil menschen dazu tendieren, ihr investment wieder hereinzubekommen und die zeitung dann auch dann lesen, wenn sie sogar wissen, dass es da was anderes viel g’scheiteres dazu gäbe.

aus dieser sicht täten zeitungen sehr gut daran, wenn sie ihre selbstwahrnehmung von der von den lesern verehrten prinzessin auf ‘eine unter’ umstellen würden, die prinzessin sind sie tatsächlich nur noch für sich selbst.

die gute nachricht ist, dass sie diese ‘eine unter’ für viel, viel mehr leute sein können, und dass sie es auf viele verschiedene weisen sein könnten, was gänzlich neue möglichkeiten eröffnen kann, wenn man sich nicht auf die ehemalige rolle als prinzessin kapriziert.

(minianmerkung zum pricing von paywalls: aus oben genannten gründen sind modelle für ‘full digital access’ für 25$ oder mehr völlig kontraproduktiv, selbst wenn sich einige finden, die es bezahlen. das werden primär ehemalige abonnenten der papierversion sein, die sich freiwillig selbst beschränken wollen oder die möglichkeiten noch nicht kennen oder können. der preis wird ansonsten aber allen anderen, auch den echten sympathisanten, schwer zu verkaufen sein, weil sich die frage aufdrängt, warum gerade für dieses und nicht für das oder für das dort oder für das dort drüben und überhaupt, die ja auch gute arbeit leisten. und für alle bezahlen geht halt auch nicht, das allokierte budget wird für bits kaum viel grösser sein als für papier. auf den selbstempfundenen wert und den hineingesteckte aufwand sollte man da nicht beharren, weil der grenznutzen aus lesersicht wie oben beschrieben eben fast null ist. techdirt’s cwf+rtb ist auch für zeitungen noch immer das einzige schlüssig klingende modell, wobei diese bei ihrem rtb vor allem auch auf eine ‘erzählung’ setzen müssen, wenn sie nur auf der ebene der inhalte bleiben wollen und ihre prozesse und produkte lieber nicht aufbohren)

jq

jq

^ nützlich: jq – eine Art sed für json.

(h/t)

ffm tronish

^ schick: tangram (etwa ffm tronish)

Der Privatprogrammierer (m/w) ist ein derzeit eher hypothetisch angenommener Zeitgenosse, der sich dadurch auszeichnet, dass er rein privat motiviert und jedenfalls finanziell unabhängig und ohne Auftrag vor sich hinprogrammiert.

(abt. supermarket studies)

myword editor

^ eher devoha, aber auch weil rastloses insistieren eine gewisse anerkennung verdient und weil es fast schon eine paradigmatische fallstudie für lazy blog ep. 46 ist: dave winer stellt seinen myword editor vor, eine art tool zum veröffentlichen von ‘essay pages’, das nur einen node.js server, amazons s3 für storage und twitter für identity braucht, um das ganze dann mit der betonung auf radikal silofrei via api-calls und cli-basierter administration zu betreiben.

^ bruce sterling mal wieder in hochform bei der sxsw.

(wenn wir in diesen sogenannten debatten gelegentlich zwischen dem gesagten und dem gemeinten unterscheiden würden, würden wir uns auch viel ersparen)

signing up

heute vor acht jahren: 11746761

meerkat

(als wendepunkt vl. ganz interessant: das erdmännchen könnte die erste anwendung gewesen sein, aus deren hype (und in deutschland beobachtung vom hype) kein soziales kapital geschlagen werden konnte)

fff

weil friendfeed ja in 2 wochen dicht macht:

kleines tool oder script, das mit den eigenen friendfeed friends eine twitter list befüllt.

(bin übrigens vorhin noch ein bisschen darin herumgestreunt und es ist nach wie vor erstaunlich, wie gut es schon 2008 war, so features wie virtual friends sind nach wie vor unerreicht. lustigerweise sind dem tool genau die zwei dinge auf den fuss gefallen, die es ursprünglich motiviert hat: das soziale und die echtzeit. indem sie das interagieren – kommentieren, liken, etc. – mit den aggregierten beiträgen auf friendfeed selbst gezogen haben, haben sie eine situation des alles oder nichts erzeugt, die eben nur so lange funktioniert hat, solange die bekannten und verwandten selbst auch dort aktiv waren, was eine fragile struktur ist und den exodus dann gwm. gefördert hat. das potential als antisozialer reader von sozialem, das die interaktion zum jeweiligen dienst zurückspielt, wurde genau deshalb nie ‘entwickelt’. und echtzeit war ein gimmick, das retrospektiv betrachtet aus dem irritierenden arsenal von professor horn aus den merowingern stammen könnte)

Tool oder Plattform, das diese amerikanischen Sportstatistiken bzw. -Ausreisser für Startups generiert.

(xy ist erst das zweite productivity-startups aus einer deutschen stadt mit weniger als 100.000 Einwohnern, das die android-app noch vor der ios-app lanciert hat und bei ello mehr als 1000 verfolger hat)

auch nicht weitergekommen sind wir 2014 jedenfalls mit dem bereitstellen/einfordern von den ursprünglichen und einfachen defaults von webdiensten.

(was absurd ist, weil viel bei vielen plattformen verzeihbar wäre, wenn man es einfach abstellen könnte)

just setting up my twttr

Huch, vor neun Jahren wurde der erste Tweet abgesetzt.

(siehe just setting up my twttr 8, t7, just setting up my twttr 6, just setting up my twttr 5, just setting up my twttr 4, just setting up my twttr, 2 jahre twitter und immr)

my little tijuana

aus der beliebten abt. heute vor 10 jahren: ein mashup von my little tijuana

ofen hits mit hack

^ devoha: Ofen-Hits mit Hack

Note: Ich spiele mich gerade mit dem Design der Startseite herum, das hier waren gerade die letzten 20 Einträge aus live.hackr und data.hackr. Dort gibt's auch die normale Pagination zu den älteren Einträgen.

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