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sehr nett: die BBC hat ein kochbuch für einige ihrer visualisierungen veröffentlicht.

fyi: das ‘problem’ bildung, vor allem alles rund um die unsäglicherweise so genannte digitale kompetenz, ist ein im grunde gelöstes problem; es gibt fast nichts, was man sich nicht mit schon jetzt im web vorhandenen mitteln beibringen kann, wenn man einen grundblock an allgemeinbildung (man kann ja nicht immer mit englisch oder basic algebra anfangen müssen) und – je nachdem – einige stunden oder einige hunderte stunden und ein gewisses mass an ausdauer und motivation mitbringt (wer zb programmieren lernen will, der kann die basics in ein paar wochen mit dem einen oder anderen mooc besser als an jeder schule lernen, und wer dann darauf aufbauend mobile apps entwickeln will, der kommt in weiteren 3, 4 monaten schon sehr weit, und wer sich denkt, KI wird doch gesucht, der müsste sich halt mit etwas mehr aufwand zunächst in die mathematischen und statistischen grundlagen einarbeiten und dann halt ein paar monate in die tools und techniken investieren, ist dann aber auch auf zumindest einem ähnlichen level wie die, die wohl aus den 100 geplanten KI professuren in deutschland stammen werden; das problem ist nur, dass lernen halt einfach nicht einfach ist, sondern dass man schon wissen sollte, warum man ein paar hundert stunden in irgendwas investiert, usw. man muss halt wissen warum und das tut man natürlich nicht.

(der für mich unerwartetste nebeneffekt vom web ist, dass tatsächlich jede diskussion/debatte/etc. bei so ziemlich jedem thema immer wieder am nullpunkt beginnt)

(blogpost über DAS dilemma des derzeitigen webs: den umstand, dass wir uns die (web) dinge nicht in ihrem potential anschauen, sondern immer von anfang an in bezug auf eine mehr oder weniger willkürliche vorgefasste funktion, immer mit von anfang an willkürlichen und unnotwendigen grundannahmen darüber, was sie sein könnten oder sein sollten oder wofür sie eine lösung oder wovon sie eine erlösung sein könnten usw.)

((nur ein paar beispiele: das web wurde von anfang an als heilsbringer deklariert, als hort der freiheit, offenheit, gleichheit und demokratie, dabei gibt es kein einziges inhärentes merkmal, das einen solchen effekt erzwingt (auch wenn es natürlich ganz spezifische konstellationen geben kann und gibt, in denen das stimmt); oder blogs, die von anfang an mit einigen bündeln an erwartungshaltungen belegt wurden (der neue journalismus, bürgerjournalismus, hyperlokal, der platz für authentische kommunikation, usw.) oder moocs, die von anfang an als lösung und zukunft der bildung geframt wurden, im grunde gilt das aber für so ziemlich jedes phänomen, und während überhaupt nichts dagegen spricht, sich zu überlegen, was dinge für einen selbst machen könnten oder wie sie sich ins eigene referenzsystem einfügen könnten, so steht das einem verständnis, für was sie eigentlich wirklich geeignet sind fast immer im weg))

(((bonuspunkte wie immer für konkrete ethnographische und ökonomische beschreibungen und sternchen für eine umfassende typologie)))

bitte unterstützt rivva über steady

Kann ich Euch irgendwie mit ins Boot holen, um Rivva.de als (auch integralen) Teil des offenen Internets zu retten?

^ das großartige rivva und sein unermüdlicher und hartnäckiger frank westphal bräuchten etwas unterstützung

abt. be there or be square

fyi: die unterscheidung zentral/dezentral ist auf inhaltlicher, semantischer ebene völlig sinnlos; twitter ist stromtechnisch zb völlig dezentral, weil jeder seine eigene timeline baut; facebook ist stromtechnisch am besten als amorph beschrieben (man denke an den matmos von barbarella)

Ich bin euch ja noch meine Antwort auf Quiz Pt. 113 schuldig:

der Umstand, dass es für den Grad der individuellen Nützlichkeit völlig irrelevant ist, was die anderen damit machen (und ob resp. wie viele andere überhaupt was damit machen), weil jeder die jeweilige Nützlichkeit für sich selbst im konkreten Gebrauch für sich selbst erzeugt

(es schwingt ja immer so ein resignativer tonfall mit, wenn konstatiert wird, dass feeds als format halt enttäuschen oder versagt haben, wenn es halt nur ein paar hunderttausend oder wenns hoch kommt ein paar millionen benutzer von feedreadern gibt, während sich hunderte millionen oder milliarden auf twitter und facebook tummeln und sich ihren strom primär dort befüllen lassen, weil die ausdifferenzierung von technologischen entwicklungen einerseits nur als lineare evolution gedacht werden kann (neuer ist besser und twitter/facebook sind neuer und also besser) und andererseits nur über kennzahlen für die popularität validiert werden kann (mehr ist besser und zwei milliarden sind mehr als ein paar millionen und also viel besser). was dabei aber übersehen wird ist, dass feeds eine immer schon perfekte form zur ausdifferenzierung und ausbalancierung des eigenen inputstroms sind, und anders als facebook/twitter eben völlig unabhängig davon, was die anderen machen)

(wenn man so will sind feeds die emanzipative form des inputstroms, während twitter und facebook regressive und unmündige formen sind, weil man einfach von anderen irgendwas vorgesetzt bekommt, das man dann in sich aufnimmt (im falle facebook auch noch von irgendwelchen algorithmen selektiert, die ihren jeweiligen parameter de jour, den sie gerade pimpen wollen abbilden). übrigens spricht in einer ausgewogenen mediendiät überhaupt nichts dagegen, sich auf F/T inspirieren zu lassen, weil die eigene selektion eben auch eine art bubble definiert, aber als primäre form ist der soziale strom halt ungesund und führt bei vielen mittelfristig zu diesem gefühl der übersättigung und erschöpfung)

(wer sich nun fragt, moment mal, wenn feeds so perfekt sind, warum sind sie denn dann nicht viel populärer? zwei gründe: (1) sie sind aufwendiger und sie erfordern ein echtes interesse an einem oder mehreren themen, was unwahrscheinlich ist; und (2) es fehlen ihnen die externen signale, die likes und retweets und das gefühl einer gemeinschaftlichkeit, man operiert halt im stillen kämmerchen isoliert vor sich hin und muss den gesamten sinn also für sich selbst erzeugen, was noch unwahrscheinlicher ist)

(wenn man will funktionieren feeds nur an der schnittstelle einer sehr spezifischen doppelten kontingenz: der leser muß sich so sehr für ein angebot interessieren, dass er der aufwand in kauf nimmt, es zu abonnieren und permanent alle abos zu kuratieren; der anbieter muß am potentiellen leser mehr interesse haben, als ihn als klickvieh verwerten zu wollen (wer das nicht hat, hat mit feeds natürlich ein problem, weil damit die kontrolle über den konsum der inhalte aufgegeben wird, weil nicht mehr getrackt, gezählt, geworben, geoverlayed und gewasauchimmered werden kann, und da das maschinenlesbar ist könnte es auch noch weiterverarbeitet und, gott behüte, republiziert werden))

Endlich wieder einmal ein Quiz: welcher (für den jeweils einzelnen im grunde entscheidende) Umstand wird üblicherweise, im Grunde immer übersehen u/o ignoriert, wenn über den Zustand von RSS / Feeds gejammert u/o sinniert wird?

(es ist eine extrem einfache beobachtung, die ich aber glaub ich noch nie in der gebotenen klarheit gelesen habe, die aber irgendwie doch den schlüssel zur entfaltung des vorhandenen potentials beinhaltet)

Bruce Sterling und Jon Lebkowsky / The Well zum Stand der Dinge

(siehe SotW 2018, 2017, 2016, 2015, 2014, 2013, 2012, 2011, 2010, 2009, 2008, 2007 und 2006)

piglet

happy new year!

facebook zeitgeist

Das Jahr in Facebook

visualizations

untested aber super: Data Studio Community Visualizations (ann)

hypemachine zeitgeist

Der Hypemachine Zeitgeist (ann)

(siehe The Year In Review 2017 Edition Pt. 2, The Year In Review 2016 Edition Pt. 4, The Year In Review 2015 Edition Pt. 10, The Year In Review 2014 Edition Pt. 5, The Year In Review 2013 Edition Pt. 5, The Year In Review 2012 Edition Pt. 5, The Year In Review 2011 Edition Pt. 17, The Year In Review 2010 Edition Pt. 7, The Year In Review 2009 Edition Pt. 5 und Musikgeist)

google

Pt. 1 diesmal: Google

  1. World Cup
  2. Avicii
  3. Mac Miller
  4. Stan Lee
  5. Black Panther
  6. Meghan Markle
  7. Anthony Bourdain
  8. XXXTentacion
  9. Stephen Hawking
  10. Kate Spade

Bonusliste: Wie…? Fragen

  1. Wie viele Längengrade umfasst eine Zeitzone?
  2. Wie wird das Wetter?
  3. Granatapfel wie essen?
  4. Wie viele Wochen hat ein Jahr?
  5. Wie lange dauert Überweisung?
  6. Wie wird der Winter?
  7. Wie funktioniert Netflix?
  8. Wie viele Menschen gibt es auf der Welt?
  9. Wie tief ist die Donau?
  10. Wie schnell ist mein Internet?

(siehe Suchen des Jahres 2017, Suchen des Jahres 2016, Noch mehr Suchen des Jahres 2015, Noch mehr Suchen des Jahres 2014, Noch mehr Suchen des Jahres 2013, Suchen des Jahres 2012 Edition, Noch mehr Suchen des Jahres 2011 Edition, Noch mehr Suchen des Jahres 2010 Edition, Mehr Suchen des Jahres 2009 Edition, Suchen des Jahres 2008 Edition und Suchen des Jahres)

ein aggregator für diese buchchallenge auf twitter (also etwa die top 100, bonuspunkte für thematische cluster, ähnliche leser, usw.)

youtube rewind

^ das Jahr in Youtube (ann)

((dieses jährliche youtube rewind video ist ja auch nie uninteressant, weil es genau genommen mehr als alles andere über den geisteszustand und vor allem die primäre soziale disposition von google informiert; a bit bizarre, I’m not gonna lie))

(es ist eine dieser undokumentierten tragödien, dass sich diese viel elegantere umgekehrte polnische notation auf taschenrechnern nie wirklich durchsetzen konnte)

Tool oder Extension, das den Rechtsklick auf Links (um ebendiese etwa in einem neuen privaten fenster zu öffnen oder sonstwas nützliches zu triggern) um die Möglichkeit erweitert, das auch in einem anderen Browser zu tun.

(wäre supernützlich, weil man vor allem unbekanntes idealerweise zuerst mal in der safari technology preview mit disabled images und javascript gustiert und schon ein einfachstes ‘right click -> open in new stp private window’ das zwar auch nicht unzumutbare ‘right click -> copy link -> cmd tab zur stp -> cmd v in der adresszeile’ ersetzen könnte, was bei sagen wir 100k angeklickten links im jahr doch was ausmachen würde)

100

keine schlechte liste: 100 Websites That Shaped the Internet as We Know It

Eine weitere zumindest pragmatisch sehr nützliche Unterscheidung ist die Unterscheidung in funktionale und strukturelle/bastlerische Freiheit.

(diese unterscheidung ist besonders nützlich, wenn man über die trajektorie des potentials von gerätschaften nachdenkt; funtionale freiheit bedeutet dabei die freiheit, die dadurch entsteht, irgendwas mit den dann jeweils zur verfügung gestellten mitteln benutzen zu können und also die damit verbundenen möglichkeiten ausnützen zu können/müssen; strukturelle/bastlerische freiheit bedeutet dabei die freiheit dinge genau so machen zu können, wie man sie machen will

die paradigmatische gerätschaften für funktionale freiheit sind natürlich iphones und ipads, die mehr oder weniger geschlossene systeme sind, allerdings über apps eine hunderttausendschaft an usecases abstrahieren, die sich damit einfach so erledigen lassen und die dadurch einen einen großteil vom gesamtnutzen bedienen können, einfach weil das meiste was wir tun nicht besonders speziell ist.

die paradigmatischen gerätschaften für strukturelle/bastlerische freiheit sind wiederum linux kisten, aber auch alle PCs und macs, weil man bei denen sämtliche work- und infoflows mehr oder weniger vollständig optimieren kann, indem man eine bricolage aus allen jeweils zur verfügung stehenden mitteln kreieren kann. das kann sinnvoll sein, wenn man weiß warum, was aber natürlich einige der gesellschaftlich ‘wertvollsten’ anwendungsfälle sein können)

(abt: draw the distinction!)

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