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die romantische komödie


Leftovers 2022 (PubSynHubbub Edition)

auch nicht weitergekommen sind wir 2022 jedenfalls dabei, im kollektiv gute praktiken für das problem, wo man was originär postet, und wo man das dann in der folge auch syndiziert zu konzipieren und etablieren.

(während das vielleicht eigentlich schon immer die ungepflückte low hanging fruit für die entwicklung eines florierenden offenen sozialen webs ist, so hat sich die situation mit dem regress von von twitter und dem fluchtziel mastodon doch wenn man so will veroffensichtlicht, weil man jetzt eig. alles nur noch falsch machen kann. und selbst wenn man für sich selbst einen guten modus findet, so verdünnt sich das doch unmittelbar im strom zur unwahrnehmbarkeit, wenn sich auf einer jeweiligen plattform noch keine gemeinsame kultur, normen, erwartungshaltungen, interne codes, etc. etabliert haben, was aber in der derzeitigen stimmung vom fediverse ein genuin nicht wahrgenommenes problem ist. i.e. es wird noch nicht thematisiert, dass sich in der lösung vom einen problem in dieser lösung selbst ein anderes, in der praxis viel schwerer zu lösendes problem auftut)

((das indieweb unterscheidet diesbezüglich zwei primäre camps: POSSE (Publish on your Own Site, Syndicate Elsewhere) und PESOS (Publish Elsewhere, Syndicate to your Own Site) und afaics gilt da doch posse als goldener standard, weil einem dann einfach von anfang an alles gehört und man das dann nicht nur halt einfach überall streut und etwaige reaktionen an anderer stelle dann auch noch via webmentions zurückholen kann usw., aber ich bin da doch ganz definitiv team pesos, weil das die einzige möglichkeit, zumindest ein bisschen kontextspezifisch zu posten und also die beobachtbarkeit von unterscheidungen überhaupt erst zu ermöglichen und man zumindest für sich selbst trotzdem ein durchsuchbares oevre generiert. aber wichtiger als solche technicalities ist der umstand, dass im fediverse überhaupt nicht gespürt wird, dass die gewonnene offenheit und selbstbestimmheit zwar im potential nach oben offen ist, aber auch asymmetrische effekte triggert, die verstanden und adressiert werden wollen. offene protokolle, standards, etc. generieren zwar erst die bedingungen der möglichkeiten für viele formen der gesellschaftlichen selbstorganisation, aber nur ein bündel von (verstandenen, beobachtbaren) entscheidungen spannt ein feld bzw. einen innenraum auf, innerhalb dessen kultur möglich wird, während im fediverse selbst schon die multiplikation von content als selbstevidenter gewinn empfunden wird. aber während das selbst eine unendliche geschichte ist und um zur eingangsthese zurückzukommen: ein framework für ‘kluge entscheidungen’ wo man was wie publiziert und wo man was wie syndiziert wäre ein grundsätzlich lösbares steinchen für mehr dichte in den indiewebs. das ist übrigens weniger ein vorwurf als ein spieltheoretisch nicht lösbarer umstand))

meta 03.02.2023 #

Hackrtodon

psa: wer diesem blog auf mastodon folgen möchte, kann das jetzt hier tun: @hackr_de (@mastodon.social)

meta 24.01.2023 #

Leftovers 2022 (Agency Edition)

auch nicht weitergekommen sind wir 2022 jedenfalls dabei, neben einer (immer berechtigten) kritik an den umständen und plattformen, gleichzeitig einen (oft durchaus möglichen) gegenentwurf im inneren der umstände und plattformen zu formulieren.

ein bisschen spitzer formuliert: mir ist keine einzige netzpolitische kritik oder open/indie/dezentral/crypto-reinterpretation bekannt, die zumindest auch die aktuell gegebenen möglichkeiten einer individuellen agency innerhalb eines hegemonial strukturierten feldes zumindest erwähnt.

(dass keine einzige (im sinne von im promillebereich nicht messbar) massenmediale publikation in zehntausenden artikeln zur privatsphärengefahr und surveillance-kapitalistischen datensammelwut von apps die möglichkeit beschreibt, dass man cookies halt schon auch selbst löschen kann, oder dass es einen private-mode gibt, bei dem alle cookies von selbst gelöscht werden, oder dass man mehrere browser für mehrere dinge verwenden kann etctrara, das kann ich sogar verstehen, die wollen natürlich die leserschaft monetarisieren und nicht emanzipieren usw., aber tbh, auch im gesamten netzpolitischen diskurs (und den organen wie netzpolitik, techdirt, oder dem oeuvre von cory doctorow) sucht man eigentlich lange. ich bin mir nicht sicher ob es eine unverschämte unterstellung ist, hier eine variation vom shirky prinzip zu vermuten (critics will try to preserve the problem to which they provide the criticism), aber es gibt zumindest zwei grobe probleme:

  • zum einen bleiben sie selbst im gleichen narrativ und dem gleichen plateau, das sie eigentlich bekämpfen u/o verändern u/o transzendieren wollen. via mspro lief mir gestern dieser eigentlich sehr supere thread von cory doctorow durch die TL (gibts auch im rebundle). aber während er die beteiligten ökonomien luzide beschreibt, so liest sich das ganze genauso gut als handbuch, das sich dann auf jeder ableitungsebene wiederholen lässt oder aber auf den offenen/dezentralen/föderalen alternative wiederholt wird, mit dem user immer als unterworfenem unter dem strom. in meinem slice der webkritik vermisse ich seit mindestens 10 jahren den bruch im narrativ, der einen hauch utopie zumindest erahnen lässt und nicht das gleiche dann halt im gegenteil wiederholt, think kroker (mit dystopischem pretext) in den 90ern oder bubblegen (mit hyperaffirmativem) in den nullern.
  • zum anderen übersehen sie jede form von agency im bestehenden milieu. das nur kurz konstatiert, weil das thema viele mausefallen hat, die man immer zuerst entschärfen/kontextualisieren müsste, aber nur als beispiel neben den oben erwähnten cookies hat zb cory ein paar doch naheliegende aspekte nicht erwähnt: (a) man kann auch innerhalb einer struktur mit den mitteln der struktur gegen die machtverhältnisse arbeiten (subkulturen haben das mehr oder weniger immer schon getan resp. mussten das tun, oft entstand aber gerade dudurch ihre kraft; das sentiment unserer zeit ist aber natürlich, dass die dinge ihre explizite form suchen). (b) twitter zb ist auch as is mehr oder weniger vollständig selbstkontrolliert. wenn man ein bisschen programmieren kann, kann man mit der API eig. machen, was man will (ich hab mich mit twitter recht viel herumgespielt, die gute nachricht, viel bringts eh nicht). aber das kann halt nicht jede, aber es wird halt auch nie erwähnt oder erklärt. (ç) niemand darf nur eine einzige plattform verwenden (und ist der dominanten also ausgeliefert, wenn man mit anderen kommunizieren will), niemand muss sich zwischen der hegemonialen und der dezentralen entscheiden und alles andere aufgeben, man kann sich sein eigenes bündel zusammenstellen wie man will, man kann auch zwischen den plattformen flottieren.

(zum glück ist das eh alles egal usw.)

meta 09.01.2023 #

The Year In Review (2022 Edition) Pt. 6

noch ein paar zerstreute Jahreslisten:

longreads

Longreads Best of of 2022

playstore

Google Play best of of 2022

spotify

Spotify 2022 Wrapped

strava

Strava’s Year in Sport 2022

und ein paar Popkulturlisten zum Bingen:

meta 08.01.2023 #

1611054408049037313





meta 05.01.2023 #

State of the World 2023

Bruce Sterling und Jon Lebkowsky / The Well zum Stand der Dinge

(siehe SotW 2022, 2021, 2020, 2019, 2018, 2017, 2016, 2015, 2014, 2013, 2012, 2011, 2010, 2009, 2008, 2007 und 2006)

meta 04.01.2023 /via @well #

Leftovers 2022 (Platform Dialectics Edition)

auch nicht weitergekommen sind wir 2022 jedenfalls mit dem formulieren eines gegenentwurfs zu plattformen, der uns in richtung einer dialektischen ‘überwindung’ dieses ganzen plattform-gedöns bringt. das grundproblem der gesamten vorgetragenen kritik und in der folge der gesamtheit der etablierten und sich etablierenden gegenentwürfe ist, dass sie sich nie wirklich die frage gestellt haben, was die wirkliche leistung der jeweiligen plattformen ist. genau das ist aber ziemlich sicher das steinchen, das uns zur echten überwindung der plattformen fehlt, weil die antwort in die gegenentwürfe hineinsynthetisiert werden könnte und aber die unnötigen kämpfe (gegen windmühlen, mauern, etc.) und sackgassen vermieden werden könnten. statt mehr, besserer, lauterer kritik bräuchten wir ironischerweise konzise affirmation.

(sry, das ist hier eine auslaufrinne, aber die welt halt auch. bzgl. dem bloggen hab ich es zb. 2013 mal hier formuliert und die mischung aus twittermurks und jahreswechsel triggert derzeit ja wieder viele aspirationen und ambitionen zum neo-, retro-, fedi-, indie-, mini-(flat), etc. bloggen, aber die beipackzettel sind in den 10 jahren irgw. nicht besser geworden)

meta 02.01.2023 #

2023

piglet

happy new year!

meta 01.01.2023 #

Rutschen MMXXIII

einen guten Rutsch ins neue Jahr!

meta 31.12.2022 #

Lazy Blog Ep. 75

(blogpost über DAS dilemma des derzeitigen dispositivs und damit aller debatten, diskurse und narrative: den umstand, dass sich des gesamte feld zunehmend anspannt und in folge in immer schmerzhafte verspannungen reformiert, die immer unfruchtbarere und historisch nur noch parallaktische beschreibungen der entwicklungen ermöglichen)

((die beliebteste serie, sind erklärungen oder einschätzungen, die plausibel klingen, weil sie im gerade auslaufenden milieu die naheliegendsten gewesen wären und nur noch extrapoliert werden wollen, dabei aber den auch wieder naheliegenden umstand übersehen, dass sich die milieus in den letzten 15 (web 2.0) resp. 10 (mobile) resp. 5 (ai) ganz grundsätzlich verändert haben und weiter verändern und das behandelte phänomen oft nur der ausdruck einer schon ganz anderen verteilung von massen und aufmerksamkeitsbundles ist und/oder überhaupt eine neue solche verteilung bewirkt. nicht ganz unwitzig ist der umstand, dass sich in gpt dieses wenn man so will kitschige erklärungsmuster quasi strukturell reproduziert und in der reentry quasi kurzschliesst, uns aber der begriff fehlt, das zu verstehen))

(((bonuspunkte wie immer für konkrete ethnographische und infosemiotische beschreibungen und sternchen für eine umfassende typologie)))

meta 28.12.2022 #

The Year In Review (2022 Edition) Pt. 5

^ das Jahr in Facebook (lustigerweise gwm. ein bisschen meta betrachtet)

meta 22.12.2022 #

The Year In Review (2022 Edition) Pt. 4

tumblr

^ das Jahr in Tumblr

meta 21.12.2022 #

The Year In Review (2022 Edition) Pt. 3

tiktok

^ passend zum Jahr in Youtube auch gleich das Jahr in TikTok

meta 20.12.2022 #

The Year In Review (2022 Edition) Pt. 2

youtube

^ das Jahr in Youtube

(eig. interessanterweise und auch symptomatischerweise haben sie heuer schon wieder ihr youtube rewind video ausgelassen usw.)

meta 20.12.2022 #

The Year In Review (2022 Edition) Pt. 1

pocket 2022

^ das Jahr in Pocket

meta 20.12.2022 #

Suchen des Jahres (2022 Edition)

google

Pt. 1 diesmal: Google

  1. Wordle
  2. India vs England
  3. Ukraine
  4. Queen Elizabeth
  5. Ind vs SA
  6. World Cup
  7. India vs West Indies
  8. iPhone 14
  9. Jeffrey Dahmer
  10. Indian Premier League

Bonusliste: Top houseplants

  1. Philodendron
  2. Devil’s ivy
  3. Bambusoideae
  4. Echeveria
  5. Dracaena
  6. Fern
  7. Jade plant
  8. Dumb canes
  9. Hoya
  10. Alocasia
meta 20.12.2022 #

Das Einhorn


doch interessant, wie verschieden die wahrnehmungen von twitter und also die interpretation von diesem musk stunt sind. blöderweise ist wohl genau diese koexistenz von strukturell verschiedenstem das, was es erträglich erhalten hat und was in der diaspora nie mehr sein wird

blogpost zum tweet

vor allem auch weil die twitterwelt eben alles ist, was der twitterfall ist, will ich die positionen und wahrnehmungen nicht im einzelnen betonen, sondern nur ein paar allgemeine anmerkungen über twitter machen, die ich im kollektiven unsere-zukunft-nach-musk gemurmel kaum berücksichtigt finde. schnell vorab:

twitter ist ein einhorn, das im zoo unserer webdienste/plattformen einen singulären charakter hat. viele gängige techniken aus den playbooks (von startups und usern) für social media greifen bei twitter nicht und sind öfter als nicht eher kontraproduktiv.1

5 elemente dieser singularität:

- das soziale objekt von twitter ist ein gedanke / ein moment
(gedanken resp. momente sind mannigfaltig, deshalb ist es auch twitter, weil es die matrix aus input und möglichkeiten der benutzung ist. für mich ist es völlig unerklärlich, dass mehr oder weniger überhaupt keine interpretation der ereignisse nach musk das soziale objekt der jeweiligen plattform auch nur im ansatz berücksichtigt. alle tun so, als wäre überhaupt jedes soziale netzwerk austauschbar gleich, social graph baby!, als könnte und sollte man jetzt halt genausogut auf tiktok (das ist ja eh die zukunft, dort sind doch die jungen) oder ins fediverse oder in die blockchain oder sonstwohin gehen, dabei geht es überall um was völlig anderes (in meiner TL war wusi die einzige, die das zumindest registriert hat “Notfalls lip sync und Tänze”.)2

- der twitter handle ist die de-facto universelle adresse für öffentliche ansprechbarkeit im netz
es gibt natürlich noch andere ‘adressen’ die eins hat oder haben könnte (email, telefonnummer, url vom blog, andere profile, etc.) aber nur der twitter handle wird universell verstanden, ist öffentlich und unaufdringlich. (im profil nur die ersten 5 oder so tweets zu zeigen und dann mit dem signup popup zu kommen ist deshalb eine der allergrößten idiotien im web)

- tweets sind in ihrer unveränderbarkeit die einzigen stabilen, in raum und zeit gefroren referenzpunkte im web
man kann sie löschen aber ansonsten ist das der eine gemeinsame öffentliche raum, in dem aussagen fest stehen (und in der folge rekonstruierbare referenzen für historische ereignisse, geschichtliche entwicklungen usw) sind. (der edit button ist deshalb eine der allerallergrößten idiotien und unforced errors im web)

- twitter ist egalitär / für alle gleich
mit warhol könnte man sagen ‘you can know that the president tweets, Liz Taylor tweets, and just think, you can tweet, too. Twitter is Twitter and no amount of money can get you a better Twitter than the one the bum on the corner is enjoying. all the tweets are the same and all the tweets are good.’
das trifft zwar teilweise auch auf andere plattformen, apps und gerätschaften zu, aber bei twitter koinzidiert das auch mit dem ‘datentyp’ tweet selbst, der die einfachste universell sinnvolle einheit im web ist, wenn man so will. jeder hat die exakt gleiche möglichkeit zu tweeten (schon bei flickr und youtube ist es ein bisschen anders, da spielt bald die kamera und andere produktionsmittel eine rolle; auf instagram die eigene optik und der zugang zu setups; auf tiktok das alter und verfügbare zeit; auf blogs der grad der beharrlichkeit u/o sturheit usw.) bei twitter braucht man nur zwei finger und ein beliebiges internetfähiges gerät, für den tweet macht das keinen unterschied. (deshalb ist dieser twitter blue button zumindest eine große dummheit, weil einige tiere gleicher als andere werden usw.)

- twitter ist ein dorf
man sitzt mit allen anderen zusammen. neben dem präsidenten und liz taylor und dem bum auch das common squirrel und das possumeveryhour und vielen andere personen oder bots, die einen vl. wirklich interessieren. das verhältnis ist aber symbiotisch, der raum spannt sich in und durch twitter erst und nur in der benutzung auf.

das alles ist eher grundsätzlich und bedeutet jetzt für den einzelnen tweep zunächst einmal nichts, das etabliert nur einen spezifischen raum für kontingenzen, der in dieser art aber eben einzigartig und nicht resimulierbar ist und der nicht mal eben ausgerupft und an anderer stelle wieder eingepflanzt werden kann. deshalb empfiehlt es sich eine frage im hinterkopf zu behalten:

- was ist der eigentliche job to be done einer jeweiligen verwendung von twitter? (job tbd frei nach asymco der es frei nach christensen konzipiert, siehe)

die antwort für einen selbst wird man nicht finden, der mensch ist nicht dafür gestrickt sich selbst zu verstehen, aber mit den milchshakes von christensen können wir erahnen, dass es was anderes ist, als wir von allen seiten hören oder aber auch selbst glauben. man landet dabei auch schnell in einer art inception, wo hinter jeder ebene eines jobs eine andere ebene eines eigentlicheren jobs steckt, usw., aber das macht alles nix. alle ebenen wirken zwar gleichzeitig, aber man operiert immer nur unter temporärer selektion einer spezifischen ebene.
was nun vermutet werden darf: jobs tbd sind besser oder schlechter für twitter geeignet. manche wurden durch twitter tatsächlich erst möglich/auf scale praktikabel. der großteil der kognitiven dissonanzen, die wir im web in den letzten 10 jahren (nicht nur auf twitter) erleben, entsteht, wenn jobs tbd in (platt-)formen gepresst werden, die sich dafür einfach nicht eignen. (vor allem das nicht zünden vom indieweb und fediverse hat leider die eigene strukturelle inkompatibilität mit in ihrem wesen ehrenvollen ‘causes’ noch nie gesehen, weil sie ihren job tbd dahinter noch nie verstanden haben, aber das ist eine andere auslaufrille bei mir)

ohne microzumanagen oder die pluralität der jobs festlegen zu wollen, eine regel für twitter leitet sich daraus ab:

- twittere spezifisch!
auch wenn tweets in den allgemeinen raum aller tweets gepostet werden, reaktualisieren sie immer das subjekt auf basis dessen job tbd und adressieren dabei zunächst einmal immer nur die eigenen followers und spannen insofern im global space eine eigene, idiosynkratische fläche auf. man twittert immer nur in einem ganz konkreten, spezifischen verhältnis zum kollektiv, das sich aber permanent aktualisiert (und das immer auch mit einem potential zum kurzschluss verbunden ist. die paradigmatischen effekte sind wohl serendipität und viralität, aber in den kleineren formen steckt natürlich die hauptattraktivität von twitter, weil das eigene oevre immer über gesten, memes, second order trends, etc. im faktual mitschwingt. worin die spezifität besteht ist schon wieder mannigfaltig, aber der effekt davon ist, dass sich dadurch das soziale (im ursprünglichen sinn vom knacks, siehe) überhaupt erst etablieren kann).

(dem fediverse würde ich lustigerweise exakt die komplementäre regel mitgeben: toote allgemein! alles was den symbolisch-imaginären resp. sozialen überbau nicht braucht ist im fediverse eig. besser aufgehoben)

in diesem sinne: macht was ihr wollt, es gibt gute gründe für alles, aber lasst euch nicht den spaß von einer dumpfbacke verderben.

—-

1 es ist ein einhorn trotz und nicht wegen der corporate entity twitter. beobachten kann man das im grunde seit dem start und den damaligen megalomanischen phantasien, die sich von generation zu generation vererben. sinnloses wachstum, viralität, feature creep und vor allem diese diese fixe idee mit dem innovieren z.b. sind nur bei plattformen, die nicht auf sinn basieren, ein veritables mittel um ein momentum zu generieren, bei twitter wäre von anfang an die freiwillige selbstbeschränkung auf eigensinn selbst die wertvollste kraft gewesen, aber ich verzettle mich. die zeit in den nullern war jedenfalls lustig, als sich das feuilleton noch gefragt hat, für was das gut sein soll, als es noch keine ausgestampften pfade für die möglichkeiten (auf einfluss, reichweite, audience usw.) gab, als noch alles möglich schien.

2 die ursprünglichen 140 zeichen, in die im grunde nicht mehr als ein gedanke passte, wurden in der folge natürlich ausgeweitet, es gibt dann auch links, threads, photos und videos, reaction gifs, vorschauende twittercards usw., der paradigmatische datentyp von twitter bleibt aber der ein einem mentalen zyklus erfassbare moment.
aus dem gedanken wächst dann alles mögliche im anschluss, aber was beobachtbar gut funktionert ist das treiben im schwarm, das vorbeischwimmen an witzen, anmerkungen, erfassen einer gleichzeitigkeit bei live events, eindrücken, gefühlen, selbstvergewisserungen und virtue signaling für einen tribe, vor allem natürlich serien und cute overload usw.
politische diskussionen, wissenschaftliche abhandlungen, aufklärung und überzeugung von unbekannten, etc. sind nicht unmöglich, erfordern aber auf twitter second order strukturen innerhalb derer sie funktionieren.
gedanke jedenfalls ist ein sehr offener datentyp, der eben die unterschiedlichsten dinge ermöglicht, siehe wieder den ausgangstweet, man braucht sich also nicht wundern, aber man sollte halt auch wirklich mit den festlegungen aufpassen, zumal jede festlegung alle anderen möglichkeit behindern könnte.

meta 07.11.2022 #

Hype Cycle 2022

hype cycle 2022

und alle Jahre wieder der Hype Cycle von Gartner (siehe auch hype cycle und hype cycle 2008 und hype cycle 2009 und hype cycle 2010 und hype cycle 2011 und hype cycle 2012 und hype cycle 2013 und hype cycle 2014 und hype cycle 2015 und hype cycle 2016 und hype cycle 2017 und hype cycle 2018 und hype cycle 2019 und hype cycle 2020 und hype cycle 2021 und wie immer siehe auch die siggi beckersche sozio-technologische voraussetzung für einen hype)

meta 29.08.2022 #

NYR22-KW34

fyi: das ist der letzte teil dieser serie. ich war dann einige wochen offsite und das tracking wurde immer durchwachsener und inkorrekte listen sind bekannterweise das allerblödeste, dazu kommt, dass die musikalische input sich den rest des jahres eher in richtung melange formate verschiebt, die puzzles hier keine haptik haben, die yt’s eh in hackr.tv kommen, insgesamt kaum ein zeitgefühl entsteht, usw.

(kontext und pt. 1)

Books

  • Daily Stoic (08/22-08/28)

Movies

-

Series

  • American Horror Stories – S02E06

Music

-

Youtube

-

Apps

-

Puzzles

-

meta 28.08.2022 #

NYR22-KW33

(kontext und pt. 1)

Books

  • Daily Stoic (08/15-08/21)
  • Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags (p. 20-47)

Movies

  • Crimes of the Future (2022)

Series

  • American Horror Stories – S02E05
  • American Horror Story – S07E01-11
  • American Horror Story – S08E04-07
  • Westworld – S04E08

Music

-

Youtube

-

Apps

-

Puzzles

-

meta 21.08.2022 #

Suche:
rss icon subscribe to hackr.de
rss icon subscribe to live.hackr (das blog)
twitter @hackr
mastodon @hackr_de@mastodon.social

hackr.tv

video: Fundamentals of Compose Layouts and Modifiers
Sehr kompakter und guter Überblick über Layouts mit Compose.
video: Android Dev Summit 2022
Der volle Stream vom Android Dev Summit.
video: Microsoft Ignite 2022
Die Keynote von der Microsoft Ignite.
video: Meta Connect Keynote 2022
Die Keynote von Meta, in der Mark Zuckerberg die Eier von Facebook ins Körbchen Virtual Reality legt.
video: Made by Google 2022
Google mit einer Art Event für die eigenen Produkte.
video: Search On '22
Google mit einem Event zum Stand der Suche.
video: Amazon’s New Devices and Services 2022
Amazon stellt die neuen Gerätschaften vor.
video: Pearl Movie Review
Review von Pearl, Bin über diesen Kanal gestolpert und Deep Focus Lens schaut gut aus, solides Geschmackslevel, overall cultured, dicht aber unprätentiös, offensichtlich seit Jahren konsistent.

side notes

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109783224500334631 109783224500334631 - was fehlt: eine mastodon markup language (MML) mit der man die timeline filtern und priorisieren resp. smarte timelines / streams deklarativ aggregieren/kombinieren/generieren etc. kann (kann man eh mit der API leicht emulieren, aber die integrierte hapti

29

109772711523045222 109772711523045222 - dumdideldum

1619790118348529664 1619790118348529664 - hey, heute sind ja die nfl conference finals Eagles vs. 49ers (jetzt) und dann Chiefs vs. Bengals.

1619667597020266496 1619667597020266496 - sehr entspannend, der bubble tea doodle

1619647253387579392 1619647253387579392 - (das größte problem durch murks ist, dass er die suche nach einem besseren kompass (oder anderen ebenen) mehr oder weniger verunmöglicht hat, weil alle nur noch so schnell wie möglich in die gegenrichtung flüchten können) ((vmtl. dann kein sphärischer uml

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1618933271399890944 1618933271399890944 - die 3 großen fragen bei chatty ai sind (1) was wird billig und also wertlos? (2) was ist der asymmetrische effekt/was wird wertvoll? (3) was werden die bestehenden organisationen und institutionen tun, um weiterhin das problem zu garantieren, für das sie

1618925794440667140 1618925794440667140 - @QuirinPoulsen ganz genau.

25

100 million developers and counting 100 million developers and counting - Github freut sich über 100 Millionen Entwickler.

109749539307623015 109749539307623015 - ha, the next action balls (my only noteworthy contribution to the realm of productivity) turned 18 today.

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1617944570326822912 1617944570326822912 - psa: hackr (blog und vielleicht eine selection aus links u/o internet-archäologen, mal schauen) jetzt auch auf mastodon

Introducing RxPass from Amazon Pharmacy Introducing RxPass from Amazon Pharmacy - Amazon lanziert eine Art Flatrate für Medikamente.

22

1617258674778476553 1617258674778476553 - @mauszfabrick jmlotman wobei das umfeld musicbox/fm4 und spex/debug sogar peak diskurs überhaupt waren, zumal die türen zum int. gebabbel und zeitgefühl offen waren.

1617143256168497152 1617143256168497152 - (insgesamt ja doch ein conundrum, weil es irgendwie blöd ist, wenn ogs nur noch auf M sind, aber eigentlich auch, wenn sie brav weiter auf T sind, aber natürlich noch mehr, wenn sie überhaupt ganz die lust verlieren, aber alles überall ist halt auch ein b

1617082265984700416 1617082265984700416 - @martinlindner die menschliche leistung dürfte darauf hinauslaufen, dass die nichtverlässlichkeiten (falsche grundannahmen, dinge die noch nicht verstanden oder bekannt sind, non sequiturs, etc.) erkennbar und also anschlussfähig sind.

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1616866533254516737 1616866533254516737 - happy #SquirrelAppreciationDay

1616768657039953923 1616768657039953923 - (heute ist irgw. so ein germknödeltag)

20

109721656959514766 109721656959514766 - signing up

1616529388450840602 1616529388450840602 - Schnee.

1616481388789628937 1616481388789628937 - (too fast for aperture priority)

19

109717399142193358 109717399142193358 - ƪ(ړײ)ƪ

Twitter officially bans third-party clients with new developer rules Twitter officially bans third-party clients with new developer rules - Twitter untersagt unilateral und ohne Vorwarnung mit der API Clients zu entwickeln und sperrt die bekannten gleich mal aus.

1616083976904650759 1616083976904650759 - ein ding bei chatty ai könnte werden, dass systeme, deren job das prozessieren etc. von einwürfen ist, in einen semantischen stack overflow laufen (wenn die kosten zum generieren von plausibel klingenden aussagen gegen null gehen, gehen die kosten des ver

1616043586285445121 1616043586285445121 - für (provinzialströmische) internet-archäologen: heute vor 18 jahren war delicious der könig vom web usw.

1616022153110994944 1616022153110994944 - (wir sollten uns alle den rest des jahres freinehmen und das ganze mal grundsätzlich durchdenken, oder zumindest endlich mal alles von deleuze lesen usw.)

18

1615701489716023298 1615701489716023298 - (having a snack)

1615679978418446336 1615679978418446336 - ein rotkehlchen.

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Extremely Hardcore Extremely Hardcore - the verge mit dem umfassenden überblick vom murks takeover, grossartig und psychohygienisch zumindest eine kleine linderung auch das net worth-o-meter in der sidebar.

1615345418480812035 1615345418480812035 - kenn ich die in meinem welt-slice halt nicht und es gibt eh ein florierendes ökosystem an mastodon apps, aggregatoren und utilities? oder tut sich wirklich nicht gar so viel? (wenn letzteres kanns fast nicht an der api liegen, ich würde auf individuelle k

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1615048867422081033 1615048867422081033 - weil etwa heute vor 6 jahren alternative facts als offizieller gesellschaftlicher datentyp anerkannt wurden: wie könnte man denn die aussagen von gpt beschreiben? spekulative facts?

15

1614584715075371008 1614584715075371008 - @marcelweiss not funny

selection

5 Jahre live.hackr 5 Jahre live.hackr - fünf jahre live.hackr - guter anlass für einen kleinen (eher assoziativen und nicht ansatzweise vollständigen) rückblick.


Die Talfahrt Die Talfahrt - eine art nachtrag zu fünf jahre live.hackr vier jahre später.


Am Ende der Wurst Am Ende der Wurst - eine art minitheorie vom web.


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