fitbit

^ heute vor fünf jahren: Fitbit

(siehe auch 12,117,737 Steps)

internet institut

Die Digitalisierung und das Internet prägen immer stärker unseren Alltag, unsere Gesellschaft und unsere Wirtschaft. Das Deutsche Internet-Institut wird unabhängig und interdisziplinär die Digitalisierung und ihre Auswirkungen für uns Menschen in den Blick nehmen und in ihrer ganzen Komplexität erforschen. Mit seiner Gründung schaffen wir nicht nur einen neuen Leuchtturm in der deutschen Forschungslandschaft, sondern schaffen zugleich eine Einrichtung, die ihre Erkenntnisse an Gesellschaft, Wirtschaft und Politik weitergibt

Bundesforschungsministerin Wanka

endlich gibt’s bald wieder ein neues internet-institut

Eine weitere ganze Reihe von zumindest pragmatisch recht nützlichen Unterscheidungen kommt wieder einmal von Seth Godin und unterscheidet die Arten an Treibstoff , die die eigene Maschinerie betreiben:

  • Avoidance of shame (do this work or you’ll be seen as a fraud/loser/outcast)
  • Becoming a better version of yourself
  • Big dreams (because you can see it/feel it/taste it)
  • Catastrophe (or the world as we know it will end)
  • Competition (someone is gaining on you)
  • Compliance (the boss/contract says I have to, and even better, there’s a deadline)
  • Connection (because others will join in)
  • Creative itch (the voice inside of you wants to be expressed)
  • Dissatisfaction (because it’s not good enough as it is)
  • Engineer (because there’s a problem to be solved)
  • Fame (imagining life is better on the other side)
  • Generosity (because it’s a chance to contribute)
  • It’s a living (pay the writer)
  • Peer pressure (the reunion is coming up)
  • Possibility (because we can, and it’ll be neat to see how it works in the world)
  • Professionalism (because it’s what we do)
  • Revenge (you’ll show the naysayers)
  • Selection (to get in, win the prize, be chosen)
  • Unhappiness (because the only glimmer of happiness comes from the next win, after all, we’re not good enough as is)

(abt: draw the distinction!)

fyi: wer content konsumiert ist selbst schuld. einzige ausnahme ist cat content.

(wer content produziert, dem ist ohnehin nicht mehr zu helfen, aber das ist ein anderes thema)

traditionell ein paar worte zur google i/o, die uns die letzten drei tage über den geisteszustand von google informierte: die spätestens seit 2012 beobachtbare ‘neue bescheidenheit’ von google (siehe I/O 2012 Neue Bescheidenheit Edition oder I/O 2015 Anhaltende Bescheidenheit Edition oder I/O 2016 Permanente Bescheidenheit Edition) hat sich auch in diesem jahr nicht nur fort- und festgesetzt, man kann wohl fast schon sagen nun auch zum grundzustand von google verwandelt. die großen blöden würfe blieben auch heuer wieder aus, irgendwie kann man sich schon fast nicht mehr daran erinnern, dass google das potential für große blöde würfe überhaupt jemals hatte. von den kernkompetenzen von facebook und apple lassen sie meilenweit die finger, da haben sie sich wohl einfach einmal zu oft die finger verbrannt, und selbst gegenüber amazon und microsoft versuchen sie die schnittmenge so klein wie möglich zu halten. man gratuliert sich eher zu den vorhandenen billion-user projekten und nimmt als interne irritation ansonsten nur das war, was einen growth-faktor von 10x, mindestens von 4x hat (das haben sie skurril oft betont).

(gleichzeitig kann man gar nicht jammern; als infrastrukturprovider im zeitalter der cloud haben sie ihren eigentlichen sinn gefunden, das hat man während der cloud next gesehen, siehe google cloudbag, und bei ihrem symbolischen mantra AI – from mobile first to ai first – haben sie mittlerweile sogar selbst die vermutung, dass das eher erst im mittelfristigen zeithorizont die interessanteren früchte gedeihen lassen wird, weshalb sie bis dahin AI halt einfach in alles einbauen, was nicht bei drei auf den bäumen ist (gmail bekommt smart replies, die fotos für photobücher werden von einer KI ausgewählt, das war ja immer die zumutung, machine learning nimmt einem die mühe des sharens von fotos ab, sogar die text selection in android wird smart mit ai und bekommt dafür sogar einen eigenen chip), ansonsten wird an den projekten halt gearbeitet, aber seit den ankündigungen des letzten jahres gibt es kein vorzeigbares projekt das selbst dem geneigten zuschauer ein ah oder oh entlocken würde, am ehesten noch google lens, falls es dann halbwegs gut funktionieren sollte)

Das NetzDG steht in Netzsperrentradition: Gesetzlich die Existenz des erlösenden Algorithmus anordnen, der gesellschaftliche Probleme löst.

saschalobo

(ich glaube das trifft den nagel auf den kopf; während so leute wie schirrmacher ihren vor sich selbst versteckten technodeterminismus noch romantisch auf die ebene der semantik verdrängten, siehe schwarmacher, so verdrängt die politik ihren noch viel tiefer sitzenden und noch viel weniger gesehenen technodeterminismus als heilsbringenden wunsch per dekret in den algorithmus selbst)

buried in this scenario of a takeover of superhuman artificial intelligence are five assumptions which, when examined closely, are not based on any evidence.
  1. Artificial intelligence is already getting smarter than us, at an exponential rate.
  2. We’ll make AIs into a general purpose intelligence, like our own.
  3. We can make human intelligence in silicon.
  4. Intelligence can be expanded without limit.
  5. Once we have exploding superintelligence it can solve most of our problems.

In contradistinction to this orthodoxy, I find the following five heresies to have more evidence to support them.
  1. Intelligence is not a single dimension, so “smarter than humans” is a meaningless concept.
  2. Humans do not have general purpose minds, and neither will AIs.
  3. Emulation of human thinking in other media will be constrained by cost.
  4. Dimensions of intelligence are not infinite.
  5. Intelligences are only one factor in progress.

Kevin Kelly mit einem schönen Text über den Stand und das Potential von Artificial intelligence.

Der Beleuchtete (m/f) ist ein selten zu sehender aber in der jeweiligen Position dann durchaus erwartbarer Zeitgenosse, der sich dadurch auszeichnet, dass ein individuelles Gefühl der Erleuchtung mit der Aufmerksamkeit durch Erfolg kurzgeschlossen wird.

(der beleuchtete ist gwm. zufällig in seiner position der erleuchtung gelandet – d.h. er ist kein walter bishop der massive dynamic gründet, sondern er hatte einfach glück und den richtigen riecher zur richtigen zeit und glaubt sich fortan aber nicht nur selbst, es wird ihm auch geglaubt)

((es ist doch interessant, wie effektiv diese übertragung funktioniert; wenn man sich die paradigmatischen beleuchteten – also elon musk, peter thiel, mark zuckerberg, sergey brin, usw. – anschaut, dann war weder die ursprüngliche idee hinter ihren milliarden besonders genial, noch sind ihre derzeitigen visionen – ewiges leben, telepathie, kolonisierung vom mars, etc. – auch nur im ansatz irgendwie innovativ oder kreativ und unterscheiden sich von schlechter sf nur dadurch, dass die technologische realisierbarkeit vl. ein bisschen nähergerückter erscheint))

(abt. supermarket studies)

Eine weitere zumindest pragmatisch nützliche Unterscheidung ist die Frage ob etwas ein Problem ist oder ein Umstand.

(frei nach clay shirky, der einmal ich glaube issak rubin den ausspruch if you have the same problem for a long time, maybe it’s not a problem, maybe it’s a fact zugeschrieben hat)

Die Unterscheidung Problem/Umstand ist als Unterscheidung funktional deshalb interessant, weil sie gwm. nur auf der Ebene der Bewertung wirksam ist, die Beschreibung des jeweiligen Phänomens ist üblicherweise die gleiche und der Unterschied ist der Sache gwm. inhärent. Oder anders gesagt: man erkennt erst an der Bewertung (oder Betonung), ob der Unterschied gesehen wird oder nicht.

Gleichzeitig ist es oft so, dass die falsche Bewertung eines Umstands als Problem die in der Folge angedachten ‘Lösungen’ dann selbst erst an anderer Stelle Probleme erzeugen, weil man Umstände eben nicht lösen kann, sondern man mit ihnen leben/herumleben muss.

(es liegt glaub ich die vermutung nicht fern, dass mehr oder weniger die gesamte europäische und besonders natürlich die deutsche mediale hysterie und der dadurch getriggerte politische (re-)aktionismus bezüglich dem web/technologie nichts anderes ist als lösungen für fälschlicherweise als problem verstandene umstände, die dann auf der falschen ebene behandelt werden sollen; so betrachtet erklären sich phänomene wie oettinger, das leistungsschutzrecht, das recht auf vergessen, das netzwerkdurchsuchungsgesetz usw. fast von selbst)

(abt: draw the distinction!)

in alter tradition ein kurzer eindruck zur jährlichen lage der nation von sascha lobo bei der re:publica, zumal lobo ja doch immer ein schönes symptom vom jeweiligen zustand vom web in deutschland ist, allerdings fällt mir heuer nicht wirklich viel dazu ein, was aber vielleicht selbst wiederum symptomatisch ist, es gibt halt ganz einfach kaum was zu sagen.

am interessantesten war vielleicht, dass sascha soweit ich mich erinnern kann das erste mal das von ihm ausgemachte hauptproblem und seine damit verbundene position als aufforderer zur problembewältigung nicht gefunden hat, indem er das problem des vergangenen jahres eine ebene verschoben hat (rp13: zum sozialmedialen macht! rp14: zum gesellschaftlichen organisiert euch! strukturiert euch! rp16: zum wirtschaftlichen trotzdem! gründet!), sondern dass er gwm. eine einkehr in den in den sozialen medien beobachteten gesellschaftlichen diskurs macht, dort verstörendes vorfindet und als letzte hoffnung/hail mary bei der aufforderung diskutiert! gelandet ist, um die welt zu retten.

nur zur sicherheit: ich finde auch hier grundsätzlich gut, was er macht (dass er das gespräch mit den rechten und rechteren sucht, dass er versucht, muster zu erkennen, ein verständnis und ggf. strategien zur verständigung zu entwickeln, usw.). nur hat er diesmal weder eine gute metapher für seine zustandsbeschreibung gefunden (was neben seinem schalk üblicherweise seine grösste stärke ist, man denke nur an die bekassine), noch einen geeigneten anker zum verständnis vom problem.

ganz im gegenteil, seine ‘insel der liberalen demokratie’, die im schlammigen ‘meer des autoritären’ schwimmt, ist auf mehreren ebenen problematisch, vor allem aber, weil sie die autoritäre suppe gwm. als naturzustand setzt und den zusammenhang zwischen den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen kräften und dynamiken verschleiert, der die braune suppe erst erzeugt.

(ist nicht mein thema und ich bin bei seinem dark euphorischen gefühl des fallens (sterling) bei ihm, aber er behandelt das problem dadurch auf der alten achse der politisch-kommunikativen rationalität zwischen links und rechts, die im koordinatensystem aber gerade auf den kopf gestellt wird, wie wir es eben in frankreich sehen konnten, siehe etwa zizek)

fyi: ironie ist im sozialen unmöglich.

Eine weitere nützliche und eigentlich gut bekannte, aber üblicherweise falsch utilisierte Unterscheidung ist das Constraint.

(ich verwende constraint, weil es im deutschen keine entsprechung ohne für diese unterscheidung kontraproduktive konnotationen gibt; zwang, einschränkung, restriktion, limitation, etc. haben alle den hauch eines makels oder mangels, während constraint zumindest nach meinem empfinden weitestgehend neutral klingt)

Ein Constraint ist allerdings keine normale nützliche Unterscheidung, sondern eine Unterscheidung mit nur einer (Innen-)Seite, die sich nur dann erzeugt, wenn man dem Constraint unterliegt.

(tut man es nicht ist man nicht auf einer anderen seite der unterscheidung, sondern einfach im ununterschiedenen raum)

Ich glaube so formuliert wird auch schon der Wert des Constraints offensichtlich: es wird aus dem Nichts ein Raum erzeugt. Und in diesem Raum wird natürlich nichts möglich, was im allgemeinen Raum grundsätzlich nicht auch möglich wäre, er ist ein strikte Untermenge der Möglichkeiten, aber durch die Beschränkung auf das Constraint entsteht öfter als nicht auch eine Verdichtung, die zu interessanteren Ergebnissen führt als sie sonst entstanden wären. Mehr ist nicht immer besser.

(das ist ein fast schon peinliches statement of the obvious, aber das übersehen des konstitutiven werts von constraints zieht sich durch grösste teile vom gebabbel über technologie und dem web, die grundannahme ist fast immer, dass jede form von beschränkung schlecht ist, dass jedes aufbrechen von grenzen gut ist, dass einzig das wuchern und wachsen und die freie entfaltung wünschenswert ist; fast alle medialen idealformen – das buch, die papierzeitung, die LP, das blog, twitter, haikus, usw. – entstehen innerhalb eines bündels extrem restriktiver constraints und keine aufweichung macht den output besser; das gleiche gilt für fast alle paradigmatischen apps und tools und überhaupt)

(abt: draw the distinction!)

fyi: sinn lässt sich nicht digitalisieren.

Eine weitere im Grunde offensichtliche, aber derzeit in den meisten das Web u/o Technologie u/o vor allem den gesamten Komplex AI/AR/VR betreffenden Debatten und Produkten öfter als nicht übersehene Unterscheidung ist die zwischen Disruption und Interruption.

(als faustregel kann man sich wohl merken, dass nichts was derzeit von den pundits und ihrem journalistischen hofstaat als disruptiv konzipiert wird, sich im futurum exaktum auch als disruptiv herausgestellt haben wird – und wenn, dann anders als gedacht)

((ihr grundproblem ist wie so oft, dass sie das feld gewinnen und nicht die echten probleme lösen wollen, was sie und ihre tools dann selbst (als timesucker, als bioadapter, etc.) zum problem macht))

(abt: draw the distinction!)

kleiner nebenabfall von einem udacity projekt, aber das fand ich irgw. nicht unwitzig:

aapl

amzn

fb

goog

msft

twtr

yhoo

Du gewinnst deine Identität, in dem du zwischen anderen eine Verbindung herstellst. Eine Blume vermittelt zwischen den Strahlen einer fernen Sonne und den Mineralien in der Erde ein paar Zentimeter unter ihr
Diese Kompatibilisierung macht sie aus. Sie könnte nicht sein ohne ihre Umgebung. Aber dennoch ist sie zu einem gewissen Grad unabhängig von ihrer Umwelt und ihrer Zusammensetzung.

GabrielBerlin

cowsonly

Der erste Metatrend 2017 ist ganz eindeutig der Bezug auf Hunde, Katzen und alle anderen tierischen Freunde mit Federn oder Fell in den Aprilscherzen.

Natürlich waren Tiere auch in den Jahren davor immer schon ein beliebtes Element vieler lustiger Produktideen, aber heuer haben sie den 1. April weitgehend dominiert, nur eine kleine Auswahl aus dem MoMB :

(die april fools sind ja ein von vielen unterschätzter indikator für den technologischen zeitgeist, weil sie gwm. entweder die ansonsten unausgesprochenen phantasien (wurden von google übernommen als pm) oder in variationen das aktuelle trendthema (vor 2 jahren der selfie stick) reflektieren. in diesem sinne ist auch interessant was fehlt, und da war heuer die irrelevanz vom komplex AI/VR/AR das augenscheinlichste. es gab vl. eine handvoll, aber im vergleich zu den jahren davor nimmt das eher ab, obwohl es von google, microsoft und facebook gepusht wird wie nix anderes)

Der Stan (m/f) ist ein immer öfter zu sehender Zeitgenosse, der sich dadurch auszeichnet, dass er eine simplizistische und hypertrophe Begeisterung für eine Person oder seltener eine Sache entwickelt und dann auch mit jeder Faser seines Herzens gegen alle auch noch so berechtigten Widerstände vertritt.

(der name stammt natürlich von eminem, der in seinem song ursprünglich die traurige geschichte von einem stalker fan erzählte, aber als bezeichner hat es sich in den letzten 15 jahren ein bisschen weg vom stalker und hin zu einem obsessiven fan gewandelt, wobei ganz lustig ist, dass das stalking auf einer anderen seite wieder zurückgekehrt ist, weil die stans mitunter jene stalken, die das objekt ihrer begierde kritisieren)

Und während der Stan einzeln betrachtet ob seiner Erwartbarkeit eher ein uninteressanter Zeitgenosse ist – er ist halt einfach immer für alles, was für sein Idol ist oder seinem Idol hilft und gegen alles, was seinem Idol widerspricht oder gegen sein Idol ist oder auch nur den Hauch einer Kritik verbreitet und insofern also der Zeitgenosse mit der geringstmöglichen Unwahrscheinlichkeit überhaupt ist – so ist diese Erwartbarkeit auch gleichzeitig die Bedingung der Möglichkeit der Entwicklung eines Kollektivs an Stans, die im Schwarm auf sozialer Ebene dann interessantere Effekte triggern können.

(das streichen jeglicher komplexität aus der wahrnehmung u/o bewertung und die reduktion auf ein einziges binäres verhältnis für oder gegen das idol minimiert die sozialen und kommunikativen ‘transaktionskosten’ der gruppenbildung gwm. auf null. jeder stan erkennt jeden anderen stan auf den ersten blick; ganz lustig dabei ist, dass das stan-sein keine geschichte kennt und also permanent aktualisiert werden muss, ansonsten wird auch über alte freunde und co-stans zähnefletschend hergefallen)

(für systemische ausdifferenzierungen ist der stan interessant, weil schon kleine gruppen an stans eine enorme wirksamkeit haben, oder zumindest den eindruck einer enormen wirksamkeit erzeugen können. kaum ein artikel oder thread in einem auch nur im ansatz populären medium (sei es nun zeitungen, blogs, plattformen oder communities) kann einen ‘kritischen’ artikel zum idol publizieren, ohne dass zumindest ein stan eine ‘korrektur’ formuliert. das ist jetzt eher eine hypothese, aber mir kommt es fast so vor, als ob die stans ab einer gewissen anzahl eine sich selbst organisierende schwarmbildung entwickeln, die herumschwirrt und einerseits sicherstellt, dass jeder relevante inhalt zumindest markiert wird (d.h. es wird nicht von jedem auf alles reagiert, wenn schon eine markierung vorhanden ist zieht man auch weiter), dass aber auf ich sag mal umkämpfte inhalte auch mit der gebotenen kollektiven verve reagiert wird (d.h. wenn es zu diskussionen kommt, werden mehr und mehr stans angezogen))

(abt. supermarket studies)

auch nicht weitergekommen sind wir 2016 jedenfalls beim verstehen, was das alles bedeutet, vor allem was die mengen und die massen betrifft.

(uns fehlt vor allem noch immer der log-filter, der die phänomene auf ein intelligibles maß skaliert, ansonsten kommt uns natürlich alles wie ein hereinbrechendes hochwasser oder tsunami vor. und das wäre in vielen fällen noch nicht einmal verzerrt, weil viele dinge ohnehin nur das ergebnis von netzwerkeffekten sind, denen ansonsten aber keine besondere bedeutung oder bedeutsamkeit zukommt)

auch nicht weitergekommen sind wir 2016 jedenfalls beim aufbau einer gewissen systemischen dichte für ‘nachhaltige’ webdienste, also dienste, die zwar eine soziale komponente haben, sich aber trotzdem autonom finanzieren und regenerieren können und die eine hohe resistenz gegenüber außeneinflüssen haben.

(pinboard ist dafür sicher das beste beispiel, eine gewisse kleinheit und finanziertlosigkeit scheint mir insgesamt fast die grundbedingung dafür zu sein)

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