(nts: ein ding bei dingen: ihr nutzwert ist immer ein radikaler überschuss, sprich: wir können sie nie maximal ausnutzen, zu ende benutzen, usw. oder nur die allerwenigsten dinge, die allermeisten nur zu einem bruchteil. insofern brauchen wir kein schlechtes gewissen zu haben. (industriell hergestellt verschiebt sich das nat. nochmal) der bezug ist auch immer persönlich – sprich: dem nächsten sind sie egal, er hat den bezug nicht)

(blogpost ausnahmsweise mal über kein dilemma, aber doch über ein signifikantes problem im derzeitigen web: den umstand, dass erfinder und entwickler glauben zu wissen, was ihre erfindung bewirken wird oder bewirken sollten, nur weil sie es entwickelt haben. wir sehen again und again, dass sie es nicht tun, und tatsächlich auf jeder ebene falsch liegen (von tim bernes lee bis @jack und zuckerberg))

((bonuspunkte wie immer für konkrete ethnographische, ökonomische und semiotische beschreibungen und sternchen für eine umfassende typologie))

fyi: we don’t have to fix the internet, we just have to fix advertising.

(mir ist das tatsächlich noch nie aufgefallen, aber ganz lustig: dt. bücher und en bücher sind an ihrer rückseite verkehrt beschriftet; dt. sind zum einordnen optimiert (kopf nach links drehen), en zum stapeln (kopf nach rechts drehen))

dezentral, blockchain ist der technokratische (und debil durchgestrichene) bruder der simulakren. wenn man so will werden gerade die konzepte von baudrillard von vor 40 jahren realisiert

(bei ihm war das kapital / die verhältnisse der produktion auf der 3. stufe angekommen; in der ersten gab es einen direkten bezug zur natur, in der zweiten einen zum tauschwert, in der dritten nur noch zum zirkulationswert von zeichen, so in die richtung, und mit bitcoin sind wir gwm. auf dieser dritten ebene einer reinen simulation, nur simuliert sie gwm. den bezug auf den tauschwert der 2.)

(im grunde gibt’s zwei richtungen: das 5-fache hinterfragen der japaner und das 5-fache verblöden der dt. politiker und journalisten (nach dem motto es geht immer noch blöder))

fyi: webdienste müssen trotz der menschen funktionieren können, nicht dank der oder für die menschen.

fyi: die welt ist nicht lösbar.

live.hackr feiert heute seinen 13. Geburtstag!

Einen herzlichen Dank an alle, die hier noch immer vorbeischauen, ohne euch wäre es nicht so lustig!

(nts: vergleichbar zum POSSE (Publish (on your) Own Site, Syndicate Elsewhere) und PESOS (Publish Elsewhere, Syndicate (to your) Own Site) aus dem indieweb bietet sich für die primäre verwaltung von daten, dokumenten und dateien und deren backup ein äquivalentes setup an:

SEBOD Store Elsewhere, Backup (on your) Own Disk
SODBE Store (on your) Own Disks, Backup Elsewhere
)

hackr.de

kleiner tipp: die vl. einfachste methode, im web fast clutter free herumzustreunen, ist, sich die safari technology preview herunterzuladen und dort dann unter ‘Develop’ Bilder und Javascript zu disablen, das kann man mit einem klick an- und austogglen. (hier bringts jetzt noch nicht ganz so viel, aber nicht wenige seiten werden damit erstmals sogar zumindest erträglich)

disable

Tool oder Extension, das den Browser der eigenen Wahl nach einem etwaigen Reset bei den jeweiligen Plattformen mit einem kontrollierten Bündel an automatisierten Requests quasi wieder mit den Basics der eigenen Präferenzen vorpopuliert.

screenshot leeres disqus kommentarfeld
vor 10 jahren

screenshot disqus laden
heute

ui: heute vor 10 Jahren hab ich disqus hier eingebettet und wirklich nie bereut.

fyi: plattformen sind die indifferenzkurven der gesellschaft.

meeker 2018

devoha: Mary Meeker mit ihrem jährlichen (genau genommen halbjährlichen) Bericht zum Stand des Internets (ich mag sowas ja)

(siehe Mary Meeker’s View Of The World In 355 Slides und Mary Meeker’s View Of The World In 213 Slides und Mary Meeker’s View Of The World In 197 Slides und Mary Meeker’s View Of The World In 50 Slides)

Der Alte Dattl (m/f, eher m) ist ein in doch häufig zu sehender Zeitgenosse, der sich dadurch auszeichnet, dass er die Welt nur nach dem letzten von ihm benutzten Wahrnehmungsfeld bewertet und auch bei größtenteils kontrafaktischen Begebenheiten nicht mal auf die Idee kommt, dass sich vl. das ganze Dispositiv in den letzten 20 Jahren verändert hat.

(nur als cheap shot zb die von fast allen über 40 vorgebrachte generalkritik an instagram oder youtube, da will ja jeder nur ein star sein und zeigen wie super das eigene leben ist, während doch gleichzeitig beim machen der selfies das leben selbst verloren geht, weil man den moment selbst nicht mehr genießen kann, sondern nur noch dokumentieren will usw., ohne zu sehen, dass sich sowohl die ebene der identifikation und subjektbildung als auch der semiotischen verkettungen via internet auf den verschiedensten plateaus redifferenzieren kann)

((der alte dattl muss übrigens nicht alt sein, es gibt auch junge alte dattl; und der alte dattl muss auch nicht dumm sein, er aktualisiert nur seine wahrnehmungsmatrix nicht und sieht das nicht))

(((echte und ernstgemeinte bitte: man merkt ja selbst nicht, wenn man ein alter dattl wird. wer bei mir den eindruck bekommt, dass ich es insgesamt bei einem thema/feld bin, der kann mich gerne darauf hinweisen)))

(abt. supermarket studies)

wordpress

hui, wordpress wird auch schon fünfzehn

Die Selbstbeschäftigung der Gesellschaft von Niklas Luhmann #dsbdg

fyi: wir sind derzeit im web viel besser im erzeugen von möglichkeiten von sinn als im benutzen vom sinn.

(ohne grossartige beschreibung des speziellen oder allgemeinen milieus, im grunde gibts ja auch kaum was dazu zu sagen und auch über die unsaggebbarkeit gibts nichts mehr zu sagen, aber gleichzeitig ist das alles auch egal, usw.)

techdirt

Anyway und spät aber doch, das für mich beste/nützlichste Techblog 2017 war schon wieder Techdirt. Mike Masnick (via) ist noch immer eine Art ein-Mann-Armee, der mit glasklarer Urteilskraft sämtlichen Schwachsinn des medial-politischen Komplexes dekonstruiert und gleichzeitig dabei ohne Hysterie auskommt.

Apropos Techdirt: auf Kickstarter läuft gerade ein Projekt von Masnick: CIA: Collect It All – produziert wird ein Kartenspiel, das die CIA für ihre Agenten entwickelt hat. Läuft noch eine Woche, get it! (wenns nicht wehtut)

Eine lobenswerte Erwähnung geht an Dave Winer und seinem scripting ; der glaubt zwar immer das Gegenteil von mir, aber es ist gut zu wissen, dass es ihn gibt. Und Dave ist sicher auch der Unbeirrbarste, was das die Beirrbarkeit durch eigene Irrungen betrifft, und dem man vl. am allerwenigsten von allen vorwerfen kann, dass er es jenseits eines Blablas nicht auch versucht (wenn man sucht kommt man sicher auf einige dutzend projekte im und um das offenen web). Lustigerweise wird dieses Beharren zumindest mit scripting dann doch eben wieder auch zu einer Art Enzyklopädie eines gesamten Zeitraums, die ohne dieses Insistieren schon längst verloren wäre.

siehe Techblogs des Jahres und Techblogs des Jahres 2009 Edition und Techblogs des Jahres 2010 Edition und Techblogs des Jahres 2011 Edition und Techblogs des Jahres 2012 Edition und Techblogs des Jahres 2013 Edition und Techblogs des Jahres 2014 Edition und Techblogs des Jahres 2015 Edition und Techblogs des Jahres 2016 Edition

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