Mit Tags einen Aufmerksamkeitsstrom erzeugen
Marshall Kirkpatrick hat einige gute Gedanken, wie man als Gruppe einen thematisch fokusierten Aufmerksamkeitsstrom via loser Zusammenarbeit erzeugen kann:
Nothing will appear in your attention stream that hasn’t been put there by another participant in the attention stream. It’s a way to send something to a group, but without clogging their email inboxes or getting caught in junk mail boxes. It’s very unobtrusive to subscribe to an RSS feed, and you will simply be notified when there are new items in the feed. You can read them or skip them, with very little clutter. There is the potential for outsiders to spam your stream, but if you chose a word or phrase that is unlikely to be used in any other than this very explicit circumstance – then the tag spammers are unlikely to find your stream at all.
Ein paar Anregungen, wie man tags etwas feintunen könnte, gibt es hier
Tagesschau Podcast
Ha, die Tagesschau hat einen Tagesschau Podcast
Blasen Bloggen
Nico Lumma zum Bloggen in der Blase
Ich nenne das “Bloggen in der Blase” und stelle mir dann lauter Leute vor, die an ihren Rechnern sitzen, eingehült in eine schön weiche, wohlig warme Blase, in der sie so durch den Raum wirren, manchmal an andere Blasen stossend, aber ansonsten nichts hörend. Man sieht oder weiss, dass man nicht alleine ist, aber das war es dann auch schon. Es ist nett in der Blase, aber irgendwie auch langweilig, weil nichts passiert.
Brockhaus findet Wikipedia sehr interessant
Im Rahmen der Wikimania hat das Deutschlandradio Klaus Holoch vom Brockhaus Verlag interviewt, und der findet die Wikipedia sehr interessant:
Ich kann Ihnen nur sagen, wir finden das, was da bei Wikipedia stattfindet, absolut interessant…
Der Mensch ist unterschiedlich: morgens online, mittags offline und abends im Buch. Das kann man gar nicht mehr von einander trennen…
Ganz im Gegenteil, eigentlich muss ich denen dankbar sein, dass so lexikalisches Wissen in die Öffentlichkeit kommt…
Wir haben uns ab und zu schon mal getroffen. Wir haben auch bei einer Podiumsdiskussion schon teilgenommen mit Jimmy Wales in Hamburg. Und wie ich schon sagte, ich finde ja diese Bewegung sehr interessant…
Der Brockhaus sucht sein Alleinstellungsmerkmal dabei in der Qualität:
Wir setzen auf Qualität, auf Fachredakteure, auf Fachautoren und wir haben ein System, was diese Qualität und diese Verlässlichkeit absolut absichert und dass jeder, der aus dem Brockhaus zitiert, auch wirklich sicher sein kann, dass das, was er da zitiert, stimmt.
Die Amateure der Stunde
Die Süddeutsche Zeitung auf der Spurensuche des Web 2.0: die Stunde der Amateure.
Der Artikel ist nicht uncharmant, aber vielleicht spannender ist das sich in sich selbst spiegelnde oder invertierende Verhältnis der Beschreibung bzw. Kritik und der Kritik an der Kritik, das sichtbar wird.
Aus dem Blickwinkel der etablierten, redaktionellen Medien werden die von Amateuren erstellten Texte, Bilder, Videos, Enzyklopädien als (bösartig disponiert:) uninformiert, unprofessionell, subjektiv und falsch bzw. (gutartig eingestellt:) kreativ, engagiert, niedlich und jedenfalls wunderlich betrachtet.
Für die Teilnehmer am Lese/Schreibweb funktioniert das dann genau andersrum: dann sind es die Ergüsse der professionellen Medien über die Webwirklichkeiten, die amateurhafte, uninformierte Versuche sind, etwas zu beschreiben, zu verstehen oder zu fassen, von dem sie einfach keine Ahnung haben (woher auch, es kennt sich derzeit ja wirklich keiner mehr aus).
Etwa:
Spätestens seit die Briten nach den Anschlägen in London Handy-Fotos aus der brennenden Metro verschickten und Blogger den Ausfall der Telefonnetze durch Internettagebücher wettmachten, spätestens seit London ist der Citizen Journalist, der Bürgerreporter, als seriöse Parallelquelle anerkannt.
Das ‘spätestens’ macht diese Aussage zwar formal richtig, aber das Konzept gibt es schon lange, und (spätestens) mit 9/11 (also auch bald 4 Jahre her) wurde das Phänomen unter den Bedingungen der gebloggten Reproduzierbarkeit weit und breit diskutiert. Wendepunkt sind die Anschläge von London jedenfalls nicht.
Das Zeitalter der Partizipation ist angebrochen, so ein Software-Unternehmer. Und es hat sogar einen Namen: Folksonomy, aus folks und economy, was nichts mit Volkswirtschaft zu tun hat, sondern mit einer Verteilung nach dem Prinzip von vielen für viele. Aber das trifft es nicht ganz.
economy trifft es wirklich nicht ganz, es leitet sich von folk(s) und taxonomy ab.
Yahoo startete vor kurzem eine neue Suchmaschine, ‘MyRank’
Die Suchmaschine nennt sich nicht MyRank sondern My Web 2.0, MyRank ist der hippe Titel des Suchalgorithmus.
Genug Korinthen gekackt.
Blog Pause
Robert Scoble (die bloggende Ein-Mann-Armee zur Wiederherstellung der Beliebtheit von Microsoft) hat ein paar Tage mit dem Bloggen pausiert, um dem Phänomen Blog-Depression entgegenzuwirken und etwas Nabelschau zu betreiben.
Jetzt hat er wieder angefangen:
So, I went back and made a mental list of why I do this. A few of the top reasons? I like talking with smart people. Particularly those who build things. Whether it’s a radio station or a driver for a video card.
…
The world of blogging is changing, though. It’s faster and there’s no way I can keep up with it all. I was putting a lot of pressure on myself to try. I’m giving that one up. There are tools coming that’ll keep you on top of this world (and I’ll point to them and use them).
Hack dich selbst
Gerade via Furl wieder hochgespült: Hack Yourself [was http://www.hackyourself.org/, wayback] – ein vielzitierter (beinahe schon) Klassiker der Life Hacks Texte. Für meinen Geschmack etwas zu befreiungseuphorisch, aber das heisst ja nichts.
Yahoo lanciert Blog Ad Network
CNET berichtet, dass Yahoo ein Netzwerk für Blogs und kleinere Publisher starten wird, das an Googles AdSense erinnert.
Folksonomische Notizen
Folksonomic-inspired note writing – Notizen / Reden nach dem Tag-Cloud Prinzip.
Das Wissen, das nie fertig ist
Sehr guter Artikel zu Wikis bzw. der Wikipedia, wenn man überhaupt nicht weiß, was das ist: The Unfixedness of Knowledge: Discourse, Genre, and Mode in Wikipedia
Gegen Ende werden auch ein paar wissensepistemologische Themen angedacht:
This brings us to another important implication of the hypertextual mode of Wikipedia: that every page is the result of social dynamics that are never completed (even if a page is locked at some point, it can be unlocked later). Wikipedia does not declare any article finished
(retrieved from http://en.wikipedia.org/wiki/Wikipedia on April 19, 2005). This means that we are dealing with a ‘live’ mode, a mode that refuses to be fixed, and that is ever sensitive to social influences. Critics of Wikipedia claim that its content is worthless because it is not subjected to any form of authoritative review. For those who believe in the fixity of knowledge, this might be a reassuring argument. But I believe that the new mode of text embodied by Wikipedia can teach new generations about the responsibilities of social collaboration, the act of critical reading (applied even to Reference materials), and the permanently unfinished state of human knowledge.
Psychiatrie für misshandelte Kuscheltiere

Stranges point and click Spiel: Die Anstalt. Oben abgebildeter Lilo leidet unter schwerstem double bind.
Alles muss raus
Jason Fried von 37signals hat einen Tipp für einen aufgeräumten, superproduktiven Arbeitsplatz: Throw everything on your desk in a box.
Verfahrensanleitung:
- ALLES was auf dem Tisch lebt in eine Schachtel geben (oder zur Not auf dem Boden stapeln)
- NUR zurückholen, was man wirklich braucht
- nach 30 Tagen den Rest verkaufen, verschenken oder verbrennen
Newsfeeds Lesen a la GTD
Daniel Miessler hat den Ansatz von GTD bzgl. des Lesens von Newsfeeds weitergedacht:
the urge to check the latest goings on in the blogsphere and/or news is overpowering. We simply can’t help but be distracted by the thought of something new and exciting hitting the Internet without us knowing. Much productivity is lost during the day specifically because of this phenomenon; but there’s hope. The answer lies in a two-step process — 1) using a dependable system, and 2) learning to trust that system.
Des Problems Lösung besteht dann einerseits darin, einfach auch mal loszulassen, sich nicht vom Wahn immer alles und unbedingt in Echtzeit zu rezipieren treiben zu lassen, und andererseits für sich einen effizienten (Shortcuts verwenden,…) und vertraubaren (ich erfasse alles, ich verpasse nichts,…) Workflow definieren.
Posten, Subscriben und Taggen
A VC benennt die 3 Kernelemente rund ums Bloggen: Posting, Subscribing, and Tagging
I believe that together posting, subscribing, and tagging will profoundly change the worlds of media, entertainment, commerce, and communication.
We are five years into the posting revolution, two to three years into the subscribing revolution, and maybe one year into the tagging revolution. We are just looking at the tip of the iceberg in terms of what can be done with these techniques.
So join the blogging revolution and get busy posting, subscribing, and tagging.
The Story (1969)
Film eines gewissen Homer Groening, Darsteller sind dessen Kinder Matt, Lisa und Maggie, und ein paar Tiere gibt es auch.
(via ffwd: Linklog)
Die Einkaufsliste life-gehackt


J Wynia hat ein Index-Karten basiertes Framework konzipiert, das mit den Ineffizienzen beim Einkaufen, mit im Kühlschrank vergammelnden Lebensmittlen oder mit der Entscheidungsnot, was man wann wo wie am besten kochen soll, endgültig Schluß macht: LifeHacking Your Grocery List
Tiddly Wiki Handbuch
Swen Schneider hat ein deutschsprachiges TiddlyWikiHandbuch (als TiddlyWiki natürlich) zusammengestellt.
Kochbuch
kochbuch – ein Instiki basiertes Kochbuch-Wiki.
Hässlicher Hund
Doc Searls’ Versuch zur Realzeitbestimmung von relevanten Suchergebnissen: Anfang / Ende
Corporate Weblog Manifesto
Das Corporate Weblog Manifesto von Robert Scoble aus dem Jahre Schnee (2003) ist gar nicht so schlecht nicht.