live.hackr

die romantische komödie

Leftovers 2012 (POV Edition)

Nicht wirklich weitergekommen sind wir 2012 jedenfalls mit der Verschiebung unseres Blickwinkels zur Bewertung von Phänomenen. Dabei wäre diese Verschiebung soweit ich sehe die einzige erfolgversprechende Strategie/Technik, der strukturellen Verödung und Verblödung des Webs entgegenzuwirken.

es gibt ganz offensichtlich nicht wenige, bei denen es zu einem kurzschluss zwischen der emischen und der etischen wahrnehmung kommt. die leute subordinieren sich gwm. unter das social media blabla und bewerten ihre aktivitäten nicht mehr selbstbestimmt – nach dem spassfaktor, nach eigenen motiven warum sie twittern oder flickern, nach den sich für einen selbst und in der streukraft der peergroup ergebenden möglichkeitsräumen, etc. – sondern nehmen sich selbst als social media objects wahr und bewerten sich selbst mit den damit assoziierten metriken; für eine kulturelle ausdifferenzierung ist das natürlich eher ungünstig

kurzschluss

(nts: mich öfter selbst zitieren)

(der blickwinkel müsste weg von den dummdreisten quantifizierungen und social media kennzahlen aber auch von den netzpolitisch korrekten checklisten und sich an konkreten werten und nutzen orientieren, was natürlich auch bedeutet, dass es eine vielzahl an blickwinkeln gäbe und dass man auch selbst ein bisschen arbeit in die entwicklung und bewusstmachung dieser blickwinkel stecken müsste.

das gute daran: jeder kann das für sich selbst machen und die effekte sind sofort wirksam. um auf sozialer ebene wirksam zu werden braucht es halt eine gewisse dichte, aber auch hier beginnt irgendwann die perkolation und die ermöglichung der ausdifferenzierung von neuen/alternativen/dichteren systemen)

☍ 04.01.2013 # web 2012

Better Than Human

diagram

^ kevin kelly über fleissige roboter und jobs.

(abt. falls hier ein paar robots mitlesen: ich bin auf eurer seite)

☍ 03.01.2013 /via @kk # jobs robots

New Year's Resolution 2013 Pt. 5

mehr listen!

☍ 03.01.2013 # misc

2013

piglet

happy new year!

☍ 01.01.2013 # 2013

Lost Lists 2

list 2

(abt. guten rutsch ins neue jahr)

☍ 31.12.2012 # xmas 2013 art

Leftovers 2012 (Leftovers 2011 Edition)

devoha eine kurze wiederbesichtigung der leftovers 2011 (wo praktikabel):

  • Leftovers 2011 Stream Edition – nach wie vor einer meiner wenigen vl. wichtigen texte, der leider zu kurz ausgeführt ist, um das in einem anderen kopf ankommen zu lassen, der aber den kern zum verständnis von fast allem (things web) beinhaltet.
  • Leftovers 2011 Schöner Launchen Edition – gibts nach wie vor, hat aber ein bisschen nachgelassen. ich persönlich probier nur noch dienste aus, die für alle öffentlich zugänglich sind, selbst wenn ich eine einladung hätte.
  • Leftovers 2011 Filter Edition – nach wie vor ungelöst und auch 2012 kein jota weitergekommen. ich versteh nicht, warum das noch keiner systematisch angegangen ist, aber ich hab die hoffnung darauf mittlerweile aufgegeben.
  • Leftovers 2011 Logical Fallacy Edition – nach wie vor ungelöst und auch 2012 kein jota weitergekommen, wobei da natürlich kein weiterkommen zu erwarten war. ggf. gibt es sogar weniger davon, aber nur deshalb, weil die wirklich blöden grossen gegenentwürfe auch langsam aussterben und alles auf extrem kleiner flamme kocht.
  • Leftovers 2011 Clueless Edition – nach wie vor ungelöst und auch 2012 kein jota weitergekommen, wobei da natürlich auch hier kein weiterkommen zu erwarten war. eigentlich schade, weil das im gegensatz zu den logical fallacies ein grundsätzlich lösbares problem ist.
  • Leftovers 2011 Composition Edition – hat sich verbessert, mitunter dank scrivener (siehe bartleby) in dem jetzt einiges steckt, wofür ich davor einiges an retrospektiv völlig blödsinnigen aufwand betrieben habe.
  • Leftovers 2011 Sharecropping Edition – nicht viel weitergekommen, aber durch reduktion quasi automagisch vereinfacht. allerdings juckts doch ein bisschen, das wieder zumindest ein bisschen zu erweitern.
  • Leftovers 2011 Scope Edition – nach wie vor ungelöst und auch 2012 kein jota weitergekommen, wobei da natürlich auch hier wieder kein weiterkommen zu erwarten war. ergänzen würde ich das heute um die relative position. für ultrarechte wirkt jeder gesunde waffenliebende und steuernhassende konservative wie ein kommunist und für den normalen journalisten wirkt bald wer wie ein internetvordenker, solange nur alle anderen das gleiche sagen. (zumindest was die mögliche anschlusskommunikation betrifft ist das natürlich gar nicht schlecht, das problem ist die konzeptionelle regression below the mean für das gesamtsystem, aber das ist wieder ein anderes fass).
  • Leftovers 2011 Polychronicity Edition – und auch das gilt noch, könnte aber als strukturelles problem schädlicher sein, als ich vermutet hätte (auch das wäre aber ein anderes fass).
☍ 31.12.2012 # misc

Leftovers 2012 (Infinite Jest Edition)

mason and dixon, gegen den tag, unendlicher spass

^ 4150 seiten spass

☍ 31.12.2012 # books 2013 omg

Lazy Blog Ep. 15 Revisited

(blogpost über DAS fundamentale dilemma im derzeitigen web: den umstand, dass ‘offenheit’ zwar leicht und tatsächlich gedankenlos zu fordern oder herbeizuwünschen ist, dass die forderung oder der herbeiwunsch ober ein moo point ist, solange sie nicht mit einem vorschlag für eine alternative und ‘bessere’ reterritorialisierung begleitet wird. idealerweise wäre diese erzählung dann spannender als bla aber offen. bonuspunkte wie immer für konkrete fallstudien und sternchen für eine umfassende typologie)

^ falls sich wer an LB 15 versuchen will, der Appell von Spreeblick das Web 2013 zurückzuerobern bietet einiges an Stoff. Die Forderung ist wie alle anderen Forderungen nach Blogs, Offenheit und Freiheit natürlich gut gemeint, aber schlecht durchdacht (und schwankt vom vibe her zwischen grossväterlicher sentimentalität und dramatischer hyperbel; nur als beispiel: schon der erste satz – Vorbei die Zeiten, in denen für die Öffentlichkeit gedachte Inhalte im öffentlichen Raum – dem Web nämlich – stattfanden, wo sie in den meisten Fällen von allen Internet-Nutzern gefunden, gesehen, verlinkt und kommentiert werden konnten. – trieft vor apokalyptischem pathos, ist aber völlig aus der luft gegriffen. was ist vorbei und seit wann? was kann nicht mehr gefunden, gesehen, verlinkt und kommentiert werden? wohl posts auf facebook, die aber in vielen fällen eben genau nicht für die öffentlichkeit gedacht sind, sondern nur für die suböffentlichkeit der eigenen freunde. paradoxerweise kann man es ihm anders auch nicht recht machen, denn wenn etwas ungewollt dann tatsächlich von der öffentlichkeit gefunden und gesehen wird, dann droht der grosse flyer mit dem #privacyfail usw. ok, cheap shot, aber das geht so weiter). Das Problem mit solchen Texten ist leider, dass sie sich mit dem romantisierten Bild des edlen wilden Blogs begnügen und alle sind dann zwei Tage über sich selbst gerührt, aber die realen Verhältnisse (also die infoökonomischen produktions-, rezeptions-, und distributionsbedingungen und das gesamtsystem aller möglichen ströme – und funktionierende blogs sind im gesamtmilieu aller kommunikationen eher unwahrscheinliche blüten) ignorieren, womit man aber den Blogs keinen Gefallen tut, weil die Verhältnisse natürlich nicht verschwinden.

update: wer von spreeblick hergeschickt wurde, könnte bei gegebener lust und laune komplementär auch diese artikel lesen: 5 Jahre live.hackr und Lazy Blog Ep. 16 – dann wird glaub ich deutlicher, was ich bei johnny kritisiere und vor allem: was nicht

☍ 30.12.2012 /via @spreeblick # blogging web

28k

Since December 28, 2004 you have posted a total of 27,999 items

apropos 290,600 : Trara, das ist der 28.000. Eintrag in meinem blogtechnischen Gesamtwerk (also alles unter hackr.de – neben live.hackr auch shared, news, chronicle, worldwide, tv usw. – aber auch die 12.000 betas im MoMB, die artikel auf netzwertig, etc.)

(ich überlege, ob das viel ist oder nicht, aber es klingt wohl nach mehr als es ist. im schnitt sind es nicht einmal 10 posts pro tag (9,5) und das allermeiste ist ja micro, nano und picocontent)

((siehe auch 25k))

☍ 30.12.2012 # hackr

290,600

Since October 7, 2005 you have read a total of 290,600 items

(abt. the man of the crowd)

((subabt. the quantified self))


RPB Bingo

irgendwie mag ich ja so einen rekombinativen preemptive bullshit bingo (Liquid data, Networked accountability, Data as infrastructure, Social coding, Data commons, Lean government, usw.): 14 big trends to watch in 2013

☍ 29.12.2012 /via @radar # trends 2013

ReQuoting pt. 85 (The Big Social Media Edition)

Twitter alters its terms of access to its information, thereby harming the services that built themselves on that information. Which was stupid, because Twitter gets fewer and fewer material benefits from allowing people to use its water. And why would you build a service that relies on a private company’s assets anyway? Facebook changes its terms of access regularly. It’s broken its own Pages system and steadily grows more invasive and desperate. Instagram, now owned by Facebook, just went through its first major change in terms of service. Which went as badly as anyone who’s interacted with Facebook would expect. As Twitter disconnected itself from sharing services like IFTTT, so Instagram disconnected itself from Twitter. Flickr’s experiencing what will probably be a brief renaissance due to having finally built a decent iOS app, but its owners, Yahoo!, are expert in stealing defeat from the jaws of victory. Tumblr seems to me to be spiking in popularity, which coincides neatly with their hiring an advertising sales director away from Groupon, a company described by Techcrunch last year as basically loansharking by any other name.

Warren Ellis via BB über den Übergang von Social Media zur Logik und Verhalten von Big Media und den damit verbundenen Grabenkämpfen.

☍ 29.12.2012 /via @boingboing # socialmedia trends

ReQuoting pt. 84 (The Product Edition)

There was no correlation between how much money users paid and how well they were treated.

And just because you pay doesn’t mean you’re not the product.

Powazek via Techdirt über den wenn du nicht bezahlst bist du das produkt kurzsinn.

☍ 29.12.2012 /via @techdirt # thoughts

Curiosity Badge

curiosity badge

endlich gibts auch eine Curiosity Badge.

☍ 29.12.2012 # foursquare badges

State of the World 2013

Bruce Sterling und Jon Lebkowsky / The Well zum Stand der Dinge.

(siehe SotW 2012, 2011, 2010, 2009, 2008, 2007 und 2006)

☍ 29.12.2012 /via @well # sterling trends web

The Year In Review (2012 Edition) Pt. 9

hackr auf delicious

das Jahr in Katzen #caturday

☍ 29.12.2012 # 2012 catcontent

The Year In Review (1968 Edition) Pt. 1

shapes

^ das jahr in ufos (via)

☍ 29.12.2012 /via @kk # 1968

Techblogs des Jahres (2012 Edition)

(ohne grossartige beschreibung des speziellen oder allgemeinen milieus, im grunde gibts ja auch kaum was dazu zu sagen und auch über die unsaggebbarkeit gibts nichts mehr zu sagen, aber gleichzeitig ist das alles auch egal, usw.)

techdirt
saschalobo

Anyway, die zwei für mich besten Techblogs 2012 waren Techdirt und die Mensch-Maschine. Mike Masnick (via) ist noch immer eine Art ein-Mann-Armee, der mit glasklarer Urteilskraft sämtlichen Schwachsinn des medial-politischen Komplexes dekonstruiert und gleichzeitig dabei ohne Hysterie auskommt; und Sascha Lobo (via) hat sich heimlich, still und leise zum vl. weltbesten Kolumnisten mit dem Thema das Internet und wir gemausert.

siehe Techblogs des Jahres und Techblogs des Jahres 2009 Edition und Techblogs des Jahres 2010 Edition und Techblogs des Jahres 2011 Edition

☍ 28.12.2012 /via @techdirt # techdirt lobo blogs 2012

The Year In Review (2012 Edition) Pt. 8

data

Das Jahr in Data Journalism.

☍ 28.12.2012 /via @guardian # data datajournalism 2012

The Year In Review (2012 Edition) Pt. 7

attack in amber

das Jahr in Science Images.

☍ 28.12.2012 /via @wired # photography 2012 science