State of the World 2014
Bruce Sterling und Jon Lebkowsky / The Well zum Stand der Dinge
(siehe SotW 2013, 2012, 2011, 2010, 2009, 2008, 2007 und 2006)
ReQuoting pt. 102 (The Delirious POV Edition)
Since the world drives to a delirious state of things, we must drive to a delirious point of view.
- Baudrillard via Kroker, The possessed Individual, S. 66.
ReQuoting pt. 101 (The Insane In The Membrane Edition)
Unser Ich, das wir als das unmittelbarste und konkretest, nämlich als uns selbst, empfinden, ist – wenn man es etwas poetisch ausdrücken will – eine Fiktion, ein Traum eines Gehirns, von dem wir, die Fiktion, der Traum, nichts wissen können.
Gerhard Roth in ‘Der Diskurs des Radikalen Konstruktivismus’ (253) via einer Notiz (damals noch in docbook) vor 10 Jahren.
30k

Trara, das ist der 30.000. Eintrag in meinem blogtechnischen Gesamtwerk (also alles unter hackr.de – neben live.hackr auch shared, news, chronicle, worldwide, tv usw. – aber auch die 12.000 betas im MoMB, die artikel auf netzwertig, etc.)
(ich überlege, ob das viel ist oder nicht, aber es klingt wohl nach mehr als es ist. im schnitt sind es nicht einmal 10 posts pro tag (9,1) und das allermeiste ist ja micro, nano und picocontent)
Quiz Pt. 87 (The Too Small To Fail Edition)
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^ kleines statsrätsl: welcher dienst zeigt uns, wie man auch mit weniger als 25.000 usern wichtig und in seinem feld paradigmatisch sein kann?
Playlistrss
minitrick/note to self: unter
http://gdata.youtube.com/feeds/base/playlists/id-der-playlist (etwa) gibts einen RSS-Feed für YT-Playlists.
(via)
Papierkorb pt. 25
(kontextlose randbemerkung: das web selbst ist ja nicht interessant. wenn was interessant ist, dann sind das die gesellschaftlichen symptome und ereignisse und damit einhergehende veränderungen, die im ‘web’ (also auf den konkreten plattformen) oder durch das web vermittelt auftreten und möglich werden. und weil es eben ein gesellschaftliches verhältnis ist, ist die mögliche kraft an gesellschaftliche verhältnisse bzw. ans wechselseite verhältnis dieser verhältnisse gebunden. und da hat halt jede ‘kultur’ ihr eigenes potential. und in deutschland ist das halt eher so lala. lustig dabei aber ist, dass jede kultur den unmittelbaren vergleich zur höchstentwickelten stufe immer direkt vor der nase hat. und faszinierend dabei ist, wie perkolationsresistent deutschland da ist)
Papierkorb pt. 24
(es ist eine dieser undokumentierten tragödien, dass sich dieses grauenhafte gruber’sche markdown gegenüber dem eleganten allen’schen textile verdrängungstechnisch durchgesetzt hat, siehe etwa http://www.decksetapp.com/ )
Lazy Blog Ep. 36
(blogpost über DAS fundamentale dilemma im derzeitigen web: den umstand, dass auch in feldern, in denen grundsätzlich ALLES möglich ist, die interessanten dinge dazu tendieren zu verschwinden, wenn die uninteressanten dinge überhandnehmen. bonuspunkte wie immer für konkrete fallstudien und sternchen für eine umfassende typologie oder eine timeline der jeweiligen exodusse)
Papierkorb pt. 23
(whoever you are and whatever you are fighting: its successor will be worse)
abt. i hate to brake it to you but
Die Zeitgenossen der Gesellschaft Pt. 10: Der diskursive Lobotomiker
Der diskursive Lobotomiker ist ein weit verbreiteter Zeitgenosse, der sich dadurch auszeichnet, dass er in seinen Texten und/oder Gedankengängen und/oder Argumentationen Schnitte einführt, die die vorgetragenen Propositionen vollständig trennen.
(anders als etwa der immer leicht danebene macht der diskursive lobotomiker keine ‘denkfehler’ innerhalb eines diskursiven milieus, sondern kommt frei flottierend von einem plateau zu einem mehr oder weniger gänzlich anderen, wobei es zwischen den plateaus aber auch keine allegorische oder metaphorische beziehung gibt; sprich: alles kann einstieg oder begründung für alles andere sein)
((wenn man so will ist der diskursive lobotomiker eine verallgemeinerung von eco’s irrem, der alles auf eine einzige fixe idee bezieht und den man deshalb leicht erkennt, man denke an morozov))
(abt. supermarket studies)
2014

happy new year!
Rutschen

einen guten Rutsch ins neue Jahr!
Die Zeitgenossen der Gesellschaft Pt. 9: Der Einrenner offener Türen
Der Einrenner offener Türen ist ein weit verbreiteter Zeitgenosse, der sich dadurch auszeichnet, dass er sich – oft durchaus geistreich und – mit Verve gegen Behauptungen oder Positionen stellt, die allerdings ohnehin niemand vertritt. Er rennt also offene Türen ein, die vermeintliche Antithese würde von dem/den Kritisierten häufig unterschrieben.
(für systemische ausdifferenzierungen kann der einrenner offener türen nützlich sein, weil er unausgesprochene grundannahmen sichtbar und also diskutierbar macht)
((eine variation vom einrenner offener türen ist der negativ-dialektische spiraler, der nicht mit einer ‘unterstellten richtigkeit’, sondern mit einer ‘unterstellten falschheit’ (also etwas, das ohnehin niemand vertritt, das aber auch wirklich niemand vertreten würde) beginnt, und diese dann – oft mit gehörigem pathos – mit einer vl. etwas weniger blöden aber üblicherweise immer noch ziemlich danebenen gegenposition entgegnet. im besten fall werden dabei sogenannte duhs produziert, wie sie der einrenner offener türen gerne aufgreift))
(((weil gerade mehrfach durch meine timeline gespült: schönes beispiel für einen EOT mit positiver traktion ist we need to talk about TED)))
(abt. supermarket studies)
Paradigms Shifted

^ aus der beliebten abt. gestern vor 9 Jahren…
(nur am rande witzig resp. nostalgisch: ich hab damals genau einen tag gebraucht, um auf meinem auch gerade frisch geschlüpften (blogger.com) blog via delicious tags zu emulieren)
Leftovers 2013 (More Schwarte Edition)

^ auch nicht wirklich weitergekommen bin ich 2013 jedenfalls mit dem durchprozessieren einiger schwarten (gwm. den schlechten gewissen der gesellschaft), aber vor allem unendlicher spass und der implex nehme ich mir für 2014 fest vor usw.
siehe auch leftovers 2012 schwarte edition
NYR3-KW52
(kontext)
Books:
- Antifragile (p. 36 – ende)
- D/G – Kafka. Für eine kleine Literatur
- Plutocrats (p. 38 – ende)
(plutocrats ist nicht schlecht und durchaus lesbar, schafft es aber, den ‘kern’ der plutocracy zu verpassen und gibt sich auf der oberfläche zwar kritisch, hat als subtext gleichzeitig immer auch eine art bewunderung, nur als beispiel: ja, die ganzen neuen russischen plutokraten saugen natürlich die rohstoffe aus, trinken vodka und umgeben sich gerne mit tänzerinnen, aber die haben alle auch einen phd in theoretischer physik usw; mit deleuze/guattari scheint mir das einzige duo, das eine halbwegs angemessene theorie des webs verfassen hätte können, leider zu früh verstorben zu sein; dafür ist aber antifragile trotzdem sehr super)
Movies
-
Series:
- Lost S1 E16-24
Apps
-
Leftovers 2013 (Latency Edition)
auch nicht wirklich weitergekommen sind wir 2013 jedenfalls mit dem verstehen und erschliessen von möglichkeitsräumen, die wir einfach so/in jedem/auch im schlimmsten fall haben.
Bitcoin, Magical Thinking, and Political Ideology
hat zwar ohnehin schon die grosse Runde gemacht, aber Bitcoin, Magical Thinking, and Political Ideology sei auch hier nochmal empfohlen.
The Year In Review (2013 Edition) Pt. 9

das Jahr in Guardian Tech
From Listicles to Mobile-first