Papierkorb pt. 131
(die nützlichen unterscheidungen – siehe alle bisherigen nützlichen unterscheidungen bilden, so nützlich sie vl. grundsätzlich sind, die damit verbundenen problematiken leider nur monodimensional ab; was also fehlt sind 2-, 3- oder mehrdimensionale matrizen)
FYI 059
fyi: es ist nicht notwendig, alle 24 stunden des tages sinnvoll und produktiv zu verbringen; 15 wirklich gute minuten reichen üblicherweise schon mehr als aus.
(fast jede mir bekannte produktivitäts-schule hat den hang, die unproduktive zeit minimieren zu wollen – um (im umkehrschluss logisch falsch) dadurch die produktive zeit zu erhöhen; der rest hat den hang, die unproduktive zeit selbst zu instrumentalisieren – wie man mit zen u/o meditation den nutzen der freunde und mitarbeiter maximiert etc. unterm strich ist das aber alles ein race to the bottom)
Die Zeitgenossen der Gesellschaft Pt. 32: Der Seher
Der Seher (meistens m) ist ein doch fast bei jedem Thema gesehener Zeitgenosse, der sich dadurch auszeichnet, dass er – der Name deutet es an – sehen kann, was geschehen wird.
(anders als der vor allen dingen warnende experte, der sich eher im gewebe mit allen anderen experten diskursiv erzeugt – siehe dazu das seminale wir kochen hagebuttenmarmelade von kusanowsky -, erzeugt sich der seher gwm. selbst und lebt nicht wie der experte in symbiose mit den massenmedien, sondern – wenn man so will und eher im sinne von serres – unmittelbar parasitär)
(abt. supermarket studies)
Lazy Startup Ep. 53
Pebble-App, die nichts als die nächste aleatorische next action anzeigt.
FYI 058
fyi: was fehlt ist eine theorie der informational stops (im sinne der stops in der photographie, die ja ein sehr schlüssiges modell zum zusammenspiel der verschiedenen paramter die das eingehende licht betreffen – blende, iso, verschlusszeit, usw. – offeriert)
(wobei man sicher zwischen instream und outstream unterscheiden müsste; instream wird die wahrscheinlichkeit, das man einen tweet zu sehen bekommt, halbiert, wenn man die anzahl an verfolgten verdoppelt, was man also dadurch ausgleichen könnte, dass man die lesezeit verdoppelt usw. outstream hängt die wahrscheinlichkeit, dass ein eigener tweet gelesen wird, natürlich davon ab, wie vielen der jeweilige verfolger folgt, wenn man so will was dessen blende ist uswusf.)
Papierkorb pt. 130
(nur ein kleiner nachtrag zu nützliche unterscheidungen pt. 36 : natürlich gibt es auch bei facebook solche blunders (eine diskussion von google ist ohnehin schon egal); der derzeit sicher offensichtlichste sind die sich bald im zuge der f8 öffnenden instant articles und die möglichkeit für publisher, den messenger mit ihren ergüssen zu befüllen; allerdings ist halt niemand auf facebook, um sich zu informieren, so technisch bequem das auch gelöst ist. man nimmt das halt mit. und klar: trotzdem lässt sich die verweildauer und der marketshare erhöhen; die kosten dafür sind aber eine verwässerung vom eigentlichen sinn; es gibt keine schnellen alternativen zu facebook, es wird sich also niemand abwenden, aber facebook macht aus frischem quellwasser einen abgestandenen see und das wird sicher nicht ohne anpassungen bleiben)
Papierkorb pt. 129
(grunddilemma: das subjekt, dem wissen unterstellt wird (lacan) vs. der masse, der geschmack unterstellt wird (socmed))
Nützliche Unterscheidungen pt. 36 (The Usage vs. Utility Edition)
Eine weitere eher allgemeine und im Grunde völlig offensichtliche, aber auch durchaus wichtige und öfter als nicht ignorierte Unterscheidung, ist die Unterscheidung, ob irgendwas den Grad der Benutzung steigert, oder den Nutzen/die Nützlichkeit.
(das spezielle dilemma dieser unterscheidung ist, dass – beschränken wir uns hier einmal auf webdienste – der persönliche nutzen, also der grad zu dem man durch die benutzung das eigene leben verbessert, verschönert, erleichtert, anreichert, usw., der einzige grund sein sollte, warum man einen dienst benutzt.* gleichzeitig ist die quantifizierung der benutzung, also das zählen der benutzer, der monatlich aktiven benutzer, der verbindungen, der einträge, der favs, der reaktionen, der verweildauer und aller damit assozierten metriken, das einzige kriterium, das für die bewertung eines dienstes von allen bewerten – vom vc und der investorengruppe bis zum spezialisierten blogger und gemeinen journalisten – wahrgenommen und berücksichtigt werden kann. reibungen entstehen natürlich dann, wenn massnahmen, die die benutzung steigern sollen, auf kosten des nutzens gehen, was fast immer der fall ist; hypothese: das pimpen einiger metriken auf kosten der nützlichkeit kann auch ein weilchen gut gehen – dank der gleichzeitigkeit der ungleichzeitigkeiten der benutzer gibt’s auch immer eine gewisse elastizität und die möglichkeit zur rekonsolidierung, sinnlos aufgeblasene ballone werden früher oder später aber platzen)
((nur ein beispiel für das skurille pimpen einer metrik auf kosten der nützlichkeit: die startseite von twitter war bis vor kurzem die letzten jahre nur auf einen step im funnel optimiert: das konvertieren von nicht-angemeldeten usern zu angemeldeten; hat man twitter nichteingeloggterweise aufgerufen, konnte man nichts anderes machen, als sich anzumelden; man konnte sich nicht umschauen was das denn eigentlich ist, man konnte nicht mal suchen – ich habe das in lauwarme cervisia revisited etwas detaillierter beschrieben. das ist deshalb dümmer als dumm, weil twitter damit nicht nur potentiell interessierte leute vergraulte und dafür leute zum anmelden brachte, die noch kein sinnverständnis dafür hatten und dann mit viel höherer wahrscheinlichkeit als karteileichen endeten, das ist deshalb dümmer als dumm, weil twitter wohl der webdienst war, der diese art von stunts am allerwenigsten nötig gehabt hätte, weil leute ohnehin immer und immer wieder darauf gestupst wurden; anders als die meisten anderen projekte, die sich zumindest nachvollziehbar als hail mary denken ‘wenn sich schon einer hier her verirrt hat, dann reiben wir ihm zumindest schnell als erstes die möglichkeit zum abonnieren des newsletters unter den monitor, bevor er wieder weg ist’, hätte twitter die möglichkeit zum langsamen verführen gehabt, was viele benutzer in der folge deutlich engagierter und das wachstum vl. etwas langsamer, aber auch organischer und deutlich nachhaltiger gemacht hätte.))
*die differenz benutzung / nutzen hebt sich gelegentlich in einem kurzschluss auf, siehe dazu kurzschluss
(abt: draw the distinction!)
signing up 9

heute vor neun jahren: 11746761
just setting up my twttr 10

Huch, vor zehn Jahren wurde der erste Tweet abgesetzt.
(siehe just setting up my twttr 9, just setting up my twttr 8, t7, just setting up my twttr 6, just setting up my twttr 5, just setting up my twttr 4, just setting up my twttr, 2 jahre twitter und immr)
Great Wall

^ endlich die great wall of china badge für 8.851 gegangene kilometer bei fitbit.
Konzept des Tages: Content Tourism
We do apply industry standard technologies to limit the use of proxies
enthalten und ausgeführt hier
Exponent Echo

(die folge 70 von exponent ist wirklich nicht schlecht; sie haben tatsächlich nützliche metaabstraktionen zum besprechen von megaphänomenen gefunden)
((wobei sie nicht alles konsequent durchgedacht haben, die ganzen notions von einer jährlichen ‘tax’ (etwa bei costco oder amazon prime) sind etwa vom falschen ende konzipiert, das stört aber nicht))
Lagenwechsel

^ ganz nett: die bildnerische formlehre von paul klee.
SXSW Bruce Sterling Closing Remarks 2016
Die immer wieder guten Closing Remarks von Bruce Sterling.
97.865

^ oh noez, meine pi-number (ann)
1.000.000 True 99 Cent Friends
nur weil das heute-vor-einem-jahr-technisch zusammenfällt:
heute vor 5 jahren hat kk prognostiziert, dass heute (aka 2016) bücher nur noch $1 kosten (seine logik: viel viel mehr für viel weniger verkauft ist unterm strich noch immer viel mehr)
und heute vor 8 jahren hat er das konzept der 1000 true fans angedacht (seine logik: wenn man 1000 fans hat, die einem alles abkaufen, dann kann man auch sein auskommen finden)
lustigerweise sind beide einschätzungen in einem chiastischen verhältnis (bzgl. der kriterien skaleneffekte vs. real value) falsch, d.h. überschätzen immer die eine und unterschätzen die andere ebene.
(die $1 books extrapolieren das naive billiger-thru-technology, ignoriert aber den eigentlichen wert, den bücher ermöglichen sollten; ökonomisch rational bezahlt man sich ja idealerweise für die eigene zeit für das lesen, siehe 429270640944627712 Revisited ; die 1.000 fans sind zwar bzgl. des authentischen wertes auf der richtigen seite, ignorieren aber die in dem feld tatsächlich eintretenden skaleneffekte, aka: besser als 1000 fans, die für einen im jahr $100 ausgeben ($100.000) und für die man garantierte minimalqualität liefern muss, sind 1.000.000 followers, die für einen jeden tag einen cent via click ausgeben ($3.650.000) und für die man nur präsent sein muss)
Holy Archive, Batman


^ ein paar bonuspunkte muss ich twitter für ihre möglichkeit zum erstellen eines persönlichen archivs geben; wenn man sich das (irgendwo in den einstellungen) generieren lässt, dann bekommt man neben einem CSV file aller bisherigen tweets auch ein lokal browsbares archiv, das die eigenen tweets monatsweise aufbereitet und sogar rudimentär visualisiert.
Rivvvvvvvvva

^ 2007

^ 2016
kleines update zu Rivva : Rivva wird heute neun Jahre alt.
3 More Eggs in the Nest

Die Decorah Eagles Cam ist wieder da (siehe 2012 und 2011)