Leftovers 2008 (Midnight Olive Edition)

InSync
testing ff2disqus welches möglicherweise auf FriendFeed abgegebene Kommentare hierher zurücksyndiziert, die Quadratur der Reterritorialisierung szs.
siehe Sync FriendFeed Comments With DISQUS
(ein testkommentar hier wär super)
Hi Name

Wheels of Steel
closed systems have their place and time, at the beginning of a new layer, when users need simplicity over everything else, they serve as training wheels when everyone is a newbie. Eventually we grow out of the need to have our hands held and the freedom of open systems becomes attractive, and we jump.
Dave Winer in einem Antworttext auf Louis Grays Tipps für Friendfeed (siehe)
Related:
This notion of overnight success is very misleading, and rather harmful. If you’re starting something new, expect a long journey.
Paul Buchheit über die Ausdauerqualitäten, die man braucht.
(was friendfeed auf alle fälle braucht, ist ein mute-mode auf einer per-user basis. friendfeed ist vielschichtig, warum wieso wäre diplomarbeitfüllend, aber ein problem ist massiv: eine handvoll hyperaktiver user können die je individuelle mischung völlig zusammenhauen; ich will aber einigen trotzdem folgen können, nur will ich jeden eintrag genau einmal sehen und dann nie wieder, ohne likes und kommentare und ohne die zig-fachen permutationen und reaktualisierungen durch twitter, digg, reposts, etc.)
Passwort: Monkey previsited
predate zu Passwort: Monkey – bb hat eine Liste der beliebtesten Passwörter aus dem Jahr 2005:
123456, password, 12345678, 1234, pussy, 12345, dragon, qwerty, 696969, mustang, letmein, baseball, master, michael, football, shadow [und wieder] monkey
Betas des Jahres 2008

(fast) alle Jahre wieder: die Betas of the Year im MoMB.
Leftovers 2008 (Daily Reminder Edition)

tookmark – verschickt emails mit actionablen Bookmarks bei delicious. (siehe getting links done)
Leftovers 2008 (Domino Day Edition)

Leftovers 2008 (Delicate Push Edition)

Exciting Commerce Star 2008
Exciting Commerce kürt den (e-commercigen) Innovationstreiber 2008: Amiando (Würdigung)
Uff Sharp
Hab mal wieder die tolle hackr.search etwas aktualisiert und aufgeräumt, mainly ein paar tote Blogs und die us/uk Blogs entfernt, weil die die Ergebnisse zu stark dominiert haben.
update: die neue Liste liegt hier: hackr.search: Liste durchsuchter Blogs
tinytags

grossartig: tinytags
(aus der powered by lisp serie, siehe auch screedbot und superstickies)
Duck Duck Go

Life Hackr Pt. 1 (Dummy Account Edition)
Ein Problem für jeden ordentlichen Webbürger ist das Managen der hunderten Accounts, die man so im Laufe der Zeit anlegt. Immer wieder registriert man sich mit Username, Passwort und E-Mail Adresse, startet das Befreunden, etc. Fast immer vergisst man sie aber auch gleich wieder, doch der Ballast (Freundesrequests, Newsletter, wir-haben-schon-lang-nichts-mehr-von-dir-gehört-Mails, Spam, dortiges Gefundenwerden auf Suchmaschinen, etc.) bleibt.
Ein Lösungsansatz dafür sind diverse – offene / aka OpenID oder proprietäre – Single-SignOn Mechanismen. Nur werfen die andere Probleme auf. Man erspart sich zwar die Notwendigkeit immer wieder mit Usernamen und Passwörtern aufwarten zu müssen, aber man koppelt gleichzeitig alle Dienste an einen zentralen, was zwar bequem, aber auch sehr riskant und auch nicht unbedingt besonders wünschenswert ist.
Aber nicht alle Dienste sind gleich wichtig, gleich interessant oder gleich nützlich. Nur weiss man das erst im Nachhinein, oft schon zwei Minuten nach der Anmeldung.
Mit einem einfachen Trick kann man jedoch dem verständlichen Drang alles ausprobieren zu wollen nachkommen, ohne den eigenen Namespace zu verschmutzen:
Neue Dienste IMMER zuerst mit dummy-Daten evaluieren
Jedes wegwerfbare Email-Account reicht aus, man braucht es nur für die übliche Bestätigung, jedes beliebige Passwort will do. Ob man dann Spam bekommt, oder das Passwort erraten oder auf andere Dienste projiziert werden kann, ist egal. Merkt man nach 10 Minuten, dass es sich um einen coolen Dienst handelt, dann registriert man sich richtig, mit gutem Passwort und so oder via OpenID. Wenn nicht, weiter zum nächsten.
Achtung mit OpenID: Man sollte beim Ausprobieren gerade NICHT darauf zugreifen (was man leider immer als Hauptwertvorschlag vorgesetzt bekommt). Das letzte was man will ist, jeden spammigen Dienst around mit der eigenen Identität verknüpft zu haben. Oft lassen sich die Accounts dann nicht mal löschen.
So trivial das ist, der Effekt ist glaub ich so massiv, dass sich die ganze Grundproblematik Login mehr oder weniger erübrigt. Aus hunderten Accounts werden dutzende, die kann man dann noch immer mit jedem Trick aus dem Handbuch organisieren. Auch dann sind einige noch sicher wichtiger als andere und sollten mit etwas mehr Bedacht gehandhabt werden.
Dieses Prinzip kann man sicher auch wieder differenzieren (verschiedene Klassen und Abstufungen mit jeweils unterschiedlichen Infoflows definieren, etc.) – aber dann wird es schnell wieder kompliziert. Wenn man 90% zu managende Accounts weniger hat, reicht das in den meisten Fällen für ein glücklicheres Webleben aus.
Tabbloid

Anachronistisch aber super: Tabbloid [war: http://www.tabbloid.com/] – ein Service von HP, bei dem man ein Bündel von Feeds in definierbaren Intervallen als echt hübsches PDF zugemailt bekommt.
(das obligatorische hackloid-demoexemplar [pdf])
TechFuga

Noch’n Tech-Buzz-Meta-Rekombinator: TechFuga – reaggregiert neben Techmeme, Digg, Reddit, Hacker News, Slashdot, Friendfeed, Mixx, Google Technews, Yahoo Technews und CNET Technews auch ein paar Blogs, netterweise auch das MoMB.
Techblogs des Jahres
2008 war ein ein bisschen durchwachsenes Jahr, was die Entwicklung der Techblogs betrifft. Der Trend von 2007, je populärer desto doofer, hat sich nicht mehr fortgesetzt, die Ausdifferenzierung scheint sich eingependelt zu haben, alle posten alles mit mal mehr mal weniger genuinem Blick, Techcrunch wurde sogar wieder lesenswert, Readwriteweb hat etwas abgebaut, echte Impulse/Inspirationen liefern alle zusammen nicht. Insgesamt scheint es sich aber überhaupt etwas ausimpulsiert zu haben, auch die echten Vordenker (Haque, Engeström, Coates, Shirky usw.) sind eher im Rehash-Modus, im Grunde scheint alles denkbare schon gedacht zu sein, sehr komplex ist das Web ja wirklich nicht, es wird nur oft mit falschen Fragestellungen kompliziert gemacht, wobei es natürlich kein falsche Fragestellungen gibt, wer sich was fragt, der fragt sich das halt, falsch also eher im Sinne von unfruchtbar oder am Thema vorbei, wobei es natürlich auch keine falschen Themen gibt.


Anyway, die zwei für mich besten Techblogs 2008 waren Epicenter (war: Webmonkey) und Webware. Beide vermeiden die Taktik des Scoops um des Scoops willen und des so-schnell-wie-möglich, sind aber trotzdem zeitnah, haben alles wichtige, wenig unwichtiges, haben gute Einschätzungen und oft auch eigene Topics, mischen News mit hands-on advice, haben auch so was wie Moral, insgesamt jedenfalls den höchsten ROI bzgl. des Rezeptionshaushalts.
Bug of the Year: Z2K9
Microsoft hat gestern noch schnell den (netten) Bug des Jahres aufgewartet: 30GB Zunes stellten ihre Funktionstüchtigkeit für einen Tag kollektiv ein. Der offizielle Fix bestand dann darin, einen Tag zu warten.
Bonusvideo:
Die ‘Over Logging’ Episode von South Park (air date: 04.16.08), dort ist das Internet weg.
Happy New Year

Ambient News
cool, RSS ohne RSS bzw. Ambient News (via)
(abt. untested aber super)