Pollock

(heute auf google.de)
Sozialfall
(ich glaub man muss da ein bissl aufpassen, analogien führen zu beschreibungen in ähnlichkeiten die vorschnell als wesentlichkeiten gedacht werden. der begriff soziales kapital entstand in einem soziologischen kontext, mitunter um ökonomisch scheinbar irrationales handeln zu erklären. blocher reisst das aus dem kontext, setzt es als wirtschaftssystem proper, und verwendet dann die dortigen begrifflichkeiten und funktionszusammenhänge, weil es dann ja ein solches ist (was es aber nicht ist.) das gerade an reputation aufzuziehen ist dann nur noch willkürlich, warum nicht attention, trust, popularity, etcxxx.)
0rigami

nett: Origami Icons
(via, dort noch eine ganze reihe anderer icon sets)
Suche des Tages: myfirstjob
(eines dieser phantastischen twitter meme)
((abt. ende der pause, hatte eine art dekonstruierte grippe (ohne ins detail zu gehen: krankheiten sind ja eher standardisierte prozeduren mit vglw. definierten abfolgen von symptomen mit gw. variabilität, war aber ein aleatorisches mashup mit schizoid phasenverschobenem verlauf)))
Belkinsche Dörfer
lustige Story – ein Amazon Dienst wird dafür verwendet, um einen anderen Amazon Dienst zu infiltrieren – gerade auf Techmeme: Belkin’s Development Rep is Hiring People to Write Fake Positive Amazon Reviews
(irgendein belkin rep hatte (sind leider schon entfernt, nachdem es von gizmodo, slashdot, engadget usw. aufgegriffen wurde) auf mechanical turk hits ausgeschrieben, bei denen man für 65c 5-sternchen reviews auf amazon verfassen sollte, anleitung u.a.:
always give a 100% rating (as high as possible)
write as if you own the product and are using it
mark any other negative reviews as ‘not helpful’ once you post yours)
Microformats Query Language
nett: SELECT * FROM microformats (yql unterstützt jetzt auch microformats)
Kleiderschrank!
kleines Fundstück auf Rivva: Show me your Kleiderschrank!
Solche Micro-Meme sind natürlich immer interessant (auch wenn das blogvermittelt eher ineffizient ist, anschlussfähiger läuft das mit adhoc-Tags auf flickr etc.) – aber voll erstaunlich ist die mehr oder weniger totale Dominanz von Blogger (= blogspot) als Hostingplattform der Blogs, die dabei mitgemacht haben:
dottisdots.blogspot.com
natitata.blogspot.com
glitter-diamond.blogspot.com
la-ri-ka.blogspot.com
les-attitudes.blogspot.com
lisbonsghosts.blogspot.com
semifashionable.blogspot.com
in-lust-we-trust.blogspot.com
lindenfashiondiary.blogspot.com
millemusings.blogspot.com
fraeuleinfarbenfroh.blogspot.com
beesandballons.blogspot.com
uber-life.blogspot.com
fashion-and-i.blogspot.com
superlative-conspiracy.blogspot.com
rahelitasway.blogspot.com
fiebermaedchen.blogspot.com
provinzkindchen.blogspot.com
milkatmidnight.blogspot.com
sarahlapetite.blogspot.com
modejunkie.blogspot.com
teetharejade.livejournal.com
pluralita.blogspot.com
elenell.blogspot.com
huebschdichauf.blogspot.com
lalila.wordpress.com
mizis-madness.blogspot.com
microphoneheart.blogspot.com
madambedlam.blogspot.com
aurela-aurela.blogspot.com
themuselook.blogspot.com
dress2xpress.blogspot.com
www.cooloutfit.at
The TK
Don’t research
Cory Doctorow gibt ein paar gute Ratschläge zum Schreiben – und einer hat’s mir angetan: TK als Platzhalter für noch konkret/faktisch aufzufüllendes, was aber nichts zum aktuellen Gedanken beiträgt.
Ist wohl ein alter Journalisten-Trick, doch die Idee, dass man nicht bei jedem Ding gleich Google oder die Wikipedia etc. anwirft, sondern die 2, 3 Paragraphen in einem Schwung schreibt und dann etwaige Facts hineineditiert, ist kongenial.
The Real Slim URL

huch, FriendFeed baut bei mit Tinyurl etc. verkürzten Links im title-Attribut die Ziel-URL ein, die wird also beim Drübermousen angezeigt. Superpraktisch.
(gibts das schon länger?)
Schachter geht zu Google
hui, Joshua Schachter wurde von Google angeheuert, wie es ein Tweet von Josh Kopelman andeutete und nach etwas Recherche von TechCrunch bestätigt wurde.
(für die mischung im milieu web ist das möglicherweise huge – eine der smartesten gestalten geht zur wichtigsten firma und füllt u.u. deren blinden fleck. yahoo war im vergleich zu google schon recht früh ‘sozial’-smart und hat schon 2005 neben delicious und flickr einige andere gute einkäufe gemacht, google hat das verschlafen entweder teuer bezahlt (youtube) und murkst mit anderen mehr schlecht als recht dahin (jaiku). aber yahoo macht sich selbst ein nachhaltigkeitsproblem und verzeichnet – sicher auch krisenbedingt aber sicher auch nicht nur deshalb – die massive abwanderung der köpfe nach auslaufen der sperrfrist, und diese aktion von seiten googles kann durchaus als zeichen eines paradigmenwechsels, oder eher vervollständigung des paradigmenportfolios, interpretiert werden, weil der deal für beide seiten sinnvoll sein musste, was es nur ist (delicious und die dahinterliegenden technologien (sozialflow von tags etc.) reversezuengineeren wäre für google kein problem // schachter ist interessegetrieben und dürfte nach dem verkauf von delicious wohlhabend genug sein), wenn was grösseres im busch steckt.)
time of the fizy

minimalistische jukebox: fizy (etwa: bremen nacht)
Who is tweeting over there?

Twitter Whois: ‘whois username’ tippen und ‘update’ klicken. (via)
Das Leben des Favicons
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dedovoha: Googles neues Favicon (und die Geschichte dazu) ((ich finds nicht so schlecht))
Leftovers 2008 (Exciting Pixel Edition)

Leftovers 2008 (Pictorial Communication Edition)

Leftovers 2008 (Paper Airplane Edition)

How to build the best paper airplane in the world
Basic vs. Goeldi (doch was ist nun die Schlussfolgerung Edition)
zu Ehren der Versteigerung von Basic Thinking ein kleines Battle-Mashup zwischen Robert Basic und Andreas Göldi:
doch was ist nun die schlussfolgerung? zunächst: die probleme mit dem problem konfrontiert, dass ihre investoren meistens vertraglich, über die perfomance dicht halten. (wir sprechen immer wieder von dem, was der mensch rational denkt? zudem, wie soll er die kumulativen zeiteinheiten der wikipedia erfassen?) das macht sich an keinem physischen erfahrungsobjekt fest, um ein gefühl dafür entwickeln zu können. er kann die prophetennachfolge nur von einem eh schon nicht mehr in der krise geben firmen nur ungern geld für eine entscheidung, die anderswo längst getroffen wurde. gerade firmen wie oracle sind legendär für ihre performance und für viele sieht das resultat gar nicht gut aus. es wird darum der direkte verkauf von software (oder inhalten) und die user können plötzlich auf werbung oder erfahrungen mit einem millionengehalt rechnen. eine ganz normale diskussion am familiären esstisch ist n:n, und auf grösserer skala könnte man einem elefanten empfehlen, zwecks schnellerer fortbewegung doch einfach zum fliegen überzugehen. fazit: ein langer prozess von verworfenenen und korrigierten entscheidungen. und dieses prinzip der lernkurve gilt in allen fällen weiterverkaufen! gekaufte spiele können nicht mit etwas optimierten bannerformen oder kompetenteren verkaufsteams gelöst werden. wir haben es hier mit einem potentiell konkurrenzfähigen saas-produkt auf den veröffentlichungszeitpunkt an. natürlich kann es nicht einmal ansatzweise verwundern, schumpeter erkannte damit das wechselspiel aus erfindung und imitation als triebkraft des wettbewerbs. imitation ist extrem wichtig, um nicht nur anbieterfirmen gehen oft pleite, auch kunden und die involvierten berater riskieren bei jedem projekt millionenbeträge. doch was sind die neuen sind noch immer nicht richtig profitabel und sowieso welten entfernt von den erzielten gewinnen behalten die vcs gern sehen würden. kommen wir zum dritten punkt: substanz. bei zahlreichen social networks konzentrieren sich wieder aufs essentielle konzentrieren: bessere wege, ihre user miteinander zu verbinden. nehme ich an, dass sich alles ändern wird und man auch hinsieht, harzt es bei den anbietern. aber andererseits: es ist schwer zu sagen, denn es ist kaum möglich, ohne weiteres einen preis für ein unternehmen natürlich essentiell und lebenwichtig, oder “mission critical”, wie der softwareverkäufer gern sagt. weil diese prozesse in jedem unternehmen und jeder branche etwas anders funktionieren, können enterprise-software-produkte nicht einfach wie word oder excel installiert und gleich benutzt werden. meistens sind umfassende anpassungsarbeiten nötig. fast immer waren das die hüter der waffengewalt nicht, diese wiederholt einzusetzen: formaljurisitisch gesehen hat psion die form des “cease and desist” genutzt, die unter androhung gerichtlicher – und damit erst kostenpflichtiger – maßnahmen dazu auffordert, eine handlung zu unterlassen. psion gehört der markenname “netbook”. aber in wirklichkeit der anfang vom ende einer Ära. rechenleistung kann in zukunft derart spannende blog-postings verfassen. und ich habe nicht gesehen, dass obama irgendwo “kontrolle” aufgegeben hätte, die einem theoretisch in der web-branche aber nicht wissen, ob oder warum, obleich sie einen bedarf sehen, es besser als bisherige angebote zu machen? tja, schließen wir dazu mit dem songtext von peter fox: hey, alles glänzt, so schön neu. Übrigens, ein einziger tipp zum abschluss: orientiert euch nicht an der nutzung. und auch nicht sehen. im netz unterscheidet.
(texte aus dez und jan)
The Year In Review (2008 Edition) Pt. 3

Nach Rivva und Techmeme stellt auch Kottke die objektiv betrachtet wichtigsten Stories des Jahres vor:
Leftovers 2008 (No Webcock Edition)

Favrd [war http://textism.com/favrd/]
Leftovers 2008 (Cowbell Edition)
