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Posterous Boy

Mark Krynsky über den Unterschied zwischen Lifestreaming und Posterous based publishing (siehe übergang vom lifestreaming zum lifestreamstreaming)
Twitter!

Darf ich vorstellen: twitter – ein neues Subblog für Twitter-Apps.
Zum kick-off hab ich einmal die 100 populärsten Twitter-Tools nach delicious gepostet, in den nächsten Wochen kommen sicher einige dazu.
subscribe
Natürlich gibt es einen Feed ( http://feeds.feedburner.com/hackr-twitter ), die Einträge werden auch im Masterfeed ( http://feeds.feedburner.com/hackr ) auftauchen.
Auf FriendFeed ( http://friendfeed.com/hackr ) werden sie bald auch gepostet.
sharing
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Unter jedem Eintrag gibt es (nur in der Einzelartikelansicht, etwa) standesgemäß die Möglichkeit zum Retweeten – das besondere dabei ist, dass neben dem Link zum Eintrag auch ein Direktlink zum jeweiligen Tool generiert wird.
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Blogger zum 10-jährigen Bestehen mit einem recht eigenwilligen Post (nur im Google Reader)
(abt. 36 people liked this)
Medienwandel
eher devoha: Arnon Mishkin über böse Aggregatoren, die den Zeitungen die Umsätze wegnehmen mit den erwartbaren Reaktionen – u.a. buzzmachine (link economy!), techdirt (reputation economy!), techcrunch (rebundle economy!), a vc (i take all traffic i can get!).
Lustig dabei ist, dass alle zwar seine – natürlich obstruse – Milchmädchenrechnung mit den entgehenden Klicks kritisieren, gleichzeitig aber seinen wichtigsten Punkt übersehen, nämlich dass Zeitungen nie etwas anderes waren als Aggregatoren für Headlines von im Grunde irrelevanten, aber aufgeblasenerprozessbedingterweise teuren Inhalten. Ohne es zu wollen liefert er selbst gwm. die radikalste Kritik am Zeitungswesen.
They’ve scanned the headlines and then turned to the sports, movie listings or recipe pages, depending on their real interest. … Historically, the value of those casual browsers was captured by the newspaper because the readers would have to buy a copy. Now all the value gets captured by the aggregator
Toxic Assets
Intimate current personal information is also valuable for government security because it can be critical to taking security counter measures. Already in the UK, the previous two years of everyone’s email, web browsing, and telephone calls are becoming available to government officials at varying levels of detail.
Is intimate personal information a toxic asset in cloud datacenters? (radar über die kommende verarbeitung von privacy daten in der cloud)
How Twitter works in theory
At it heart Twitter is a flow – it doesn’t present an unread count of messages, just a list of recent ones, so you don’t have email’s inbox problem – the implicit pressure to turn bold things plain and get that unread number down. Instead, you can dip in and out of it, when you have time, and what you see is notes from people you care about.
Kevin Marks (exgoogler, war dort evangelist in der sozialabteilung) über die Theorie und Praxis von Twitter
(schwer zu komprimieren; neben dem flow auch noch zur nähe via gesichter (und also warum automatisierte tweets und deshalb wohl auch die kommenden retweets so stören), zu sozialen gesten, zum asymmetrischem verfolgen, und zu fragmentierten aber sich überlappenden microöffentlichkeiten)
Sturm und Drang
The prospect of a distributed, interoperable, self-hosted network of publishing, reading and discussion tools is nothing new – but the idea is gaining a lot more support as more people react to recent news like FriendFeed’s sale to Facebook, Tr.im’s up and down and Twitter’s denial of service attacks. The tide may not be turning, but there’s sure to be some new waves of innovation that come out of this period of frustration.
Is a Perfect Storm Forming For Distributed Social Networking? von Marshall Kirkpatrick (pars pro toto für eine ganze serie an posts, die im zuge des ff/fb deals den neuen drang nach einer föderalisierten freiheit für soziale netzwerke, 140 char updates, etc. ausdrücken)
ffScheduler

23 entries waiting
196 entries delivered
(abt. für die einfach zu unterhaltenden)
tweetsh

grenzgenial: tweetshell – ein browserbasiertes Terminal für Twitter.
(via)
it's a boy

devoha: Twitter wird Retweets formalisieren, klickt man dann auf ‘retweet’ wird der jeweilige Tweet in den Strom der Verfolger eingefügt, der Retweetumstand wird unten annotiert.
(dunno; im grunde machen sie das, was sie mit den favorites machen hätten können (auch wenn favs und retweets was anderes sind); eine solche formalisierung hat zwar ihre vorteile – retweetmemerivva deluxe -, wird aber wohl auch das ökosystem verschieben, und sicher nicht zum besseren; wenn man die sichtbarkeit auf einer per user basis einstellen kann ists vl. nützlich)
Hype Cycle 2009

und alle Jahre wieder der Hype Cycle von Gartner (siehe auch hype cycle und hype cycle 2008)
5G
Here are ten rules for fighting a 5G war.
1. Speed it up.
2. Microchunk it.
3. Meta-attack.
4. Anti-defend.
5. Darwinian counterattacks.
6. Hack your enemy’s weapons.
7. Normatize it.
8. Self-organize hyperlocally.
9. Remix it.
10. Attack the base.
Social Media
Das schöne am Begriff Social Media ist, dass er nicht falsch verstanden werden kann.
Social Media ist die eingedampfte und von jedem konzeptionellen Überbau befreite Version von Web 2.0. Web 2.0 beschrieb eine sehr spezifische Form der Ausdifferenzierung im System Web; Social Media übernimmt ein Element – es gibt Seiten mit user generated content – und verkauft einige ausgewählte Effekte dieser Tatsache als gelobtes Land. Web 2.0 hat sich für den disruptiven Wert interessiert, den spezifische neue Formationen generierten; Social Media übernimmt die entstandenen Plattformen als leeres Gefäß, macht eine quantitative Bestandsaufnahme und stellt die Frage ‘bist du schon drin?’. Die Zielgruppe von Web 2.0 waren Webmonkeys; die Zielgruppe von Social Media sind Leute und Organisationen, die vom Web keine Ahnung haben. Und während Web 2.0 immer unter der Diskrepanz zwischen dem, was es eigentlich bedeutet, und dem, wie es ankam, zu leiden hatte, liefert Social Media zwar nur wenig diskursiven Unterscheidungswert, ist deshalb aber auch kaum misszuverstehen.
Alle sind auf dem gleichen Blatt und der kognitive Overhead des Interpretationsaufwands für Aussagen fällt weg. Wenn wer von Social Media faselt, muss man als Zuhörer nicht mehr die zwangsemphatische Maschine anwerfen, die versucht zu rekonstruieren, wie derjenige gestrickt sein muss, damit er die jeweilige Aussage treffen kann.
Das bedeutet natürlich nicht, dass Social Media völlig sinnlos ist. Die Sphären Web und Nichtweb haben Synchronisierungsbedarf und Social Media ist verständlich und kann vermitteln, während sich Web 2.0 retrospektiv als völlig unverständlich und unvermittelbar erwiesen hat. Das bedeutet aber natürlich auch nicht, dass die auf Basis von Social Media getriggerte Anschlusskommunikation deshalb fruchtbarer ist, ganz im Gegenteil. Begrifflichkeiten helfen bei systemischen Ausdifferenzierungen und schwächere Begriffe machen bestimmte Phänomene nicht greifbar und triggern bestimmte Entwicklungen nicht (siehe dazu exciting commerce).
(es entbehrt ja nicht einer gewissen ironie, dass die deutsche verdünnung von web 2.0 zum mitmachweb schon 2006 social media mehr oder weniger vorweggenommen hat und also der welt zwei jahre voraus war. der einzige unterschied ist, dass der deutsche blick damals vornehmlich aus dem (wenig fruchtbaren) blickwinkel des andere-arbeiten-lassen getroffen wurde, social media aber den (fruchtbareren) blickwinkel der konversation einnimmt. das mantra konversation ist natürlich noch viel problematischer als social media, aber das ist eine andere geschichte)
The Wormhole
Twitter came out of nowhere and dominated the information space by constraining the canvas to 140 characters. The URL became the application trigger, the wormhole through which we could leap back into the existing macrocosm of blogs, software, and services. URL shorteners then, and now, are the mechanism by which we send data to and from the message bus.
Steve Gillmor mit einem ästheto-philosophischen Murmeln über Twitter, Kurzurls und Co.
a tiny thread


Neues Tool von Joshua Schachter: a tiny thread (minimalistische threads für twitter, etwa, kann man wohl auch als informellen listenmacher verwenden) ((vom timing nicht schlecht, friendfeed chatter und so))
Kittens
Anwendung des Jahres: das Kittens Bookmarklet [was http://reload.me.uk/b3ta/kittens/]
Inherent Vice
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(wikis gibts auch für die anderen pynchons, siehe sidebar) ((via))
The Textads Gmail Massacre
Lifehacker mit einem kleinen Hack, wie man bei Gmail die Textads unterdrücken kann.
(prinzip: es wird eine noble schwachstelle von google ausgenützt, weil die sich bei bestimmten mails denken, da zeigen wir besser keine ads)
brizzly bär

Bin recht angetan von brizzly – einem aufs Wesentliche konzentrierten Twitter-Client (alle Core-Funktionen von Twitter plus Gruppen, Drafts, unterstützt bis zu 5 Twitteraccounts; nett: es reagiert flott, via j / k kann man sich durch die Tweets zappen und that’s it; hat noch ein wenig Raum für Verbesserungen – die Trending Topics sind unnötig, Gruppen zeigen nur den jeweils letzten Tweet an, einzelne User temporär hiden wär noch nicht schlecht – hat aber Potential)
