live.hackr

die romantische komödie

The Year In Review (2009 Edition) Pt. 5

music blog zeitgeist

wie schon 2007 und 2008 rechnet hype machine den musikblogzeitgeist 2009 (ann) zusammen.

(ich will niemandem die spannung vermasseln, lady gaga ist aber nicht nr. 1)

☍ 10.01.2010 # hypemachine music zeitgeist

Techblogs des Jahres (2009 Edition)

2008 2009 war ein ein bisschen durchwachsenes Jahr, was die Entwicklung der Techblogs betrifft. Der Trend von 2007, je populärer desto doofer, hat sich nicht mehr fortgesetzt, die Ausdifferenzierung scheint sich eingependelt zu haben, alle posten alles mit mal mehr mal weniger genuinem Blick, Techcrunch wurde sogar wieder lesenswert, Readwriteweb hat etwas abgebaut, echte Impulse/Inspirationen liefern alle zusammen nicht. Insgesamt scheint es sich aber überhaupt etwas ausimpulsiert zu haben, auch die echten Vordenker (Haque, Engeström, Coates, Shirky usw.) sind eher im Rehash-Modus, im Grunde scheint alles denkbare schon gedacht zu sein, sehr komplex ist das Web ja wirklich nicht, es wird nur oft mit falschen Fragestellungen kompliziert gemacht, wobei es natürlich kein falsche Fragestellungen gibt, wer sich was fragt, der fragt sich das halt, falsch also eher im Sinne von unfruchtbar oder am Thema vorbei, wobei es natürlich auch keine falschen Themen gibt.

Irgendwie reicht es aus, in der Intro aus 2008 das Jahr zu ersetzen, um auch mein Gefühl für 2009 zu beschreiben, vielleicht mit der Anmerkung, dass (in den grossen techblogs mit bildungsauftrag) auch der letzte Funke Eigensinn verschwunden zu sein scheint und die einzige verbliebene Metrik für Wert irgendwelche quantifizierbare social media Zahlen sind, was aber im Grunde egal ist, weil sich die Sinnstiftung ohnehin auf den jeweiligen Tools idealerweise organisch entwickelt.

techcrunch
echovar

Anyway, die zwei für mich besten Techblogs 2009 waren TechCrunch und echovar. TechCrunch zu nennen ist zwar ein bisschen doof, aber seit sie ihre Position als make-or-break Blog verloren haben (es gibt immer ein mashable, lifehacker, makeuseof, killerstartups, … die alles posten und die dann eine welle triggern können, die alle erreicht) ist die Auswahl der vorgestellten Startups tatsächlich qualitativer geworden und weniger an eine persönliche Gunst gebunden. Dazu kommt ein MG Siegler in Hochform und im Vergleich zu den anderen am wenigsten völlig urteilskraftloses Blabla. echovar (hattip @frankwestphal) war mein Lieblingstechthinkblog. Cliff Gerrish gelingt es ganz grossartig, Techtrends mit Theorie zu lesen ohne das eine für das andere einzuspannen oder vorher schon zu wissen, auf was er hinauswill.

☍ 07.01.2010 # echovar techcrunch blogs

State of the World 2020

Bruce Sterling und Jon Lebkowsky / The Well zum Stand der Dinge

(siehe SotW 2019, 2018, 2017, 2016, 2015, 2014, 2013, 2012, 2011, 2010, 2009, 2008, 2007 und 2006)

☍ 06.01.2010 /via @well # sterling trends 2020

Etwas persönlicher

Etwas persönlicher

(siehe float on)

((btw: ich hab drei einladungen, bei interesse ein kommentar hinterlassen, dm bei twitter etc.))

☍ 05.01.2010 # rivva

The Year In Review (2009 Edition) Pt. 4

und noch eine Liste: die Top 50 Apps aus 2009 aus dem deutschen Sprachraum (auch hier auf basis der bookmarks bei delicious, was für deutsche seiten eine suboptimale metrik ist)

  1. screencastle (1483 bookmarks)
  2. linguee (761 bookmarks)
  3. scripty2 (618 bookmarks)
  4. eyeplorer (607 bookmarks)
  5. picol (463 bookmarks)
  6. sketchory (406 bookmarks)
  7. play.fm (330 bookmarks)
  8. stepmap (301 bookmarks)
  9. tweetranking (197 bookmarks)
  10. 12designer (191 bookmarks)

… alle 50 nach dem piep

☍ 04.01.2010 # lists tools germany

The Year In Review (2009 Edition) Pt. 3

mal wieder eine Liste…: die Top 50 Apps aus 2009 (wie immer auf basis der bookmarks bei delicious) ((seltsame liste irgendwie, aber hey))

  1. wolframalpha (20947 bookmarks)
  2. colorschemedesigner (18243 bookmarks)
  3. wefollow (6973 bookmarks)
  4. alternativeto (6463 bookmarks)
  5. tinychat (5853 bookmarks)
  6. fontcapture (5435 bookmarks)
  7. commandlinefu (5001 bookmarks)
  8. screenr (4972 bookmarks)
  9. namechk (4661 bookmarks)
  10. hootsuite (4411 bookmarks)

… alle 50 nach dem piep

☍ 04.01.2010 # lists tools

2010

piglet

happy new year!

☍ 03.01.2010 # piglet yeah

Innenwelten

During the rush of the day we move through a thousand states. We flow from this to that as a result of our actions. Our many identities spring from the scenes we string together: the moment when we stop to shield our eyes from the sun; the quick turn of our heads when we think someone has called our name; the curse under our breath as the bus we’ve been waiting for arrives full and passes without stopping. They’re signifiers and contexts that circulate, they flow around us— around the things we do. They assign us a role within the never-ending series of stories that collect around us as we move through the world.

usw. echovar über Identitäten im Fluss.

☍ 03.01.2010 /via @echovar # networks identity

Rutsch

einen guten Rutsch ins neue Jahr!

☍ 31.12.2009 # xmas 2010

Tausendundeine Nacht

I joined twitter 1001 days ago

grr, 1000er verpasst aber teilweise dokumentiert.

☍ 18.12.2009 # twitter hackr

Farm der Inhalte

hmm, da kommt auf uns noch was zu… (auf eine abwegige art ja irgendwie faszinierend: bots tracken trends in suchanfragen und den preis von keywords, andere bots berechnen die wahrscheinlichkeit, mit der man mit dem bestehenden angebot mit keywordgespickten texten für trendige suchen auf den suchergebnisseiten möglichst weit oben stehen könnte und spucken dann jeden tag tausende artikelvorschläge aus, die dann mit minimalstem redaktionellen aufwand erstellt und publiziert werden, um die suchanfragen zu melken)

☍ 17.12.2009 # bots

Browser Size

google browser size

wieviele sehen was thingy von google (ann).

☍ 17.12.2009 # google usability

Slim und Skimmer

times skimmer

nett: der times skimmer der nyt.

(war der article skimmer)

☍ 17.12.2009 # nyt

ReQuoting pt. 36 (The March of Technology Edition)

So naturally the sociopaths are outraged that their control is being taken away. Newspapers, book publishers, television companies, ad agencies – their businesses are all failing, while Google’s is on the rise.
The thing that’s hard for the sociopaths to get their head around is that this isn’t because one of their rivals has outsmarted them – it’s just the march of technology.

Aaron Swartz via blogoscoped

☍ 16.12.2009 /via @blogoscoped # google media technology

the springs

präzisierende nachfrage: abgesehen von “warum gerade formspring “ (antwort: zufall, abweichungsverstärkung, kritische masse, zackwumm), warum ist so was im prinzip faszinosum für viele?

a in zeitknappheit:

(voraussetzung)

  • es ist einfach genug und das prinzip (ah, ich kann entweder eine frage stellen und der antwortet dann oder ich melde mich an und dann können mir andere fragen stellen und ich antworte dann) erschliesst sich den meisten (und jedenfalls allen, die schon ein twitter-account haben) auf den ersten blick.

(distribution)

  • die verbreitung hat virales potential. wer angefixt ist will mehr und promotet sein formspring auf twitbook, und weil es einfach genug ist und es sich auf den ersten blick erschliesst, probieren andere das auch.

(narzissmus)

  • es hat eine narzisstische komponente (schmeichelfaktor, dass irgendwer gerade von mir etwas wissen will, ich bin das subjekt, dem wissen unterstellt wird, usw.)
  • damit verbunden ein emotionales attachment (muss mal die inbox checken, ob es neue fragen gibt)

(platt-form)

  • es hat die essenz des prinzips frage&antwort (das es ja im web in hunderten variationen gibt und das sich auf sokrates und sicher auch bis in die steinzeit zurückverfolgen lässt) gwm. als fundamentalen datentyp extrahiert, indem es alle üblichen kontextualisierung eliminiert hat. und es hat sich selbst als plattform dafür etabliert.
  • die form ist deshalb also flüssig und passt sich an jede individuelle interpretation an. man kann witzig, eloquent, ehrlich, whatever antworten (bzw. fragen) und soviel aufwand reinstecken, wie man will.
  • gleichzeitig sind die formsprings öffentlich aber non-kompetitiv. öffentlich ist wichtig, weil man sonst auch via email, via dm etc. fragen könnte, die öffentlichkeit führt aber die phantasie der universalität und der ‘verantwortung’ ein, weil es publiziert ist; non-kompetitiv ist auch nicht unwichtig, weil man auf seinem platzerl machen kann was man will, und es ist ok.
  • das führt wiederum dazu, dass man die wunderlichsten blüten sieht. menschen haben einen eingebauten spieltrieb, und je offener das rohmaterial und das endergebnis ist, desto grösser ist das potential für diverseste spannende selbstselektionen und ausdifferenzierungen.
  • diese individuellen ausdifferenzierungen führen wiederum zu kollektiven lernprozessen und feedbackschleifen. wir sind affen und haben neben dem spieltrieb ein eingebautes mimetisches potential, machen also das beste nach, bauen darauf aber auch auf. frage hier ist, wieviel davon nachhaltig handlebar wird, sich als stil etablieren kann usw.

((limits))

  • es skaliert wohl nicht. es ist lustig, am ersten, zweiten und dritten tag drei (oder bei entsprechender disposition fünfzig) fragen zu beantworten oder sich selbst fragen zu stellen, die man schon immer beantworten wollte. wochenlanges beantworten von hunderten fragen am tag wird, glaub ich, mühsam. zunächst sind alle fragen toll, fragen werden sich wiederholen, werden irgendwann lästig usw. das muss nicht so sein, aber gefühlsmässig fackelt sich das potential ab.
  • und wenn die mischung irgendwann nicht mehr stimmt, setzt eine abwärtsspirale ein (man antwortet nicht mehr, oder ungelaunt, das wiederum reduziert die motivation fragen zu stellen etc.)
☍ 16.12.2009 # formspring

The Year In Review (2009 Edition) Pt. 2

twitter trends 2009

Twitter Trends 2009

etwa Tech

  1. Google Wave
  2. Snow Leopard
  3. Tweetdeck
  4. Windows 7
  5. CES
  6. Palm Pre
  7. Google Latitude
  8. #E3
  9. #amazonfail
  10. Macworld

oder Hash Tags

  1. #musicmonday
  2. #iranelection
  3. #sxsw
  4. #swineflu
  5. #nevertrust
  6. #mm
  7. #rememberwhen
  8. #3drunkwords
  9. #unacceptable
  10. #iwish

(siehe The Year In Review 2009 Edition Pt. 1)

☍ 16.12.2009 # twitter trends

Short Cuts Pt. 2 (Worthless Edition)

Über den (vor allem) Unsinn Rupert Murdochs Plan, seine Properties vor Google zu verstecken, wurde schon genug geschrieben, einen Punkt möchte ich aber dennoch erwähnen:

Zitat aus dem Telegraph

“The traffic which comes in from Google brings a consumer who more often than not read one article and then leaves the site. That is the least valuable of traffic to us… the economic impact [of not having content indexed by Google] is not as great as you might think. You can survive without it.”

Das mag so stimmen, die haben sicher gemessen usw., was er dabei aber völlig übersieht, ist, dass Kunden, die für einen selbst wertlos sind, für die Konkurrenz durchaus wertvoll sein können. Jeder nicht-Klick auf ein Angebot bei News Corp bedeutet per definionem einen Klick auf ein anderes Angebot.

Massenmedien haben im Web einen immensen Startvorteil. Sie nehmen ihre Reputation von aussen mit und können sie idealerweise ausbauen. Neue Anbieter beginnen bei Null, sie müssen sich ihre gesamte Reputation erarbeiten.

Paywalls führen einerseits zu einem sukzessiven Verlust der eigenen Reputation (ich würds mir anschauen, aber zahlen tu ich dafür nichts also schau ich mich woanders um) und zu einem Aufbau der Reputation anderer.

Was er auch nicht sieht, sind nicht direkt messbare Effekte. Einer der kommt und wieder geht, verschickt vl. die URL an Freunde, bloggt darüber, twittert darüber uswusf. Nicht-Sharebarkeit macht das Angebot auch für bezahlende User wertloser, weil sie es eben nicht sharen können.

(nicht unsympathisch ist übrigens das interview von zeit-geschäftsführer christian röpke mit meedia. er sucht zwar das heil in der preisstabilisierung von ads und nicht etwa in besseren sds, besseren formaten, aber er wirkt nicht unrefletkiert)

☍ 15.12.2009 /via @telegraph # print

Short Cuts Pt. 1 (Facebook Edition)

Facebooks zunehmendes Urgieren, die Inhalte der User öffentlich zu machen (zuletzt und am radikalsten mit den jüngsten änderungen der privacy-settings) wird von so ziemlich allen Beobachtern als SEO- bzw. vor allem Google-Move bewertet (positiv etwa john battelle oder negativ etwa jason calacanis via vb), Trillionen von Seiten sollen von Google erfasst und deshalb von Suchenden gefunden werden.

Ich glaube das ist völlig daneben. Das (relativ gesehen) bissl mehr Traffic ist Facebook, glaub ich, egal. Das alles ist ein Twitter-Move, seit Monaten muss Facebook mitansehen, welche Effekte die simple Tatsache triggert, dass auf Twitter alles public ist. Facebook sitzt auf 10x soviel Daten, aber weder es selbst noch irgendwer sonst kann irgendwas damit machen. Das wurmt sie ohne Ende, deshalb die Zwangsöffnung.

Das Problem dabei: Facebook hat eine andere Disposition. Tweets sind für eine (zumindest imaginierte) Öffentlichkeit konzipiert, facebooksche Status-Updates sind es nicht. Die Wertigkeit ist eine andere.

☍ 15.12.2009 # facebook seo twitter privacy

Ihre Grossmutter

chrome for christmas

chrome verpackt

funny: Verschenken Sie Google Chrome zu Weihnachten (via)

(abt. spoiler)

☍ 14.12.2009 # google googlechrome funny pr

Google Countdown

countdown

(goosterei: auf google.com unsuchenderweise auf I’m feeling lucky klicken) (via)

☍ 12.12.2009 # google