49.334.742

DRYF

Unlink Your Feeds – eine Art Manifest der Entkoppelung von Feeds und Streams (schadet den freunden, schadet einem selbst, schadet dem web, drafte und crafte) mit begleitendem tumblr
(weekend mini project: das einmal für sich selbst durchdenken)
(extra points für eine umfassende typologie der dienste und usergruppen; die ist wohl gar nicht so einfach, weil es so einige faktoren und parameter und dispositionen gibt, und weil es natürlich nirgends ein richtiges oder falsches verhalten gibt (die wenigsten (sozialen) dienste erfinden sich selbst, werden vielmehr durch die mitunter verschiedenarten benutzungen erfunden), sondern nur ökosystemische mischungen die sich auf dem jeweiligen milieu eines dienstes ausdifferenzieren, innerhalb derer ein jeweiliges verhalten funktioniert oder nicht, (rezeptions-) kosten und (informations-) nutzen verursachen oder nicht usw. usf.)
Search M for Murder

sehr nett: google ohne den ganzen neumodischen quatsch.
ReQuoting pt. 39 (The Simple Edition)
1. Algorithmically-generated results.
2. No query left behind.
3. Keep it simple.
Googles Amit Singhal via Blogoscoped
(wobei vor allem die (auf sich selbst und nicht auf die user bezogene) kombination der mantras einiges erklärt, vor allem was die google’sche elephantimsocialporzellanlandenhaftigkeit betrifft, etwa die einstellung von ftp-blogs bei blogger (unsere infrakstruktur ist hinter den vorhängen sooo kompliziert, dass es für uns aus auslieferungssicht dann sooo einfach ist, dass so was zwar hinter den vorhängen extrem triviales aber aus skalierbarer auslieferungssicht dann im vergleich irre umständliches wie (s)ftp nicht abbildbar ist), oder die fast schon obstrus anmutende einfachheit im googleschen gmail/buzz/contacts/reader/wave-cosmos, in dem man zwar als user ohne übertreibung mindestens einen tag und 8 dummy accounts bräuchte, um alle möglichen konstellationen einmal durchzuspielen, damit man wirklich durchblickt, wer wann wo was sehen und tun darf und wer wann wo was nicht, und was man wo wie einstellen müsste, damit alle genau das richtige sehen und tun dürfen, die aber sicher google-intern alle drei kriterien erfüllt.)
Microben'R'Us
andere, romantischere fluchtpunkte jedenfalls sucht martin lindner:
Schreiben in der Wolke, das ist ein Wechsel des Aggregatzustands: Keine Lettern mehr, die Zeichen ins Papier pressen. Keine Schreibmaschine, kein Linotype. Keine rasenden Rotationsmaschinen mehr, die ganze Seiten flüchtig auf Papierrollen drücken. Nicht einmal mehr Photokopierer, die heißen Toner aufs Papier hauchen. Eine unabsehbare globale Wolke aus immer kleineren digitalen Textstücke, die immer schneller zirkulieren, durch die Grenzen der indviduellen Bewusstseine hindurch. Ein intellektueller Klimawandel: Der Golfstrom verlagert sich, Gletscher schmelzen, Wüsten breiten sich aus, Katastrophen nehmen zu. Kreaturen werden aus dem gewohnten Lebensraum vertrieben.
Cloudwriting: Schreiben in der Wolke
Gift
… selling by giving, or, gift economics hängt schon einige zeit in meiner 2process schleife, und weil ich es entfernen will aber zu faul für mehr bin nur eine anmerkung … stimmt natürlich und die geschwindigkeit des shifts ist tatsächlich erstaunlich, was mich aber stört, ist das framing von dem was passiert auf das sich selbst vermarketingende subjekt. die logik ist die gleiche wie in the good, the bad and the ugly – eine viel grössere amorphe unfassbarkeit, deren potential nicht einschätzbar ist, wird aus der brille des egoistisch-rationalen sichselbstvermarkters reinterpretiert, dinge wie twitter erklären sich dann leicht als haufen von social media experten usw.
2000 kt/h

devoha: twitter tickt bald mit 50 mio tweets pro tag + eine relativierung.
From people you follow

Der Google Reader verbessert den Empfehlungsalgorithmus (und der ist wirklich ein bissl besser, was aber keine grosse kunst war) aber interessanter: baut auch den social stream des social graphs als Empfehlungsregister ein (Explore – View all recommendations – From people you follow), nähert sich also Buzz von der anderen Seite auch nochmal.
(ist auch noch ein bissl holprig und hätte man natürlich auch davor schon manuell machen können, aber auch hier fehlt eigentlich nicht viel, weil die jeweiligen quellen gwm. differenziert werden und im google reader besser aka in full angezeigt werden. via opml könnte man sich wohl sogar auch eine art api zusammenhacken, die dann smart filters emuliert usw.)
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related: die Google Reader basierte Extension feedly ist sehr super.
Moscow-Vladivostok

The great Trans Siberian Railway, the pride of Russia, goes across two continents, 12 regions and 87 cities. The joint project of Google and the Russian Railways lets you take a trip along the famous route and see Baikal, Khekhtsirsky range, Barguzin mountains, Yenisei river and many other picturesque places of Russia without leaving your house. During the trip, you can enjoy Russian classic literature, brilliant images and fascinating stories about the most attractive sites on the route.
Google Gravity

sublim: google gravity
(mehr hier)
Mehr

(abt. selbstunterhaltung)
Tweet des Tages 9078059209

(irgendwie mag ich die unaufgeregte selbstbestimmtheit in diesem tweet, meistens wird diese erkenntnis bzw. entscheidung ja ironisch bzw. passiv aggressiv geframt)
((nur am rande: man ist nicht ‘hinten’, wenn man buzz nicht verwendet, und man ist schon gar nicht ‘vorne’, wenn man es verwendet, diese ganze notion einer progressiven zeitlichkeit ist im web völlig unsinnig))
The Wired Tablet
The Wired Tablet App: A Video Demonstration – ich würd mir, glaub ich, schon nur wegen Wired ein iPad kaufen.
Russisches Roulette
avc.viralloopify(’Chatroulette‘)
Zoosphäre
Für mich ist eine der bedrohlichsten Entwicklungen der digitalen Kultur nicht so sehr die Tatsache, dass wir durch Algorithmen immer besser überwachbar und vorhersagbar werden. Nein, die gefährliche Pointe liegt darin, dass wir uns immer besser überwachbar und vorhersagbarer machen. Noch wirkt es wie ein Sketch, wenn Menschen mit dem Mittagessen warten, bis sie ein Foto davon auf Facebook gepostet haben, vor der Kneipe stehen bleiben bis Foursquare ihnen das erfolgreiche Einchecken bestätigt hat oder reflexartig die Kurzgedanken der digitalen Prominenz per Retweet auf Twitter weiterverbreiten. In diesen Fällen – und das ist nur die zur Karikatur überformte Spitze – machen wir uns zur Vorrichtung von Codes, Datenbanken, Clouds, APIs und neuen Meta-Medienkonzernen wie Apple und Google.
(abt. enter the zoosphere)
Mapvelope

Buzzed Bekannte und Verwandte

kleiner Tipp für Buzz: Man kann für die Quellen, die man in Buzz hineinströmt (Twitter, Shared items vom Google Reader, Feeds, Flickr, Youtube, etc. – halt alles, was man auf seinem Profil bei Google geclaimt hat) festlegen, an wen das tatsächlich gebuzzt werden soll. Und zwar:
- auf der Startseite von Buzz auf connected sites klicken.
- im Popup bei der jeweiligen Quelle auf Edit klicken.
- in der Auswahlliste Private auswählen und dann die passenden Checkboxes auswählen (siehe bild ^).
Die Gruppen kann man am besten in Google Contacts organisieren. Das ist ein bissl ein Aufwand, aber die friends and relations könnten es einem danken (weil man nach Sprache, vermutetem Interesse, etc. differenzieren kann).
Was dann noch fehlt – und das würde Buzz mit einem Schlag infoökonomisch sehr interessant machen – wäre, dass diese Einstellungen nicht nur senderseitig sondern auch empfängerseitig vorgenommen werden können (also das friendfeedsche ‘hide other items like this one’, nur differenzierter).
Wenn man auf einer per user Basis festlegen könnte, von wem man die Tweets oder shared items nicht sehen will, weil man sie ohnehin schon auf Twitter oder im Google Reader sieht, oder weil der Output an geshareten Selbstlinks too much ist, aber die anderen buzzes doch interessant sind, dann wäre Buzz einen guten Schritt auf dem Web eines persönlichen information dashboards gegangen.
yes and stop

(abt. für die leicht zu unterhaltenden)
Doodlympics

der olympics-doodle von google.de
Generation Why?
Über einen Mangel an massenmedial vermitteltem Diskurs über das Web kann man sich in letzter Zeit eigentlich nicht beklagen. Eigentlich auch nicht über die Qualität der aufgestellten Protagonisten (im sinne von: sie versuchen wohl wirklich, ‘experten’ für themen und standpunkte zu finden, so ein hau-drauf-journalismus (gaschke usw.), der davor eher die regel war, wird zumindest ergänzt; man denke an diese internetdenker serie in der faz, die besetzung von diskussionsrunden, etc. nicht alles superduper, aber man hat nicht mehr das gefühl, zumindest nicht mehr immer, dass sie absichtlich verblöden wollen).
Und trotzdem findet, kommt mir vor, kaum Vermittlung statt, und zwar jenseits des allgemein üblichen (und in jedem bereich gegebenen) Aneinandervorbeiredens.
Mit persönlich ist es zwar eher egal, was irgendwer über das Internet denkt, aber diese genuine Selbstvermittlungsunfähigkeit des Webs finde ich interessant. Woran liegt es, dass ein Ding, das (neben anderen eigenschaften) auf den verschiedensten Ebenen (persönlich, kollaborativ, wirtschaftlich, sozial, kulturell, you name it) ein enormes Potential für ganz trivialen egoistischen Nutzen hat, bezüglich dessen ‘Verständnis’ es also ein stinknormales Eigeninteresse geben sollte, mit so unfruchtbaren Begriffen und Beschreibungen abgebildet wird?
Diese Unfruchtbarkeit des Diskurses erstreckt sie ja nicht nur auf die Bereiche, in denen man das erwarten könnte – etwa shirkys ‘institutions will try to preserve the problem to which they are the solution’; wer für sich böses ahnt will nachvollziehbarerweise desinformation und regulierung -, sie erstreckt sich über alle Bereiche, auch die Web-nativen.
Something to think about.