Point and Doodle

^ omg, google heute mit einem point and click doodle.
At your own risk

(living on the edge)
Kaffee Haque
oder was man von einem mini flat-white über die neuen 5s – Singularity, Sociality, Spontaneity, Synchronicity, Solubility – lernen kann.
If You Were the Next Steve Jobs…
Lazy Blog Ep. 10
(blogpost über DAS fundamentale dilemma im derzeitigen web: den umstand, dass öfter als nicht die balance in subsystemen verloren geht und sich dadurch oft monokulturen auf kosten der artenvielfalt etablieren; bonuspunkte für konkrete fallstudien (etwa die blogosphäre oder die konzentration von ‘dumb money’) die die konkreten jeweiligen ‘währungen’, mechanismen und phasen dokumentieren; sternchen wie immer für eine umfassende typologie)
((kl. nebenbemerkung: auch wenn das gleichgewicht im web wohl tatsächlich schneller kippt als in anderen gesellschaftlichen systemen, man kann das wohl gelassener betrachten als balanceverluste in den finanzmärkten, im gesundheitswesen oder im klima; im web nervt das zwar, aber das web kann verletzungen wie vampire ausheilen))
Getting Contingency Done

immer schön kontingent bleiben
NL nicht ohne swagger auf dem luhmann wiki (via)
Lazy Book Ep. 2
Das Web der Gesellschaft von Niklas Luhmann.
Lazy Book Ep. 1
Web 1 und 2 von Gilles Deleuze.
Timeshifter
omg, shapeshifter! #trbl
— Markus Spath (@hackr) September 1, 2012bin bei meinem serienaufarbeitungstechnischen arbeitsberg nun bei true blood (S1) gelandet und wie immer fühle ich mich dabei irgendwie wie in einer falschen timeline, aber – wahrscheinlich sensibilisiert durch die verschaltung und dann imho leichtfertige entschaltung der gleichzeitigkeiten bei udacity, siehe the amazing race und jeff winger – was mir vielleicht nicht das erste mal als problem, aber das erste mal als ein eine lösungen suchendes problem aufgefallen ist, ist der umstand, dass die zeitlich an ereignisse gebundenen reaktionen und reflexionen in blogs (und wenn man will youtube reviews, foren, ggf. twitter, vl. sogar artikel aus zeitungen, zumindest vom guardian, etctrara) nur tränen im regen sind, aber eigentlich nicht sein müssten.
zwar verschwinden sie nicht wirklich, google vergisst nicht und mit der einschränkung der zeitlichkeit in den suchtools kann man sich wohl sogar recht gut annähern, aber wer macht das schon. und ‘normale’ suchen bergen immer die gefahr von spoilern und des wissens des nachhineins. was bei ereignissen, die sich wiederholen lassen, schade ist, weil der blick (von anderen) auf die jungfräuliche piste eine eigene qualität hat. eine art taktbares relive reliving wäre da nett. oder auch seasonial reseasoning, von mir aus auch auf g+.
(bzgl. true blood hätte mich zb interessiert, ob das seinerzeit als neues twin peaks wahrgenommen wurde. es gibt nämlich nicht nur die offensichtlichen parallelen – das kleinstädtliche setting, halt im süden und nicht im norden; erotisches interesse als primäres soziales verbindungselement; orte wie das merlotte, das fangtasia, das stackhouse-haus, die villa von maryann; themen wie die selbstverständlich akzeptierte paranormalität, essen, drogen oder sheriffs; tv im tv; usw., ich glaub da findet sich so einiges – sondern auch, dass die protagonisten eine ähnliche sensibilität zeigen und dass orte auf vergleichbare art primäre verknotungszentren für intensitäten werden. vor allem die funktionsweise der figuren, die alle, auch die ‘bösen’, eine romantische sehnsucht haben, die alle auf gewisse weise ehrlich sind und ihr herz auch durchaus ausdrucksvoll auf der zunge tragen; ich würde zwar tb nicht mit tp auf gleichem level vergleichen, aber es emuliert tatsächlich einige qualitäten von tp, die ich bis dato in keiner anderen serie auf vergleichbare weise gespürt habe. das ist auch deshalb lustig, weil man einerseits sieht, WIE gut tp schon vor 20 jahren war, andererseits aber auch die schwächen, serientechnisch macht tb zb einiges geschickter)
Lazy Blog Ep. 9
(blogpost über DAS fundamentale dilemma im derzeitigen web: den umstand, dass wir keine angemessene begrifflichkeit für die verschiedenen formen und dimensionen von ‘text’ und ‘content’ haben; bonuspunkte für eine herausarbeitung der grundsätzlichen kategorien und ebenen, sternchen für eine umfassende typologie. (in quiz 67 hab ich den einen teil des problems schon angedeutet, i.e. es gibt keinen ungekoppelten und unproduzierten und also verpflanzbaren ‘text’, aber um sich konkreten lösungen aka funktionierenden alternativen systemen nähern zu können bräuchte man vl. wirklich etwas semantik jenseits der achse privat/öffentlich, die soweit ich sehe die einzige universell herangezogene ist)
Der Parasit Revisited
aus gegebenem anlass #lsr ein etwas älteres zitat:
für das dahinmurksen [des deutschen webs] gibt es wohl viele gründe, zumindest einen strukturellen, den ich sehr spannend finde, möchte ich erwähnen:
das nicht ertragen können, dass ein anderer aus der eigenen existenz ungefragt und ohne direkte bezahlung irgendeinen nutzen zieht.
dieses grundgefühl zieht sich durch alle schichten und ist – so verständlich auch die haltung ist, wer wollte das schon – im web die blockade schlechthin.
paradigmatisch wird das von der kulturindustrie repräsentiert: zeitungsverleger halten es nicht aus, dass eine nachricht ohne direkte bezahlung gelesen wird und dass google davon sogar finanziell profitiert, musikverwerter halten es nicht aus, dass ein track ohne bezahlung angehört oder als untermalung einer slideshow benutzt werden kann und dass google davon sogar finanziell profitiert, usw., […]
komplementär zu diesem grundgefühl kommt der anspruch, aus der verwertung eines produktes auch noch den letzten tropfen wert aussaugen zu wollen.
dass auch die produzenten vorteile davon hätten, wenn sie ihre objekte/produkte netzwerktauglich machten, ist dabei egal. ich schneide mir lieber den finger ab, bevor ein anderer von meiner leistung profitiert, ohne dass ich direkt bezahlt werde oder mein explizites einverständnis gebe, und den finger schneide ich mir übrigens ganz sicher nicht ab, also fordere ich umfassende kontroll- und sanktionssysteme, die diesem treiben der nutznießer einhalt gebieten. die kosten für die systemische verunmöglichung von missbrauch sind aber üblicherweise um faktoren höher, als der tatsächliche schaden selbst.
(nts: mich öfter selbst zitieren)
das leistungsschutzrecht ist natürlich das pure symptom dieser haltung, welches die groteske grimasse sichtbar macht. das ist so unwahrscheinlich, dass man keese dafür fast dankbar sein könnte.
stefan niggemeier spinnt diesen gedanken übrigens gerade schön weiter.
First, connect
In the connection economy, there’s a dividing line between two kinds of projects: those that exist to create connections, and those that don’t.
The internet is a connection machine. Virtually every single popular web project exists to create connections between humans that were difficult or impossible to do before the web.
Godin über das Web als connection machine.
Lazy Blog Ep. 8
(blogpost über DAS fundamentale dilemma im derzeitigen web: den umstand, dass von allen – ich sag mal – massensozialen plattformen, also google, facebook, apple und twitter, ausgerechnet facebook als einzige alles (ok, den börsengang vl. ausgenommen) richtig macht, während alle anderen immer noch sozialdümmer werden und ihre eigentliche grimasse zeigen. bonuspunkte für einen schlüssigen quadranten der sozialen kompetenz, falls sich einer anbietet, etwa: facebook will und kann, google will und kann nicht, twitter will nicht und kann, apple kann nicht und will nicht oder so)
Nexus Doodle

^ google mit einer art verrutschtem nexus doodle.
Join Twitter

^ current twitter trends: …, 9. facebook, 10. join twitter
(abt. slow news day)
1+1

^ bilderrätsl: wer oder was ist das? (aus kathartischen gründen kein quiz)
And no, it's not gamified
gamification vassup; web intelligence and big data ich don't think so; #coursera
— Markus Spath (@hackr) August 27, 2012(nts: mich öfter selbst zitieren)
neu bei coursera: Gamification, hat heute begonnen und kann ich – zumindest nach der ersten einheit – empfehlen. kevin werbach scheint ähnlich wie scott page bei model thinking eine gute mischung aus informiert, abgeklärt, praktisch, gut gelaunt und gleichzeitig dicht zu finden.
ein verständnis von gamification ist wohl tatsächlich auch weblebensdialektisch recht nützlich, weil die kenntnis der eingesetzten techniken natürlich einerseits bei der ‘feindbeobachtung’ hilft – sprich: man lernt zu sehen, wann und wie irgendwer versucht einen zu gamifizieren -, man dadurch aber auch den natürlichen abwehrreflex – ohne mir! – überkommen und es also quasi second order mässig zulassen kann. es ist eines dieser (handvoll an) konzepte, deren verständnis webkomplexitäten reduziert und gleichzeitig ausdifferenzierungen katalysiert.
Lazy Blog Ep. 7
Das Web ist ein System, das es anderen Systemen ermöglicht, füreinander Umwelt zu sein.
(nts: mich öfter selbst zitieren)
(blogpost über DAS fundamentale dilemma im derzeitigen web: den umstand, dass sich die verschiedenen felder immer noch – und irgendwie dem im zitat angedeuteten potential zum trotz – primär über journalistisch vermittelte verwässerungen wahrnehmen, was leider in direkter konsequenz bedeutet, dass sich alle abgeleiteten ‘diskussionen’ nicht um reale probleme, sondern um in der übersetzung erzeugte phantomprobleme drehen.)
(als kleines kata zwischendrin: das problem in beliebigen threads parallaktisch verschieben. geht wirklich fast immer)
HackNow

devoha: hacknow
Google Alert





^ G+ mit einem aktualisierten Filtersystem für Circles.
Text and Nothingness
noch ein quiz und ich unfollowe mich.
— Markus Spath (@hackr) August 22, 2012(nts: mich öfter selbst zitieren)
sorry, eindeutig zu viele quizzes lately. also nur noch schnell meine antwort für quiz pt. 67 die natürlich mit dem gleichen grundgedanken spielt, wie social and nothingness, die antwort auf quiz pt. 64, nämlich dass sascha schon wieder (genauer gesagt auch schon davor) den falschen prozess (bloggen erleichtern) für das falsche problem (texte aus den klauen der plattformen emanzipieren) fordert. ich ersetze mal in social and nothingness sozial mit diskurs:
“die falsche grundannahme (nicht nur von lobo, auch von allen anderen ohnehin reflexartig geforderten ‘befreiungen’ von auf ‘geschlossenen’ plattformen geführten texten, aussagen und diskursen) ist, dass es ein abstraktes mitgeteiltes gibt, das eine öffentlichkeit sucht.
es gibt aber keinen ungebunden diskurs, der an keine konkrete formation gebunden ist. diskurs ist im web immer an eine konkrete formation (und deren je spezifische produktions-, rezeptions- und resonanzbedingungen) gebunden. vielleicht nachvollziehbarer: es gibt auch kein abstraktes bedürfnis sich mitzuteilen, für das man nur einen container sucht, und falls es der eine nicht tut, dann verwendet man halt den anderen. jede erfolgreiche plattform erzeugt ihre diskurse aus dem nichts. (das ist die saure lektion, die blogger noch verstehen müssen.) und es gibt auch keinen abstrakten text, den man halt bei gelegenheit aus facebook oder twitter oder g+ ausräuchern und an einem offenen blog in freiheit reterritorialisieren könnte.
der diskurs ist nicht die ursache für, sondern der effekt von plattformen (und wieder: deren je spezifische produktions-, rezeptions- und resonanzbedingungen). und das verhältnis ist nicht struktur-funktional, sondern – wenn man will – quantenphysikalisch.”
(passt zwar nicht ganz, aber gar nicht so schlecht. wer sich betätigen will: siehe Lazy Blog Ep. 3)