2019.12
mein vortragsvorschlag für die #rp20 - bin kein psychiater, aber als ferndiagnose würde ich dahinter fast einen gewissen narzissmus vermuten. du hast halt gemacht, was du eigentlich machen wolltest, dafür war aber notwendig, von einigen falschen grundannahmen auszugehen (das würde auch erklären, warum es schwergefallen ist, das zu erkennen). und phylogenetisch funktioniert tech so gut, weil wir primär auf die wahrnehmung von differenzen konditioniert sind. es reicht uns schon aus, wenn irgendwas ein bisschen besser oder plötzlich machbar wird, dann sind wir schon happy (deshalb ist auch die zukunftssicherheit irrelevant). grundsätzlich ist es aber nicht schwer, unsere technologischen non sequiturs zu erkennen, wobei das gesellschaftlich vermutlich aber gar nicht wünschenswert wäre, weil ja das basteln selbst fähigkeiten generiert/aktualisiert (eine alternative zu latein ist, wenn man so will). ich zumindest habe deine kreative energie diesbezüglich immer bewundert.
1205877598225518592 - ganz interessant, dass die phasen weniger eine (technologische/paradigmatische/etc.) 'entwicklung' beschreiben, sondern eher die allgemeine 'gefühlslage', die im zuge der rein homöostatischen anpassung an die neuen möglichkeiten nach öffnung einer jeweiligen 'schleuse' entsteht.
1205132103534436354 - (2019 ist irgendwie auch das jahr, wo alles gleich wichtig wurde. tropfen oder tsunami, wasser ist wasser)
1204845347257946114 - hmm, also watchmen ist mir glaub ich ein bisschen too much. gibt's sonst irgendwas, mit dem man sich bis westworld s3 die zeit vertreiben könnte?
1204731839254061056 - eher devoha TBLs contract for the web
https://contractfortheweb.org (weniger blöd als die dt. versuche, aber die übliche mischung aus nonetnonas und micromanagement) ((twitterbonusquiz: über was müssten wir zuerst übereinkommen, bevor diesbezügliche versuche überhaupt sinnvoll sind?))
1204409744003256320 - (ganz witzig, dass 'ausgerechnet' die soziologie als einziges ein ansatzweise plausibles verständnis von ökonomie hat) RT @testa_alfred die Falle der Unabhängigkeitsfiktion. Wer behaupten darf, unabhängig zu sein, hat eigentlich nur das Recht erwirtschaftet, darüber zu schweigen, wovon man abhängig ist, nämlich von einem funktionierenden Geschäftsmodell, dessen Gelingen keiner garantieren kann
1203300771443478535 - (2019 ist irgendwie ein jahr, wo alles völlig verrückt, gleichzeitig aber auch ganz klar wurde)
1203257089730236417 - @marcelweiss prüde glaub ich auch nicht. liegt eher daran, dass wir sozialmedial unterentwickelt sind (damit das funktioniert muss man nicht nur verstehen um was es geht, man muss auch davon ausgehen können, dass es alle anderen auch verstehen; als meme von 'privaten' könnte es funktionieren)
1202951186334330880 - @ChristophKappes der luhmann hätte damit überhaupt kein problem, glaub ich (der muss den heutigen theoretischen affenzirkus gegen irgendwelche windmühlen zum glück nicht mehr mitansehen)
1202148124216758277 - (keine schlechte definition, aber digitalität ist das falsche wort für das, was damit definiert wird)
1201795190551449601 - (stimmt auch für mich, aber aus gerade den umgekehrten gründen, i.e. das dispositiv erscheint nicht im diskurs, sondern gwm. als das, was überbleibt)
1201584763842310144 - (uff, also dieses es geht immer um alles wird echt anstrengend; ein twitter-client mit einem thematisch adjustierbaren low-pass filter hätte vl. eine echte chance)
2019.11
1194352918465536000 - (one of the o.g. web 2.0 apps) RT @jasonfried LAUNCH: Today we launch Basecamp Personal - a completely free version of Basecamp designed with freelancers, students, families, and personal projects in mind. Use it for hobbies, weddings, small events, side projects, volunteer gigs, etc.