live.hackr

die romantische komödie

New Reorder

brizzly reorder lists

für brizzly-bären : die listen kann man jetzt umordnen (was sehr nützlich ist, weil in der sidebar nur drei listen angezeigt werden, und das waren bis dato die letzten drei)

☍ 14.04.2010 # brizzly

Bing Time

bing time

Einmal der Gigel, einmal der Gogel… jetzt hat jedenfalls auch Bing wieder nachgezogen, was die Integration von Twitter betrifft.

(find ich bei bing besser als bei google, bei bing vor allem nett der quasi on the fly generierte memetracker für suchanfragen)

☍ 13.04.2010 # bing twitter

Did you mean: hacker

google hackr updates

hui, Google hat den Echtzeitupdatesbereich (googlen – show options – updates) etwas umdesignt; besser.

☍ 12.04.2010 /via @googlesystem # realtime google

Levy Flight

levy flight

sorry, nochmal godin, über den levy flight :

Adding the Levy flight to your understanding is a much more nuanced representation of consumer behavior than solely thinking about the ideas of brand loyalty or random web surfing.

☍ 11.04.2010 /via @sethgodin # anthropology

When in doubt, disaggregate

The typical American buys precisely one book a year.
..
There are a lot of Americans who buy zero books for pleasure each year. And then there are people like me who buy 400. The average is irrelevant.
..
When you can’t figure out the best way to treat all your customers, the best way to price things, the best thing to offer, realize that the problem is almost always this: you’re trying to treat everyone the same.

godin

(abt. snack sized insights)

☍ 11.04.2010 /via @sethgodin # godin fluidity

The XX

(anlässlich dieses gmail-emuliert-folders-thingies …)

Folgt man der gemeinen Dialektik, dann kann man die Entwicklung von Phänomenen oft sehr treffend als Spirale von Thesen, Antithesen und auf etwas höherem Niveau quasi doppelt verneinten Synthesen beschreiben.

Einer der eigenartigen Aspekte vom Web ist, dass sich die Synthesen oft nicht auf einem ‘höheren’ Niveau ausdifferenzieren, sondern dass sich die dialektische Spirale gwm. nach unten dreht. Es kommt zu Antisynthesen, die für alle zusammen weniger wert sind.

Beispiel Gmail

Bevor Gmail 2004 lanciert wurde, gab es (ein bissl konstruiert, aber um den punkt zu machen:) als These viele mehr oder weniger gute Mailprogramme für den Desktop und als Antithese einige mehr oder weniger schlechte webbasierte email-Clients (Hotmail, Yahoo, AOL usw.), die zwar im Web liefen, aber die grundsätzliche Metaphorik nicht hinterfragten.

Doch dann kam Gmail und hat Email radikal neu definiert und als Gmail synthetisiert. Man kann sich heute, glaub ich, nur schwer vorstellen, wie radikal anders Gmail damals war; Google hat gesagt: wir geben euch Tags und wir geben euch Threads und wir geben euch Suche und wir geben euch Speicherplatz und wir geben auch Speed und that’s it. Wie so oft war das nichts für alle (jeez, was gab es für ein geschrei und bemängelungen und feature requests und beweisführungen wie viel besser outlook ist, weil es zehntausend spezialfälle behandeln kann), aber wer sein Verhalten unter dem neuen Paradigma redefinieren konnte, für den war das ein Quantensprung.

gmail nested labels Zurück in die Gegenwart und was macht Google im Jahr 2010? Sie emulieren mit ihren Labs-Features alles, wovon sich Gmail ursprünglich distanziert hatte; sie bauen peu à peu wieder jede Komplexität ein, deren Ballast sie ursprünglich abgelegt hatten. Sie fördern nicht mehr kreatives und flüssiges Verhalten, das man sich selbst auf Basis der losen Koppelung der Elemente für sich selbst definieren (und auch erlernen) muss, sondern sie versuchen auch die festgefahrensten Verhaltensmuster aus historischen Kontexten abzudecken.

Man kann bei Google insgesamt zunehmend beobachten, wie sie ihre ursprüngliche Edge verlieren, weil sie sich mehr und mehr an den Spreadsheets der Marktanteile und am kleinsten gemeinsamen Nenner der Verständlichkeit für möglichst alle orientieren.

Das ist zwar alles nicht gänzlich unverständlich, aber die erzwungenen Kompatibilitäten haben diese Antisynthese als Nebeneffekt, die Dienste werden für alle schlechter.

Das Phänomen Antisynthese lässt sich natürlich auch bei einigen anderen Playern und Bereichen beobachten, aber bei Google ist es halt am auffälligsten, weil Google teilweise meilenweit vor dem Rudel war. Seit zwei, drei Jahren machen sie aber aus den meisten Dingen die sie angreifen eine mess.

☍ 10.04.2010 # gmail google trends

Inflection Point Revolutions

Nachtrag zu Inflection Point … stellt sich heraus, dass Wilsons scheinbar unschuldiges Herumgezwitscher von den Entwicklern von Twitterapps doch nicht zu unrecht paranoid ausgelegt wurde.

(nach seinem artikel – in dem auch steht: hört auf die löcher zu stopfen, baut eure killer-apps eher im nichtoffensichtlichen – hat sich eine auffallend grosse anzahl an mitarbeitern bei twitter auffallend positiv auf twitter darüber geäussert. business insider fasst das und die reaktionen der twitterappentwickler zusammen, letztere haben darin nichts gutes für ihre pfründe geahnt.)

well, nur zwei Tage später gibt Twitter die Übernahmen von Tweetie bekannt, als Board-Member von Twitter wäre das schon ein grosser Zufall, wenn es Wilson um etwas anderes als eine Pfadebnung gegangen wäre.

People are looking for an app from Twitter, and they’re not finding one. So, they get confused and give up. It’s important that we optimize for user benefit and create an awesome experience.

(das ändert imho nix an der allgemeinen ökosystemlogik von twitter. twitter tut nix falsches oder böses, wenn es einen soliden default-client für alle gängigen kanäle – web, iphone, ipad, android, air, desktop, sms – offeriert, auch bei clients gibt es endlose möglichkeiten drum herum. aber die unschuldslammige art der einführung ist sicher nicht besonders gut für die developersphererelations. vor allem die entwickler der bekannteren clients sind, das konnte man etwa auf den panels bei der leweb sehen, extrem beschützerisch, fast schon bullish, was ihre pfründe betrifft. begleitet wird das üblicherweise mit der erzählung, die ganzen innovationen finden bei ihnen statt und twitter kopiert sie dann, sie haben zuerst retweets gezählt und dann hat es twitter nachgemacht, sie haben zuerst gruppen gehabt und dann hat twitter die listen nachgebaut, usw.)

☍ 10.04.2010 # twitter wilson takeover

Zoo

zootool

bin recht angetan vom zootool (kleine review)

(#nts: passt leider nicht wirlich in mein setup zwischen delicious, instapaper, evernote und notational velocity, mal schauen, vl. für lolcats oder infographics oder rezepte)

☍ 09.04.2010 # zootool

Forming the Responsive Landscape

It seems, though, that organizations and individuals that focus more on their responsibilities and less on their rights tend to outperform.

(darunter in 5 oder 6 tweets eine mehr oder weniger vollständige einführung in haques konzept vom thin value / die zombieconomy)

Godin über Rights and responsibilities und soda makers.

☍ 09.04.2010 /via @sethgodin # thoughts

Building the Ubiquitous Dust

gelesene items
ich lese alles

zeitzonen
ich schlafe nie

(abt. the man of the crowd)

((subabt. the quantified self))


Producing the Visual Psychogeography

mini-nachtrag zu kurzschuss … es ist diesbezüglich ganz witzig, die ideen und wünsche für google buzz zu durchstöbern. spätestens nach dem 20ten wunsch nach irgendeinem privacy-setting wird das ausmaß des durcheinanders deutlich. das wird noch ein eiertanz werden.

☍ 08.04.2010 # googlebuzz

Tagxedo Moon

hackr tagxedo

wordclouds reloaded: tagxedo (via)

☍ 07.04.2010 # generator words

Inflection Point

Fred Wilson über Twitter und nochmal hmm.

Er stellt sich natürlich die Gretchenfrage, die sich jeder vernünftige VC stellen würde: “What are the products and services (aka killerapps) that create something entirely new on top of Twitter?”, aber er extrapoliert seine Gedankengänge auf Basis der Beobachtung von Facebook, und das ist das Ungeschickteste, was man machen kann.

Etwas plump gesagt: Die Killerapp für Twitter gibt es nicht.

‘Killerapps’ wie social gaming gedeihen in Facebook, weil Facebook ein implodierendes schwarzes Loch ist, ein Magnet, der alle Aktivitäten und Energien zentriert und auf sich reterritorialisiert. Twitter tut das genaue Gegenteil, es explodiert, deterritorialisiert alle Aktivitäten und Energien, verschiebt die Ränder.

(nur als beispiel: der killer-client von facebook ist facebook; den killer-client von twitter gibt es nicht; es gibt aber hunderte clients, die sich auf einen bestimmten anwendungsfall für twitter spezialisiert haben; facebook lebt von der gleichschaltung, twitter lebt vom ausdifferenzierungspotential; und killerapps wären da systemisch sogar eher dysfunktional)

☍ 07.04.2010 /via @avc # wilson twitter facebook

meh

meh

hmm

(abt. enjoy your symptom)

☍ 07.04.2010 # meh

Full Ackr

10.000

ui, can the center hold? war eintrag nr. 10.000 bei hackr.de.

☍ 06.04.2010 # hackr

Couchcreators

(iSorry …)

The device, they say, is too simple to be useful. The computing environment is too vertical. Somehow this crowd imagines a linear incremental evolutionary development from personal computing as they’ve always known it to a simple tablet device. A simple device that includes all the complexity and clutter to which they’ve become accustomed.

In each of these cases there’s a defense of an inconvenient complexity. The complexity must be preserved to extend the stability of the existing ecosystem. There’s even a moral edge to maintaining the status quo, as if embracing this new platform was a kind of degenerate act. And instead of the device that’s available today, a non-existent device of the future is peddled in its place.

echovar

☍ 06.04.2010 /via @echovar # ipad

iParadox

(one more time…)

The iPad’s App Store isn’t technologically open. It is, more significantly, economically open: it’s an open market for services. Many platforms are “open,” technologically. But the costs of development raise steep entry barriers.

Umair Haque mit einem gerne übersehenen punkt.

Do I still think the iPad is “cynical”? I think it’s cynical of Apple to have a device that’s so closed from the get-go, but the goals of the device are so endearingly humanistic that you can’t really call it anything but hopeful.

und devoha (siehe) Alex Payne mit einem stilsicheren one-eighty.

(abt. wirrality)

☍ 06.04.2010 /via @bubblegeneration # ipad

Conversumers

ein ganz witziger aspekt an der ganzen ipad diskussion ist, dass die jeweiligen standpunkte ein fast schon unheimliches framing der aussagen zu ganz anderen dingen triggert; aussagen zum ipad sind gwm. reine symptome.

jeff jarvis’ argumentation z.b. reiht sich in die schiene ‘das ipad ist böse, weil es uns zu konsumenten von via apps von massenmedien zugeteilten inhalten macht, und nicht zu kreativen produzenten’ ein.

das klingt zwar ähnlich wie der rant von u.a. cory doctorow (siehe), aber der subtext ist ein anderer. doctorow geht es um freiheit, jarvis geht es um konversation – und primär um konversation über marken, siehe what would google do, dort wird er es nicht müde, stundenlang über die emanzipation der kunden zu sinnieren, die sich nun endlich über die marken austauschen können. und über angehende neue journalisten, die buffies der traditionellen massenmedien.

cory versteht die möglichkeiten des ipads, opfert das gadget dann auf basis seiner ideologie; jeff versteht die möglichkeiten des ipads erst gar nicht, weil sein blick schon durch den filter seiner eigenen wwgd ideologie läuft, opfert die möglichkeiten dann auf basis dieser vorselektion.

☍ 05.04.2010 /via @buzzmachine # ipad jarvis

Choreographie

Kickstarter ‘s a killer example of social strategy in action. It’s an example of one of the most complex – but almost most disruptive – social strategies: choreography. In the choreography strategy, a new architecture for interaction between buyers and sellers is crafted from the ground up. Literally, the steps of the dance of economic exchange are newly choreographed.

bubblegen mit einer schönen metapher / begriffsfigur für strategie: choreography


Can the center hold?

While it’s unlikely that there will be a note-for-note replay of the fin de siècle era, there is a significant risk that what was multiplied a thousandfold by the energy of machines, will be multiplied by orders of magnitude and distributed to millions of nodes across the Network. The question we might ask is whether we have a strong enough central agreement about morality and civilization to curb our darker instincts. Can the center hold?

echovar (nach einer synthese der complexity-collapse und gin-surplus shirkys)

☍ 04.04.2010 /via @echovar # trends