live.hackr

die romantische komödie

omg, Friends and Relations

friends and relations

next up in der omg reihe (siehe omg, Automaton, omg, Portmanteau und omg, Badges): Friends and Relations

Das ist zwar nur eine Tabelle mit den Kennzahlen der jeweiligen Friends auf Twitter, aber man kann sie beliebig sortieren und dadurch tiefe Einsichten in das Tweetverhalten der Friends and Relations gewinnen. Einfach auf Handle, ID, Date, Tweets, Friends, usw. klicken. Und es wird ausgerechnet, wie viele Tweets man bis dato gesehen hat, wie viele Tweets man geschätzerweise am Tag vorserviert bekommt, wer das größte Megaphon hat und andere tolle Metriken wie der eigene attention score oder der Prozentsatz der assiduous 10 im eigenen Strom.

(funktioniert für alle accounts, einfach in der URL ganz hinten das ‘hackr’ ersetzen; unmoderiert allerdings nur bis 1000 friends (# of followers ist egal), wer mehr hat bitte bei mir melden)

update:

zu den zahlen:

daily tweets on average – ist die zu erwartende anzahl an tweets, die die eigenen freunde zusammen täglich absetzen. in der tabelle ist average die zu erwartende (nur durchschnittliche) anzahl von jedem einzeln.

attention score – ist daily tweets on average / 1000, also eine art signal, wie wahrscheinlich es ist, dass man tweets auch liest. (berücksichtigt nicht listen etc.)

assiduous 10 – ist die anzahl der täglichen tweets der fleissigsten 10 freunde und die prozent am gesamtkuchen.

loudness – ist die anzahl daily average tweets * anzahl an followern, sprich ein signal für den (natürlich grossartigen) lärm den die- oder derjenige auf twitter macht.

☍ 03.07.2012 # hackr twitter googleappengine

Lazy Blog Ep. 2

(blogpost über DAS fundamentale dilemma im derzeitigen web: den umstand, dass es einfach nichts kostet, im oder dem web gegenüber ein totaler jackass zu sein. bonuspoints für eine topologie der zonen und des impacts (etwa spammer, die eigentlich nur lästige fliegen sind, oder lobbyisten, die vorsätzlich jede beschneidung von freiheiten und möglichkeitsräumen in kauf nehmen, um etwaige pfründe zu verteidigen oder überhaupt nur aus prinzip). sternchen für eine spieltheoretische begründung, warum das so und nicht anders funktioniert (was man ja vermuten könnte; nicht, weil man das nicht auch aus der welt her kennt; sondern weil eben im web andere formen der ausdifferenzierung möglich wären, zumal ja auf individueller ebene der bullshit der jackasses fast jeder ebene von fast allen als solcher erkannt wird; wobei das fast die zizeksche definition von ideologie aus dem lehrbuch ist, ideologie also nicht als etwas, woran alle warumauchimmer glauben, sondern ideologie als das, was funktioniert, obwohl niemand mehr (bzw. nur noch das huhn) daran glaubt, usw. anyway.)

☍ 02.07.2012 # web

7 Jahre live.hackr

live.hackr feiert heute seinen 7ten Geburtstag!

Einen herzlichen Dank an alle, die hier mitlesen und kommentieren, ohne euch wäre es wirklich nicht lustig!

☍ 01.07.2012 # birthday hackr

I/O 2012 (Neue Bescheidenheit Edition)

noch ein kleiner Nachtrag zu Google Plus Eins und I/O 2012 State of Google Edition nachdem ich mich durch eine ganze Reihe an – teilweise wirklich sehr interessanten – Sessions geschaut habe:

@pfefferle hatte sie ja schon entdeckt und mit der History API (session vid) bekommt Google+ nun gwm. eine Art Schreib-API und der Ansatz scheint mir für G+ zu stimmen: wenn eine Anwendung History unterstützt und ein User die Anwendung autorisiert, dann kann eben jener User auf eben jener Anwendung Dinge zunächst mal für den eigenen Gebrauch auf G+ posten, um es dort dann ggf. öffentlich oder mit Gruppen zu sharen. Das ist zwar ein bisschen umständlich, aber damit vermeiden sie wohl, dass Anwendungen die Erfahrung von G+ übernehmen.

Was mir aber insgesamt – neben dem Ausbleiben der großen blöden Projekte und der an deren Stelle getretenen großen Schlüssigkeit – aufgefallen ist, ist eine fast durchgehende neue Bescheidenheit, die vl. wieder der Grund für das Ausbleiben der Projekte und der Schlüssigkeit ist.

Ich vermute, dass Google die Zusammenfassung meines keimenden Unbehagens mit Google gelesen und nicht nur gelesen sondern in der größtmöglichen Intensität studiert hat. Fast alle dort aufgeworfenen Problemfelder wurden irgendwie adressiert.

Realistischerweise sollte ich aber vermuten, dass hier Google eher einen anderen Umstand utilisiert: die Tatsache, dass sie ein datengetriebenenes Unternehmen sind, welches alles misst und seine Prozesse und Entscheidungen auf Basis dieser Messungen adjustiert. Sprich: auch wenn ihnen der gesunde Hausverstand fehlt (was wiederum modelltechnisch nichts als ein Problem mangelnder Diversifikation ist), ihre Logfiles zeigen ihnen, was nicht funktioniert. Und während sie Flops wie Buzz, Wave, Knol, Lively, Jaiku, Health, Answers, Aardvark, Bookmarks, Notebook, Video, Music, etctrara immer auf Umstände schieben konnten, Google+ war Chefsache, sie haben alles draufgeworfen und es blieb dennoch ein Dud. Also konnte sich auch Google endlich mal die Fragen stellen, wo wie und warum es kratzt. Auf was konkret sie da gekommen sind kann man leider nicht deduzieren – da wär ich aber gern ein Mäuschen gewesen – , aber eine Lektion war eindeutig, den Anspruch und die Erwartungshaltung mal ein bisschen zu relativieren. Eine konkrete deduzierbare Einsicht war, dass ihnen die soziale Masse nicht einfach zufliegt, nur weil sie 250 Mio (~50% der Gmail-Accounts) Benutzer zum ‘upgraden’ zu G+ usurpiert quasi geschupst und mit seotechnischen Karotten für die Verbreitung auf Webseiten gesorgt haben. Auch wenn sie nicht wie alle anderen bei Null beginnen müssen, auch sie müssen sich auch die kleinen und kleinsten konkreten Aktivitäten verdienen, mit neuen experimentieren, iterieren und dann das verstärken was funktioniert. Es schaut so aus als hätten sie jetzt damit begonnen.

☍ 30.06.2012 # googleio io12 googleplus google

I/O 2012 (State of Google Edition)

(ok, blöder titel, nur ein paar kleine anmerkungen zu google, da die ankündigungen auf der google i/o jetzt ja gemacht wurden und nix wichtiges mehr kommt)

das vl. spannendste an der i/o war das völlige ausbleiben der grossen blöden würfe, die man von google kennt und schätzt. mehr oder weniger alles, was vorgestellt wurde (siehe tag 2 und tag 1), ist eine inkrementelle verbesserung von vorhandenem, die kopfgeburten wurden rigoros abgesägt; alles verbliebene wurde schneller, besser, kleiner, mehr user, hübscher, billiger. primär ging es darum, die lücke zu apple zu schliessen. und wenn man den demos glauben kann, dann ist ihnen das auch durchaus gelungen. sekundär ging es darum, den möglichkeitsraum für web- und mobile anwendungen zu verscheiben. und wenn man den demos glauben kann, dann ist ihnen auch das durchaus gelungen (maps werden wirklich immer irrer, spracherkennung, docs und einiges andere funktioniert auch offline, rein css-basierte games schauen aus wie aus der konsole, etc.). aber auch wenn es dann einige dinge gab, die in dieser skalierung dann nur noch google anbieten kann – für 100.000$/h kann man etwa 700.000 kerne anmieten und auch als privatperson komplexere berechnungen vornehmen -, kaum ein feature war noch nicht woanders gesehen.

(was ist mit google glass, könnte man hier einwerfen, aber glass ist natürlich keinen funken innovativ, sondern ein reines engineering problem von einem gedanken, den sich science fiction autoren oder screenwriter nicht mal mehr trauen würden aufzuschreiben, so klar liegt er auf der hand. aber gleichzeitig muss man das dann halt auch machen und warum nicht google etc.)

aber wenn schon nix neu war, alles war auf eine fast schon beängstigende weise schlüssig. und auch wenn vieles dann auch doch sehr an apple erinnert, sie scheinen sich auch erstmals wirklich designer und ui-spezialisten geleistet zu haben; alles war auf eine fast schon beängstigende weise optisch erträglich. wie man’s macht ist’s falsch, aber dieser neue pragmatismus ist irgendwie auch total langweilig. hoffentlich haben die ganzen rückschläge google nicht die träume ausgetrieben.

☍ 29.06.2012 # google googleio io12

Cut the Rope Chrome

cut the rope

hmm, immer zur i/o werden die spiele auf chrome portiert (siehe angry birds chrome); heuer cut the rope: Hot Summer Games

☍ 28.06.2012 # games googlechrome

Google Plus Eins

google plus

Heute vor einem Jahr hat Google Google+ vorgestellt: Real-life sharing, rethought for the web . Und seit gestern veranstaltet Google den alljährlichen Sanity-Check Google I/O (für einen Überblick der Keynote siehe Google I/O Tag eins), dort wurde mit den Google+ Events, dem Party Mode und der Version für Tablets das vorläufige Zwischenergebnis markiert; eine adhoc Diagnose von G+:

  • sie scheinen die fixe Idee, Facebook Konkurrenz machen zu wollen, zumindest vorläufig aufgegeben zu haben. Für Google+ ist das gut, weil sie einen Kardinalfehler nicht mehr in die Grundannahmen von G+ hineinbauen: den Glauben, es gäbe Social und den Wunsch zu Sharen als abstraktes Bedürfnis. Ich glaub zwar nicht, dass sie das wirklich verstanden und deshalb reagiert haben, aber man kann mit einem Blödsinn ja auch aufhören, ohne zu wissen warum das ein Blödsinn war.
  • für G+ bedeutet das, dass es das erste Mal eine konkrete Richtung bekommt und Google tatsächlich mit Elementen spielt, die sie haben, und auf eine Weise spielt, die sie auch können. (sie kommen zwar aus mind. drei richtungen: hangouts aka facetime; tabletview aka socialized flipboard bzw. google currents; events aka facebook, aber die stören sich nicht gegenseitig)
  • es bedeutet auch, dass die Werbebotschaft plötzlich besser passt. Die war davor irgendwie völlig schizoid, weil sie geglaubt haben, dass man mit dem Stil von Apple auch ‘Soziale Systeme’ verkaufen könne. Nur verkauft Apple natürlich das genaue Gegenteil von dem, was sie bewerben; die regressive Phantasie eines phantastischen Lebens mit liebender Jungfamilie und lachenden Freunden ist gwm. die imaginäre Ergänzung zum ‘masturbatorischen’ Gadget. Mit einem iPhone oder iPad kann man diese Imagination dann auch aufrechterhalten; auf G+ findet man sich schnell in der Wüste des Realen wieder.
  • von einer API bis dato kein Wort, wobei es für handerlesene Partner wohl eine gibt. Mich würde es zwar wundern, wenn sie nicht heute oder morgen eine vorstellen würden, aber ich verstehe Google irgendwie sogar, wenn sie es nicht tun. Ich weiss, Ökosystem und so, aber Google muss hier andere Phasen durchmachen, als ein neues Startup.
  • neben den endlich einmal genannten sinnvollen Zahlen – ca. 50 mio daily active users – kann ich bestätigen, dass sich der Google+ Button und/oder eine Google+ Page zumindest unter den Startups doch als Standard etabliert hat. Eigentlich gibt es nur noch drei Buttons im Web: Twitter (auf 90+% aller Seiten), Facebook (auf 80+% aller Seiten) und eben G+ (auf 60-70% aller Seiten, zumindest der neueren). Pinterest, Tumblr, Linkedin, etc. sieht man dann noch sporadisch, alle anderen sind fast schon Fundstücke. (nur am rande aber erfreulich: fast jedes, also wirklich fast jedes startup hat auch noch ein eigenes blog, und auch da geht der trend fast weg vom tumblr oder posterous)

Unterm Strich ist Google+ also auf einem guten Weg.


Lazy Blog Ep. 1

(blogpost über DAS fundamentale dilemma im derzeitigen web: den umstand, dass ‘news’ bzw. die verkündung einer neuigkeit der einzige dominante synchronisierungsmechanismus zwischen den verschiedenen gleichzeitigen ungleichzeitigkeiten der ‘benutzer’ verblieben ist. dass das dann nicht wirklich überraschend ist, zumal massenmediale ‘news’ ja auch im pre-web milieu gwm. den gesellschaftlichen pulsschlag vorgegeben haben (sei es jetzt tagesschau oder bild oder spiegel oder whatever), nur dass die kosten für die verpassten gelegenheiten alternativer mechanismen im web um mannigfaltigkeiten grösser sind, weil sich die ausdifferenzierung des gesamtsystems so auf einem deutlich verkümmerteren niveau einpendelt, als es schon einmal war usw. bonuspoints für eine ethnographie der der zurückentwicklung, die dokumentiert, welche elemente in jeder iteration abfallen und zurückgelassen werden)

☍ 25.06.2012 # web

9815S

hophop

^ (für den leicht zu unterhaltenden)

☍ 25.06.2012 # fitbit squirrel

2000T

2000 tweets

^ hurra: 2000 Tweets (bei etwa 2000 tagen auf twitter ist das ein schnitt von ~ 1t/d)

☍ 25.06.2012 # twitter

The Walking Dead

Google, observing the growth of these gesture farms, rightly recognizes that the Web is no longer enough. The Google+ project attempts to graft a living Network entity on to the footprint analyzing machine they already have in place. But does this move Google from the land of the dead to the land of the living? If Google is mostly dead, does it operate more like a zombie? Is it subject to disease and viruses? And if it’s not, is it really alive?

Echovar wieder einmal sehr schön über die Unterschiede zwischen Facebook (ein lebender Organismus bestehend aus lebenden und likenden Suborganismen, der in seinem Charakter als Farm aber auch anfällig für Krankheiten und Seuchen ist) und Google (ein Bot, der die Fussspuren und Exkremente der lebenden Organismen untersucht, der jetzt aber auch leben will, aber weder weiß, was das bedeutet, noch die Probleme sieht, die damit verbunden sind)

☍ 24.06.2012 /via @echovar # google googleplus facebook zombies

Turing 100

turing doodle

^ google heute mit einem turing doodle.

☍ 23.06.2012 # doodle turing birthday

omg, Fitbit on Twitter

hackr_fitbit

nachtrag zu Fitbit – das Fitbit ist jetzt auch auf Twitter und postet alle zwei Stunden die am jeweiligen Tag gegangenen Schritte.

☍ 22.06.2012 # fitbit twitter

Quiz Pt. 62 (The Jo Mei Edition)

mei.fm

^ von wem ist/was tut diese [war http://mei.fm/] seite?

☍ 21.06.2012 # quiz

Transparent Gmail

gmail

nett: Gmail wird durchsichtig.

☍ 20.06.2012 # gmail

omg, feedreduce

feedreduce

next up in der reduce reihe (siehe omg, tweetreduce, omg, linkreduce und omg, listreduce): das obligatorische feedreduce (zb für kottke, waxy, bb und einigen anderen). wie immer werden aus dem jeweiligen input die links kontextlos extrahiert und das ganze soweit es geht von diversem cruft und selbstlinks befreit.

update: die reduce-serie gibt’s nicht mehr.

☍ 20.06.2012 # hackr hackrengine

BadgeQuery

yay!

☍ 19.06.2012 # badges api

Strap und Strapper

hackr bootstrapped

apropos wenn ich nur aufhören könnt: jetzt auch noch die Startseite hier gebootstrapped.

update: oops, geht doch nicht ohne Kollateralschäden und war auch eine blöde Idee…

☍ 17.06.2012 # bootstrap hackr

Bootstrap

twitter bootstrap is the new rounded corners.

5QDLUnfeDSv (nts: mich öfter selbst zitieren)

hackrengine

(abt. just jumping on the bandwagon…)

((hab eig. nur eine seite mal testweise bootstrappen wollen, um mal zu sehen, was man bekommt (übrigens schon recht viel, wenn man die grundannahmen schluckt), und hab da dann auch mal die template inheritance von jinja2 ausprobiert, und konnte so viel cruft aus dem code werfen, und dann wars so wenn ich nur aufhören könnt…))

☍ 17.06.2012 # hackrengine bootstrap hackr

Automaton I

noch ein kleiner Nachtrag zu omg, Automaton und Euromaton : die ersten 150 Automatons wurden jetzt als Buch veröffentlicht: Automaton I [gone] (pdf; versionen für kindle, ibooks und lulu sind noch in planung)

☍ 13.06.2012 # automaton