Lost Lists 5

Leftovers 2012 (Sauerkrauts Edition)
Unbeantwortet blieb 2012 leider die Frage: Warum ist Deutschland in allen Dingen Web so daneben?
(siehe Quiz Pt. 61 The Sauerkrauts Edition für ein paar hints)
NYR3-KW2
(kontext)
Books:
- Unendlicher Spass p. 226 – 265
- Steve Jobs p. 81 – 150
(hmm, mit etwas good will dünner check; unendlicher spass hatte jedenfalls eine ganz grossartige szene (jims vater über brando, tier werden und tennis, steve jobs hingegen schaffe ich wohl nicht mehr lange, da ist der grad an retrospektiver rationalisierung ein bisschen zu viel des guten)
Movies
-
Series:
- Breaking Bad S2
- Fringe S5 E11
(das fringe finale kommt ja nächste woche und hmm, ein paar outs haben sie ja noch und ich bin sehr gespannt, ob sie da tatsächlich entweder ein nicht erwartbares finden oder zumindest ein erwartbares unerwartbar gut auflösen; und bei breaking bad ist natürlich wirklich irgendwie alles gut, die story, die dialoge, das pacing und timing, die brüche und überraschungen, die besetzung, es ist ja echt schwer einen fehler oder schwachstelle zu finden, und fürs tv natürlich eine herausragende cinematographie und produktion)
Apps
-
Delicious Big Update

neues delicious ist neu. (previous delicious ist previous)
Leftovers 2012 (Indifference Edition)
auch nicht wirklich weitergekommen bin ich 2012 jedenfalls mit dem effektiveren firewallen von themen, siehe quarantäne.
(es geht natürlich nicht nur mir so, der ganze deutsche diskurs war 2012 ja eine einzige endlosschleife von aufgedrängten und im grunde völlig sinnlosen bzw. indifferenten – im sinne von a difference which makes no difference – themen)
DZdwgDd7Kfn Previsited

(kurz vor dzdwgdd7kfn sah der himmel übrigens in etwa so aus)
DZdwgDd7Kfn

(abt. frankfurt am yangtze)
Lost Lists 4

Leftovers 2012 (GTD Edition)
auch nicht wirklich weitergekommen bin ich 2012 jedenfalls mit der vertieften Verinnerlichung von GTD, mit welchem sich – und das ist doch wirklich erstaunlich und das ist auch keine Übertreibung – unterm Strich so ziemlich jedes Produktivitätsproblem von so ziemlich jedem auflösen ließe, wenn man sich nur an die drei, vier grundsätzlichen Techniken halten würde. Das braucht dann meist gar nicht GTD orthodox, schon ganz isoliert lässt sich vieles mit der Unterscheidung actionable/referenz/trash oder durch Nachdenken oder durch die Konkretisierung einer next action weiterbringen oder isolieren oder beenden.
Das schöne bei GTD aber tatsächlich: wenn man einmal einen Bereich durchgearbeitet hat, dann kommt man immer wieder auch relativ schnell wieder auf diesen Zustand, auch wenn sich ein paar Wochen etwa Dinge wieder zu sammeln beginnen, sich in eigendynamische Serien formieren, etc.
Und es gibt wohl auch tatsächlich so eine Art Muskeln für die verschiedenen Techniken – wie eben etwa dem Formulieren der NAs -, die man entwickeln kann und die dann auch helfen die größeren Brocken anzugehen, wobei man am Ende des Tages halt trotzdem bei den Knochen landet, die dann zwar meistens nichts anderes als Entscheidungen sind, die man aber – sei es aus Schiss, oder weil ein Urahne ein Vogel Strauß war – vertagt.
Die Selbstvermessung und digitale Selbstarchivierung des Menschen

^ kl. hörtipp (bis morgen 14h hörbar): Von Tag zu Tag über Lifelogging – hörenswert mitunter deshalb, weil mal aus der akademischen/soziologischen ecke ein halbwegs informierter und pragmatischer blick sichtbar wird und er die vom moderator vorgetragenen falschen festlegungen dann auch einfach zurückgewiesen hat (andererseits hätte er die kritik des dritten anrufers – ‘ja wo kommen wir denn hin, wenn die unschuldsvermutung umgekehrt wird und wir uns halt 24/7 selbst überwachen könnten, um nicht von der polizei verdächtigt und verhaftet zu werden’ – einfach annehmen sollen, das konzept der unterwachung ist dann wohl doch eher als politisches oder künstlerisches statement und nicht als gesellschaftlicher imperativ geeignet)
Let Me Out

^ wired über plato notes, das community memory terminal, memex und andere urahnen von ‘social media’
(abt. früher war alles besser)
((nur am rande: das ist auch eine spur für die frage, wer die wiederentdeckung des selbst wie und warum macht, von martin lindner : man entdeckt sich mitunter dann wieder, wenn man ein déjà vu hat, das hatten wir doch schon mal, wo war denn das noch schnell? wenn dieses gefühl unwahrscheinlich viele gleichzeitig haben, dann deutet das darauf hin, dass wir uns ein einer neuen grösseren loop auf sozialer ebene befinden, sprich: eine breitere gruppe an neuen/anderen leuten beginnt das eigentlich schon bekannte in ihrer eigenen timeline zu entdecken. die tragikomik entsteht, weil sich die timelines der explorativen hacker und der implorativen macher nicht synchronisieren, dass also diejenigen, die die grundsätzlichen möglichkeitsräume abstecken und zeigen, wie und was man mit irgendwas technisch machen kann, schon längst wieder weg sind, wenn diejenigen auftauchen, die mit irgendwas tatsächlich was machen könnten oder wollten, was suboptimal ist, weil die oft nicht die besten trüffelschweine für praktiken und pragmatische lösungen oder bastler innerhalb von einschränkungen sind, weswegen die ausdifferenzierung dann auf niedrigem niveau erfolgt, wir kennen ja das muster. noch mehr am rande: das ist auch der grund, warum viele journalisten die letzten sind, die blogs entdecken, oder warum viele professionelle photographen die letzten sind, die flickr entdeckt haben, was dann selbst wieder in der signifikanz weggespült wurde, weil halt facebook und instagram dann wirklich jedem unmittelbar einleuchtet usw.))
Lost Tweets 59 Revisited
war’s das eigentlich schon mit den ganzen jahresrückblicke und vorschauen? (siehe LT59)
Lost Lists 3

NYR3-KW1
(kontext)
Books:
- Unendlicher Spass p. 1 – 225
- Steve Jobs p. 1 – 80
(war eine kurze woche, also check; unendlicher spass liest sich ziemlich gut an, hat nicht nur vom volumen sondern auch vom selbstverständnis viel von python, hat aber auch ein eigenes pfefferl)
Movies:
- The Hunger Games
- Skyfall
- The Dark Knight Rises
(kann man sich alle anschauen; 007 und batman sind einfach erwartbar gute action-movies, die sicher nicht enttäuschen und/aber auch eine art zähe, postsoziale realität transportieren und innerhalb derer erwartbarkeit auch eine gewisse unerwartbarkeit der action steckt; und die hunger games sind wie harry potter und game of thrones zumindest (aber nicht nur) als synchronisierung mit der kollektiven kontemporären mythologie interessant)
Series:
- Fringe S1 E1
(am 11. und 18. laufen ja die allerletzten folgen von fringe und ich hab mir gedacht ‘vl. schau ich da davor noch schnell S1-4 nach’, aber da braucht es doch etwas zeit dazwischen. mir liegt fringe wohl deshalb besonders am herzen, weil es die einzige serie aus der goldenen dekade ist, die ich noch live erwischt habe. derzeit haben sich die serien ja eher auf einem B+ eingependelt, homeland und american horror story und teilweise walking dead sind ja eher als krise interessant, bei den comedies stockts ja insgesamt ein bisschen, keine ahnung was sie mit community machen und die semihoffunungsvollen wie don’t trust the b tümpeln ja eher vor sich hin usw)
Apps
-
Retro Ego
Der erste Megatrend 2013 ist ganz eindeutig dieses Retro Ego Publishing, also die Selbstwiederentdeckung und Wiederveröffentlichung von eigenen Texten, teilweise in neuen Formaten.
zb Sem und Antisem – Sekundärer Antisemitismus von Martin Lindner als Pressbook (ann) oder No Office von Günther Hack als Antville Epub/pdf/mobi (ann) oder die Autoarchäologie von Siggi Becker auf G+ oder wenn man will auch meine Selection Serie (2012, 2011, 2010 usw.) ((mich dünkt immer mehr Leute lesen zunehmend nur noch sich selbst))
Leftovers 2012 (POV Edition)
Nicht wirklich weitergekommen sind wir 2012 jedenfalls mit der Verschiebung unseres Blickwinkels zur Bewertung von Phänomenen. Dabei wäre diese Verschiebung soweit ich sehe die einzige erfolgversprechende Strategie/Technik, der strukturellen Verödung und Verblödung des Webs entgegenzuwirken.
es gibt ganz offensichtlich nicht wenige, bei denen es zu einem kurzschluss zwischen der emischen und der etischen wahrnehmung kommt. die leute subordinieren sich gwm. unter das social media blabla und bewerten ihre aktivitäten nicht mehr selbstbestimmt – nach dem spassfaktor, nach eigenen motiven warum sie twittern oder flickern, nach den sich für einen selbst und in der streukraft der peergroup ergebenden möglichkeitsräumen, etc. – sondern nehmen sich selbst als social media objects wahr und bewerten sich selbst mit den damit assoziierten metriken; für eine kulturelle ausdifferenzierung ist das natürlich eher ungünstig
(nts: mich öfter selbst zitieren)
(der blickwinkel müsste weg von den dummdreisten quantifizierungen und social media kennzahlen aber auch von den netzpolitisch korrekten checklisten und sich an konkreten werten und nutzen orientieren, was natürlich auch bedeutet, dass es eine vielzahl an blickwinkeln gäbe und dass man auch selbst ein bisschen arbeit in die entwicklung und bewusstmachung dieser blickwinkel stecken müsste.
das gute daran: jeder kann das für sich selbst machen und die effekte sind sofort wirksam. um auf sozialer ebene wirksam zu werden braucht es halt eine gewisse dichte, aber auch hier beginnt irgendwann die perkolation und die ermöglichung der ausdifferenzierung von neuen/alternativen/dichteren systemen)
Better Than Human

^ kevin kelly über fleissige roboter und jobs.
(abt. falls hier ein paar robots mitlesen: ich bin auf eurer seite)
New Year's Resolution 2013 Pt. 5
mehr listen!
2013

happy new year!
Lost Lists 2

(abt. guten rutsch ins neue jahr)