live.hackr

die romantische komödie

Quiz Pt. 61 (The Sauerkrauts Edition) Revisited

Offenes Quiz: Warum ist Deutschland in allen Dingen Web so daneben?

Sascha Lobo hat sich an einer Antwort versucht, die leider falsch ist, siehe hint2 bei Quiz Pt. 61 The Sauerkrauts Edition, aber ich spüle es nochmal hoch, weil es ja keine unspannende frage ist.

update: christoph kappes versucht sich zwar an einem anderen problem, offeriert hier aber vom ansatz her einen weiteren hint4.

☍ 06.03.2013 /via @saschalobo # germany web

Rivvvvvva

rivva 2007

^ 2007

rivva 2013

^ 2013

kleines update zu Rivva : Rivva wurde gestern sechs Jahre alt

☍ 04.03.2013 # rivva birthday

Lazy Blog Ep. 2 Revisited

apropos Listen Up : siehe dazu auch Lazy Blog Ep. 2 :

(blogpost über DAS fundamentale dilemma im derzeitigen web: den umstand, dass es einfach nichts kostet, im oder dem web gegenüber ein totaler jackass zu sein. bonuspoints für eine topologie der zonen und des impacts (etwa spammer, die eigentlich nur lästige fliegen sind, oder lobbyisten, die vorsätzlich jede beschneidung von freiheiten und möglichkeitsräumen in kauf nehmen, um etwaige pfründe zu verteidigen oder überhaupt nur aus prinzip)…)

(nts: mich öfter selbst zitieren)

der fall lsr wird deshalb spannend zu beobachten sein, weil es in diesem fall für die betroffenen durchaus möglichkeiten gibt, den verlagen ganz reale und auch spürbare kosten zu verursachen, wenn es zu einem gewissen grad an sozial koordiniertem handeln kommt, was die verlage im derzeitigen zustand der etwas realitätsflüchtigen kollektiven selbsthypnose aber nicht sehen, was sich mittelfristig aber in eine veritable strukturelle paranoia verwandeln könnte/dürfte, weil die diskrepanz zwischen selbstwahrnehmung und wirklichkeit natürlich immer grösser wird.

☍ 04.03.2013 # germany politics print

Listen Up

nur ein gedanke zum lsr: der entscheidende fehler, den die verlage beim durchdrücken des lsr gemacht haben, ist, dass sie nicht zugehört haben.

hätten sie zugehört, dann hätten sie eine relativ klare botschaft gehört: wir wollen das nicht.

für alle, die die botschaft wieder und wieder kommuniziert haben, war dieses nichthören ein ding der unvorstellbarkeit – deshalb auch die verwunderung und der schock über die beratungsresistenz. die falsche annahme dabei aber war, dass es sich für die verlage um kommunikatives handeln innerhalb der parameter gesellschaftlicher vernunft handelt. für die verlage ging es aber immer nur um die manipulation der von ihnen selektierten umweltbeziehungen unter dem regime der bis dato entwickelten funktionsmechanismen, besonders natürlich der symbiotischen ausdifferenzierung von macht zwischen medien und politik. und in der umwelt der verlage kommt das ‘soziale web’ (als summe der stimmen aller menschen auf sozialen medien) nicht oder bestenfalls als traffic generierender störfaktor vor.

das einzige für verlage umweltrelevante system war das rechtssystem, der einzige für verlage insofern zu bearbeitende umweltagent waren also politiker, flankiert wurde das ganze mit dem auf die gerechtigkeitstränendrüse drückenden mantra ‘es darf nicht sein, dass sich andere auf kosten der arbeit der einen ganz ungefragt bereichern’, das sie so oft wiederholt haben, bis sie es selbst geglaubt haben. (man braucht sich nur die art und den habitus der vertreter anschauen, die sie in die verhandlungen und diskussionsrunden geschickt haben.)

was sie dabei aber übersehen haben ist, wie sehr sich ihre eigenschaft als umwelt für andere systeme verändert hat, seit sie das letzte mal genauer hingeschaut haben. und wie sehr sich damit der wertvorschlag ihrer eigenen existenzbedingung verändert hat, der ausschliesslich darin besteht, von anderen systemen als wertvolle umwelt wahrgenommen zu werden. und welche möglichkeiten die von ihnen ausgeschlossene umwelten gefunden haben, jeweils füreinander umwelt zu sein, ohne die massenmedien als vermittler zu benötigen, und sich also zu koordinieren und die medien zunehmend als kontingent zu thematisieren. usw. wie sehr sich jedenfalls die umwelt verändert hat, ohne dass sie die notwendigkeit einer adaptiven eigenleistung auch nur in betracht ziehen.

unterm strich jedenfalls: hätten sie hingehört, hätten sie uns einiges, von dem was kommt, erspart. und hätten sie auch zugehört, hätten sie sich selbst einiges, von dem was für sie kommt, erspart.

☍ 03.03.2013 # germany politics print fyi lsr

NYR3-KW9

(kontext)

Books:

Dr. Ankowitsch – Kleines Universalhandbuch

Movies

-

Series:

  • The Americans S1 E5
  • Community S4 E4
  • Survivor S26 E3

Apps

-

☍ 03.03.2013 # misc

Lost Tweets 43 Revisited

(was ich bei app.net tatsächlich spannend finde ist, dass sich dort wie bei #fringe eine alternative, um 5 jahre verschobene timeline formiert)

((schaut man sich die followers/followings an, sind die wirklich fast identisch mit twitter 2007; nur die benutzung differenziert sich natürlich gänzlich anders aus, weil eben schon das gesamte akkumulierte wissen einerseits und strategien und tools zur befüllung andererseits mitgebracht werden, weshalb alles leicht gespenstisch/grotesk wirkt))

lost tweets 43

(nts: mich öfter selbst zitieren)

(was ich bei app.net derzeit tatsächlich spannend finde ist, wie sich dort mit der einführung der free-accounts eine weitere gespenstisch/groteske verdoppelung entlang der achse ‘sinn’ vollzieht; app.net ist quasi per definitionem nur für die sinnvoll, die den sinn schon kennen – sonst kann man gleich bei twitter bleiben. die $3 oder was das kostet sind quasi ein garant dafür. eine (wenn auch kleine) gruppe zu haben, die selbst sinn mitbringt – das stellt einen enormen wert dar, das gibts tatsächlich nur ganz selten. der aktuelle schwung scheint allerdings eher mit einem grossen fragezeichen anzukommen, ohne jedoch ein ‘organisches’ milieu zur sinnstiftung vorzufinden, was üblicherweise die voraussetzung für später mal funktionierende plattformen ist. das milieu ist eher als resozial zu bezeichnen, weil – siehe oben – die ursprüngliche serie der sozialisierung 5 jahre davor ablief. die sinnstiftung erfolgt deshalb aber nicht kollektiv, sondern als fleckerlteppich rund um unterschiedliche erzählungen und reisebustypen herum. ich bin mir zwar nicht sicher, wie viel an potential sie jetzt damit verwässert haben, sprich: auch die 30.000 bisherigen user waren keine homogene gruppe und bei vielen war der oben unterstellte sinn eher prophylaktischer/defensiver natur, siehe appheimer, aber die verwässerung kann nicht mehr rüchgängig gemacht werden, die frage ist also, ob es zu einer bewässerung werden kann. ich seh allerdings nichts, was dafür spricht)

☍ 27.02.2013 # appnet psychology

NYR3-KW8

(kontext)

Books:

Thomas Bernhard – Alte Meister

Movies

-

Series:

  • The Americans S1 E4
  • Community S4 E3
  • Justified S1 E1-4
  • Survivor S26 E2

(the americans weiter super; justified bis jetzt ok, bleibt das so episodisch?)

Apps

-

☍ 24.02.2013 # misc

Konzept des Tages: Emptent

enthalten und ausgeführt hier (‘stuff that fills us up, only to leave us empty’)

Once, publishers paid people to write stuff that mattered. Now, they pay people to create memes.

☍ 23.02.2013 /via @bubblegeneration # memes

Lazy Book Ep. 6

schopenhauer doodle

Das Web als Wille und Vorstellung von Arthur Schopenhauer.

☍ 22.02.2013 # doodle books

Memularity

Ein Meme bezieht sich dabei in seiner Variation nie auf das Original selbst, sondern immer schon auf die Möglichkeit der Verdoppelung als Variation. Insofern hat ein Meme auch keinen ‘Autor’. Es braucht natürlich ein Original (ein erstes photo einer katze mit text in lolcat drauf) und es braucht eine erste Variation als Variationsoriginal, aber erst die Variationen unter Bezug auf die Variierbarkeit innerhalb einer Serie anderer Variationen selbst machen die Angelegenheit zum Meme.

(nts: mich öfter selbst zitieren)

irgendwie scheint sich in letzter zeit aber die memisierung selbst memisiert zu haben, sprich: variiert wird nicht mehr länger nur die variation eines originals, variiert wird nun vielmehr die logik der variation selbst.

man sieht das an der beschleunigung des ablaufs: der gangnam style hatte noch ein lineares wachstum, das sich über wochen hingezogen hat (siehe), aber den beteiligten gwm. die macht der teilnahme innerhalb einer memetischen reaktion bewusst machte. beim harlem shake liegen zwischen dem original und der ersten iteration gerade mal ein paar stunden und seither tickt die anzahl an neuen versionen auf youtube bei etwa 4000 pro tag. der gangnam style war, wenn man so will, auf youtube der blueprint dieser logik, mit dem harlem shake gibt es die erste metavariation, deren verdoppelungen die memularität selbst etabliert.

fortan ist alles nur noch eine frage der aleatorischen verteilung von aufmerksamkeitsindifferenzkurven innerhalb von triggermilieus.

☍ 19.02.2013 # memes

NYR3-KW7

(kontext)

Books:

-

(oops, wobei das primär der tatsache geschuldet war, dass ich noch immer noch immer wirklich zig stunden lang daten gesichtet und gestutzt hab, und nach der obersten inneren schicht, die ich letzte woche abgeschliffen habe, begonnen habe, usw. … langsam muss ich leider erkennen, dass das deutlich mehr arbeit als vermutet ist und auch nicht in absehbaren wochen zu erledigen ist, sondern einen anderen zeithorizont und also auch eine andere herangehensweise erfordert, zumal auch das gefühlte erfolgserlebnis deutlich geringer ist, als etwa beim ausmisten von physischem zeugs, wo man dann doch ganz unmittelbare effekte spürt, was eh klar ist, was aber halt andere motivationsstrategien erfordert)

Movies

-

Series:

  • The Americans S1 E3
  • Community S4 E2
  • Survivor S26 E1

(the americans bleibt super, einziger wermutstropfen war die geschichte um die frau von robert, irgendwie wird da die trennung moralische entwicklung der jennings, hinterlistige täuschung des kgbs eingeführt, sie den ausgang aber wissen hätten können müssen (oder so))

Apps

-

☍ 17.02.2013 # tv

Postpreposterous

apropos preposterous : es könnte sein, dass wir uns langsam auf eine zeit der zynischen webbenutzung einstellen dürfen, was nicht nur schlecht ist, weil wir dann nicht mehr dinge primär deshalb tun, weil wir den dienst sympathisch und nett finden oder weil wir uns beim eigenen gut finden gut fühlen können oder weil es neuerdings halt geht usw., sondern dinge nur noch tun, obwohl der dienst ein jackass ist, dem wir alles zutrauen, wir uns den wert der benutzung also irgendwie ehrlicher selbst erzeugen müssen und das geniessen eher selbstevident stattfinden kann. die kehrseite ist halt, dass es auch eskapistische serien im gleichen milieu triggert.

☍ 16.02.2013 # fyi web

Preposterous

hackrous

aha, Twitter killt also Posterous (via), nachdem sie es vor einem Jahr übernommen haben.

im Grunde ist das die logische Konsequenz der Entwicklung (tumblr differenziert sich über die achsen kultur/sinn aus, posterous über die achsen viral/gewinn), die man schon 2010 spüren konnte:

livecasestudy tumblr vs. posterous: ein interessanter fall spielt sich gerade vor unseren augen ab: der kampf zwischen tumblr und posterous um die hegemonie unter den tumblogs. beide tun im grunde das gleiche, aber tumblr setzt (tendenziell) auf kultur und community und posterous setzt (tendenziell) auf alles was sich bewegt (inklusive yo mama und abwerbeaktionen von anderen publishing-plattformen) und auf ein aggressives virales cross-posting der posteroustings auf jeder möglichen plattform. der ausgang ist ungewiss (die lage ist etwas komplizierter, weil die soziale dynamik nur eine und vielleicht nicht die wichtigste komponente bei der benutzung ist. posterous ist, bei aller platzhirschigkeit, ein gutes tool und nichts verhindert das betreiben von coolen posterous-blogs. gleichzeitig sind diverse traffic acquisition stunts auch tumblr nicht fremd), aber tumblr sollte die kulturell interessantere plattform werden, weil es wuchernde serien fördert, die sich aufeinander beziehen.

(nts: mich öfter selbst zitieren)

aber signifikanter ist wohl, dass man bei Twitter den endgültigen Übergang vom Sinn zum Gewinn beobachten kann, die Übernahme von posterous war also keine talent acquisition sondern eine search and destroy mission, usw. whatever.

☍ 16.02.2013 /via @benjamin # twitter posterous deadpool

Boogie Nights

valentins doodle

^ endloser spass mit dem heutigen doodle.

☍ 14.02.2013 # doodle

Leftovers 2012 (Boxes Edition)

(wenn man will sind wir noch nicht beim object oriented thinking angekommen, alles läuft im global space ab)

(nts: mich öfter selbst zitieren)

Auch nicht wirklich weitergekommen sind wir 2012 jedenfalls mit dem ganz allgemeinen Finden von Schachteln der passenden Grösse (für Begriffe, Aufgaben, Projekte, Zukünfte, usw.), was schade ist, weil sich, wie so oft, viele Probleme und Diskussionen erübrigen würden, wenn passendere Schachteln gefunden und benutzt würden.

(wer hier mitliest, ich weiss, das ist ein motiv auf auslaufrille – siehe bei den leftovers die scope edition (boxen für kompetenzen), oder die hillbilly edition (boxen für begriffe), oder bei den nützlichen unterscheidungen die prescribing information edition (boxen der gültigkeitsbereiche) oder die inception edition (boxen der unterscheidungsebenen), usw. – aber das waren alles eher konkrete instantiierungen von einem eben viel grundsätzlicheren schachtelproblem; das finden der passenden schachtel ist dabei kein theoretisches, sondern ein pragmatisch/praktisches problem, es geht also um das gewinnen von handlungsfähigkeit durch komplexitätsreduktion, weil passend eingeschachtelte dinge nicht mehr alle eventualitäten und relativierungen der jeweils ausgeschachtelten dinge berücksichtigen müssen. nur als beispiel: man stelle sich vor, was an debatten wir uns hätten sparen können, wenn wir verschiedene schachteln für technik-getriebene und bwl-getriebene webstartups gehabt hätten. beide schachteln hätten natürlich noch immer ein ähnliches bündel an grundsätzlich zu lösenden problemen, aber die parametrisierung der prioritäten und die funktionelle ausdifferenzierung erfolgte gänzlich anders, beide spielen verschiedene spiele und die beobachtung und bewertung von aussen, aber auch die entwicklung von techniken und strategien innen, würde deutlich genauer und auch angemessener sein, der machiavellismus etwa nicht mehr zwischen angriffsfläche der kritik und euphemistischer verleugnung oszillieren, sondern wäre bei den einen die hauptmetrik schlechthin und bei den anderen zumindest zunächst einmal kein thema, usw. das nur illustrativ, in der form würd ich das nicht vorschlagen)

((eine weitere aber genuin andere pragmatisch/praktische technik ist die torteneckentechnik, bei der man mit effizienten handlungen beginnt, mit denen man oft schon grosse teile vom kuchen vom tisch bekommt, und sich dann dem rest iterativ widmet. man denke etwa daran, was man ausbildungstechnisch schon mit statisch/dummen aber inhaltlich gut gemachten moocs abdecken kann, auch wenn das nur die low hanging fruits sind; die pädagogen können ihre ganze kreative energie in einen viel kleineren rest stecken))

☍ 14.02.2013 # analysis

The Grid

puzzle

^ heh, ein kreuzworträtsel [pdf] via regex’es (via (bo.ng)+)

☍ 12.02.2013 /via @boingboing # games

Nützliche Unterscheidungen pt. 12 (The Name Edition)

devoha: Eine weitere vl. nicht an sich besonders nützliche aber tatsächlich wichtige Unterscheidung ist ganz sicherlich die Unterscheidung: handelt es sich bei einem Signifikanten um einen Namen oder nicht.

(das ist mehr als ein bisschen duh, aber sehr viele missverständnisse lassen sich, wenn man einmal darauf achtet, darauf zurückführen, dass leute nicht verstehen oder nicht sehen, wenn es sich bei einem bezeichner gerade um einen namen (einer app, eines startups, eines blogs, eines vereins, etc.) handelt, der aber eben nur ein leerer pointer ist und beliebig gewählt werden kann, sie diesen bezeichner aber als begriff interpretieren oder zumindest literal konnotieren. die unterscheidung ist also zumindest als beobachtung nützlich, ob sie also vom gegenüber getroffen wird, weil sich einiges an unwahrscheinlichkeit erklären lässt, wenn er es nicht tut)

(abt: draw the distinction!)

☍ 12.02.2013 # linguistics

ReQuoting pt. 89 (The Carefree Edition)

  • How long you spent on it.
  • How hard it was to implement.
  • How clean your architecture is.
  • How extensible it is.

Pete Warden via Bokardo über Things users don’t care about

(ist natürlich eine variation von godin’s motiv, dass die innensicht eines systems anderen systemen leidlich egal ist, die interessieren sich für ihre eigene innensicht, ausser es handelt sich um pu und pferkl usw.)

☍ 12.02.2013 /via @bokardo # systemtheory

Speicher, Depots, Garagen

diagonal

ungehört aber super: Diagonal über Speicher

☍ 12.02.2013 /via @oe1 # archivism

ReQuoting pt. 88 (The Envy Edition)

I envy paranoids; they actually feel people are paying attention to them.

Susan Sonntag via nsr

☍ 11.02.2013 /via @notsorelevant # psychology