Verdichtet
So konzentriert hab ich den Web 2.0 Diskurs auch noch nicht gesehen: Thomas Burg’s Reloaded.
Die Sendung mit dem Tag
Oliver Wagner hat den Oktober zum Monat der Tags erklärt und ein paar ambitionierte Einträge verfasst:
- Einführung – was sind eigentlich Tags
- Aktuelle Trends, Probleme und offene Fragen
- Themenmonat Tagging: 3. Die bekanntesten Tools und Folksonomien
(Teil 4 und 5 soll es noch geben, allerdings sind die schon überfällig)
Pac Manhatten
Pac Manhatten – eine urbane Reinterpretation des Klassikers aus den 80ern.
This analog version of Pac-man is being developed in NYU’s Interactive Telecommunications graduate program, in order to explore what happens when games are removed from their “little world” of tabletops, televisions and computers and placed in the larger “real world” of street corners, and cities.
A player dressed as Pac-man will run around the Washington square park area of Manhattan while attempting to collect all of the virtual “dots” that run the length of the streets. Four players dressed as the ghosts Inky, Blinky, Pinky and Clyde will attempt to catch Pac-man before all of the dots are collected.
Using cell-phone contact, Wi-Fi internet connections, and custom software designed by the Pac-Manhattan team, Pac-man and the ghosts will be tracked from a central location and their progress will be broadcast over the internet for viewers from around the world.
Getaggter Text
Für mich die Anwendung des Jahres (nicht sozial oder web 2.0-ig, aber doch mit Tags): Conrad Barski’s Tagging Mode für den Texteditor Emacs, der jedes beliebige Textdokument in eine tagbasiertes System transformiert.
Digg
Digg hat gerade 2.8 Mio. Dollar Risikokapital – wie sagt man? – eingeschleust bekommen.
siehe SiliconBeat
Chicago 1930
Fantastisch: die Chicago Crime Database mit (nicht Google aber) Maps.
Spam, scams and scatterbrains
Unter dem Titel Web 2.0 Cracks Start to Show geht (BoingBoing’s) Xeni Jardin heute im Wired den Verfallserscheinungen des Web 2.0 auf die Spur, allerdings hat sie ab Paragraph 8 oder so irgendwie die Lust verlassen, kommt mir vor.
Readymech

Readymech – vorfabrizierte DIY Readymades oder so, trotzdem witzig.
denn er weiß, was er tun soll
Das passiert mir eigentlich selten, dass mir in Bloglines ein Lacher auskommt, aber den Ideengenerator hab ich gerade bei Don Alphonso wiedergefunden, wie immer eloquent umrahmt mit:
Das Beste zuerst: Es war kein echter Web2.0-Apologet auf dem Podium. Alles, was bislang an Bizz- und PR-Bloggern unterwegs war, wird nur ein müder Abklatsch dessen sein, was mit dem Idiotenterminus web2.0 (thx nico) vor der Tür steht. Denn mit dem Schlachtruf eines angeblich sozialen Fortschritts durch eine ebensolche Software strampeln und linken sich Freaks nach oben, die es wahrscheinlich nicht verwunden haben, dass ihre alte Tech-Bloggerei heute keine besondere Breitenwirkung mehr hat – Bloggen hat sich von ihnen emanzipiert. Deshalb, denke ich, wollen sie weg von den Inhalten und der Unterhaltung, die sie nicht bringen können, zurück zu etwas, wovon sie reden und Nichtnutzer als dumm, rückständig oder Version 0.98 diffamieren können. Was man halt so tut, wenn man in Ermangelung von Frauen a Lattnklatscher is einen Männerbund aufmacht.
Ideen für erfolgreiche Web 2.0 Unternehmen
company name:
Tripooya
company product:
rss-based reviews via api mashups
company name:
Rionomotix
company product:
opml-based widgets via instant messaging
company name:
Meebooblog
company product:
geotag-based search engine via microformats
alle via dem Web Two Point Oh! Generator.
Interview mit Joshua Schachter
(dem Papa von del.icio.us) bei Joho the Blog (noch immer einer meiner Lieblingsnamen für ein Blog)
Derzeit gibt es 10.000.000 Postings, 5.000.000 Links, 500.000 Tags, die reinen Geek-Links sind auf 17% gesunken, usw.
DIY Meme-map

Ein [Tool zum selbermemen] (ist nur witzig, wenn man Tim O’Reilly’s Web 2.0 Map kennt).
update: entlinkt weil es die seite nicht mehr gibt
Wohin wächst die Graswurzel?
Eher der Vollständigkeit halber: die Mitschnitte von der Tagung zu Weblogs, Podcasting und Videojournalismus im ZKM sind jetzt online.
Ich hab mir nur den Beitrag von Johnny Haeusler angehört, etwas märchenonkellastig, aber doch sehr angenehm, und mit der besten Antwort (die ich kenne) auf die Frage Sall mein Unternehmen bloggen?: wenn man sich die Frage stellen muss, dann nein. Und warum man sich als Unternehmen in jedem Fall mit Blogs auseinandersetzen sollte: Google.
Soziale Bücher
Im Zuge der Frankfurter Buchmesse war diese Woche auch einiges über Google Print und Amazon zu hören. Vieles davon war irgendwie uninformiert (Google Print wirft sicher einige massive andere Probleme auf, aber es werden etwa nicht ganze Seiten gezeigt, sondern nur ein paar Zeilen über und ein paar Zeilen unter dem Suchbegriff, außer das Buch ist in der public domain oder es bestehen dahingehende Abmachungen) oder irgendwie mit kurzsichtiger Literaturkritikerbrille (du liebe Güte, man schaue sich doch nur diese einparagraphigen Kurzbeschreibungen an). (Hier ganz witzig: vor ein paar Monaten hat Amazon für kurze Zeit vergessen, die Emailadressen in den Kommentaren zu den Büchern zu verstecken; da kam ans Licht, dass sich einige Autoren selbst mehrfach hochgejubelt und die Bücher von werten Kollegen aber auch sehr verrissen haben).
Ich wollte aber nur diesen Eintrag bei Bokardo verlinken.
So, a core competency of Web 2.0 companies like Amazon seem to be:
* The ability to successfully model human behavior over the complete decision-making process
* The ability to provide recommendations based on that modelling, in real time
* The ability to provide multiple facets to personalization
* The ability to scale this for millions of users
Authority
Authority von Peter Morville und Peter Morville: the Tagsonomy interview – einmal etwas kritischere Töne zum Theme organisch flottierende Infointelligenz.
Hardt Dick
Dick Hardt zu Identity 2.0.
Hardt speaks for 15 minutes and synchronizes his talk quite smoothly to what must be several hundred slides. Most slides are no more than a word or two, a short quote, or a photo. Most slides are visible no more than a few seconds.
(via Presentation Zen)
Web 2.0 Workgroup
The Web 2.0 Workgroup is a network of premium weblogs that write content exclusively about the new generation of the Web. If you like any one of the affiliated blogs, we guarantee you’ll like the rest too! Together these sites reach an influential daily audience of more than 15,000 people.
Eigentlich eine gute Idee,
die Martin Röll da hat:
ein Koppeln zwischen OpenBC
ein unheimlich nützlicher Dienst: Man kann seine Geschäftskontakte verwalten und die Kontakte seiner Kontakte sehen. Wenn man in eine fremde Stadt fährt, kann man heraussuchen, wer von seinen Kontakten dort arbeitet oder welche einem noch unbekannte, aber “nahestehende” Kontakte dort leben. So kann man sich verabreden und interessante neue Kontakte knüpfen.
und Plazes
ein Dienst, der z.B. an öffentlichen Hotspots funktioniert. Er zeigt einem an, welche anderen Nutzer gerade in seiner Nähe online sind. Er krankt daran, dass er viel zu wenig Benutzer hat. Folglich ist das Ergebnis fast immer:“Niemand ist in der Nähe”. Oder nur ein Rudel Geeks.
und den Synergien, die sich ergeben, wenn man die Bahn mit ihren Lounges auch noch ins Spiel bringt. Mashup nennt man so was glaub ich heutzutage.
Der Unterschied zwischen Yahoo und Google
nach Matt McAlister:
One company is building tools that reflect how people are expressing themselves. The other is building tools that will help find needles in haystacks. One is facilitating community development. The other is facilitating data retrieval.
Ning
2 Anwendungen erleben derzeit einen ziemlichen buzz, obwohl es sie noch nicht wirklich gibt: Flock [war http://www.flock.com/] – der erste Browser unter den Bedingungen von social software (OS X); auf der Homepage wird da seit Wochen der Countdown inszeniert – und Ning.

Ning ist eine Plattform, auf der man ohne besondere Programmierkenntnisse seine eigenen sozialen Webanwendungen zusammenklicken kann. (Das ganze basiert auf PHP und Ning-eigenen Erweiterungen, jeder der eine Webseite mit einem Texteditor bauen kann, sollte keine grösseren Probleme damit haben.) Es gibt schon jetzt Templates für alle bekannteren Anwendungsfülle (bookmarking a la del.icio.us, Photo-sharing a la Flickr, Städte-listings a la Craiglist, Events a la Eventful, …) die man entweder benutzen, oder mit einem Klick klonen und für sich selbst adaptieren kann. Oder man schreibt sich die Anwendung selbst.
Interessant finde ich das aus drei Gründen:
- die Eintrittskosten für diese Anwendungen gehen gegen Null.
- sämtliche Daten (Bookmarks, Photos, Reviews,…), die man in diese Anwendung eingibt, unterliegen einer Creative Commons Lizenz, d.h. sie sind auch für alle anderen Anwendungen sichtbar und wiederverwendbar.
- ein User Account gilt für den gesamten Ning-Raum. Man kann – so man will – überall mitmachen, hat aber für sich dennoch eine vereinheitlichte Übersicht aller Aktivitäten.
Und noch interessanter finde ich die Frage, ob so ein System greift, und welche Auswirkungen sich daraus ergeben.
Es gibt jetzt schon mindestens 40 soziale Bookmarksmanager, braucht man dann wirklich noch zusätzlich 100 Ning-Klone? Glaub ich zwar nicht, weil der Wert ja von der Benutzerbasis generiert wird. Kann aber trotzdem sein, dass sich dadurch diverse Mikrokosmen herausbilden.
Wie auch immer, coole Sache. Wer gute Ideen hat aber nicht weiterkommt, kann mir gerne schreiben.