6:49 AM
Die SZ mit einem in seiner Doofheit nicht unwitzigen Artikel zu Blogs etc.
(nach wie vor (und nicht auf diesen artikel bezogen) aus systemtheoretischer sicht interessant: msm und blogs sind füreinander umwelten, die man irgendwie ins eigene system inkorporiert. während blogs durchaus auch die outputs der msm (und natürlich auch den von anderen blogs) ernst nehmen und innerhalb des eigenen systems weiterverarbeiten und also – zumindest asymptotisch – schlauer und differenzierter werden, nehmen die msm die blogs nur auf einer meta-ebene war. da ist was, was uns beobachtet und was über uns schreibt, und da ist was, was dann auch lustigerweise noch autoreflexiv über sich selbst schreibt, und da ist was, was vielleicht noch ganz allgemein irgendwie und über irgendwas herumschreibt. aber es wird nur das DASS wahrgenommen, aber nicht das WAS und schon gar nicht das vernetzte WIE und beim WARUM ist man schnell wieder beim solipsistischen tagebuchmotiv. insofern bleiben sie halt nur so schlau wie sie eben sind, bleiben aber auch auf den damit verbundenen opportunitätskosten, die das in einer vernetzten welt mit sich bringt, sitzen)
(update: auch 2012 gelesen eig. noch immer eine ‘stimmige’ analyse, deren effekte aber ausgeblieben sind; in der tat haben die msm eher dazugelernt während sich blogs eher strukturell verkrustet haben; die schuld sehe ich wie so oft beim konstrukt social media, das konnten ‘medienmacher’ mit den bewährten instrumentarien angehen und managen während sich die ‘subjekte’ selbst subordinierten)
i5invest
noch ein Bus1n33s Ang3l Kl0n (haha) mit Sitz in Wien, Salzburg und New York: i5invest
Bei i5invest seien inzwischen zwölf Unternehmer an Bord gegangen [ua papermint], um in Web-2.0-Projekte zu investieren. “Wir haben ein schlagkräftiges Netzwerk, das von Wien über New York und Boston bis ins Silicon Valley in Kalifornien reicht. Das ist ideal für europäische Start-ups, die international groß werden wollen und globale Partner suchen”, so Wagner.
Mapplets
Noch ein neues Feature (was ist denn los?) bei Google Maps : Mapplets – kleine Minianwendungen, die innerhalb von Google Maps leben.
Mapplets are mini-webpages that are served inside the Google Maps site. You can put anything inside this mini-webpage that you can put into a normal webpage, including HTML, Javascript, and Flash. Google provides a Javascript API that gives the Mapplet access to services such as manipulating the map, fetching remote content, and storing user preferences.
Ein paar Demo-Mapplets gibt’s schon, etwa ein Distance Measurement Mapplet – ideal fürs post-situationistische Streunen

LastCBS
mashable: CBS Acquires Last.fm for $280 Million
latimes: CBS to buy social network
Down on Earth

Google Maps bekommt eine neue Street View (Beispiel New York)
Facebook TOS
kleiner Nachtrag zu Facebook (siehe) – Sam Sethi hat sich mal die (doch recht happigen aber für Facebook zukunftssicheren) Developer Terms of Service angeschaut (link tot)
1. Facebook can limit you or terminate you at any time at their sole discretion (Section A.3)
2. Facebook reserve the right to impose fees at time and in any manner (Section 3)
3. Facebook can copy and distribute your Application, and analyze the content in order to target advertising (Section 4)
4. Facebook may create similar applications to yours, with no obligation to you (Section 4)
5. You can’t use any name or domain name address containing ‘facebook’, even at the third level, e.g. “facebook.xxx.com” (Section 6. C)
6. Be careful what ID you use for your developer account – IDs can’t be transferred or sold on, but nor do there seem to be corporate IDs. (Section 7)
7. Facebook can change the Terms and Conditions at any time, your only recourse if you don’t like this is to STOP USING THE SERVICE
update: dazu mehr bei neunetz
predate: und noch mehr dazu bei exciting commerce
lolcode
HAI
CAN HAS STDIO?
I HAS A VAR
IM IN YR LOOP
UP VAR!!1
VISIBLE VAR
IZ VAR BIGGER THAN 10? KTHXBYE
IM OUTTA YR LOOP
KTHXBYE
Special Kanäle
Auch sevenload baut um (ay, die Startseite wurde ja abgrundtief hässlich), jedenfalls gibt’s jetzt Kanäle
Ibrahim Evsan beschreibt die zugrundeliegenden Überlegungen:
Um dieses Ziel [die Förderung des Nachwuchses in unserer Gesellschaft] wie alles andere bisher erfolgreich zu bewältigen, wird sich sevenload als ein Content-Hub verstehen. Das Ziel ist es, sevenload langfristig zu einem Entertainment-Informations-Portal im Netz auszubauen und mit der Kombination der Medieninhalte und der Technologie dem Publikum professionelle Inhalte anzubieten.
Vom Prinzip her bedeutet dies, dass jeder Contentlieferant [aua] bei sevenload mit einem Special als Microsite vertreten werden kann. Dabei wird kein Unterschied gemacht, ob der Lieferant ein Automobilhersteller ist oder durch die Nutzer ein selbstproduziertes User-Generated-Content-Video [autsch] eingereicht wird.
Anstatt sich also die Plattform selbst ausdifferenzieren und ihre eigenen Stars herausbilden zu lassen, wird die ambitionierte Mittelmässigkeit kultiviert. Ich schätze das wird ein riesiger Erfolg.
Web 1.0 Web 7.0
- 115 for web 1.0
- 164 for web 2.0
- 53 for web 3.0
- 3 for web 4.0
- 2 for web 5.0
- 1 for web 6.0
- web 7.0 did not match any documents
(abt. hackr.trends; gesucht wurde in der hackr.search, die es nicht mehr gibt)
SpielMeinSpiel
Noch ein deutsches Startup (personalisierbare und widgetisierbare Games) auf TechCrunch : PlayMyGame
PlayMyGame was founded in January 2007 by Gregor Czubak, Samuel Wulf and Guido Schmetz who are all now serving as Chief Executive Officers and Product Development Officers.
Hackety Hack
why the lucky stiff – Autor des seminalen why’s poignant guide to ruby hat ein neues Projekt: Hackety Hack [http://whytheluckystiff.net/] – Wanna hack like in the movies?
(mein setup erfüllt leider die systemanforderungen nicht, aber das kann man glaub ich blind empfehlen, obwohl ich heute nacht geträumt habe, dass david heinemeier hansson zu why gesagt hat, dass das echt scheisse ist, haha)
update: why the lucky stiff scheint seine online-präsenz deaktiviert zu haben
update: hier gibt’s ein video
Outsorced Crowdsourcing
Laaaanger Post von ConnectedMarketing zu moviebakery mit einem noch viel läääängeren Kommentar der moviebakery -Macher.
(bitte dort lesen, hier nur kurz: moviebakery organisiert die Produktion von für Viralität (amateurisch, spontan, unerwartet, auf Videoseiten voll viral werdenden) bestimmten Videovertisments für Unternehmen, die an diesem Kuchen partizipieren wollen; das kostet sie 10.000 EUR, 10 Produzenten werden von moviebakery ausgewählt, die bekommen jeweils 500 EUR, 5000 EUR streift moviebakery fürs Drumherum und die eingebrachte Expertise ein)
Alle anderen pros und cons (siehe CM) einmal ausgeklammert, der massive Schwachpunkt an dem Modell scheint mir zu sein, dass die beauftragenden Unternehmen für ihre 10.000 EUR eines bekommen: einen Film, der dem ausgewählten Macher gerade mal 500 EUR oder weniger Wert ist (und die von moviebakery geleistete Risikoabsorbtion.) Das muss nicht bedeuten, dass nicht was viel besseres dabei rauskommt, als was eine Agentur für diesen Betrag liefern würde, aber das Web ist hypereffizient und mit ein bisschen Nachdenken bekommt man auf anderen Wegen wohl mehr bang für den buck.
Optional

wieder mal ein congeniales Diagramm [war http://web2.socialcomputingmagazine.com/web_20_software_models_evolve_as_conference_season_begins_in.htm] von Dion Hinchcliffe.
OSF
WinWinWin
Ich hab am Nachmittag mal ein bisschen die Facebook Platform Developer Docs gescannt und mich mit ein paar Anwendungen herumgespielt, und das ist huge. Nicht super alles auf den Kopf stellend und die Industrie völlig verändernd huge, aber doch ziemlich huge.
Hat wohl jeder mitbekommen, aber falls nicht: seit gestern ermöglicht Facebook, dass beliebige andere Anwendungen direkt in Facebook integriert werden können. Und sie müssen kein monadisches (und oft nur parasitär geduldetes) Widget-dasein fristen, sondern sie werden Bürger erster Klasse, die gleichberechtigt neben den eingebauten Facebook Apps stehen, die diese sogar ersetzen können und die den gleichen Zugang zur DNA von Facebook – den Beziehungen der User untereinander, den Lifestreams der User in Form ihrer Timeline – bekommen.
Und da haben alle was davon:
- Die Anwendungsentwickler haben was davon, weil sie ihre bestehenden Anwendungen (in mehr oder weniger abgespeckten Versionen) der gesamten Userbasis von Facebook (24 Mio, jede Woche 100.000+) schmackhaft machen können. Und nicht nur schmackhaft. Werden sie einmal adaptiert, dann verbreiten sie sich im jeweiligen Netzwerk eines Users quasi von selbst (iLike etwa mit einem Verbreitungsgrad von 100 neuen Usern/Minute), weil die Freunde dessen Output der jeweiligen Aktivitäten in seiner timeline sehen. (sogar der Spiegel hat das (was den Bereich webtech angeht völlig überraschenderweise) gut kapiert und schön beschrieben )
Irgendwie löst Facebook u.a. auch das chicken or egg Problem vieler Seiten, die an-und-für-sich nützlich wären, wenn nur schon alle Bekannten und Verwandten mitmachen würden. Nur tun sie es nicht, also hat man keinen Anreiz das Tool zu verwenden, also entsteht nie eine Situation, in der es für die Bekannten und Verwandten interessant erscheint…
Gleichzeitig eröffnen sich natürlich auch für einen Schwarm von speziell für die Facebook Platform entwickelte Anwendungen tatsächlich ganz neue Möglichkeiten, einfach weil sie eben direkt an die bestehenden Netzwerke andocken können.
- Die User haben was davon, weil sie nach Lust und Laune das geliebte Facebook erweitern, Funktionalitäten per Klick hinzufügen können, ohne es jemals zu verlassen. Schon jetzt gibt es an die 100 Anwendungen, bald sind es tausend, bald werden diese immer besser für Facebook optimiert. Facebook wird für sie attraktiver.
- und Facebook hat davon am allermeisten, weil mit jeder Anwendung der Wert von Facebook steigt, sowohl weil eben mehr Funktionalität angeboten wird, als auch und besonders weil jede Anwendung weitere und andere Vernetzungs-, Interaktions-, und Aufmerksamkeitsdaten generiert, von denen Facebook letztlich lebt (und die in ihrer vernetzten Aggregiertheit / aggregierten Vernetztheit viel wertvoller sind als der Verzicht auf eine Gewinnbeteiligung). Dadurch wird Facebook nicht nur attraktiver als andere social networks, auch die Kosten für’s etwaige Switchen werden für den bestehenden User immer grösser, je mehr und auf je vielfältigere Weise er seine Zeit investiert und je leichter er die auch wieder immer vielfältigeren Ströme seiner Freunde rezipieren kann.
Geschickter Zug. Und wer in den nächsten 3 Monaten seine Anwendung nicht auf Facebook portiert hat (wär eigentlich witzig: StudiVZ in Facebook), ist selbst schuld. Bald wird es wesentlich schwieriger sein, eine Initialverbreitung anzustossen.
Redundant gut
Und auch die Welt bleibt umtriebig, einen Monat nach der Welt Debatte gibt’s jetzt auch die ‘Welt Besten’ [http://besten.welt.de/]
Welt Besten – Das Beste vom Besten | die Welt Besten
was sind die Welt Besten?
hier war mal ein einzeiliges zitat, allerdings mahnt die welt blogger die sie zitieren ab, also habe ich es sicherheitshalber entfernt
Warum Twittern?
2 gute Gründe: merkel und schaeuble
Lesen Lernen

Computer können ja vieles besser als wir, ein paar Sachen (in Amazon Mechanical Turk Lingo: human intelligence tasks aka HITs) können wir noch besser, etwa pixelige Texte erkennen. Und das nützen wir mit den CAPTCHAs auch gleich gnadenlos aus, immerhin 150.000 Stunden verbringen wir jeden Tag damit, uns als Menschen zu beweisen, um irgendwo kommentieren zu können.
Zwei Fliegen mit einer Klatsche erschlägt jedenfalls und genialerweise reCAPTCHA Wie bei vielen CAPTCHA tools wird ein etwas verzerrter Text angezeigt, den man eintippen soll. Der Clou bei reCAPTCHA ist, dass die Worte aus zu digitalisierenden Büchern kommen, mit denen die OCR (Optical Character Recognition) Software beim Erkennen Probleme hatte. Von den angezeigten 2 Worten ist eines bekannt, wenn man dieses richtig hat kann das System davon ausgehen, dass auch das andere richtig ist und lernt es gwm. dazu.
(via delicious)
(abt. rekursiv paradox)
Tshirt Takeaway

apropos Spreadshirt (btw: ich hätte ein paar Einladungscodes, falls jemand die noch versteckte beta ausprobieren will) – new kid on the tshirt block mit Fokus auf Widgets: Tshirt Takeaway
Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte mal bei einer Seite so schnell kapiert habe, um was es geht.
(via mashable)
Rivva II


Neben Qype hat auch Rivva etwas umdesignt, I dunno, jetzt ist zwar alles etwas übersichtlicher angeordnet (populär gestern, populär vorgestern, Posts mit einem Backlink in eher kleinen Tabellen; Posts mit 2+ Backlinks gross oben, eine Story sehr gross ganz oben; neue sind mit neu! markiert), wahrscheinlich ist es besser aber den Charme hat’s für mich etwas verloren, der serendipity Faktor lässt so irgendwie nach.
(siehe Rivva)