Spam (Microchunk Edition)

Jedem Twitter Besitzer ist sicher schon aufgefallen, dass sich in den letzten Tagen die Anzahl an neuen KU85TGH99Q Freunden stark vermehrt hat.
Die Ironie dabei ist, dass das der Effekt einer Massnahme ist, mit der Twitter Spam eigentlich bekämpfen wollte. Ursprünglich hat man ab und an einen neuen Follower bekommen, der halt 40.000 Twitterern gefollowed ist und gut wars. Vor einiger Zeit haben sie begonnen das zu begrenzen, indem sie bei Accounts, die keine positve Followers:Following Ratio haben, bei 2000 gefollowed’en Accounts einen Schlussstrich zu ziehen und entweder das weitere Followen zu unterbinden oder das Account zu suspendieren.
Effekt: Spammer haben begonnen nicht mit einem Account 100.000 Leute einmalig zu belästigen, sondern mit hunderten Accounts maximal 2000 Leute zu belästigen, aber auch die gleichen wiederholt und immer wieder. Aus Usersicht hat sich die Situation also verschlechtert, und das wird wahrscheinlich immer schlimmer, je kleiner sie den Grenzwert an Followbaren ansetzen. Die Logik entspricht dabei natürlich der von Microcontent: je kleiner die Chunks werden, desto mehr gibt es davon. Und je schwerer man es den Spammern macht, desto aggressiver und wütender werden sie.
The Next Web weist aber zumindest auf einen internen Notifikationsmechanismus hin: mit
@spam @spammernamekann man die Spammer verpetzen, wahrscheinlich greift dann ab einer bestimmten Anzahl an Meldungen irgendein Automatismus.
the twitties

(via)
Terrainspotting
out-lücking Google, siehe clausmoser und super colossal
Chromma

33%

Webware hat die Pressekonferenz zum Launch von Google Chrome live gebloggt (übrigens fantastisch: cover it live). Obige Chart ca. 3 Minuten nach der Freigabe der Download-URL geschossen.
A Clockwerk Orange

undistraction [http://undistraction.com/]
(via)
Mother Twitter
No service has stepped up to offer even the semblance of an alternative to Twitter’s value proposition, that being a digital soapbox on which to debate the ideas, events, and emotions that course through the place formerly known as the blogosphere. In an oddly ironic way, FriendFeed and Identi.ca have siphoned off the most vocal critics of Twitter’s failures and kept them occupied long enough for Twitter to recover.
For their part, Identi.ca and FriendFeed proponents have gone from anger to despair to revolutionary fervor to silence as users offer muted reassurance while at the same time wandering “aimlessly” back to Mother Twitter. FriendFeed’s strategy of cultivating a new A-List has largely succeeded, but micro-blogging depends more on a personalized A-List then a generalized one. Ultimately, a unified inbox is more valuable than an elite one.
Grossartiger Text über die soziologische und informationsökonomische Grundstruktur (Twitter vs. FriendFeed vs. Friendfeed vs. Jaiku vs. Laconi.ca vs. Gnip) von Steve Gillmor bei TCIT
(via)
favicons (yay!)
Google hat einen versteckten favicon to png Konverter:
mit http://www.google.com/s2/favicons?domain=domain.tld (obligatorisches bsp. http://www.google.com/s2/favicons?domain=hackr.de) kann man sich ein png des Favicons grabben bzw. (siehe oben) als Bild einbinden (was mitunter nützlich ist, wenn man listen von domains hat, die man optisch etwas aufpeppen will, weil man dann nicht schätzen oder checken oder sonstwas tun muss; einfach die domain dranhängen und gut ist’s)
Konzept des Tages: Psychographic
enhalten hier, dort auch eine nicht-blöde Marketingmöglichkeit.
(s.a. psychographic @ wikipedia)
Titel des Tages: Lines and Bubbles and Bars, Oh My!
getitelt hier (nyt über many eyes)
TiddlyPack

brillant: Tiddly Backpack [war http://www.tiddlybackpack.com/] – Backpack als Tiddlywiki (geht in meinem setup leider noch nicht ganz)
Panamap
Panamap (award winning)
Archivwert
I’m starting to realize that using Twitter has a similar relationship to long-form blogging as well. Once you’ve reduced that blog-thought down to 140 characters and tweeted it, there’s little urge to write any more about it on your blog.
…
Tweets have no archival value of any sort.
…
This brings me to my point. If tweeting has such dubious historical value, and takes away my urge to blog, is it something I want to continue to do?
Russell Beattie über die Twitterökonomie
Show Off!

Blogger sozialisiert sich, wirft Followers ins Gemisch (Blogger.com Blogger können Blogger.com Blogs followen, gefollowte Blogger.com Blogs können die Followerschaft anzeigen, in Blogger gibt’s eine Reading List mit den gefollowten Blogs und auch in Google Reader ist das integriert)
Meine standard ‘Google, du sozialer Tolpatsch’ Predigt spare ich mir, aber interessant dabei ist, dass Google hier deutlicher als sonst den Fokus auf eine inzestuöse Selbstbefruchtung legt (beteiligt sind Blogger.com, Google Reader, bald Friend Connect) und damit eine Disposition offenbart, die man sonst eher MS, Yahoo, Apple zuschreibt.
Share Me!
(share me und mehr friendfeed stuff)
ReQuoting pt. 27 (Trailing Edge Edition)
We never try to sell to the dumb consumer. We always try to sell to the smart consumer.
…
That’s where most retailers fail. To them, every product is perfect. It gets to be implausible.
Matt Rutledge (woot) via Exciting Commerce
Social Sign-In
What’s So Social about Sign-in?
One is that signing-in is an act of claiming one’s identity in a shared space. Identity is an important social pattern “parent” and we have a number of patterns related to identity in the works.
(naja aber stimmt schon irgendwie aber trotzdem)
das passende Design Pattern dazu: Sign-in Continuity
platforms are markets
Why do Facebook’s elaborate games of platform strategy seem to be destroying value, while Apple’s platform anti-strategy promises to explode the boundaries of value creation in an industry where those boundaries have long been held to be fixed and immutable?
…
The App Store’s name is revealing: it tells us that Apple doesn’t see a platform to be manipulated, but a market to be made. It is that understanding that’s at the heart of Apple’s furious domination of the mediascape.
What Apple Knows That Facebook Doesn’t
Hinchclix Revolutions

noch ein Diagramm von Dion Hinchcliffe, diesmal so eine Art chronologische Heatmap.
(semantic web für 2009 ganz heiss. man müsste sich das mal anschauen, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass das semweb in jeder ernstzunehmenden tech-prognose seit 2002 immer fürs nächste jahr als hot shit angekündigt wird)
Comments are people too
Das disqus Blog stellt das Rebloggen von Comments vor, beliebige sich irgendwie im disqus-Kosmos befindende Kommentare können fortan mit einem Klick als Blogeintrag gepostet werden.
Hierzulande leider undenkbar (abt. contentklaudiskussion), aber aus zumindest zwei Gründen spanndend:
- die Aufwertung von Kommentaren von einem versteckten Dasein zu einem vollwertigen Datentyp, der wie andere gebloggt, resyndiziert, zitiert, etc. werden kann.
- die beschleunigten Innovationszyklen, die möglich werden, wenn man sie loslässt und nicht im eigenen CMS managt. Wenn man bedenkt, wie träge sich Kommentare in den letzten 5 Jahren entwickelt haben (unterm Strich: ausser ein paar Plugins die sie vl. threaded anzeigen und besseren Spam-Filtern überhaupt nicht) und welches Feuerwerk disqus, intense debate usw. abfeuern, einfach weil sie Kommentare gwm. als social objects zirkulieren lassen und aus reinem Eigeninteresse alles vernetzen und verbinden was daran beteiligt ist (also auch die Kommentierenden), dann kann man sich retrospektiv nur wundern.
(siehe auch)
((via))