High Five Fox

Und der Firefox wurde heute 5 Jahre alt.
Retweet to share tweets

huch, schon wieder neue features bei twitter, retweets sind (noch nicht bei allen) jetzt first class citizens, geretweetetes taucht als normaler tweet mit kleinem hinweis im normalen strom auf.

und sie haben eine art echtzeitnotifikation über neue tweets eingebaut.
beim ersten, dunno, vl. stellt es sich als nett heraus, vl. nerven aber auch die profilbilder von leuten, denen man nicht folgt, für mich sind zb auch fremde listen extrem anstrengend; twitter triggert irgendeinen neuronalen rewire mechanismus der avataren einen assoziationshof zuweist. die notifications sind wieder grossartig, weil unaufdringlich und gegen den trend eben nicht auto-aktualisierend (wie bei brizzly, friendfeed).
Clueless
The problem with “everyone” is that in order to reach everyone or teach everyone or sell to everyone, you need to so water down what you’ve got you end up with almost nothing.
…
You don’t want everyone. You want the right someone.
Seth Godin über die meistens bescheuerte Obsession, den Markt von wasauchimmermanmacht auf möglichst alle ausdehnen zu wollen (und das video ist wirklich nett)
(dieses monotone schielen allein auf userzahlen und marktanteile ist übrigens auch das frustrierendste phänomene im webtechdiskurs)
Lizzy

devoha: Brizzly kann jetzt auch die Twitter Listen und hat auch gleich alle Gruppen in entsprechende Listen umgewandelt.
(ich persönlich hätte es vorgezogen, wenn das entkoppelt geblieben wäre; so ist brizzly halt ein etwas optimierter twitter-client, davor haben die brizzly-groups doch auch eine eigene facette gehabt, man hat zb dir replies an nichtverfolgte gesehen, die auch gelegentlich interessant sein können; aber gut, das war wohl zu erwarten)
((die twitter lists selbst sind ein absoluter geniestreich und tatsächlich auf die bestmögliche weise implementiert; alle haben nach gruppen gerufen (die ökosystemisch vor allem einen followertechnischen verstecknutzen getriggert hätten) – aber twitter gibt uns listen (die gwm. die matrix um eine weitere soziale dimension bereichern, eine neue achse an transversalen beziehungslinien zieht)))
Gromit

#heh
Bottle Crowns

cute social bottle crowns (via)
Socially Useless
The real crisis is in the DNA of the industrial economy — and it’s just as lethal as ever. Most businesses are socially useless. They’re about as useful to society (to paraphrase Gloria Steinem) as bicycles are to fish.
Facebotter
The functional act of constructing a tweet or a status update is very similar. Produce text in roughly 140 characters or less inside a single line text box and click a button. Voila! Even the stream based ways in which the text gets consumed look awfully similar. Yet, the more I talk with people engaged in practices around Twitter and Facebook, the more I’m convinced these two things are not actually the same practice. Why? Audience.
danah boyd über die unterschiede zwischen twitter und facebook, auch über normen, kulturelle praktiken, usw.
stimmt schon alles irgendwie, und sie schält schön heraus, dass ein ding, auch wenn es von aussen gleich ausschaut, jeweils ganz was anderes sein kann, nur macht sie den gleichen fehler wie alle anderen, nämlich alles am mantra konversation mit der ausrichtung auf zuhörerschaft / audience aufzuhängen.
natürlich wird gebabbelt und natürlich gibts zuhörerschaften und natürlich wird jeweils unterschiedlich gebabbelt für jeweils unterschiedliche zuhörerschaften, aber der eigentliche unterschied liegt im grundsätzlichen gewebe von facebook resp. twitter, die beide völlig verschiedene motive der produktion, erwartungshaltungen an die rezeption und serien der anschlusskommunikation haben (privat vs. öffentlich; kommunikation unter freunden vs. information unter interessierten; reterritorialisierung auf dem ursprünglichen thread vs. deterritorialisierung via retweets und den 2000 twitterapps; etc.).
der grund, warum es so schwer zu sein scheint, diese beiden sphären auseinanderzuhalten und nicht konzeptionell zu vermischen, liegt glaub ich an oben erwähntem mantra der konversation bzw. audience. nicht nur rekonzipieren privatpersonen ihre freunde bei facebook als ‘audience’ auf die sie einfluss ausüben wollen, für die sie publishen wollen und anderen blödsinn (der übergang vom auf ein bier gehen zum social networken), auch facebook selbst rekonzipiert sich als twitter.
der twitterneid von facebook ist zwar verständlich – was soll denn das? da sind wir der 350 mio pfund schwere gorilla und dieser makake bekommt die ganze aufmerksamkeit? – aber facebook begibt sich auf ganz dünnes eis. im versuch die streams der user öffentlich zu machen, schaut her, auch bei uns wird ganz toll über produkte und gott und die welt geplaudert, viel mehr noch als bei twitter, das könnte man auch echtzeitmässig aufbereiten, viel besser noch als twitter, unterminiert facebook sukzessive den grundvertrag, den es mit seinen usern eingegangen ist, und dekonstruiert sich selbst.
Fail Bear

Buy a Chair
netter vortrag von bruce sterling bei der reboot, aufgezeichnet von dave winer, recommended, hat einige twists, die man nicht vermutet.
siehe auch das Video
School of Rock
ein art crazy hall of fame line-up bei der y-combinator startup school:

ev williams und biz stone von twitter
Sort by Shooting
(apropos google reader, ich verwende ja immer noch lieber bloglines in der old school version, aber über bloglines gibts ja kaum was zu berichten, ausser dass es in letzter zeit, wahrscheinlich weil viele zum gr geswitcht sind, mehr oder weniger problemlos vor sich hin tuckelt)
Sort by Magic

der google reader bekommt empfehlungen und ein personalisiertes ranking.
in einer neuen explore section werden schon wie bisher (und nicht besser, ich hab da echt noch nie was entdeckt) neue feeds empfohlen und neu auch populäre artikel. da scheint sich google weitgehend auf likes zu verlassen, was vor allem irgendwelche schönen oder lustigen bildchen nach oben spült. 2, 3 gehen ja pro session, aber dann ists auch gut. as is ist es sinnlos, man müsste zumindest quellen blacklisten können oder themencluster in-opten können oder irgendwas.
das personalisierte ranking hingegen ist ganz nett: man wählt die option sort by magic in den view-settings eines folders aus, und die artikel werden dann automagisch nach persönlicher relevanz sortiert, wobei das wohl eine mischung aus bisherigem verhalten je feed (wieviele shares, % gelesen, etc.) und aktuellen likes ist oder so, jedenfalls ist die mischung nicht schlecht.
Doppelt Gemoppelt

devoha: sowohl bing (ann) als auch google (ann) haben auf dem web 2.0 summit ihre partnerschaft mit twitter verkündet, bing zusätzlich noch eine mit facebook.
was beide jeweils damit machen ist, soweit ich sehe, noch nicht ganz klar, bei bing schaut es nach einer eigenen twittersuche aus und tweets von personen werden zur personensuche reingemischt, google hat angedeutet, dass sie tweets kontextsensitiv als echtzeitdatenpunkte integrieren werden, jedenfalls wird das durchaus spannend, weil beide zeigen können, was ihnen einfällt, und weil sicher vor allem google dabei nicht schlechter ausschauen will.
für twitter bedeutet das wohl den endgültigen durchbruch, eine derartige bevorzugung eines einzelnen dienstes in den organischen suchergebnissen hat es noch nie gegeben, und google liefert ihnen dann ja nicht nur traffic sondern liefert den noch nicht twitternden suchenden den sinn und zweck von twitter gleich mit.
Verrücken
Winer ist Innovating outside the 140
(stranges aber omnipräsentes phänomen: menschen scheinen es partout nicht auszuhalten, wenn etwas einfaches funktioniert, und lassen nicht locker, bis sie es zu tode verbessert haben)
All Praise to the Google

Task Gadget

und die Google Tasks werden durch ein Gadget für iGoogle quasi zu vollwertigen Bürgern.
Google Books Fingers

hihi: google books fingers (via)
D-0

Nu Wave

bin ein später adopter von google wave und im grunde wurde alles, was man nach einer stunde herumspielen umfassend und endgültig sagen kann, schon gesagt, aber nur eines:
wave ist natürlich schon ein überaus bemerkenswertes ding an technologie, keine frage, aber es ist doch gleichzeitig auch etwas weniger wow-ig, als man vermuten könnte, ist also mit dem gefühlten evolutionssprung von gmail vor fünf jahren nicht vergleichbar.
der grund für dieses gefühl der kleinen enttäuschtheit (für mich) ist glaub ich, dass google mit wave ein problem des verhaltens mit technologischen mitteln lösen will, und dabei zu viele annahmen hineinbaut, die hirne von ingenieuren faszinieren.
opinionated software kann natürlich ganz grossartig sein, siehe 37signals, delicious, twitter usw, aber google fehlt das gespür für das weglassen und für design, das die besten produkte ausmacht, dafür lieben sie features, gimmicks und das ausloten des machbaren. ohne eine glaskugel zu haben: wer es nicht gelernt hat, email, im, kollaborative texteditoren oder wikis im jeweiligen habitat angemessen zu verwenden (und das sind die, an die sich wave wendet), hat mit google wave früher oder später das gleiche problem.





