Leftovers 2011 (Polychronicity Edition)
Auch nicht (siehe die Filter oder die non sequiturs oder die allgemeine Cluelessness oder die Begrenzung der Wirksamkeit) wirklich weitergekommen sind wir beim Handling der Gleichzeitigkeit der Ungleichzeitigkeiten (und einiger anderer xx der unxxe) ((wobei das eh schon wieder lustig ist))
Hertz

Google heute mit einem Hertz Doodle
Logga

Rivva und die Kunst ein Logbuch zu warten oder so (schön zu sehen, dass rivva wieder experimentiert/exploriert (und das auch dokumentiert))
Googlebar
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devoha: Google hat jetzt so eine Art vereinheitlichten und vereinheitlichenden schwarzen Balken über die meisten Dienste geschoben und dürfte auch mit der designtechnischen Generalsanierung zumindest einmal durch sein. Ich würd mal sagen es geht so; es ist zumindest mal ein Stil erkennbar und man wird nicht bei jedem Wechsel durch die Verschiebungen irritiert.
Twitter, New, Etc.

devoha: mit 2 monatiger Verspätung hab jetzt auch ich das neue Twitter bekommen, lässt mich seltsam unberührt, ist eigentlich nicht wirklich schlecht, aber eben auch ohne witz, eigensinn oder funken einer überraschung. aber halt nicht schlecht, hab ich das schon gesagt?
Quiz Pt. 54 Solution
Ich bin euch/Marcel ja noch die Auflösung von Quiz 54 bzw. der Frage, warum Pinterest so erfolgreich werden konnte, schuldig. Wie gesagt, richtige Antwort gibt es sowieso nicht, natürlich spielt da eine Reihe von Faktoren zusammen. Anyway:
(1) Die Pflicht: Es hat die notwendigen inhärenten Merkmale einer guten Webanwendung. Das Design stimmt, man versteht schnell um was es geht, die Features stimmen, die sozialen Achsen stimmen und laufen auf mehreren Dimensionen, die Performanz stimmt, es befriedigt den Impuls des Jagens, Sammelns und Kuratierens, etc. Alles zumindest gut genug.
(dieser punkt ist üblicherweise notwendig, aber natürlich keineswegs hinreichend. i.e. nicht jede auch sensationell gut gemachte seite wird erfolgreich, duh)
(2) Die Kür: Es etabliert – und das ist doch eine Leistung an sich – einen neuen fundamentalen Datentyp: den Pin.
(das ist dann auch das flottierende soziale objekt)
(3) Die Kernreaktion: Es hatte sich eine funktionierende Community etabliert gehabt, bevor die Pundits, ‘early adopters’ und Massenmedien drauf gestossen sind. Das ist der wichtigste Punkt.
Pinterest ist ja vor fast zwei Jahren gestartet, ist also keineswegs vom Himmel gefallen. Dann blieb es allerdings ca. 1,5 Jahre lang mehr oder weniger unentdeckt, hat sich aber in der ‘kreativen’ Szene nicht nur als Geheimtipp etabliert. Ein früher Eindruck :
Ein schneller Blick verrät: Pinterest zieht vor allen Dingen weibliche Nutzer an; vom Moodboard für die eigene Hochzeit, über Mode und Ausgehfrisuren sowie Inneneinrichtungsideen bis zu Designinspirationen ist so ziemlich alles vertreten, was das kreative Web derzeit umtreibt.
Damit haben sie sich selbst die Bedingung für die spätere Möglichkeit zur viralen Explosion geschaffen, weil – als dann der Impuls zur sich beschleunigenden Ausbreitung kam – etwas da war, an das neue User anknüpfen konnten. Es gab Kultur, Material, funktionierende Praktiken und eine gutgelaunte Community. Als neuer Gast fand man sich durch Zufall auf einer unerwartet coolen Party ein (bevor die social media crowd draus ein saufgelage am ballermann macht, anders als ‘geplante’ erfolge wie alles von google, wo man sich eher wie der zehnte besucher in einem ansonsten leeren stadion fühlt; das ist auch der grund, warum google nix soziales machen kann; bei ihnen gibt es nichts, was zwischen der steppe und der horde liegen kann).
Ein glückliches Timing ist zwar wichtig (wir sehen ja immer wieder: ein und die gleiche idee kann zwei oder zehn jahre zu früh kommen; eine welt, in der jeder ein iphone hat und bei facebook und tumblr ist und in der man den sinn von twitter nicht mehr erklären muss ist eine andere als eine welt davor; usw. siehe Timing oder Timing II), aber nur wegen der schon existierenden Community konnte Pinterest die durch den Hype und Metahype (wie damals bei twitter) ausgelöste Kraftwelle in echte neue Benutzer konvertieren, die die Welle dann verstärken.
Community College
ui, Stanford offeriert in diesem Quarter gleich drei Kurse für ein systematischeres Denken:
Models help us to better organize information – to make sense of that fire hose or hairball of data (choose your metaphor) available on the Internet. Models improve our abilities to make accurate forecasts. They help us make better decisions and adopt more effective strategies. They even can improve our ability to design institutions and procedures.

Popularized by movies such as “A Beautiful Mind”, game theory is the mathematical modeling of strategic interaction among rational (and irrational) agents. Beyond what we call ‘games’ in common language, such as chess, poker, soccer, etc., it includes the modeling of conflict among nations, political campaigns, competition among firms, and trading behavior in markets such as the NYSE. How could you begin to model eBay, Google keyword auctions, and peer to peer file-sharing networks, without accounting for the incentives of the people using them? The course will provide the basics: representing games and strategies, the extensive form (which computer scientists call game trees), Bayesian games (modeling things like auctions), repeated and stochastic games, and more. We’ll include a variety of examples including classic games and a few applications.

Information theory is the science of operations on data such as compression, storage, and communication. It is among the few disciplines fortunate to have a precise date of birth: 1948, with the publication of Claude E. Shannon’s paper entitled “A Mathematical Theory of Communication”.

Irgendjemand up for a study group?
Postinventory X
kleiner autodokumentarischer Nachtrag zu Postinventory – ich hab jetzt, leicht angeregt von wirres, auch mal die Blogs durchgekehrt und das offensichtlichste Gerümpel entfernt und wahrscheinlich ohne dass man das sieht ca. ein Drittel der Features und esoterischeren Sektionen gekillt, what was I thinking?, jedenfalls gibt’s noch einiges zu tun, oder auch nicht. Das Ding, wenn man mal so einen gewissen Korpus an Material hat, ist, dass es auf der einen Seite extrem schwierig wird, irgendwas grundsätzlich zu ändern – 25.000 Einträge mal sauber durchtaggen und neu kategorisieren, mit teaser text und repräsentativen Artikelbildern in zwei Größen, viel Spaß – (deshalb eben wohl auch eher das patchworkartige anbauen, was zwar auch seinen charme hat, aber auch seine probleme), andererseits lassen sich aber halt auch Verbindungen, Kanäle und Querverweise herstellen und teilweise nette Serien ableiten, wenn man ein bisschen Arbeit investiert. Das drängt jetzt aber nicht.
Leftovers 2011 (Scope Edition)
I will always love Scoble for who he is, and who he is not. He is not a great thinker about technology. He is a great user. I love users. I named a company after users. Users are everything. The only reason to make software is for users. That’s my basis for respecting Scoble.
Auch nicht (siehe die Filter oder die non sequiturs oder die allgemeine Cluelessness) wirklich weitergekommen sind wir bei der topologischen Begrenzung von Aussagen oder Kompetenzunterstellungen usw. Dave Winer bringt das oben schön auf den Punkt (den wichtigsten Satz hat er leider – wohl aus Gründen der Diplomatie – auf seinem Blog entfernt). (wenn man will sind wir noch nicht beim object oriented thinking angekommen, alles läuft im global space ab)
Stand Out

^ Tumblr bekommt die Möglichkeit zum Highlighten von Tumblrs, für einen Dollar wird der/die/das Tumblr im Dashboard leicht bevorzugt dargestellt. (keine blöde idee; das geschäft wird – aus tumblr’s sicht – nun nicht nur damit gemacht, dass die leute auf ihrer plattform die inhalte von anderen posten, sondern auch noch dafür zahlen, um ein eitzerl mehr aufmerksamkeit zu bekommen)
Next Action Balls Reset

hui, bin beim Anticluttern einiger Blogs über diesen auch schon wieder sieben Jahre alten Eintrag gestolpert: Next Action Balls (wahrscheinlich meine konzeptionell herausragende (und einzige) Leistung im Bereich Produktivität).
(ich bin dem system übrigens bis heute treu geblieben und hab erst in der jüngsten entmistungsphase einmal alle bälle entfernt und quasi einen hard reset durchgeführt, davor hab ich immer nur abgeschöpft)
Doom

nett: Mapstalgia (via)
Postinventory
kleiner Nachtrag zu Inventory Requirements Specification : das Inventarisieren der Daten war dann weniger Aufwand als vermutet, da hat die Nullpunktserie (siehe) dann doch noch nachgewirkt; wie beim Zeugs wird zwar die drinsteckende Arbeit teilweise erst beim Hineinzommen sichtbar, aber wie beim Clutter erhöht sich die Qualität der Projekte (lernprojekte, leseprojekte, hörprojekte, schauprojekte, vervollständigungsprojekte, tagisierungsprojekte, data improvement projekte, programmierprojekte, usw.) spürbar und auch hier ist dieses Gefühl ok, das ist es doch angenehm.
(ein wahnsinn war diese selbstfragmentierung und -auflösung auf webdiensten; ich hab mich über die jahre bei mehr als 2000 seiten angemeldet und zumindest 200 dann auch zumindest eine zeit lang mit zumindest ein bisschen regelmässigkeit befüllt, und ich liebe sie wirklich alle, aber irgendwie muss ich da wirklich mal nen schlussstrich ziehen. das bedeutet nicht die abstinenz, aber das ziehen einer deutlichen grenze zwischen diensten die ich in die persönliche narration einbaue [workflow tbd] und dem explorativen rest)
Man könnte natürlich eine ganze Palette von wichtigen Differenzen zum Handling von Daten einführen (ist es für die persönliche narration relevant oder nicht; steckt ein actionable item drin oder nicht; hat es referenzwert oder nicht; ist es sozial oder nicht; etc.), mit zweien deckt man aber schon viel ab:
- ist es privat oder nicht
- muss es archiviert werden oder nicht
Beide kann man für ein- und ausgehende Daten durchdenken, und man erspart sich schon mal viel (Nachdenken oder Aufwand), wenn es nicht privat ist oder wenn es nicht archiviert werden muss – also Verbrauchskommunikation ist, oder weil es öffentlich ist ohnehin jederzeit nachgeladen werden kann, etc. (für alle, die facebook benutzen, ist es genau andersrum, dann erspart man sich das nachdenken, wenn es privat ist).
(insgesamt ist bei allem, was mit daten und infoströmen zu tun hat, das ziehen von grenzen viel wichtiger als eine etwaige reduktion oder minimalismus; wenn konzeptionell klar ist, was was wo und wie ist (was ja nur ein technisches subset von gtd ist), dann ist schon das meiste gewonnen.)
Granularity+

^ dass ich das noch erleben darf, eine halbwegs gute Idee bei Google+: neuerdings gibt es auf den Circle-Seiten eine Art Slider, mit dem man einstellen kann, wie viele der mit dem jeweiligen Circle verbundenen Inhalte dann auch im Hauptstrom erscheinen. Die Granularität hält sich in Grenzen (nix, ein bisschen, ein bisschen mehr, alles), aber immerhin.
Inventory Requirements Specification
#nts Noch ein kleiner Nachtrag zu Leftovers 2011 Stuff Edition : nach der Inventarisierung des echten Zeugs will ich mich ja auch an eine Inventarisierung aller Daten wagen, und auch da kommt wohl was auf mich zu (und zusammen):
Einerseits gibt es eine ganze Reihe an Gerätschaften und Orten:
- Computer, Laptop
- diverse Festplatten (externe, ausgebaute)
- diverse mobile Gerätschaften (iPad, Handy, Palm)
- diverse Trägermedien (DVDs, CDs, ZIP, USB Sticks)
- Daten in der Cloud (Dropbox, Strongspace, Google, S3, …)
- Daten auf sonstigen Webdiensten
- Daten auf Webhosts
Dann gibt es eine Reihe von Datentypen
- Texte und textartige Dokumente (RTF, DOC, Docbook, etc.)
- Emails
- Photos, Scans, etc.
- Books und Articles (epubs, PDFs, etc.)
- Musik
- Videos
- Programme
- ggf. mit den Programmen verbundene Daten (Sequences, Mindnotes, Diagramme, etctrara.)
- Kontaktdaten, auch social graph Daten etc.
- Bookmarks
- Datenbanken
- Code und Scripts
- Kleinkram wie Lizenzen, PGP-Keys, usw.
- Datenbanken, Archive, Backups und die enthaltenen Dinge
(daten / dokumente haben wohl eine ein bisschen andere dynamik als echte dinge, aber nicht nur. sie benötigen sicherlich weniger platz und sie sind auch leichter ver- und wegzupacken, aber sie sind natürlich trotzdem noch da, mit der ganzen mentalen unsicherheit und clutterlogik, die damit verbunden ist. und sie sind zwar sicher leichter zu purgieren, aber sie triggern halt noch leichter den jag- und sammeltrieb. und die daten variieren natürlich in ihrer wichtigkeit, persönlichen bedeutsamkeit, größe, abgeschlossenheit, etc. was jeweils konkret zu bestimmende anforderungen an den optimalen aufbewahrungsort, die organisationsstruktur oder die backupability stellt, die noch relevant sein können oder nicht, die doppelt gemoppelt gesichert werden wolllen oder nicht, die noch todos beinhalten oder nicht, uswusf., aber das hat zum glück mit dem erstmaligen erfassen nix zu tun.)
8rkut

omg, Orkut wurde 8.
Winer Würstchen

eine Leseempfehlung ist derzeit übrigens Dave Winer. Er ist zwar etwas grumpy, aber zu fast allen wichtigeren Themen ein gutes Korrektiv zur sonstigen Berichterstattung (i.g.z. masnick scheint er mir auch etwas ‘kategorisch imperativer’ / weniger realpolitisch zu denken, i.e. nicht schon deshalb für oder gegen etwas zu sein, weil es dem eigenen argument dienlich ist) ((wobei da natürlich beide von diesem realpolitischen maximalfordern, um dann schachern zu können (piraten, räusper), erhaben sind)
Postclutter

kleiner autodokumentarischer Nachtrag zu Leftovers 2011 Stuff Edition : nach der primären Erfassung hab ich jetzt doch noch zwei Wochen für die Sichtung einiger Details (briefe (omg!), photos, karten, skripte, hefte, blöcke, kunst, etc.), für die Digitalisierung von analogen bzw. trägerhaften Medien (alle MDs, VCs, CDs, MCs – die letzte läuft gerade), für das Reduzierien um etwa 2 Schachteln Büchern, Mags und Platten (was den rest im vorhandenen stauraum glatt verschwinden lässt), für das Eliminieren vom wirklich überflüssigen Zeug, für das Kündigen von Abos, Verträgen, Karten, Mitgliedschaften, etc, gebraucht.
(die drinsteckende und verbleibende arbeit wird beim hineinzoomen natürlich nicht weniger, sondern eher mehr, weil auch verborgenere schichten wieder sichtbar werden, aber die qualität der projekte (leseprojekte, hörprojekte, verpackungsprojekte, reparaturprojekte, sortierprojekte, archivierprojekte, kaufprojekte, dokumentierprojekte, home improvement projekte, usw.) erhöht sich spürbar)
(abt. clutter studies)
State of the World 2012
Bruce Sterling und Jon Lebkowsky / The Well zum Stand der Dinge.
iAuthor

devoha: Apple hat eine Art iBooks-Suite lanciert, bestehend aus iAuthor – eine Mac-App, mit der man fürs iPad optimierte iBooks einfachst erstellen und in der Folge in einem iBookstore publizieren kann -, iBooks Textbooks – die Reinterpretation von Textbooks, wieder für das iPad optimiert – und einer Aktualisierung der iTunes U(niversity) als Versuch einer cloudbasierten Laufzeitumgebung für Kurse.
(im grunde mit allen vor- und nachteilen, die apple so mit sich bringt. zwar bis oben hin zugeschraubt, aber funktional offen und für alle nichtspezialisten den raum überhaupt erst öffnend und wohl nicht nur gut genug, sondern meilenweit vor allen alternativen. amazon wird sich wohl in den allerwertesten beissen, dass sie sowohl die tür für das self-publishing als auch die tür für die potentielle textbook-disruption so weit offen gelassen haben; und für google wohl am allerpeinlichsten, weil man sich nicht mal mehr wundert wo sie bleiben, weil sie einem trotz google books, android, chrome books, etc. nicht mal in den sinn kommen, usw.)