Die Zeitgenossen der Gesellschaft Pt. 42: Der Jerk
Der Jerk (m/f, eher m) ist ein in letzter Zeit eig. überall zu sehender Zeitgenosse, der sich dadurch auszeichnet, dass er sich mehr oder weniger oft jerkisch verhält. jerkisch verstehe ich im sinne von verhalten, das eine situation oder einzelne position darin verschlechtert, ohne einem selbst zu nützen. der jerk bleibt dabei durchaus im rahmen seines eigenen rechtes und versteht sein handeln auch nicht als angriff, nimmt aber die negativen auswirken zumindest nicht gänzlich ohne genugtuung in kauf.
(wenn man so will erzeugt der jerk kosten, ohne irgendeinen nutzen zu stiften. für die analyse von vor allem sozialmedialen phänomenen ist der jerk – sowohl als personentyp als auch als drehmoment für anschlusskommunikation oder -verhalten – supernützlich, zumal sich die effekte auch verketten, perkolieren und compounden. ich wage sogar die these, dass es im korpus des digitalen kaum ‘probleme’ gibt, an denen nicht zumindest an irgendeiner stelle ein jerk sitzt)
(abt. supermarket studies)
Leftovers 2019 (Condition Edition)
auch nicht weitergekommen sind wir jedenfalls beim einführen von bedingten aussagen, bedingten forderungen, bedingten behauptungen, etc. i.e. wir wollen startups födern, aber halt nur die, die gesellschaftlich wünschenswerte effekte erzielen, usw.
(als nützliche unterscheidung bietet sich das either aus dem functional programming an, also der datentyp bei dem man zwar immer etwas bekommt, das aber entweder das eine oder ein anderes sein kann, tbc.)
The Decade In Review (2010s Edition) Pt. 2

^ the verge mit einer beeindruckenden liste der 100 wichtigsten gadgets des jahrzehnts
The Year In Review (2019 Edition) Pt. 5

^ das Jahr in Pinterest
The Year In Review (2019 Edition) Pt. 4

^ das Jahr in Spotify
The Decade In Review (2010s Edition) Pt. 1

^ endlich kommen listen und zusammenfassungen der zehnerjahre, tensies, 2010s, wie man will, guter anlass jedenfalls für eine neue serie… den anfang macht buzzfeed mit einer tour de force durch die 100 best memes
The Year In Review (2019 Edition) Pt. 3

^ na endlich: das Jahr in Twitter
The Year In Review (2019 Edition) Pt. 2

^ passend zum Jahr in Youtube auch gleich das Jahr in TikTok
1204731839254061056 Revisited

kl. nachtrag zu 1204731839254061056 resp. meine lösung für den miniquiz:
bevor man irgendwas fordert, muss man zuerst einmal zu einem gewissen konsens darüber kommen, was die begriffe bedeuten, oder zumindest aber nachvollziehbar dokumentieren, wie man sie selbst verwendet resp. was man darunter versteht, mitsamt einem bündel an kriterien, wann eine sachlage erfüllt ist und wann nicht (reine vermutung: wenn ein bereich wie datenschutz von der userschaft besser verstanden wird und also auch die effekte eigener aktivitäten im jeweils gegebenen technosozialen milieu ansatzweise vorstellbar sind, dann wäre damit viel mehr gewonnen als mit noch so gut gemeinten ins blaue gewünschte forderungen). vor jedem contract brauchen wir jedenfalls begriffe für ein verständnis der sachverhalte, damit man informierte und nicht aberglauben/reinausprinzip-basierte entscheidungen treffen kann.
(damit wäre schon viel gewonnen, selbst wenn einige der grundsätzlichen ethischen forderungen dadurch sinnlos werden, weil sie vom falschen ende her gedacht werden. das ‘gute’ entsteht ja nicht im abstrakten vorsatz nur noch gutes zu tun, es entsteht immer nur als kollateral von etwas anderem, an das man glaubt, starke communities entstehen nicht per dekret der betreiber, an das sich dann alle halten, sondern nur in der völlig kontingenten ausdifferenzierung sämtlicher ströme und dynamiken der verstärkungs- und sanktionsmechanismen, usw. überhaupt halte ich dieses hochhalten der latte für einen impraktikablen ansatz, weil die menschen so nicht funktionieren, aber für pamphlete braucht man es wohl)
Suchen des Jahres (2019 Edition)

- India vs South Africa
- Cameron Boyce
- Copa America
- Bangladesh vs India
- iPhone 11
- Game of Thrones
- Avengers: Endgame
- Joker
- Notre Dame
- ICC Cricket World Cup
Bonusliste: Deutschland
- Rebecca Reusch
- Notre Dame
- Handball WM
- Karl Lagerfeld
- Julen
- Europawahl
- Frauen WM
- 30 Jahre Mauerfall
- Thomas Cook
- Greta Thunberg
(siehe Suchen des Jahres 2018, Suchen des Jahres 2017, Suchen des Jahres 2016, Noch mehr Suchen des Jahres 2015, Noch mehr Suchen des Jahres 2014, Noch mehr Suchen des Jahres 2013, Suchen des Jahres 2012 Edition, Noch mehr Suchen des Jahres 2011 Edition, Noch mehr Suchen des Jahres 2010 Edition, Mehr Suchen des Jahres 2009 Edition, Suchen des Jahres 2008 Edition und Suchen des Jahres)
The Year In Review (2019 Edition) Pt. 1

^ in alter Tradition eröffnet Youtube mit das Jahr in Youtube (ann) die Jahresreviews.
((dieses jährliche youtube rewind video ist ja auch nie uninteressant, weil es genau genommen mehr als alles andere über den geisteszustand und vor allem die primäre soziale disposition von google informiert))
Quiz Pt. 107 Revisited
kleines update zu quiz pt. 107 (antwort) weil doch irgendwie interessant: der gleiche ausschnitt würde heute, also 3 jahre später so ausschauen (und das ist doch irgendwie interessant)

2014 – 2019

2011 – 2016
Google Ghost
kleiner überblick der verkleidungen der verschiedenen google dienste anlässlich von halloween:

^ aus @google wird boogle

^ aus @gmail wird ghost mail

^ aus @googlechrome wird der google (cob)web browser

^ aus @googledrive wird das haunted house on google drive

^ aus @googlenest wird das google haunted nest

^ aus @madebygoogle wird afraid by google

^ aus der @gsuite wird die g suite of apparitions

^ aus @youtube wird bootube

^ sogar @googlede hat zumindest zwei kürbisse bekommen.
(ich beobachte das bei google ja schon länger, spätestens seit 2007 haben sie immer brav einen doodle, siehe hallo wien, aber heuer hat das afaics eine neue dimension angenommen; als grund vermute ich fast, dass sie diesen ersten april ziemlich ausgelassen haben)
Realitätsschock

eine art nanoreview von realitätsschock von sascha lobo in tweets:
realitätsschock (2019)
— Markus Spath (@hackr) 16. Sep. 2019
(huch, liest sich gut an)
— Markus Spath (@hackr) 17. Sep. 2019
(huch, auch die review ist sehr einfach: vl. das beste buch über digital so far. die baseline, die wir brauchen)
— Markus Spath (@hackr) 21. Sep. 2019
(dabei könnte ich es wirklich auch belassen, betonen möchte ich nur kurz, warum es so eine wohltat ist: weil es mehr oder weniger vollständig auf den bezug resp. regress, was sich irgendwer irgendwarum über das internet, das digitale, etc. zusammengereimt hat, verzichtet1 und die sache rein empirisch angeht und die (zehn) bereiche anhand von auserlesenen beispielen und geschichten positioniert und kartographiert, wie immer gut informiert, unterhaltsam und wunderbar formuliert. ich mag ja eig. alles von sascha, aber mir kommt vor hier hat er sich selbst übertroffen.)
1 (die ausnahme von der regel ist das kapitel über KI, in diesem baut er (mittlerweile überholte) annahmen ein und reisst dadurch einige lücken auf, die er dann selbst nicht richtig schließt, aber das wäre nitpicking. um das aber nicht nur zu postulieren: alle genannten ‘demütigungen’ (jetzt schlagen uns KIs schon in unserer letzten bastion go und machen sogar musik) und ‘überforderungen’ (jetzt kann auch mark zuckerberg selbst nicht mehr sagen, warum was empfohlen wird, oder jetzt pfadoptimiert amazon die logistik und damit die ausbeutung usw.) sind nicht einer inhärenten qualität der jeweiligen KI geschuldet, sondern eher übergangsempfindungen wegen einem noch nicht verstandenen maßstab, der aber wohl bald besser verstanden sein wird (i.e. wenn der schnellst mensch der welt den marathon in 2:01:41 läuft, dann haben wir mittlerweile die demütigung verkraftet, dass wohl schon jeder e-scooter schneller wäre, wir wissen halt warum und sehen das deshalb nicht mehr als menschlichen makel), oder einem noch nicht geklärten sozialen u/o politischen verhältnis)
aber wie gesagt: uneingeschränkte empfehlung.
G21

^ omg, google wurde heute 21.
Fall Season


^ devoha: der google herbst-doodle.
Astronaut

^ endlich die astronaut badge für 28.000 stockwerke bei fitbit.
15 Jahre Hipster PDA und GTD
huch, wie die Zeit vergeht… Heute vor fünfzehn Jahren hat Merlin Mann seine seminale Einführung in Getting Things Done gepostet, den Urknall für sämtliche productivity-Geschichten im Web.
(ein paar tage vorher hat er den hipster pda geboren, das disruptive retro-tool schlechthin)
(siehe auch 5 Jahre Hipster PDA und GTD und 10 Jahre Hipster PDA und GTD)
FYI 116
fyi: to demand wishes does not get you anywhere.
(die unterscheidung wunsch und forderung ist durchaus nützlich. gewisse dinge sind als wünsche schön und gut und als orientierung für ein handeln oft auch durchaus sinnvoll. und forderungen können natürlich leicht gestellt werden, müssen aber gesellschaftlich gebackupped werden, sonst werden sie ignoriert. wer wünsche als forderungen verpackt, richtet mehr schaden an als er nutzt. viele wünsche sind grundsätzlich emergent)
Papierkorb pt. 194
(es gibt immer etwas wichtigeres. trotzdem ist es wichtig, sich auch um das unwichtige zu kümmern. eigentlich vor allem, weil das wichtige selbst nie direkt behandelt werden kann, sondern immer nur emergent aus dem verhältnis alles anderen entsteht. die dialektik wirkt immer gleichzeitig in beide richtungen usw.)