Lazy Startup Ep. 29
Greasemonkey Script, das den Linkstrom des eigenen Networks bei Pinboard mit dem Avatar des jeweils Verlinkenden annotiert (wie es delicious zb macht).
Lazy Blog Ep. 38
(blogpost über DAS fundamentale dilemma im derzeitigen web: den umstand, dass ein format wie medium tatsächlich deutlich effektivere mechanismen zur produktion, rezeption und distribution von mediumreads erzeugen konnte, als die gesamte blogosphäre zusammen)
((die meisten fragmente dazu sind ohnehin hier zu finden, wer hier mitliest dürfte also zumindest eine der möglichen argumentationslinien kennen))
(((für mich – also leider nicht lazyblogifizierbar – ist das so ein fall vom fluch ‘mögen deine wünsche’ in erfüllung gehen)))
((((bonuspunkte wie immer für konkrete fallstudien und sternchen für eine umfassende typologie))))
Lazy Startup Ep. 28
Bookmarklet im schöner-lesen Stil von Instapaper, Readability oder Clearly, das die zu stylenden Seiten jedoch wie Medium mit Fotos anreichert, also weniger ein minimalistisches und eher ein heimeliges Grundgefühl erzeugt.
(könnte in der basisversion kontextsensitive fotos ziehen, bonuspunkte wenn es auch einen katzenmodus gibt)
Die Zeitgenossen der Gesellschaft Pt. 16: Der den Elefanten übersieht
Der den Elefanten übersieht (m/w) ist ein häufig gesehener Zeitgenosse, der sich dadurch auszeichnet, dass er in einem Raum, in dem ein Elefant herumsteht und ein gewaltiger, immer noch dampfender Dunghaufen, den Elefanten ignoriert und beginnt, die wirrsten Thesen aufzustellen, wie man den Dunghaufen erklären könnte.
(der entscheidende punkt dabei ist nicht, dass der haufen sicher vom elefanten kommt, es kann natürlich immer auch ganz anders sein; der punkt ist, dass der elefant als offensichtlichste und/oder naheliegendste erste erklärung völlig ignoriert wird)
Papierkorb pt. 50
(was fehlt: eine studie von frequentisten vs. bayesianern vs. ignoranten)
Papierkorb pt. 49
(kontextlose randbemerkung: der aufwand irgendwas auf einer webseite oder mit einer app zu erreichen/zu tun kann bzw. sollte durchaus in relation zur bedeutung bzw. zum gesamtaufwand stehen. sprich: etwas, was wirklich teuer oder bedeutsam ist, eine flug- oder hotelbuchung für den einzigen urlaub des jahres, der kauf einer immobilie, die recherche von einem überlebensnotwendigen medikament, etc. kann durchaus auch ein bisschen mehr aufwand erfordern dürfen – zu viel einfachheit kann hier schnell auch völlig falsch wirken; alles, was klein ist oder sich immer wieder wiederholt, ein tweet, tägliches pendeln, likes und instantanalysen von reality shows, etc. sollte tatsächlich optimiert werden und mit möglichst wenig aufwand erreichbar sein. viele optimieren zu wenig auf der einen seite oder zu viel auf der anderen)
Papierkorb pt. 48
(kontextlose randbemerkung: venture kapital bezahlt nicht für talent, für idee, für konzept oder für strategische weitsicht, venture kapital bezahlt alleine für die statistische unwahrscheinlichkeit irgendwo gelandet zu sein)
Papierkorb pt. 47
(kontextlose randbemerkung: take back the web sollte nicht darin bestehen, eine offene infrastruktur zu verwenden oder mal schnell programmieren zu lernen; take back the web sollte darin bestehen, im web ein mündiger bürger zu sein, die dinge richtig einschätzen zu können, die wichtigsten und nützlichsten skills zu haben, die wichtigsten und nützlichsten anwendungen zu kennen und anwenden zu können und deshalb im jeweiligen falle eine offene infrastruktur zu verwenden oder programmieren zu können, die wichtigsten und nützlichsten strategien zu kennen, um eigene projekte umsetzen zu können, usw.)
Papierkorb pt. 46
(was twitter, google, friendfeed und co. bräuchten sind versionsnummern)
Marksy
(kontextlose randbemerkung: documented procedures zu haben – auch für kleine dinge wie wie man für das blog ein bild zunächst skaliert und dann hochlädt, mit allen relevanten hinweisen, pw’s und tools – ist oft nicht schlecht, weil man sich 6 monate später nicht mehr daran erinnern kann, usw)
/ˈhɛloviːn/






^ wenn man heute auf google reloaded usw.
Good Morning, What Do You Do?
Which leads to the key question: When you can outsource everything, what do you do? When you can choose the kind of value you create, you are also choosing what you’re going to outsource and what you’re going to do yourself.
Seth Godin mit einer Art Minitheorie (des sinns) der Selbständigkeit (der arbeit, des lebens, usw.)
Papierkorb pt. 45
(listen sind spießbürger bzw. molare pedanten; serien sind freigeister bzw. molekular/offen)
Gewebe

^ Twitter stellt Fabric vor – eine Art Plattform für Entwickler:
The Fabric platform is made of three modular kits that address some of the most common and pervasive challenges that all app developers face: stability, distribution, revenue and identity. It combines the services of Crashlytics, MoPub, Twitter and others to help you build more stable apps, generate revenue through the world’s largest mobile ad exchange and enable you to tap into Twitter’s sign-in systems and rich streams of real-time content for greater distribution and simpler identity.
Wired beschreibt sehr schön, wie sie sich damit quasi ins jeweilige Gewebe der App selbst einweben wollen, und mittelfristig quasi Tweets gar nicht mehr brauchen, weil sie sich als infrastrukturelles Geflecht aus Werbung und Identity-Services verbreiten.
Material Icons
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aha, Google Icons: Google releases set of beautiful, freely usable icons
Nützliche Unterscheidungen pt. 26 (The Stream and Tags Edition)
Komplementär zur Pen and Paper Edition : Eine weitere wirklich nützliche Unterscheidung ist ganz sicherlich die Unterscheidung: verbessert eine/meine Lösung für ein Problem die bestmögliche Lösung für das gleiche Problem, die mit einer Inbox (für interne oder externe ströme), einem Editor und Tags und/oder entsprechend angepasstem Verhalten möglich wäre?
(die blaupausen für ein setup mit internem/externen strom sind natürlich delicious resp. gmail, die sind in ihrem wesen nichts anderes als maschinen zum erzeugen oder empfangen von strömen bei anschliessendem taggen)
(abt: draw the distinction!)
Asymmetric Ev
kl. nachtrag zu quiz pt. 91 : ich hab die antwort schon im titel versteckt, sie ist ev williams, dem es tatsächlich dreimal gelungen ist, einen grundsätzlichen asymmetrischen nachteil in ein von der welt angenommenes produkt zu verwandeln und dabei die bestehenden hegemonialen strukturen zumindest ordentlich durchzurückeln.
blogger hat 1999 die erstellung von inhalten durch vereinfachung demokratisiert,
twitter hat 2006 die erzeugung von inhalten durch etablierung eines wirklich kleinen primären datentyps multipliziert, und
medium schickt sich seit 2012 an, die wertschätzung von inhalten durch ästhetisierung (nicht nur, aber primär, weil sich die jeweilige bemühtheit selbst daran klammert) zu reetablieren.
(die gute frage ist, was nach komplexität, aufwand und schönheit die nächste achse ist, die eine unbeantwortete andere seite hat)
Nützliche Unterscheidungen pt. 25 (The Pen and Paper Edition)
Eine weitere wirklich nützliche Unterscheidung ist ganz sicherlich die Unterscheidung: verbessert eine/meine Lösung für ein Problem die bestmögliche Lösung für das gleiche Problem, die mit Bleistift, Papier und/oder entsprechend angepasstem Verhalten möglich wäre?
(abt: draw the distinction!)
Die Zeitgenossen der Gesellschaft Pt. 15: Die Stummfilm-Diva
Die Stummfilm-Diva (m/w) ist ein gelegentlich gesehener Zeitgenosse, der sich dadurch auszeichnet, dass er vor 30, 40 Jahren mal ein Star war, er sein Selbstbild seit damals aber nicht mehr angepasst hat und nun nur noch in einer Scheinwelt lebt, in der er immer noch der Star ist, während die Welt weitergezogen ist und etwa Farbe und Ton bekommen hat.
Der Punkt, um den es mir dabei geht, ist das Divergieren von Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung, wobei die Selbstwahrnehmung oft durchaus verständlicherweise gleich bleibt, sich die Fremdwahrnehmung aber mitunter dramatisch verändert hat, weil sich die eigene Funktion für die Anderen dramatisch verändert hat, das jedoch nicht zur Kenntnis genommen wird. Und es geht dabei nicht um eine natürliche Evolution oder um unvermeidbare Kollateralschäden von einem ‘Fortschritt’, sondern um das Ignorieren von – oft natürlich technokulturell bedingten – Veränderungen und Verschiebungen der eigenen Position, was mittelfristig halt zu einer zunehmenden ‘Verrücktheit’ des eigenen Blickwinkels führt.
Wie das oft ausgeht wissen wir aus Sunset Blvd.
(die paradigmatischen stummfilm-diven sind derzeit natürlich die zeitungen und zeitschriften. immer, wenn man vom nächsten bezahlmodell hört, das sich irgendeine publikation ausgedacht hat, muss man sich ja kurz am kopf kratzen und sich fragen, wie sie sich auch nur ansatzweise denken können, dass das eine gute idee ist, oder wie sie sich auch nur irgendwie vorstellen können, dass das eigentlich funktionieren müsste. aber wenn man sie als stummfilm-diva konzipiert, wird das auf einmal schlüssig:
vor dem internet war des selbstbild der verlage noch halbwegs mit dem fremdbild für ihre leser im einklang. nach dem internet haben die verlage von sich selbst noch immer das gleiche selbstbild, aber das fremdbild für die leser hat sich fundamental verändert, ebenso wie alle jobs, die sie für ihre leser noch erfüllen. dieser umstand wird von der verlagen aber mit doch bemerkenswerter sturheit übersehen und/oder verdrängt.
wenn man so will: vor dem internet waren zeitungen für die zeitungsmacher und für die leser ein menü mit suppe, wienerschnitzel, salat und einem seidel bier. was anderes gab es im anderen gasthaus des dorfes auch nicht, und es war günstig und hat wirklich gut geschmeckt – es war also für alle ein guter deal. nach dem internet sind zeitungen für die zeitungsmacher selbst noch immer das gasthaus mit diesem köstlichen menü, für das leute aus der ganzen welt angereist kommen – aber für die leser haben sich die einzelnen gerichte der speisekarte schon vor jahren aufgelöst und mit allen anderen gerichten aller anderen gasthäuser zu einem einzigen, überall und immer verfügbaren, megalomanischen all-you-can-eat buffet mit köstlichkeiten aus der ganzen welt rekombiniert. der leser sieht die gasthäuser der zeitungen überhaupt nicht mehr; wenn der gurkensalat wirklich gut war, dann schlägt man vl. mit besonderer freude zu, wenn man im buffet darüber stolpert, und wenn das wienerschnitzel wirklich besonders zart und knusprig war, dann merkt man sich vl. sogar den ort, aber wenn nicht auch kein problem. wie gesagt: selbstbild der verlage und fremdbild für die leser stimmen nicht mehr überein, weil sich für die leser die funktion, der wert und die relativen vorteile der zeitungen komplett verändert haben.
es ist nicht gänzlich unverständlich, dass die verlage den umstand, dass sich die umwelt verändert hat und sie für alle anderen plötzlich eine andere funktion erfüllen, einfach verdrängen. ihre internen prozesse zur erstellung von texten haben sich ja vglw. wenig verändert, der aufwand zur erstellung von ‘aufwändig recherchierten’ artikeln wurde nicht viel kleiner, die grossartigkeit des geschmacks oder der urteilskraft des redakteurs nicht schwächer, es gibt noch immer viel vom gleichen zu tun. der gedanke, dass sie für die leser nicht mehr der informationsnabel der welt sind, kommt ihnen ganz einfach gar nicht, und deshalb haben sie ihren eigenen anspruch überhaupt nie reflektiert oder überdacht und also auch nicht angepasst.
das problem ist halt, dass in der realität das selbstbild mit dem fremdbild konfrontiert wird, und dass ein zu stark divergierendes selbstbild zu aktivitäten führt, die einfach nicht mehr angenommen werden oder anschlussfähig sind. sich im all-you-can-eat buffet hinzustellen und für den gurkensalat eine zusätzliche wöchentliche pauschale zu verlangen und die wienerschnitzel à la carte zu verkaufen wird selten funktionieren, auch wenn das vl. ungerecht ist, weil sie sich beim kochen wirlich sehr bemüht haben und sie wirklich gut schmecken. es nützt halt nichts.
solange sie aber nicht den blickwinkel wechseln und ihre funktion einmal von aussen wahrnehmen, werden sie zu keinen massnahmen kommen, die tatsächlich funktionieren könnten. sie brauchen also einen realitätscheck, sie müssten wirklich einmal in einen spiegel schauen und das ist natürlich nicht leicht und wird mit jedem jahr schwerer)
((nur ein hint: auch vor dem internet haben die leser nie für den eigentlichen ‘journalismus’ bezahlt und das wussten die zeitungen auch selbst, es war aber gwm. notwendig so zu tun als ob es so wäre; dafür nach dem internet geld zu verlangen ist also völlig aussichtslos. aber sie waren doch aus anderen gründen ein wirklich attraktives produkt und haben eine ganze reihe an anderen jobs erfüllt; ihre überlegungen für die gegenwart und zukunft sollten also eher in die richtung gehen, welche davon noch immer funktionieren könnten und welche neuen sie vl. erfüllen könnten. ein guter startpunkt ist dabei übrigens immer cwf+rtb. das problem dabei ist, dass das eine gewisse ehrlichkeit, bescheidenheit und realismus erfordert, keine eigenschaften mit denen sie sich als stummfilm-diva bisher ausgezeichnet haben. aber wieder: es nützt halt nichts))
(abt. supermarket studies)
Konzept des Tages: Job to be Done
enthalten und ausgeführt hier
und auch das verwende ich frei nach asymco der es frei nach christensen verwendet und das ist die ganz einfache frage: für welchen job heuere ich ein ding an? es geht dabei nicht darum, dass das jeweilige individuum die frage dann auch adäquat beantworten kann (oft wissen wir es selbst nicht, oft ist es was gänzlich anderes als vermutet), sondern um die annahme, dass wir das immer für einen konkreten job in unserem leben tun. diese jobs können übrigens durchaus andere sein, als es die macher der maschine gedacht oder geplant haben.
(das ist ein weiterer dieser begriffe, die mit einem schlag plötzlich fast alles erklären)