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die romantische komödie


Nützliche Unterscheidungen pt. 30 (The Baseline Edition)

Eine weitere pragmatisch oft nützliche Unterscheidung oder besser unterscheidende Grenze ist die Baseline, die das Niveau markiert, das mit der ‘besten dummen’ Heuristik oder Algorithmus erreicht werden kann.

(ich lasse das einmal so stehen, weil die implikationen der baseline je nach feld oder thema doch mitunter völlig verschieden sein können, aber es ist doch gelegentlich lustig, sich die baseline zu überlegen und die konkreten ‘ereignisse’ nicht absolut, sondern in relation zu dieser baseline zu bewerten)

((und zumindest eine vermutung: alles, was an oder in der nähe der baseline operiert, wird früher oder später gnadenlos kommodifiziert))

(abt: draw the distinction!)

29.03.2015 # https://hackr.de/2015/03/29/nuetzliche-unterscheidungen-pt-30-the-baseline-edition

Papierkorb pt. 69

(sterling zu hören ist auch deshalb postmeta-lustig, weil er einige sprachklangliche riffs kultiviert hat, die er immer wieder (mit mitunter gänzlich anderen inhalten) rekombiniert)

(als weekend projekt etwa reboot 2009 vs. sxsw 2015)

28.03.2015 # https://hackr.de/2015/03/28/papierkorb-pt-69

Papierkorb pt. 68

(im grunde wird es wieder einmal zeit, sich an das bekannte beispiel von zizek zu erinnern, in dem er die implizite verlogenheit der antiautoritären erziehung thematisiert:

der ‘autoritäre’ vater sagt einfach, dass das kind die grossmutter am wochenende besuchen gehen soll, und das kind tut das murrend, kann sich dabei aber auch denken, was es will; der ‘postmoderne’ vater sagt, dass er sich von ganzem herzen wünschen würde, dass das kind die grossmutter am wochenende besucht, aber er will das kind auch nicht in seiner persönlichen entfaltung einschränken, es muss also natürlich nicht, sondern soll es nur tun, wenn es selbst wirklich will, auch wenn die grossmutter natürlich sonst alleine und traurig wäre usw. was wie eine freie wahl für das kind klingt ist in wirklichkeit natürlich nur eine noch viel stärkere verpflichtung, weil das kind nicht nur die grossmutter besuchen, sondern es auch noch wollen muss usw.

die geschichte erinnert nämlich stark an das, was wir derzeit im verhältnis zwischen menschen und massenmedien beobachten könnten, nur sind die elemente ein bisschen anders angeordnet. das verhältnis war da ja lange so, dass die medien dem autoritären vater entsprochen haben, die ihren kindern ihr programm einfach vorgesetzt haben, und die kinder konnten problemlos damit leben, weil ohnehin niemand wirklich daran geglaubt hat.

die ‘postmodernen’ medien hingegen sind dazu übergegangen, primär nur noch sich selbst zu thematisieren. ja, natürlich wollen wir über ereignisse angemessen berichten, aber wir müssen auch dazusagen, dass wir wirklichkeit natürlich ohnehin nie objektiv abbilden können, sondern dass wir selbst in unserem tun erst wirklichkeit erzeugen und dabei nicht nur mit menschlichen und prozessualen schwierigkeiten zu tun haben, sondern auch mit historisch kontingenten produktionsprozessen kämpfen müssen und in radikal übergeordnete makroökonomische abhängigkeiten (globaler wettbewerb, beschleunigung, soziales zeugs, volatilität der finanzmärkte) eingebunden sind, usw.

lustigerweise ist der effekt davon nicht ein neurotisches kind, sondern eine art selbstneurotisierung der medien durch erzeugung einer art autoritären vaters in form eines medienkritischen überichs, das die medien mittlerweile fast in echtzeit und üblicherweise deutlich professioneller über jede ungenauigkeit, jede dummheit, jede übertreibung und jeden anderen inhaltlichen oder methodologischen fehler informiert und öffentlich dokumentiert)

27.03.2015 # https://hackr.de/2015/03/27/papierkorb-pt-68

Eine Unter

weil gerade links und rechts paywalls aus dem boden schießen:

was zeitungen, glaub ich, noch nicht verstanden haben aber verstehen sollten, ist, dass sich ihr wert für den benutzer als ‘bündel’ nicht nur verändert, sondern sogar umgekehrt hat. was als papier nützlich war, wurde im web ein störfaktor.

ihr wert im ‘analogen’ war, dass sie im monatlichen abo für $40 einen großteil des informationsbedürfnisses des lesers befriedigen konnten. leser mussten sich gwm. aus dem vorhandenen angebot aller zeitungen für eine zeitung entscheiden, und die ausdifferenzierung der zeitungen basierte darauf, für möglichst große oder zumindest gut definierte gruppen von lesern das attraktivste bündel zu schnüren.

das lesen einer und nur einer zeitung war deshalb sinnvoll, weil der wert einer 2. zeitung bei verdopplung der kosten nur wenig zusätzlichen nutzen brachte. gleichzeitig wurde dadurch die eigenleistung der gewählten zeitung überbewertet, weil ihr eben auch das angerechnet wurde, was die baseline ohnehin aller zeitungen ist (dpa-meldungen, fernsehprogramm, usw.).

ihr wert im ‘digitalen’ geht aber plötzlich gegen null, weil es keine distributionsbedingte notwendigkeit mehr gibt, sich auf eine zeitung zu beschränken. jeder artikel steht plötzlich neben allen anderen artikeln aller anderen nationalen und internationalen, grossen, kleinen und kleinsten publisher. im entbündelten stadium gibt es immer etwas besseres direkt daneben.

das lesen einer einzigen zeitung ist also nicht nur nicht mehr sinnvoll, es verursacht für den leser sogar ganz reale kosten, nämlich die verpassten gelegenheiten in gewissen ressorts oder zu bestimmten themen oder für bestimmte funktionen was viel besseres zu lesen oder zu benutzen. noch schlimmer wenn man dafür auch noch geld bezahlt, weil menschen dazu tendieren, ihr investment wieder hereinzubekommen und die zeitung dann auch dann lesen, wenn sie sogar wissen, dass es da was anderes viel g’scheiteres dazu gäbe.

aus dieser sicht täten zeitungen sehr gut daran, wenn sie ihre selbstwahrnehmung von der von den lesern verehrten prinzessin auf ‘eine unter’ umstellen würden, die prinzessin sind sie tatsächlich nur noch für sich selbst.

die gute nachricht ist, dass sie diese ‘eine unter’ für viel, viel mehr leute sein können, und dass sie es auf viele verschiedene weisen sein könnten, was gänzlich neue möglichkeiten eröffnen kann, wenn man sich nicht auf die ehemalige rolle als prinzessin kapriziert.

(minianmerkung zum pricing von paywalls: aus oben genannten gründen sind modelle für ‘full digital access’ für 25$ oder mehr völlig kontraproduktiv, selbst wenn sich einige finden, die es bezahlen. das werden primär ehemalige abonnenten der papierversion sein, die sich freiwillig selbst beschränken wollen oder die möglichkeiten noch nicht kennen oder können. der preis wird ansonsten aber allen anderen, auch den echten sympathisanten, schwer zu verkaufen sein, weil sich die frage aufdrängt, warum gerade für dieses und nicht für das oder für das dort oder für das dort drüben und überhaupt, die ja auch gute arbeit leisten. und für alle bezahlen geht halt auch nicht, das allokierte budget wird für bits kaum viel grösser sein als für papier. auf den selbstempfundenen wert und den hineingesteckte aufwand sollte man da nicht beharren, weil der grenznutzen aus lesersicht wie oben beschrieben eben fast null ist. techdirt’s cwf+rtb ist auch für zeitungen noch immer das einzige schlüssig klingende modell, wobei diese bei ihrem rtb vor allem auch auf eine ‘erzählung’ setzen müssen, wenn sie nur auf der ebene der inhalte bleiben wollen und ihre prozesse und produkte lieber nicht aufbohren)

26.03.2015 # https://hackr.de/2015/03/26/eine-unter

Politische Diversität

notiz am rande: gesetze, die das internet regulieren oder auch fördern sollen, werden von leuten gemacht, die davon wenig ahnung haben – und sich deshalb oft auf berater verlassen, die ihnen mit massiven eigeninteressen was einreden.

oder sie werden von leuten gemacht, die wirtschaftlich oder militärisch gewinnen wollen und für dieses gewinnen ein set an parametern verwenden, die mit dem ‘wohl’ der gesellschaft nichts zu tun haben und dieses eher zerstören.

bildung zum umgang mit computern und dem internet wird von leuten vorgenommen, die davon wenig ahnung haben und oft ein völligen blödsinn glauben und dann gutmeinend blödsinn machen.

massenmediale information über das internet – und dadurch schon auch eine art stimmungsmacher – wird von massenmedien und journalisten gemacht, die davon kaum ahnung haben und oft starke eigeninteressan haben.

was ich deshalb vorschlage:

(1) es sollte einer besonderen rechtfertigung bedürfen, wenn dinge anders als überall sonst gemacht werden. es kann ja durchaus sein, dass man selbst der einzige ist, der recht hat, aber es sollte dann eben wirklich gut begründet werden.

(2) es müsste eine objektive quantifizierung stattfinden, die den eigenen stand im internationalen vergleich irgendwie fassbar macht. und man müsste dabei ein bisschen aufpassen, nicht zu schnell (falsche) schlüsse zu ziehen, metriken führen oft auch in die irre. aber man sollte dinge kennen wie: wie viele menschen haben grundsätzlichen zugang zum internet? wie viele können es zumindest in den basics – webseite anschauen, email verschicken, googlen – verwenden? wie viele können auch die zweite ebene der basics – sich wo anmelden, dinge kaufen oder verkaufen, tickets bestellen, chatten, fotos posten, facebook verwenden – verwenden und adäquat einschätzen? wie viele sind auf sozialen netzwerken aktiv? wie ist die stimmung, haben die leute angst, vermeiden sie dinge, usw. analyse der netzwerkdichte und des outputs? wie viele haben zugang zum mobilen internet und wie wird es verwendet? wie ist der ausbau der bandbreite, wieviel MBs/min laufen maximal durch, wieviel durchschnittlich? wie viele apps haben die leute installiert? wie ist die ausstattung der schulen? und vieles mehr.

(3) es müsste eine diverse besetzung bei beraterpositionen stattfinden. für jeden gorny oder oettinger sollte es immer auch einen piraten und einen techniker geben, und nicht nur einen mechanismus für lobbyisten. und es müsste auch eine art test bzgl. zumindest einiger basics für die politiker geben, die die dinge dann entscheiden.

26.03.2015 # https://hackr.de/2015/03/26/politische-diversitaet

Die Zeitgenossen der Gesellschaft Pt. 20: Der Privatprogrammierer

Der Privatprogrammierer (m/w) ist ein derzeit eher hypothetisch angenommener Zeitgenosse, der sich dadurch auszeichnet, dass er rein privat motiviert und jedenfalls finanziell unabhängig und ohne Auftrag vor sich hinprogrammiert.

(abt. supermarket studies)

25.03.2015 # https://hackr.de/2015/03/25/die-zeitgenossen-der-gesellschaft-pt-20-der-privatprogrammierer

Bruce Sterling SXSW2015

bruce sterling mal wieder in hochform bei der sxsw.

25.03.2015 # https://hackr.de/2015/03/25/bruce-sterling-sxsw2015

Papierkorb pt. 67

(wenn wir in diesen sogenannten debatten gelegentlich zwischen dem gesagten und dem gemeinten unterscheiden würden, würden wir uns auch viel ersparen)

23.03.2015 # https://hackr.de/2015/03/23/papierkorb-pt-67

signing up 8

signing up

heute vor acht jahren: 11746761

23.03.2015 # https://hackr.de/2015/03/23/signing-up-8

Leftovers 2014 (Relevance Editon)

auch nicht weitergekommen sind wir 2014 jedenfalls mit unserem sensorium für die tatsächliche relevanz (oder irrelevanz) von dingen. und zwar tatsächlich auf allen ebenen.

(was auf der einen seite wirklich absurd ist, weil man vermuten könnte, dass uns ein besseres sensorium für die tatsächliche relevanz (oder irrelevanz) doch bei formulieren von informierteren entscheidungen helfen dürfte, was uns dann zu besseren menschen mit besseren gesellschaften in einer besseren welt machen sollte, usw.)

(was aber auf der anderen seite wohl eine voraussetzung dafür sein dürfte, dass wir überhaupt zumindest noch irgendwie funktionieren können; der uns eingebaute relativismus – wir nehmen irritationen immer nur lokal war, und wir werden potentiell umso irritierter, je genauer wir hinschauen – macht die meisten von uns zwar auf individueller ebene extrem ineffizient, ermöglicht aber erst die ausbildung von komplexeren strukturen auf sozialer ebene, für die wir dann halt eben kein sensorium haben, also ist alles irgendwie gut)

22.03.2015 # https://hackr.de/2015/03/22/leftovers-2014-relevance-editon

Papierkorb pt. 66

meerkat

(als wendepunkt vl. ganz interessant: das erdmännchen könnte die erste anwendung gewesen sein, aus deren hype (und in deutschland beobachtung vom hype) kein soziales kapital geschlagen werden konnte)

(und am rande: ich hab bis dato noch keine einzige ‘analyse’ von meerkat gelesen, die auch nur im ansatz die kosten von ‘live video’ berücksichtigt hätte, dass es also für den zuschauer sehr aufwändig ist, usw.)

21.03.2015 # https://hackr.de/2015/03/21/papierkorb-pt-66

Lazy Startup Ep. 36

fff

weil friendfeed ja in 2 wochen dicht macht:

kleines tool oder script, das mit den eigenen friendfeed friends eine twitter list befüllt.

(bin übrigens vorhin noch ein bisschen darin herumgestreunt und es ist nach wie vor erstaunlich, wie gut es schon 2008 war, so features wie virtual friends sind nach wie vor unerreicht. lustigerweise sind dem tool genau die zwei dinge auf den fuss gefallen, die es ursprünglich motiviert hat: das soziale und die echtzeit. indem sie das interagieren – kommentieren, liken, etc. – mit den aggregierten beiträgen auf friendfeed selbst gezogen haben, haben sie eine situation des alles oder nichts erzeugt, die eben nur so lange funktioniert hat, solange die bekannten und verwandten selbst auch dort aktiv waren, was eine fragile struktur ist und den exodus dann gwm. gefördert hat. das potential als antisozialer reader von sozialem, das die interaktion zum jeweiligen dienst zurückspielt, wurde genau deshalb nie ‘entwickelt’. und echtzeit war ein gimmick, das retrospektiv betrachtet aus dem irritierenden arsenal von professor horn aus den merowingern stammen könnte)

21.03.2015 # https://hackr.de/2015/03/21/lazy-startup-ep-36

Lazy Startup Ep. 35

Tool oder Plattform, das diese amerikanischen Sportstatistiken bzw. -Ausreisser für Startups generiert.

(xy ist erst das zweite productivity-startups aus einer deutschen stadt mit weniger als 100.000 Einwohnern, das die android-app noch vor der ios-app lanciert hat und bei ello mehr als 1000 verfolger hat)

21.03.2015 # https://hackr.de/2015/03/21/lazy-startup-ep-35

Leftovers 2014 (Don't Bug Me Editon)

auch nicht weitergekommen sind wir 2014 jedenfalls mit dem bereitstellen/einfordern von den ursprünglichen und einfachen defaults von webdiensten.

(was absurd ist, weil viel bei vielen plattformen verzeihbar wäre, wenn man es einfach abstellen könnte)

21.03.2015 # https://hackr.de/2015/03/21/leftovers-2014-don-t-bug-me-editon

just setting up my twttr 9

just setting up my twttr

Huch, vor neun Jahren wurde der erste Tweet abgesetzt.

(siehe just setting up my twttr 8, t7, just setting up my twttr 6, just setting up my twttr 5, just setting up my twttr 4, just setting up my twttr, 2 jahre twitter und immr)

21.03.2015 # https://hackr.de/2015/03/21/just-setting-up-my-twttr-9

My little Tijuana Revisited

my little tijuana

aus der beliebten abt. heute vor 10 jahren: ein mashup von my little tijuana

20.03.2015 # https://hackr.de/2015/03/20/my-little-tijuana-revisited

Ofen-Hits

ofen hits mit hack

^ devoha: Ofen-Hits mit Hack

19.03.2015 # https://hackr.de/2015/03/19/ofen-hits

Google Store

google store

^ Google hat einen neuen Store namens Google Store (ann)

13.03.2015 # https://hackr.de/2015/03/13/google-store

Die Zeitgenossen der Gesellschaft Pt. 19: Der Verweigerer

Der Verweigerer (m/w) ist ein relativ weit verbreiteter Zeitgenosse, der sich dadurch auszeichnet, dass er sich Dingen verweigert.

Der Verweigerer verwendet also Dinge nicht deshalb nicht, weil er ahnungslos oder unfähig oder aus anderen Gründen ausgeschlossen ist (stichwort digital divide resp. literacy), oder weil er aus anderen, etwa infoökonomischen Gründen halt nicht verwendet (for personal reasons), es geht ihm mit seinem Verweigern um den Akt der Verweigerung selbst.

(für die verweigerung kann es dann viele gute oder schlechte gründe geben, öfter als nicht ist der grund jedoch die übertragung der (vermuteten) eigenschaften der black box hinter der schnittstelle auf die eigenschaften der plattform selbst, die ich vor ein paar tagen im lazy blog ep. 46 angedeutet habe, paradebeispiel ilse aigners ‘sehe ich mich gezwungen’ bei facebook. so nobel oft das ziel ist, der einzige effekt ist üblicherweise, dass man halt selbst an etwas nicht mehr teilnimmt und also die möglichkeiten nicht nutzt und sich im schlimmsten fall über alle anderen ärgert)

(für systemische ausdifferenzierungen ist der verweigerer aus ähnlichen gründen wie der sturschädel wichtig, weil er nämlich verharrt und in seinem verharren gelegentlich der opportunistischen homogenisierung entgegenwirkt und mitunter die möglichkeiten für alternativen skizziert)

(abt. supermarket studies)

11.03.2015 # https://hackr.de/2015/03/11/die-zeitgenossen-der-gesellschaft-pt-19-der-verweigerer

0.04 GB used

0.04 gb

^ kl. nachtrag zu 566262738172002304 : google hat uns die 2gb endlich gutgeschrieben.

09.03.2015 # https://hackr.de/2015/03/09/004-gb-used