Serendipity Overkill
eigenartiger machtkampf um die arme serendipity ausgefochten von jeff jarvis, der artikel aus 2006 und 2009 aufgreift und genau das macht, was der nyt-text aus 2009 antizipiert: die viel fruchtbarere quelle für serendipity in den twitter und facebook streams zu verorten und eben nicht bei den zeitungen, die ihn wiederum bei sich selbst aufgehoben sehen bzw. sahen. alle zusammen aber verdünnen den begriff serendipity bis zur wertlosigkeit (bzw. verwechseln ihn mit zufall, eklektizismus, geschmack oder abweichung)
(die traurige trope hier ist die erzwungene wahl; es kann nicht sein, dass verschiedene formen nebeneinander existieren und ihre jeweils eigenen stärken und schwächen und möglichkeitsräume haben, es kann nur einen sieger geben, auf dessen seite man sich schlägt und der im übrigen alles besser kann)
a rich source of instant information

(btw, die neue homepage von twitter sieht man, wenn man ausgeloggt ist und die sprache auf english stellt)
((huh?-technisch besser als die alte))
Toptweets

@toptweets following: everyone
(via tc)
Kurzschluss
(bin in letzter zeit über einige ‘social media müdigkeits, – erschöpfungs, – auf sich selbst bezogene wie viel ist es wirklich wert, etc.’ posts gestolpert worden, zumindest eines ist dabei interessant: es gibt ganz offensichtlich nicht wenige, bei denen es zu einem kurzschluss zwischen der emischen und der etischen wahrnehmung kommt. die leute subordinieren sich gwm. unter das social media blabla und bewerten ihre aktivitäten nicht mehr selbstbestimmt – nach dem spassfaktor, nach eigenen motiven warum sie twittern oder flickern, nach den sich für einen selbst und in der streukraft der peergroup ergebenden möglichkeitsräumen, etc. – sondern nehmen sich selbst als social media objects wahr und bewerten sich selbst mit den damit assoziierten metriken; für eine kulturelle ausdifferenzierung ist das natürlich eher ungünstig)
(abt. gleichzeitigkeit der ungleichzeitigkeiten)
signing up

heute vor drei jahren: 11746761
Click und Clicker

ich will ja echt nicht auf dem thema herumreiten, egal, jedenfalls hat ja auch gawker vor kurzem auf minifeeds umgestellt, und die stats sind doch interessant: ihre besucherzahlen haben sich laut sitemeter – wenn man die woche vor der umstellung und die woche nach der umstellung betrachtet – um 8,5% bzw. ~700k verringert.
ich würde jetzt den abfall nicht unbedingt mit dem excrptfeed in einen zusammenhang bringen, dafür kann es verschiedene gründe geben. aber eines sieht man mehr als deutlich: ein kurzer feed konvertiert ganz sicher nicht massenweise feedleser in webseitenklicker – bei gawker war das aber das erklärte ziel. lifehacker ist mit mehr als 333.000 abonnenten im google reader (zum vergleich: techcrunch hat im google reader 69.000, boingboing 99.000) eines der blogs mit den allermeisten abonnenten (und die google reader counts sind weitaus aussagekräftiger als etwa die feedburner counts, weil bei zweiteren gott weiss was reingemischt wird). aber es gibt ja nicht einmal ein auch nur irgendwie wahrnehmbares sprüngchen oder einen wie auch immer messbaren ausschlag.
just setting up my twttr 4

Huch, vor vier Jahren wurde der erste Tweet abgesetzt.
(siehe just setting up my twttr und 2 jahre twitter und immr)
hackr.search: uff sharp update

siehe sidebar
kleines update bei der hackr.search (einer google cse basierten suchmaschine, die in den tollsten deutschsprachigen webtechblogs sucht):
ich habe alle vorwiegend englischsprachigen blogs aus deutschland und österreich in die momb.search gesteckt (diese ist überhaupt auch ans herz gelegt, die ist nicht schlecht.)
neu dabei sind viele blogs und einige tech-bezogene nachrichtenportale (futurezone, heise, zeit digital, …) und es gibt jetzt labels (fathead, longtail, analysis, hackr), mit denen man den skopus einschränken kann.
in folgenden quellen wird derzeit in der hackr.search gesucht:
8<
hinweise auf coole blogs die fehlen sind herzlich willkommen, bitte aber keine blogs, die sich primär um gadgets, apple, webdesign oder medienkritik drehen; eher blogs in die richtung web, webtech und webtechstartups.
update: ich organisiere und aktualisiere die liste nun hier: hackr.search: Liste durchsuchter Blogs
Wir sind relevant
hmm, Twitter Search Results to Show Popular Tweets On Top
(dunno, twitter schraubt die letzten monate zu sehr an dingen herum, an denen sie weder herumzuschrauben bräuchten noch besonders gut daran schrauben. das ist genau so ein anwendungsfall, wo sie sich als plattform zurückhalten und google oder anderen 3rd party apps luft lassen sollten)
Evertags

nicht uninteressant, wie sich ein vernakular auch an anderer stelle (leicht angepasst) ausbreitet.
Beagle

(ht /@handmade2_0)
Hotness:Medium

(gibts vl. schon länger, seh ich aber das erste mal: bei hotten suchen, realtime baby, sagt das google auch dazu, macht gleich eine chart usw.)
The Brizzly Guide

(via, abt. naja)
Status Beyond Messages

status.net offeriert seit heute die möglichkeit, sein eigenes solipsistisches twitter zu betreiben.
das obligatorische grossartige hackr [war http://hackr.status.net/]
Linsen

hmm.
hackr 0.4
update zu hackr 0.2 und more cowbell :
hab (während curling bei den olympischen spielen) hier mal wieder etwas ausgemistet und herumgeräumt.

Die Startseite – hackr.de – zeigt jetzt nur noch den letzten Eintrag aus live.hackr voll an, dann noch einige mehr in Kurzform. Dafür kommen dann auch noch Kommentare, ein Video und featured Tags. In der Sidebar gibts eine neue Kategorie namens side notes
(idee dabei ist, einerseits ein bissl mehr eine art dashboard zu bauen, ich finds noch nicht super, aber es ist ein start, andererseits zumindest einen kleinen unterschied zur startseite des blogs – live.hackr – zu haben, die waren die längste zeit mehr oder weniger identisch)

Die Sidebar von live.hackr hab ich komplett ausgemistet, vor allem ab Seite 2. Dafür sieht man jetzt in der Einzelartikelansicht tag-verwandte Artikel, ohne die Semiotik der Icons zuerst entschlüsseln und dann klicken zu müssen.

Die Archiv- und Tags-Seiten (zb) sind auch etwas ausgemistet und insgesamt besser.

Ganz neu und eigentlich sehr super (und bisher auch nur sehr sporadisch vergeben) sind die via-Tags (zb natürlich bubblegeneration oder excitingcommerce). Dort gibts neben meinen Erwähnungen auch die letzten fünf Artikel und – wenn ich den Twitter-Namen kenne – Tweets der jeweiligen Quelle.
49.334.742

DRYF

Unlink Your Feeds – eine Art Manifest der Entkoppelung von Feeds und Streams (schadet den freunden, schadet einem selbst, schadet dem web, drafte und crafte) mit begleitendem tumblr
(weekend mini project: das einmal für sich selbst durchdenken)
(extra points für eine umfassende typologie der dienste und usergruppen; die ist wohl gar nicht so einfach, weil es so einige faktoren und parameter und dispositionen gibt, und weil es natürlich nirgends ein richtiges oder falsches verhalten gibt (die wenigsten (sozialen) dienste erfinden sich selbst, werden vielmehr durch die mitunter verschiedenarten benutzungen erfunden), sondern nur ökosystemische mischungen die sich auf dem jeweiligen milieu eines dienstes ausdifferenzieren, innerhalb derer ein jeweiliges verhalten funktioniert oder nicht, (rezeptions-) kosten und (informations-) nutzen verursachen oder nicht usw. usf.)
Search M for Murder

sehr nett: google ohne den ganzen neumodischen quatsch.
2000 kt/h

devoha: twitter tickt bald mit 50 mio tweets pro tag + eine relativierung.