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die romantische komödie


Der Dispositon macht die Musik

es ist natürlich völlig unsinnig den spiegel auch nur irgendwie mit dem guardian zu vergleichen, aber es ist doch ganz lustig diesen null blog artikel vom spiegel mit dem failure to connect artikel vom guardian zu lesen. beide setzen sich ‘kritisch’ mit den auswirkungen des internets auf die ‘heutige jugend’ auseinander und trotzdem könnte die haltung und der vibe und die emphase nicht unterschiedlicher sein.

(der spiegel text wurde ohnehin schon in angemessenem maße zerklaubt, nur ein satz: während es dem spiegel durchaus anzurechnen ist, dass er die mär der generation digital natives hinterfragt, und vielleicht auch noch, dass er sich anschaut, wie schüler wirklich damit umgehen (übrigens nicht besonders smart), ist alles andere ein blödsinn, vor allem natürlich dieses peinliche triumphieren darüber, dass sich die jugendlichen anders verhalten, als sich das zwei 60-jährige vorgestellt haben, was natürlich nichts anderes bedeuten kann, als dass das ganze internet insgesamt ein (vor allem von sich selbst, spiegel-leser wissen es jetzt ja besser) völlig überschätztes phänomen ist.)

09.08.2010 # https://hackr.de/2010/08/09/der-dispositon-macht-die-musik

Nullpunkt Pt. 6 (Accounts Edition)

accounts

5. August 17:51

(noch eine art meilenstein: nach feedbox zero und inbox zero und alle actionable folders zero und linkbox zero und reference material system clean und zettelwesen clean und things clean bin ich jetzt gwm. auch accounts clean, sprich alle accounts bei webdiensten (auch email, foren, partnerprogramme, etc., auch die selbst betriebenen thingies) sind gesichtet, entmistet und priorisiert. die selbst gehosteten (tracks, activecollab, reblog, ein paar instikis, haufenweise demo-installationen, ..) hab ich – mit ausnahme der blogs – kurzerhand gekillt, davor nur noch einige rettenswerte texte, links und daten übertragen. der aufwand das zu betreiben, aktualisieren, backupen war einfach zu hoch. alle anderen accounts hab ich in drei listen gruppiert: active, holding und deprecated; active für alles weiterhin benutzte; holding für accounts, die ich ggf. mal brauche, aber nicht mehr proaktiv verwende und inhaltlich ansonsten abgeschrieben habe; und deprecated für den rest, den ich vollständig abgeschrieben habe. auch holding und deprecated hab ich, wo sinnvoll, gesichtet (uff). geniale idee oder killer-link hab ich nicht gefunden, aber dafür weiss ich’s jetzt.)

((todo für die active accounts ist eine durchdachte backup und/oder exit strategy (siehe wave); bei vielen ist wohl nicht viel zu tun (keep the pw save), bei einigen lässt sich das leicht automatisieren (einmal im monat einen dump via der api), bei wenigen muss ich wohl ein bissl frickeln, oder die entscheidung treffen, dass es auch egal ist, etc.))

05.08.2010 # https://hackr.de/2010/08/05/nullpunkt-pt-6-accounts-edition

R.I.P. Wave

Wave has taught us a lot, and we are proud of the team for the ways in which they have pushed the boundaries of computer science.

Google killt Google Wave

hmm, irgendwie bin ich nicht unglücklich, es zeigt, dass Google auch bei Vorzeige-Projekten ein gewisses Sensorium für den Markt / die Akzeptanz bei den Usern hat und dann auch symbolisch schmerzliche Konsequenzen zieht; allerdings fürchte ich, dass sie nicht die richtigen Lektionen daraus lernen (und etwa die schuld eher bei den usern sieht etc.).

(im übrigen würde man bei einer ursachenforschung und retrospektiven fehlermöglichkeits- und einflussanalyse wohl auf mehreren ebenen fündig werden, der kern des problems, der sich durch das gesamte googleverse zieht, ist imho das google web toolkit (ihre entwicklungsumgebung, in der man webapps in java programmiert und das teil generiert dann die app). gute webapps entstehen üblicherweise dialektisch zwischen lust (am programmieren, am ergebnis) und constraints, die dann einen fokus auf das wesentliche bedingt, gwt-apps hingegen hängen einerseits an der metapher des desktops (was als webapps seltenst funktioniert), machen vieles möglich (was sonst dem bullshit-filter zum opfer fiele) und haben in den meisten fällen ein grauenhaftes design (das sich auch durch alle google-apps zieht, google hat nur das glück, dass das bei den pragmatischen und daten-intensiven diensten nicht so auffällt). wenn man so will, dann fehlt dem gwt und also google das mit liebe gekocht)

05.08.2010 # https://hackr.de/2010/08/05/rip-wave

Nullpunkt Pt. 5 (Dings Edition)

4. August 13:01

(noch eine art meilenstein: nach feedbox zero und inbox zero und alle actionable folders zero und linkbox zero und reference material system clean und zettelwesen clean bin ich jetzt auch quasi dinge clean, sprich das gesamte sich materiell manifestierende zeug ist gesichtet, entmistet und hat seinen platz gefunden; allerdings haben sich dabei auch die ersten knochen gezeigt: (a) dinge, die zu reparieren sind; (b) dinge, deren ende der lebenszeit wohl gekommen ist, die mir aber noch am herzen liegen (der 15kg schwere sampler mit 1mb speicher, etc.); und © das archiv aus 2000+ LPs, 1000+ büchern, den gesammelten zeitschriftenabos und dem stuff auf dvds, cds, mcs, vcs, mds; für die (a)s hab ich jetzt platzhalter und die müssen halt erledigt werden, für die (b)s brauch ich einen rappel, das kann ich nicht erzwingen, oder einen selbstüberlistungshack, aber ich wüsste nicht welchen, und © ist ein eigenes grossprojekt, allerdings ohne akuten überichdruck, weil es ja keine bomben et al. beinhaltet und entsprechend verschachtelt oder regalisiert ist und also mit nichts anderem interferiert; kurzfristiges ziel ist trotzdem eine reduzierung um 10 – 20%, einfach eine ausdünnung um das, was ich sicher nie wieder freiwillig in die hand nehmen werde)

04.08.2010 # https://hackr.de/2010/08/04/nullpunkt-pt-5-dings-edition

SmileFwd

smile
smile
smile

Entrepreneurship, it’s fun.

03.08.2010 # https://hackr.de/2010/08/03/smilefwd

Nullpunkt Pt. 4 (Zettel Edition)

next action balls

2. August 19:01

(noch eine art meilenstein: nach feedbox zero und inbox zero und alle actionable folders zero und linkbox zero und reference material system clean ist jetzt auch mein zettelwesen quasi clean. unter zetteln verstehe ich (in diesem fall) jegliches lose blattwerk, also neben den klassischen zetteln (die bei mir überhaupt ein frohes dasein frönen, weil ich alles auf zettel kritzle) auch alle andere kleinere (indexkarten, visitenkarten, rechnungen, kontoauszüge, karten, briefe, belege) und auch grössere formate (skripts, mitschriften, kopien, verträge, zeugnisse, prospekte, broschüren und was nicht alles) – im grunde also alles aus papier, was nicht in gebundener form vorliegt. vor allem mit den normalen zetteln ist das ja so eine sache, weil sie eine recht eigenwillige art der ausbreitung in einem gegebenen ökosystem aka wohnung demonstrieren, wenn man irgendwo nur lange genug schüttelt, kommt fast immer auch ein zettel heraus, sie gleichzeitig aber das gesamte spektrum an bedeutsamkeit beinhalten können und sie doch eine art monopol auf die auf ihnen abgebildete information haben, etc., den begriff verzetteln gibt es jedenfalls nicht ohne grund. insgesamt war das rudimentäre durchprozessieren (ausmisten, abheften, einsortieren, in umschlägen gruppieren, ggf. transformieren oder übertragen – ich bin dabei aber nicht tief gegangen) viel weniger aufwand, als ich bei dem berg, den ich beim zusammentragen angehäuft habe, vermutet hätte.)

((das ganze ist teil von einem übergeordneten (matrjoschka projektstruktur) projekt, das das ziel hat ‘stuff clean’ zu werden, also neben dem komplex digitales zeugs auch den komplex analoges zeugs so halbwegs in den griff zu bekommen, siehe pt. 2))

02.08.2010 # https://hackr.de/2010/08/02/nullpunkt-pt-4-zettel-edition

Pencil-tip

dalton ghetti

heh, Bleistiftspitzskulpturen von Dalton Ghetti.

02.08.2010 # https://hackr.de/2010/08/02/pencil-tip

Nullpunkt Pt. 3 (Reference Material Edition)

reference

1. August 18:20

(noch ein mini meilenstein: nach feedbox zero und inbox zero und alle actionable folders zero und linkbox zero ist jetzt auch mein reference material system (ebooks, artikel, standards, handbücher, guidelines, skripte, …) gwm. clean, sprich gesichtet, ausgemistet, organisiert und upgebacked; und vor allem: auch alle bisherigen manifestationen (auf backup-cds, auf sonstigen backups, etc.) sind entfernt. eine trennung war dabei nützlich: alles nicht essentielle – also zeugs, bei dem ich keine panikattacke bekomme, wenn es verschwindet – und alles mehr oder weniger leicht ohnehin wieder beschaffbare liegt jetzt ohne weitere (metadatenerfassende, backupstrategische, …) massnahmen nur noch auf google docs; den rest hab ich einmal lokal, einmal auf einer externen festplatte und einmal in der cloud und die aktualisierung ist mit einem skript automatisiert.)

((während der aktion sind zwei podcasts in einer endlosschleife gelaufen, und die möchte ich beide nochmal ans herz legen: bruce sterling bei der reboot, absolut grossartig, und merlin mann vs. david allen (die tastier m4a version gibt’s noch), wo allen wirklich auch teilweise aus dem nähkästchen plaudert))

01.08.2010 # https://hackr.de/2010/08/01/nullpunkt-pt-3-reference-material-edition

Nullpunkt Pt. 2 (Linkbox Zero Edition)

no stuff to read
31. Juli 10:49

(noch ein kleiner meilenstein: nach feedbox zero und inbox zero und alle actionable folders zero sind jetzt auch alle actionablen tags für bookmarks bei delicious, evernote, instapaper und lokal zero, also linkbox zero, siehe getting links done)

((das ganze ist teil von einem übergeordneten projekt, das das ziel hat ‘data clean’ zu werden, also den gesamten komplex digitales zeugs in den griff zu bekommen, und das ist natürlich ein mammutprojekt, weil sich über die jahre so einiges anhäuft, vor allem, wenn man einen hang zum sammeln hat, und es sich nicht nur anhäuft, sondern dann auch ausbreitet und auf die verschiedensten weisen (floppy, zip, cd, dvd, festplatten, cloudstorage) materialisiert und in backups reproduziert etc. ich will da gar nicht allzuviel herumoptimieren, aber ich will an einen punkt kommen, an dem ich darüber einfach nicht nachdenken muss. die voraussetzungen dafür, darüber nicht nachdenken zu müssen, sind aber, wenn man sich das gesamte spektrum an zeug anschaut – neben email und feeds und bookmarks gibt es haufen von gesammelten audio-, photo-, videofiles, artikel, programme, source code und dokumente von grösseren und kleineren projekten, metazeug wie kontaktdaten, kalenderdaten, zugangsdaten und lizenzen, etctrara – teilweise recht trickreich, teilweise auch recht einfach, müssen aber trotzdem implementiert sein, jedenfalls aber auch nicht immer auf den ersten blick offensichtlich und also von fall zu fall zumindest auch zu durchdenken, auf etwaige bomben und möglichkeiten abzuklopfen, usw.))

31.07.2010 # https://hackr.de/2010/07/31/nullpunkt-pt-2-linkbox-zero-edition

Groupon Seppuku


(nts: mich öfter selbst zitieren)

groupon macht was richtig blödes und wird fortan deals personalisieren. ^

einerseits transformieren sie durch diese aktion eine der tatsächlich besten erzählungen der letzten jahre (“schau her, wir sind trüffelschweine und finden für dich jeden tag einen grossartigen deal in deiner stadt; gelegentlich ist sicher auch für dich was wunderbares mit dabei”) in eine eher kaufmännische (“hör zu, es wollen bei uns so viele unternehmen deals anbieten und ihr seid ja auch so viele, also nehmen wir jeden deal an und mappen die dann bestmöglich auf euch; kauft bitte soviel wie möglich”).

andererseits invertieren sie damit das vertrauensverhältnis; dieses war quasi systembedingt eingebaut (ihr alter anreiz war, aus allen zur auswahl stehenden deals den für die user bestmöglichen auszuwählen) und ist durch die personalisierung aber systembedingt quasi ausgeschlossen (ihr neuer anreiz ist, so viele deals wie möglich heranzukarren und dann irgendwie an den mann zu bringen).

siehe dazu auch excom :

Bei Groupon kann man jetzt beobachten, was passiert, wenn ein Filter mit den Prinzipien eines Aggregators agiert. Absolut unverständlich, warum sich Groupon ohne Not in direkte Konkurrenz zu Yipit & Co. begibt, die im Zweifel immer die besseren Empfehlungen haben werden.

(abt. spreadsheets ain’t sympathy)

30.07.2010 # https://hackr.de/2010/07/30/groupon-seppuku

The Status Project

the status project

The Status Project: Data-Mining Our Identities. (via)

(nicht uninteressant, kränkelt aber ein bisschen unter dem bullshit bingo der critical net/tech/media art crowd)

30.07.2010 # https://hackr.de/2010/07/30/the-status-project

Tiere werben

im zoo

sehr super: Im Zoo

(abt. postcontemporary archivism)

27.07.2010 # https://hackr.de/2010/07/27/tiere-werben

Null

null

(abt. für die einfach zu unterhaltenden)

27.07.2010 # https://hackr.de/2010/07/27/null

This is how we did it

datajournalism

ganz interessant: Wikileaks’ Afghanistan war logs: how our datajournalism operation worked

27.07.2010 # https://hackr.de/2010/07/27/this-is-how-we-did-it

ReQuoting pt. 46 (The RFID Cash Edition)

Take a standard euro note, stick an RFID tag on it recycled from the public transit system and presto…the new Bijlmer Euro.

Main Street Cash via Exciting Commerce

27.07.2010 # https://hackr.de/2010/07/27/requoting-pt-46-the-rfid-cash-edition

Nullpunkt

no new mail
26. Juli 13:06

(habe mehr oder weniger das gesamte wochenende mit dem (post)prozessieren von emails verbracht, teilweise noch aus 08 u. 09, einige respondees werden sich da sicher wundern, und bin das erste mal seit ich mich erinnern kann input clean, also feedbox zero und inbox zero und alle actionable folders zero; komisches gefühl)

rest der serie:

Pt. 2 Linkbox Zero Edition
Pt. 3 Reference Material Edition
Pt. 4 Zettel Edition
Pt. 5 Dings Edition
Pt. 6 Accounts Edition
Pt. 7 Thing Sweep Edition

26.07.2010 # https://hackr.de/2010/07/26/nullpunkt

Cognitive Linkplus

Link communities reveal multiscale complexity in networks (via viavia) ((gefällt mir ein bisschen besser als der real life social network ansatz))

25.07.2010 # https://hackr.de/2010/07/25/cognitive-linkplus

Pogonology

beards

a field guide of typestaches (via)

25.07.2010 # https://hackr.de/2010/07/25/pogonology

Duisburg

loveparade duisburg

makaberer humor auf der wikipedia

25.07.2010 # https://hackr.de/2010/07/25/duisburg

Energy Plan for the western man

(etwa vor 10 Jahren auf einem Zettel)

Grundsätzlich gehe ich in luhmannscher Manier einmal davon aus, daß es Systeme gibt. Es gibt die individuellen Systeme (das Biosystem, das Psychosystem, das Physiosystem) und die kollektiven Systeme (das Sprachsystem, das politische System, das soziologische System, das kulturelle System, das wirtschaftliche System, das Geosystem, …) – und es gibt die Verkettungen und Interpenetrationen zwischen diesen Systemen auf den unterschiedlichsten Ebenen.

Systeme basieren dabei auf Unterscheidungen die ihr Differenzierungspotential definieren und Verkettungen die ihre Anschlussfähigkeit an andere Systeme (als ihre Umwelt) realisieren. Ein System hat dabei keinen intrinsischen Wert, sondern realisiert Potentialitäten [* siehe Interpretationen der Philosophie an MR, der den Vorteil von Philosophie für das Individuum, die Gesellschaft,… wissen will, die sich eben notwendigerweise nicht ergibt, weil es in der Philosophie darum geht, Begriffe und Begriffsystme zu schaffen (deleuze/guattari), die schon neue Räume und Welten schaffen, aber nur als Potentialität, an die sich in der Folge andere Systeme andocken müssen.], die sich mit anderen Systemen und deren Potentialitäten verknüpfen und vernetzen.

Worum es dann letztenendes geht ist, die eigenen Systeme mit den diesen eigenen Systemen eigenen Umweltsystemen möglichst intensiv auszudifferenzieren. Umweltsysteme sind dabei sowohl andere eigene Systeme, als auch die gleichen Systeme anderer, als auch aller relevanter sonstiger Systeme, die eben Umwelt sind. Intensiv steht dabei für den Parameter, der die Spannungsabweichung von der Minimalhomöostase anzeigt, den Pol, auf dem ich mich sozusagen bewege, auch definierbar als das, was das allerleichteste ist, wie Fernsehen usw.

24.07.2010 # https://hackr.de/2010/07/24/energy-plan-for-the-western-man