Frage des Tages: hack or wow?
gestellt und beantwortet hier
Einführung in die Systemtheorie
ef systemtheorie (audio) http://t.co/D8BFjCVW via mauszfabrick
— Markus Spath (@hackr) April 14, 2012(nts: mich öfter selbst zitieren)
^ ((höre das gerade während diversen errands und urbanem streunen… ich hätte nie vermutet, wie humorvoll sein stil ist))
How to Currents

auch noch untested, aber weil die Google Currents jetzt ja auch hierzulande verfügbar sind: mediabistro hat eine Anleitung zum Aufbereiten des eigenen Blogs (oder wasauchimmr).
The Digital-Physical

ungelesen aber super: The Digital-Physical, soweit ich sehe eine Art postmoderne Beschreibung des Produktionsprozesses von Flipboard fürs iPhone.
(ich glaub via @chl)
Keith Haring Journals

nett: das Brooklyn Museum tumblt jeden Tag eine Seite aus dem Tagebuch von Keith Haring, solange die Ausstellung Keith Haring: 1978–1982 läuft.
(via @dominik oder via @pierro)
Linkinfarkt
(hatte vorhin gelinde gesagt einen kleinen schock, als ich das ergebnis meiner zu delicious importierten getwitterten (und gefavten usw.) links sah; ausserhalb des kontexts – und der ist dann natürlich selbst das hauptproblem – sind sie nichts anderes als eine zumutung, was ich aber in der dimension echt nicht geahnt hätte)
Preseason
(frage mich gerade, ob es möglich/sinnvoll wäre, ein blog wie fernsehserien in seasons zu betreiben; wenn man das format von serien mit dem format von blogs vergleicht, dann gibt es ja durchaus ähnlichkeiten in den paradigmen; da gibt es die episodisch angelegten serien, bei denen jede folge in sich funktioniert/funktionieren muss (auch wenn es natürlich oft auch ein übergeordnetes motiv gibt). das blogtechnische äquivalent ist hierzulande gut bekannt, so ziemlich jedes prof. betriebene blog und jedes nachrichtenportal folgt diesem muster; und es gibt andererseits serien wie the wire, die eine oder mehrere handlungsbögen über mehrere folgen – üblicherweise eben eine season – hinweg serialsieren. die vorteile sind klar: es lassen sich ganz andere geschichten erzählen, die geschichten lassen sich ganz anders erzählen, bestimmte dinge können bzw. müssen als bekannt vorausgesetzt werden, etc. die nachteile auch: es wird mehr von den zuschauern erwartet, für neue zuschauer ist es schwer, später einzusteigen, etc. wenn man so will fällt auch live.hackr in diese kategorie, nur dass es hier keinen punkt gibt, auf den ich hinaus oder zu dem ich hin will. in diesem spannungsfeld zwischen episodischen monaden und mäandernden universal- oder molekulargeschichten haben sich im fernsehen zwei strategien entwickelt: (a) die injektion vom episodischen ins serialisierte, also serien, die zwar primär einen langen oder sogar offenen handlungsbogen haben, der aber zumindest teilweise in episoden zerhackt ist, die auch für sich alleine funktionieren können. man denke an fringe. (b) die radikale begrenzung von searials auf doch noch überschaubare zeiträume wie miniseries, das hbo-format (12 folgen) oder eben seasons. und während (a) die gwm. naheliegende technik in blogs ist, i.e. auch wenn man viel herumlabert auch mal ein feuilletonistisches highlight setzen usw., so könnte doch (b) ein wirklich spannendes format sein. viele beispiele fallen mir nicht ein, am ehesten noch so buchbegleitende blogs wie etwa anderson beim long tail oder kelly bei what technology wants, aber die waren trotzdem eher excerpts und/oder utilitaristisch)
Wer war W. Geier?
kl. hörtipp: der 2007 viel zu früh verstorbene werner geier wäre 2012 50 jahre alt geworden, ein nachtquartier mit vielen stimmen.
Whitespace+

kleiner Erfolg für Google: mit dem Redesign von Google+ haben sie mit #usesforwhitespace wohl das erste echte Meme auf G+ getriggert.
Orkut Play Button

vergesst den Spotify Play Button oder die Integration des Spotify Play Buttons auf Tumblr : auch Orkut hat eine Art Play Button, sogar mit einer Art frictionless sharing.
Buying is Caring
devoha: Facebook hat Instagram (für eine Milliarde) gekauft usw.
bonuslink: zu diesem Anlass hat der Guardian eine kleine Liste mit ‘hippen’ Acquisitionen kompiliert.
Mission Accomplished
Who the fuck was I chasing?
McNulty Season 3 Episode 12 11:30
What the fuck was I thinking?
Mayor Clarence V. Royce Season 3 Episode 12 24:50
(hab mich über ostern endlich an the wire herangewagt und die ersten drei seasons angeschaut)
((die zwei zitate rollen die season 3 sehr nett zusammen und bei beiden funkelt etwas auf, was man im fernsehen eigentlich nie sieht, und zwar eine art ungekünstelte wahrheit, die man durch die augen der protagonisten erlebt; das Who the fuck was I chasing?
stammt von mcnulty, nachdem er nach dem tod von stringer bell dessen wohnung durchsucht, die er so nicht erwartet hat; das What the fuck was I thinking?
kommt von Mayor Royce, als er die medienberichte über hamsterdam mitansehen musste; in beiden fällen ist es natürlich so, dass mcnulty resp. royce weniger bzw. anderes über die sachverhalte wissen, als die zuschauer, aber in beiden fällen ermöglicht das aha-erlebnis von mcnulty resp. royce auch im zuschauer das aufblitzen eines unmittelbaren zugangs zu den dingen an sich, zumindest für den moment, wo sich in den protagonisten der blick verschiebt, weil sich im gleichen moment auch im zuschauer der blick (auf etwas andere art) verschiebt; zumindest für mich wurde stringer bell damit irgendwie zum eigentlichen ethischen charakter von the wire, weil das medium wohnung seine ehrliche sehnsucht nach, hmm, schwer, weil es nicht nach dem guten ist, aber auch nicht nach was besserem oder sonstwas, jedenfalls dieser seiner ehrlichen utopischen sehnsucht vermittelt; und der fall royce konstruiert eine aussergewöhnliche dialektik: die wahrheit versteckt sich in der ‘falschheit’ der medien; auch wenn sich die medien natürlich reisserisch auf hamsterdam stürzen, sie haben, wenngleich aus den falschen gründen, recht, und durch den knacks, den royce erlebt, wird auch der eigene knacks getriggert, der zwar schon lange davor naheliegend war – man denke an den trip von bubbles in den strassen von hamsterdam – aber noch nicht wirklich da; dabei interessant, dass diese vermittlung selbst die vermittlung via royce braucht, sprich: die berichte der medien allein hätten nicht ausgereicht und die sympathien mit dem phantasma eher verstärkt))
Muybridge Doodle

^ google heute mit einem muybridge doodle.
Model Studies

kl. Nachtrag zu Community College : die Model Thinking Klasse hat gerade ihr Midterm und deshalb nochmal ein kleiner Anstups; die Videos sind auch ohne Anmeldung einsehbar, ein langes Wochenende reicht wohl auch zum Catchup aus und zumindest ich hatte in den letzten Jahren selten mehr Bang für den Buck (Time).
Der Kurs ist (wenn man allem folgen will, was auch nicht notwendig ist, weil er sehr modular ist) nicht ganz einfach, aber Hausverstand und ein bisschen Lust an logischem Denken reicht (im Gegensatz zu den anderen Stanford-Kursen, in die ich hineingeschnuppert habe) locker aus, also keineswegs schwer, aber sehr gut (mich dünkt man müsste viel viel mehr Zeit investieren, um dann einen signifikant höheren Nutzen zu haben); Scott Page hat spürbar Lust am Thema und ist extrem gut darin, die Modelle auf einem Abstraktionsniveau zu erklären, das gleichzeit verständlich und non-trivial ist, und sie dann auch in ihrer Relevanz für unser Dasein zu positionieren.
(fast bei jedem modell hat es bei mir irgendwie kling kling kling gemacht und plötzlich hatte ich ein instrumentarium dafür, irgendein phänomen zu fassen, das davor irgendwie meistens in der konzeptionellen suppe der überkompliziertheit geschwommen ist. und eines der ersten dinge die man lernt, ist, die bedingungen zu klären, unter denen die jeweils getroffenen grundannahmen gültig sind (was mir, so blöd es klingt, schon alleine dabei geholfen hat, meinen gereiztheitszustand gegenüber einigen feldern zu senken, weil ich mich z.b. bei aussagen nicht mehr über die inkonsistenzen und willkürlichen grundannahmen ärgere, sondern eher den gültigkeitsbereich skizziere, den es ja trotzdem meistens auch gibt). ein anderes ist, dass man plötzlich ein auge für modelle bekommt und sie erkennt, wenn sie etwa von anderen menschen angewandt werden (ob sie es jetzt wissen oder nicht). auch das führt mitunter zu einer defrustrierung mit den mitmenschen, weil man ihren irr- und unsinn oft als rationales verhalten (halt unter suboptimalen grundannahmen) zumindest nachvollziehen kann; viele der aktuellen konfikte sind halt einfach ein clash zwischen optimierung eines big coefficient der sich leider einer new reality gegenüber (nicht) sieht. oder sie helfen beim etablieren eines ‘feelings’ für die dynamik von equilibrien von szenarien, die übrigens oft contraintuitiv sind)
Roo View und Co
zumindest eines muss man Google lassen: den ersten April nehmen sie ernster als alle anderen; dieses Jahr u.a. mit:

der grossartigen Roo View

Google Racing – eine Weiterentwicklung der selbst fahrenden Autos

Gmail Tap – Morsecode für Gmail.

Mehr Morsecode gibts bei Google Japan, da kann man überhaupt Google damit bedienen.

Google Maps gibts in einer 8-bit Version

AdWords bekommen Teleportation

das Glasfasernetz stellt sich als eine unerwartete Art Fiber heraus, ein Jargon Bot übersetzt business speak und einige mehr.
Quiz Pt. 55 Solution
oops, ich bin euch ja noch die Auflösung von Quiz 55 bzw. der Frage, was Sokrates, Jeremy Bentham, Alfred Kerr, James Joyce, Vannevar Bush, Karl Popper, Graham Chapman, Aristoteles, Theodor Fontane, Lee de Forest, Hugo Ball, Norbert Elias, Theodor W. Adorno, Pappos von Alexandria, Otto Julius Bierbaum, Stefan Zweig, John Foster Dulles, Jorge Luis Borges und Marshall McLuhan gemeinsam haben schuldig.
A: alle waren Gäste in Sascha Lobos Mensch-Maschine-Kolumne:
- Sokrates (469 BC – 399 BC)
Hurra Sinnlosigkeit - Aristoteles (384 BC – 322 BC)
Im Netz der Besserwisser - Pappos von Alexandria (290 – 350)
Das Netzgespür - Jeremy Bentham (15 February, 1748 – 6 June, 1832)
Angst essen Freiheit auf - Theodor Fontane (30 December, 1819 – 20 September, 1898)
Quatsch ist systemrelevant - Otto Julius Bierbaum (June 28, 1865 – February 1, 1910)
Zurück aus der Zukunft - Alfred Kerr (25 December, 1867 – 12 October, 1948)
Die Ideologie des Internets - Lee de Forest (August 26, 1873 – June 30, 1961)
Verzweiflung macht aggressiv - Stefan Zweig (November 28, 1881 – February 23, 1942)
Wie Facebook arabische Online-Spitzel besiegte - James Joyce (2 February 1882 – 13 January 1941)
Die Verstreamung der Welt - Hugo Ball (February 22, 1886 – September 14, 1927)
Wer nicht meiner Meinung ist, muss dumm sein - John Foster Dulles (February 25, 1888 – May 24, 1959)
Acta und die Politik des Abgrunds - Vannevar Bush (March 11, 1890 – June 28, 1974)
Loblied des Links - Norbert Elias (June 22, 1897 — August 1, 1990)
Wer gute Manieren hat, braucht keine Verbote - Jorge Luis Borges (24 August 1899 – 14 June 1986)
Überdosis Weltgeschehen - Karl Popper (28 July 1902 – 17 September 1994)
Web ist, was man nicht weiß - Theodor Wiesengrund Adorno (September 11, 1903 – August 6, 1969)
Flitzpiepe, wir müssen gar nichts - Marshall McLuhan (July 21, 1911 – December 31, 1980)
Die Verschmelzung der Welten - Graham Chapman (8 January 1941 – 4 October 1989)
Das Internet ist eine Funzel
(sascha hat seine produktionsweise hier beschrieben, ich würde fast noch ein bisschen weiter gehen und sie als kleine konzeptfiguren bezeichnen, die den jeweiligen gedanken üblicherweise im ersten satz der sonate einführen und – nachdem dann darüber variiert wurde – im finale nochmal bestätigen)
140-zeichen-lim.it

^ @diplix mit einem kongenialen URL-hack
(bonuspoints: wie lange können tweets damit gemacht werden?)
Rhetorical Badges

eine Art Ergänzung zur Logical Fallacy Edition von den Leftovers: Rhetological Fallacies (inkl. Badges).
Recycling Tip

(png im gmail kontext als recycling tip)
Plastic bags can be reused as bin liners or package stuffing
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