Automaton I
noch ein kleiner Nachtrag zu omg, Automaton und Euromaton : die ersten 150 Automatons wurden jetzt als Buch veröffentlicht: Automaton I [gone] (pdf; versionen für kindle, ibooks und lulu sind noch in planung)
Britta Perry
huch, der kommende Pulsschlag an Kursen von Coursera und Udacity hat eine Tendenz zu Mathematik/Statistik/Algorithmik:

Cryptography (Coursera, ab 11.6.)

Algorithms: Design and Analysis (Coursera, ab 11.6.)

Introduction to Statistics (Udacity, ab 25.6.)
Algorithms: Crunching Social Networks (Udacity, ab 25.6.)

Logic and Discrete Mathematics (Udacity, ab 25.6.)
dazu passend noch CS 61B Data Structures (Berkeley, seit 2006)
Bei wem wie bei mir die Mathematik-Kenntnisse seit dem Gymnasium wahrscheinlich auf Volksschulniveau degeneriert sind, könnte eine kleine Auffrischung vl. gar nicht schaden.
(ich glaub ich werd mal schauen; ein bisschen math/algo/statistics wär vl. tatsächlich gar nicht schlecht, zumal ich in letzter zeit schon gemerkt hab, wie schnell man ansonsten einfach völlig ansteht und noch nicht mal die problematik des problems erahnbar ist, bestenfalls die selbstbeobachtung beim vermuten einer beobachtungsunfähigkeit, man gwm. eingezäunt dahindenkt usw. andererseits ist das ein bereich, in dem die soziale aufgabenverteilung schon sinnvoll ist, die relevanten probleme sind schwer und man kann das nicht wirklich im nebenbei aufpicken usw.)
Euromaton
nur ein Mininachtrag zu omg, automaton : anlässlich der Euro haben die ggf. anonym generierten Automatons Portmanteaunamen (siehe wiederum omg, portmanteau), die sich aus den Namen der Spieler resp. der teilnehmenden Länder generieren. Siehe das Observatory
(wer sich einloggt kann den namen natürlich weiterhin frei bestimmen, dann gibt es sogar die möglichkeit zum download des euromatons als pdf)
((ich hab übrigens den login-mechanismus site-wide auf twitter umgestellt, siehe wieder omg, automaton ))
Mo' top videos for hackr

^ nachtrag zu top videos for hackr und langsam wird mir das etwas suspekt.
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update: ntz, hab was übersehen, anyway
omg, Automaton

next up: Automaton – eine Art Gallerie und Generator für zelluläre Automaten.
(das startmuster und die regel – zur erklärung siehe – kann natürlich verändert werden, und man kann das jeweilige automaton dann auch ‘publizieren’ und wenn man sich via twitter angemeldet hat, dann kann man dem automaton auch einen poetischen namen geben, in einem observatorium werden sie dann auch ausgestellt usw.)
((minitechnologisches sequel am rande: das login via twitter war für mich der eigentliche grund der übung, das wollte ich einmal durchspielen, und während man es sich durchaus schwer machen kann – twitter anywhere ist via javascript leicht einzubinden und ansich zwar pretty straightforward, aber die permutation aller möglichen zustände in kombination mit templates und der verunmöglichung lokaler testbarkeit usw. beginnt dann irgendwann doch zu nerven, vom alternativen murks mit oauth ganz zu schweigen, sowas ist einfach nicht meins – so kann man es auch wirklich einfach machen und bekommt dann das user management mehr oder weniger for free: twitter anywhere bette ich jetzt nur auf der login seite ein, twitter setzt dann, wenn der user sein ok gegeben hat, ein cookie mit der userid, mehr muss, will und brauch ich nicht zu wissen, auf der logout seite lösche ich das wieder, je nachdem obs das cookie gibt oder nicht zeige ich die login oder die logout url an, that’s it.))
omg, Portmanteau

mehr fun with words: während das Mashup (siehe) noch eher an der oberflächlichen Ebene der Syntax herumschraubt, kann man nun mit Portmanteau gwm. einige Stufen tiefer bohren und die Morpheme selbst dekonstruieren.
(recht gute ergebnisse erzielt man für den anfang mit serien benachbarter begriffe oder namen, aus
facebook google instagram pinterest microsoft
wird etwa
gok fam goft gook inst gram facest insoft micrest microst faceboft interest facrosoft minterest instagrest instagrosoft
durch rekursive anwendung kann man teilweise wirklich in die tiefen innereien der sprache eindringen)
Top videos for hackr

^ Videoempfehlung von Twitter
Mozilla 1.0

heute vor 10 Jahren: Mozilla 1.0 Released!
Prequel Queue

(minitechnologisches prequel zu tweetreduce , linkreduce und listreduce : die drei tools sind nur (nat. sehr grossartige) abfälle von einem herumspielen mit der task queue api der gae, über die ich zufällig gestolpert bin, und die ist ziemlich super; das prinzip dabei ist, dass man in seiner anwendung wo, wie und wann man auch immer will ‘tasks’ triggern kann, die dann unabhängig vom restlichen ablauf erledigt werden. dabei kann man festlegen, wann die task frühestens angegangen werden soll, und wann der versuch wiederholt werden soll, wenn’s wo klemmt. die task wird dann via http request aufgerufen, der einzige contract dabei ist, dass die task im erfolgsfall einen response code im 200er bereich retourniert, ansonsten reiht sie sich neu ein. im gegensatz zu normalen requests, die nach 30sec timeouten, können tasks auch bis zu 10min dauern, also ganz andere dinge erledigen. im falle meiner apps ermöglicht das völlig rücksichtsloses programmieren, die update-tasks für die listen, die insgesamt sehr anfällig sind, weil ich da einige requests zu anderen servern machen muss, laufen in längeren intervallen, und wenn sich das api-limit dem ende neigt, dann werfe ich einfach eine assertionexception und die task probiert es eine stunde später nochmal; was ich dabei ganz nett finde, ist, dass man so gtd-mässig gwm. in ein gewisses weltvertrauen hinein programmiert.)
The Amazing Race

So, noch ein vorläufig letztes Update zu der Community Serie (siehe Greendale und Señor Chang und Pierce Hawthorne und Troy Barnes) und auch meine Antwort für Quiz #60 :
diese Woche sind die Finals und unterm Strich ist wirklich irre, wie weit man in sechs Wochen kommen kann. Die Exams selbst sind nicht leicht aber machbar (bei CS101 etwa die Optimierung vom Ranking Algorithmus, indem reziproke Links bis zu einer definierbaren Tiefe als solche erkannt und also nicht gewichtet werden oder die Realisierung von einem einfachen zellulären Automaten, bei CS253 die Entwicklung eines auch wieder einfachen Wikis mit Versionskontrolle, und sechs harte Knochen / Puzzles von Norvig) und runden die Kurse doch schön ab.
Was uns zum Quiz bringt:
Die primäre Leistung von Udacity (und Coursera und dem kommenden edX usw.) besteht in der Bündelung der Zeitlichkeiten der ‘Studenten’ und ‘Lehrer’.
Die Inhalte selbst sind die längste Zeit schon irgendwie da. Aber auch wenn es super ist und bleibt, wenn das MIT oder Berkeley oder Stanford ihre Vorlesungen aufnehmen und dann ggf. mit einigen Slides ins Web stellen, in Zukunft reicht diese Geste der Gnade beim gleichzeitigen ‘lasst uns bitte ansonsten zufrieden’ nicht mehr aus (wobei natürlich themen bleiben, die sich so auch gut abbilden lassen; ein crashkurs in poststrukturalistischer literaturkritk ist auch als vorlesung nicht schlecht, siehe).
Was fehlte war der persönliche Anspruch an die Teilnehmer, das Gefühl der Aufgehobenheit (i.g.z oben angesprochenen erwarteten Dankbarkeit) und eben die Synchronisierung der Zeiten bei gleichzeitigem Setzen von Deadlines für Homeworks und Exams. Nur durch diese Gleichzeitigkeit ist dieser persönliche Anspruch und das Gefühl der Aufgehobenheit möglich, nur durch die Gleichzeitigkeit entsteht genügend Dichte, dass sich die Leute bei Problemen – Verständnisschwierigkeiten in den Lectures, Stocken in den Homeworks – auch selbst helfen können.
Das für sich nutzbar machend hat sich Udacity thematisch in einem sweet spot positioniert, der bis dato zumindest massentauglich nicht angegangen wurde: im Niemandsland zwischen dem ‘hello world’ und den Problemen von Leuten, die schon jahrelang in dem Feld arbeiten. Hello worlds gibts zu allem, aber es ist schwer dann zum nächsten Schritt zu kommen (man denke an das Codeyear der Codacademy). Auch vielleicht nicht gelöst, aber sicher nicht unterorganisiert ist der Austausch und die Weiterbidung von ohnehin schon Professionals (Kurse, Kongresse, Zertifikate, Blogs von und für Spezialisten, etctralala.) Und wirklich gelöst ist das Problem der Nanochunks sprich konkreten Fragen. Spezifisch genug kann man diese ohne Umformulierung in Google stellen und wird dann üblicherweise zur passenden Frage/Antwort-Kombi bei Stack Overflow verwiesen.
Was aber fehlte war ein ‘Curriculum’ das zwischen den Erleuchtungsebenen vermittelt und wenn man sich das überlegt, dann ist das tatsächlich ein Problem, das sich nicht wirklich leicht durch das Web lösen lässt (zu unterscheiden vom im web vermitteln; einmal gelöst lässt es sich natürlich ideal im web vermitteln). Und das Problem für das Problem ist natürlich einerseits der Aufwand der Erstellung und andererseits das Risiko der Evaluation auf seiten der Azubis. Es ist einfach zu riskant, einige Wochen zu investieren, nur um dann draufzukommen, dass das alles ein veralteter und stilistisch grauenhafter Blödsinn war, der einen eigentlich nur noch dummer gemacht hat, als man ohnehin schon war.
Aber Udacity (und zu einem geringeren Grad Coursera – die stecken eher noch im alten Modell fest und tendieren den Mehraufwand ab gefilmter Vorlesung eher zu minimieren, da basiert der Wert derzeit eher noch auf der Qualität und dem Einsatz der ‘Lehrer’) schickt sich an, sukzessive die Blöcke für solche Curricula zu entwickeln und dadurch einige mögliche Probleme für Selbstlerner zu lösen. Vor allem das der Roadblocks.
Roadblocks
Roadblocks sind – wie wir von the Amazing Race wissen – Blockaden, die wir aus dem Weg räumen müssen, bevor wir unsere Reise fortsetzen können. Oft sind das nur Kleinigkeiten – deshalb bleibt der modus face to face so wichtig, ein anderer sieht oft in 5 Sekunden, warum es hängt -, aber bevor man sie nicht gelöst hat, geht es nicht weiter. Und Udacity versucht auf allen Ebenen und ich würde sagen nicht ganz erfolglos, diese Roadblocks zu vermeiden. Das beginnt mir der Auswahl der Tools und der technischen Infrastrukur (fast alles kann man im online editor machen, es wird sofort diagnostiziert, Google App Engine läuft bei den meisten out-of-the-box), geht über die Auswahl und Entwicklung der Themen bis zur semibetreuten (TAs springen eig. immer ein) Community. Für Autodidakten jedenfalls ein guter Modus.
(es gab durchaus auch zu kritisierendes; die automatischen grader etwa sind sehr pingelig und die anweisungen waren oft viel zu uneindeutig und teilweise auch selbstwidersprüchlich, da ein externes paar augen drüberschauen zu lassen wäre vl. keine schlechte idee gewesen, denken wir an die diversity models der model thinking klasse. pädagogisch ‘zumutbar’ sind einige einheiten sich auch nicht usw, aber ich will hier nicht jammern)
((nur am Rande aber ein Ding ist mir ganz extrem aufgefallen: die Kluft zwischen schnell hingeklopft und verschiffbar ist gigantisch. Einen Prototypen zu bauen, der funktional das meiste kann und im eigenen Setup problemlos funktioniert ist eine ganz andere Nummer als in der freien Wildbahn zumutbar zu sein und alle möglichen Kontingenzen abzufedern. Ich schätze das Verhältnis liegt irgendwo zwischen 1:10 und 1:20. Nicht nur deshalb hab ich aber jedenfalls einen ganz neuen Respekt vor jeglichen Anwendungen, aber es nützt ja nix, es is halt trotzdem wie’s is))
The Most Organized Person in the World
ganz witzige Infografik.
(ein update liegt hier)
Fitbit

Apropos Qubit: seit heute auch ein Fitbit (eine art schrittzähler und schlaftracker im quantified self zeitalter, hat praktischerweise auch eine ziemlich granulare api)
Qubit

^ ha, (unb. via)
Last Not Moog

noch ein update zum moogle: Google hat ihn hier voll funktional archiviert.
Moodle

nachtrag zu moogle : google hat jetzt auch eine art handbuch veröffentlicht.
Troy Barnes

kleines Update zu der Community Serie (siehe Greendale und Señor Chang und Pierce Hawthorne): Peter Norvig hat in den Units 4 bis 6 ca. 10 weitere nützliche Konzepte extrahiert (u.a. suche via exploration und wie man die dann mehr oder weniger generalisieren kann, wenn man eine successor function und ggf. eine cost function definieren kann, oder strategisches handeln unter unsicheren bedingungen, was gwm. eine suche von hinten nach vorne ist, und auch das kann man mehr oder weniger generalisieren, wenn man eine utility function und eine quality function definieren kann, und sowohl bei der suche als auch bei der strategiefindung fallen die optimalen lösungen als nebenprodukt ab), bei der Scrabble-Gschichte hat er mich wieder verloren, immer noch und noch und noch eine Komplikation, das war mir zu sisyphusesk, und irgendwie lief das alles zum ersten mal auf nichts hinaus, wobei er insgesamt eine sehr an David Lynch oder De Palma erinnernde Stilistik hat, es beginnt alles mit einer unschuldigen Szene aber dann zoomt man hinein und die Abgründe tun sich auf, anyway.
Der Web Application Engineering Kurs tuckelt auch vor sich hin und seinem Ende zu, Steve Huffman ist, das merkt man im Vergleich schon, doch deutlich praktischer veranlagt und das Ergebnis lebt doch zu guten Teilen auch davon, dass einfach die GAE schon sehr viel kann (automagische persistenz, authentication, memcache, … you got it), aber er macht Spaß, wenn er anekdotisch wird und man merkt, dass er irgendwas auf die harte Schule gelernt hat, und einige Tricks findet man in den Nebenbemerkungen.
hop

Goo Graph

ein bissl zu spät und devoha: Google kommt jetzt mit Knowledge Graph usw. Ich habs noch nicht, aber ich schätze mal das können sie.
/dev/+
number of bookmarks: ~30.000; in den letzten 7 jahren nachgeschlagen: ~30x. /dev/delicious
— Markus Spath (@hackr) May 13, 2012(nts: mich öfter selbst zitieren)
(weil ich wieder plussen kann: auch wenn für mich bookmarks tatächlich eher eine dump-funktion haben, so haben sie gleichzeitig den charakter einer mentalen versicherung, dass man ja irgendwann in der ontologie des eigenen lebens nachschauen könnte usw. g+ ist als dump ins leere wesentlich konsequenter, weil man ja weder an kommentare noch an plusse jemals wieder rankommt, die dienen ja nur noch als phatische geste (ausser man bookmarkt sie eben, was den kreis wieder schliesst)).
Die Gebrüder Gmail

heute mit der Story of Send