Nützliche Unterscheidungen pt. 4 (The Problematic Edition)
Eine weitere besonders nützliche Unterscheidung ist ganz sicherlich die Unterscheidung: ist etwas ein Problem oder nicht? wenn man nur solche Dinge als Probleme definiert, die sich nicht durch ein zumutbares Maß an wissbarem Wissen oder machbarem Machen von selbst erledigen.
(das ist natürlich eher eine phantastische differenz, weil man deren effekte nur selbst aber dafür sehr bestimmt sieht)
(abt: draw the distinction!)
One Billion People on Facebook

This morning, there are more than one billion people using Facebook actively each month.
mehr runde Zahlen bei Facebook: One Billion People on Facebook
Techdirt 50.000

oh, Techdirt wurde 15 und freut sich über 50.000 Artikel
(um mich selbst zu zitieren : Mike Masnick ist eine Art ein-Mann-Armee, der mit glasklarer Urteilskraft sämtlichen Schwachsinn des medial-politischen Komplexes dekonstruiert und gleichzeitig dabei ohne Hysterie auskommt
und das tut er auch heute noch, sprich: für die psychohygiene und grundsätzliche gelassenheit (was den komplex web und gesellschaft betrifft) ist techdirt wohl tatsächlich das wichtigste blog überhaupt)
Of course not! Yes, delete it!

(abt. für die einfach zu unterhaltenden)
Nützliche Unterscheidungen pt. 3 (The Epistemology Edition)
Eine weitere besonders nützliche Unterscheidung ist ganz sicherlich die Unterscheidung: kann eine Frage überhaupt beantwortet werden und wenn ggf. ja: kann dann der Befragte die Frage überhaupt beantworten?
(ich spare mir hier einen rant, aber es ist nützlich, das im hinterkopf zu behalten, weil man die ansonsten zu verkraftenden kognitiven dissonanzen in eine art performatives theater umdeuten kann)
(abt: draw the distinction!)
Lost Tweets 19
(29 mercedes-benz auf rivva)
Lost Tweets 18
(serialien)
Lost Tweets 17
(catwork connection)
Tube Me Out

hui, YouTube offeriert fortan einen vollständigen Takeout der original raufgeladenen Videos.
Lost Tweets 16
wieder einmal ketchup im zwiebel nuss mode.
Lost Tweets 14
haha, myspace trendet auf g+
Unterscheidungen, Buckets, Begriffe
nur ein kl. nachtrag zu den nützliche unterscheidungen: neben binären unterscheidungen – die eine differenz zwischen einem einzigen kriterium etablieren – gibt es natürlich auch komplexere gefässe, etwa ein bucket, eine art becken für mehrere entscheidungen, oder begriffe, also komplexere kombinationen von entscheidungen.
Nützliche Unterscheidungen pt. 2 (The Society of Control Edition)
Eine weitere besonders nützliche Unterscheidung ist ganz sicherlich die Unterscheidung brauch ich die publizistische Kontrolle über meinen Output/oder nicht.
Die muss man niemandem erklären, aber es ist eine andere Sache, den eigenen Output dann auch (a) tatsächlich so zu unterscheiden und dann (b) auch an die Unterscheidung zu halten und das geeignete Medium zu wählen.
(ein nicht nur gelegentlich gesehenes problem entsteht dann, wenn man so tut als müsste der inhalt unbedingt unter der eigenen kontrolle stehen, man aber gleichzeitig eine plattform wie facebook/twitter/g+ verwendet, die jederzeit ihre bedingungen ändern kann und das in der vergangenheit wohl auch getan hat. der saure apfel ‘gut, dann hoste ich das selbst’ ist da zwar die eine option, die andere ist aber, einfach den anspruch an die kontrolle bewusst abzugeben; dann lebt es sich leichter und man kann es sich auch in einem (mit sterling gesprochen) favela gemütlich machen und die kommunikation eher als mündliche und abschreibbare zu verstehen, was sie in den meisten fällen ohnehin ist, nur fallen die kosten für das so-tun als wär es nicht so und die gesamte unsicherheit weg)
(abt: draw the distinction!)
Nützliche Unterscheidungen pt. 1 (The Trinity Edition)
Eine besonders nützliche Unterscheidung ist ganz sicherlich das Bündel der Dreiheit Produktions-, Distributions- und Rezeptionsbedingungen.
Wenn man sich überlegt, welche Auswirkungen das Web (oder eine neue Technologie, oder eine soziale Praktik oder Plastik, etc.) auf die Art, wie und warum wer oder was produziert, wie und warum das in der Folge verteilt werden kann, wer was wie und warum konsumiert haben könnte und wie sich diese drei Faktoren auch wechselseitig beeinflussen und zu welchen Milieus sie sich formieren könnten, dann bekommt man eine durchaus gute Intuition von den mittelfristig erwartbaren Effekten.
Man kann damit nicht wissen, wie sich das dann im Detail realisieren wird, aber man wird sich über wenig wirklich wundern müssen und man wird auch naive Vorhersagen oder Arbeiten an unfruchtbaren Äckern als solche erkennen können.
(abt: draw the distinction!)
—
ad hoc bonus case study: bildung
(nur als oberflächlich angerisses beispiel zur bestimmung des ballparks könnte man sich zb die frage stellen, wie sich das internet auf unser bildungssystem, unsere ausbildung, weiterbildung, bildungsinhalte, etc. auswirkt. konkrete analysen sind natürlich etwas differenzierter und ich schliesse hier die ‘erzeugung von neuem wissen’ aus, da schaut es nämlich etwas anders aus und kombiniert würde das schnell wieder eine verkettung von bedingungen und ein- und ausschlussklauseln etc. geben. und ich schliesse hier auch konkretes handlungswissen wie kochen oder stricken oder diy etc. aus, auch das hat nämlich wieder eine andere dynamik. der faktor produktion bezieht sich also eher auf die erzeugung und bündelung von (durchaus auch nano- aber) kanonischen lehrinhalten. und es geht auch nicht um die problematisierung der gesellschaftlichen interpenetration, also die funktion von ausbildung als produktionsfaktor von arbeitsfähigen subjekten, etc. als beispiel hier geht es wirklich nur – und das ist ja trotzdem massiv – um die dynamik der vermittlung bestehender wissenssysteme, also schulwissen und nicht forschendem universitärem und sonstigem fachwissen)
- produktion
schocker: im bereich der produktion ändert sich nicht viel.
(grund: es bleibt im grunde genauso teuer, inhalte zu erzeugen und die ‘kosten’ dafür liegen jedenfalls deutlich über dem ‘ich mach dann halt mal so’, das sieht man jetzt schon auf vielen lernplattformen mit ugc: nach dem hello world ‘so geht in javascript die for-loop’ verlässt fasst alle die lust. es ändern sich teilweise die motivationsstrukturen, einige sonderfälle werden sicherlich getriggert; vor allem bei inhalten an den rändern wird man das vl. auch spüren; und es gibt einige neue formen – youtube, ipad, plattformen wie moodle oder course builder – die befüllt werden wollen, aber that’s about it.)
((in einer zweiten iteration gibt es dann eine riesiges möglichkeitsfenster für die, die die inhalte unter den neuen distributions- und rezeptionsbedingungen reproduzieren, man denke an udacity, wenn sie ihren coursera-komplex nicht hätten, aber auch das ist ein eher triviales und rein technisches problem. die inhalte selbst sind da.))
- distribution
omg: hier ändert sich alles, das problem ist mit dem web im grunde gelöst.
(sprich: das gesamte wissen – das gesamte schulwissen und jede vorlesung und die gesamte aufgezeichnete vorgeschichte – könnte grundsätzlich jedem zur verfügung stehen. nur inhalte, die sich explizit verweigern, würden es nicht. aber auch die verweigerung tut (anders als bei anderen bereichen wie literatur, film oder musik) dem system nicht weh, weil dann halt ein anderer (oder tausend andere) den inhalt zur verfügung stellt.)
- rezeption
autsch, die wird für den ‘lernenden’ teuer, plötzlich hat nämlich er das problem.
(etwas überspitzt sehen wir den übergang von einem vorgegebenem linearen system mit wenigen auswahlmöglichkeiten – welche schule vor ort, ggf. welcher studiengang bei welcher uni – bei denen die leistung institutionell überprüft und sanktioniert wird zu einem völlig rhizomatischen system mit hundertausenden ein- und ausgängen. das ist zwar grundsätzlich super, aber die möglichkeiten triggern eine palette an problemen – suche von inhalten, die riesigen kosten der bewertung von inhalten für den lernenden, motivation, legitimation, etctrara. -, die eine lösung suchen und deren ausdifferenzierung das feld in den nächsten jahren massgeblich festlegen werden (und wo es noch lange nicht ausgemacht ist, welcher anteil am potential freigesetzt werden kann, wir sehen jetzt schon, wie sich frühe verkrustungen bilden, wie etwa coursera die luft aus dem raum ‘vertrauen durch reputation’ saugt)).
(abt: draw the distinction!)
Lost Tweets 13
serie über nützliche differenzen #todo
update: gesagt, getan: Nützliche Unterscheidungen
Lost Tweets 12
(bei sich selbst praktikant sein)
Lost Tweets 11
kann es sein, dass es kein ’10 tips for giving tips’ und variationen (100, great, simple, best, …) gibt?
10 Simple Rules for Online Learning
Ten Simple Rules for Online Learning (übrigens recht vernünfitge: Make a Plan, Be Selective, Organize Your Learning Environment, Do the Readings, Do the Exercises, Do the Assessments, Exploit the Advantages, Reach Out, Document Your Achievements, Be Realistic)
Lost Tweets 10
in meinem strom haben sicher 20 klick mich gelesen. who are you, people?
Lost Tweets 9
omg, frank93 ist auf app.