Appphatisch
Was ich bei Apps, egal jetzt wie prickelnd oder nicht, eigentlich immer superinteressant finde, ist die Tatsache, dass sich irgendjemand irgendwo gedacht haben muss ‘das und nichts anderes ist es, was ich machen will; das ist es, was die Welt noch braucht’ und sich in der Folge hingesetzt hat, und das auf die (unter den jeweils gegebenen Einschränkungen und Rahmenbedingungen) bestmögliche Weise entwickelt hat (bzw. den Entwicklungsprozess koordiniert hat). Je abwegiger das Tool vom eigenen Koordinatensystem ist, desto lustiger ist der Versuch der Emphase, was im anderen vorgegangen sein muss, damit er sich das denken konnte.
zwitschern vs. schnattern

Delicious auf Twitter – eine Kundensupportkonzentration.
(es gibt ja nicht wenige produkt- oder companyaccounts auf twitter, aber britta gustafson hat echt die idealform an nützlich, reagierend, dezent und kompakt gefunden; die meisten produkte aus de zwitschern nicht, sondern schnattern, was leider gerne als kummunikativ missverstanden wird)
(abt. 140 zeichen müssen reichen)
mythic firebirds
coool, Twitter kriegt nochmal Kohle, TC spricht von 35 Mio bei einer Bewertung von 250 Mio.
Unwert
Unwort des Jahres: Social Media
Nothing To See

Nothing To Report Just Yet – Twitter zum burst of news ob der Vermutungen, wie Twitter Unternehmen zur Kasse bitten könnte (“What we’re thinking about is adding value in places where we are already seeing traction, not imposing fees on existing services.”)

A Lesson in Nothingness? – Twitter zum Fake Dalai Lama (“everything we can experience through our senses is in flux, constantly changing, and ceasing to be—nothing is permanent.”)
Bonusinfo: Twitter ist im UK mittlerweile eine Top 100 Seite, der Traffic hat sich 2009 verdreifacht.
Flickday
wahnsinn, flickr wurde auch 5
Baseday
wahnsinn, Basecamp wurde 5
Being Paul Graham
Paul Graham denkt sich viele schlaue Dinge. Vor allem seine Ansätze zum Startuppen, zu Venture Kapital, zu den neuen ökonomischen Gegebenheiten sind immer lesenswert. Und auch wenn man seiner Philosophie nicht unbedingt folgen muss, man sollte zumindest wissen warum man ihr nicht folgt.
Aber sein Februar Text über Identität kann echt nur von einem Programmierer stammen. Viele Diskussionen verlaufen wenig rational, weil die Menschen mit ihren Identitäten dran kleben. Wenn man so wenig ‘identisch’ wie möglich ist, kann man über Dinge klar denken, wenns alle anderen auch sind, kann man die beste Lösung für jedes Problem finden.
(seine konzeption von identity ist natürlich völlig naiv, indentität, prozesse der identitätsbildung, etc. sind unendlich komplex und jedenfalls nix, wovon es mal 10 deka mehr oder weniger geben darf oder wofür man sich mal schnell entscheiden kann, aber das interessante ist, dass er das mit der gleichen selbstverständlichkeit dahindenkt und dabei eine adhoc-theorie konstruiert, wie sonst halt auch. man kann – und es schadet nicht sich selbst ab und an daran zu erinnern – seine eigene dummheit / euphemistischer: die eigenen blinden flecken nicht sehen.)
222-444-666

heh (siehe hackr) ((siehe auch das stiefkindliche hackr_rss))
Status, Notes, Links
So Facebook erweitert die API ein bisschen und triggert einiges an blabla über den Tod von Twitter, oder eine Attacke auf Twitter usw.
Facebook wird Twitter, auch wenn Status-Updates mehr Fokus und wenn man will Dynamik und Öffnung bekommen, aus den gleichen Gründen nicht killen, wie es Flickr nicht killt, obwohl Facebook Fotosharing hat, oder wie es del.icio.us nicht killt, obwohl man Links posten kann. Alle drei Tools spezialisieren sich auf ihren jeweiligen Datentyp, alle drei Tools ermöglichen ganz andere Mischungsverhältnisse und wertvollere Ausdifferenzierungen, alle drei haben ganz andere Resonanzräume, alle drei sind völlig offen und mit dem Restweb rhizomatisch verwoben.
(im übrigen gab es auch viele sensiblere posts, etwa von mike butcher, die kommentare zum allfacebook rant (oben 2tes link) sind amüsant zu lesen und beweisen wesentlich mehr urteilskraft)
Schau Genau

und nach 4 Jahren (oder so) Textpattern fällt mir auf, dass es im Editor auch einen ‘Create new’ Button für Folgepostings gibt, ich bin bis dato immer zuerst zurück zur Listenansicht und von dort dann wieder auf ‘write’.
Zeitkostenpunkt dieser kleinen Unachtsamkeit: ca. 5000 × 15 = 75.000 Sekunden = an die 20 Stunden meines Lebens.
Deutsche Mahn

abmahnen als hypereffiziente pr-strategie
Noch mehr Suchen des Jahres (2008 How to Edition)
Pt. 4: (etwas spät dafür hilfreich) Microsoft
- How to lose back fat
- How to tie a tie
- How to avoid tan lines
- How to save money
- How to write a resume
- How to lose weight
- How to make money
- How to improve your marriage
- How to save on home heating bills
- How to cook a turkey
- How to pronounce palahniuk
- How to brine a turkey
- How to argue with your spouse
- How to choose a pediatrician
- How to reduce stress in your life
(siehe Pt. 1 – Yahoo und Pt. 2 – Google und Pt. 3 – del.icio.us)
Judgment Day

cooler Einsatz von Mechanical Turk: Dolores Labs hat die Twitterholic Twitterer blind nach den Kriterien unterhaltsam – nicht so unterhaltsam / smart – nicht so smart bewerten lassen.
Favriver
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Dolm der Woche: CPSIA

Auf Etsy laufen gerade Solange-es-noch-geht Sales von Handgemachtem für Kinder. Ab 9. Feb tritt dann eine Verordnung namens CPSIA in Kraft, die das durch Test- und Zertifizierungsanforderungen defacto verunmöglicht, warum wieso bei handmade2.0
(absurd und abwegig zugleich; da entsteht mit etsy etc. ein möglichkeitsraum, der allen zugute kommt, wo selbstbestimmte jobs entstehen, bei dem die kids handgemachtes zeug bekommen, etc., aber nein, das einzige was bleiben darf ist massenproduzierter plastik-crap aus china)
Pipes gehen YQL
potentiell disruptiv: Yahoo Pipes haben ein YQL Modul bekommen, mashupsystemologisch entsteht dadurch ein ganz neues Gewebe, Pipes können YQL Statements triggern, die andere Pipes verwenden, etc.
Pollock

(heute auf google.de)
Sozialfall
(ich glaub man muss da ein bissl aufpassen, analogien führen zu beschreibungen in ähnlichkeiten die vorschnell als wesentlichkeiten gedacht werden. der begriff soziales kapital entstand in einem soziologischen kontext, mitunter um ökonomisch scheinbar irrationales handeln zu erklären. blocher reisst das aus dem kontext, setzt es als wirtschaftssystem proper, und verwendet dann die dortigen begrifflichkeiten und funktionszusammenhänge, weil es dann ja ein solches ist (was es aber nicht ist.) das gerade an reputation aufzuziehen ist dann nur noch willkürlich, warum nicht attention, trust, popularity, etcxxx.)
0rigami

nett: Origami Icons
(via, dort noch eine ganze reihe anderer icon sets)