Suchen des Jahres (2009 Edition)
Pt. 1: Yahoo
- Michael Jackson
- Twilight
- WWE
- Megan Fox
- Britney Spears
- Naruto
- American Idol
- Kim Kardashian
- NASCAR
- RuneScape
(siehe Suchen des Jahres 2008 Edition und Suchen des Jahres)
Desperate Housewives
highly recommended: Arianna Huffingtons Pamphlet zur Selbst- und Welteinschätzungskrise der Medien – etwas lang, aber ein mehr oder weniger vollständiger Rundown über fast alle damit verbundenen Thesen und durchaus auch mit Emphase für die Position der MSM (die unfruchtbarkeit des us vs. them, kritik an den immer abwegiger werdenden metaphern, die zu immer abwegigererem denken führt, das paradox mit dem geschäftsmodell die wall st. zufrieden stellen zu müssen und mit den abgeleiteten aktivitäten genau gegen alles zu arbeiten, was sie sich auf die fähnchen stecken, eine relativierung der aktuell ausgemachten feindbilder (google, aggregatoren), die lächerlich im vergleich zum gesamten shift sind, zum irrglauben von exklusivität, zum versagen bei den wichtigsten stories (irak, finanzkrise), zum social turn von news an sich usw.)
Ether
(devoha: Google übernimmt EtherPad und will es als Borg in Google Wave absorbieren, gefühltes halb-Twitter ruft faul und einen Tag später schwenken sie um, lassen EtherPad als eigenständiges Produkt am Leben und werden es samt AppJet open sourcen.)
((marshallk hat das muster schön beschrieben, zwar vor dem happy end aber trotzdem trefflich))
supernova.tv


Wieder einmal (siehe wildciety.tv) ein Benchmark zwischen dem Livestream der Supernova (152 Zuschauer) und dem Wasserloch im südafrikanischen Busch (60 Zuschauer).
(die supernova wird übrigens archiviert: day 1, day 2)
Scroll Keys
apropos scrollen, live.hackr kann jetzt auch mit den keyboard-shortcuts j und k durchzappt werden (j = nächster artikel, k = voriger artikel).
update: hab ich wieder entfernt, weil es zu wartungsaufwändig war.
Scroll Clock

lovely scroll clock
Liebe ist

Irgendwie symptomatisch ^ die Google suggests für ‘newspapers are’ (via)
(mir pers. ist das zwar mehr oder weniger egal, die deutschen verlage haben es in den letzten vier jahren geschafft, ein gefühl des respekts in ein gefühl der uninteressierten verachtung zu verwandeln, aber ein satz zum leistungsschutzrecht: auf was das raufläuft ist glaub ich klar, auch wenn das wie noch unklar ist, aber auch nicht klar sein muss:
das leistungsschutzrecht schützt nichts schützenwertes, was nicht ohnehin schon durch das urheberrecht geschützt ist. mit dem leistungsschutzrecht soll einfach ein anspruch der verlage gesetzlich festgeschrieben werden, der, nachdem er dann festgeschrieben ist, zu einer serie an forderungen führen wird, die diesen anspruch dann auch durchsetzen sollen, weil was nützt ein gesetzlich festgeschriebener anspruch, wenn er nicht durchgesetzt oder leicht durchsetzbar ist. das leistungsschutzrecht soll eine card blanche werden für allen möglichen blödsinn und vor allem für eine völlige unverhältnismässigkeit der dann zum einsatz kommenden mittel.)
High Five Fox

Und der Firefox wurde heute 5 Jahre alt.
Retweet to share tweets

huch, schon wieder neue features bei twitter, retweets sind (noch nicht bei allen) jetzt first class citizens, geretweetetes taucht als normaler tweet mit kleinem hinweis im normalen strom auf.

und sie haben eine art echtzeitnotifikation über neue tweets eingebaut.
beim ersten, dunno, vl. stellt es sich als nett heraus, vl. nerven aber auch die profilbilder von leuten, denen man nicht folgt, für mich sind zb auch fremde listen extrem anstrengend; twitter triggert irgendeinen neuronalen rewire mechanismus der avataren einen assoziationshof zuweist. die notifications sind wieder grossartig, weil unaufdringlich und gegen den trend eben nicht auto-aktualisierend (wie bei brizzly, friendfeed).
Lizzy

devoha: Brizzly kann jetzt auch die Twitter Listen und hat auch gleich alle Gruppen in entsprechende Listen umgewandelt.
(ich persönlich hätte es vorgezogen, wenn das entkoppelt geblieben wäre; so ist brizzly halt ein etwas optimierter twitter-client, davor haben die brizzly-groups doch auch eine eigene facette gehabt, man hat zb dir replies an nichtverfolgte gesehen, die auch gelegentlich interessant sein können; aber gut, das war wohl zu erwarten)
((die twitter lists selbst sind ein absoluter geniestreich und tatsächlich auf die bestmögliche weise implementiert; alle haben nach gruppen gerufen (die ökosystemisch vor allem einen followertechnischen verstecknutzen getriggert hätten) – aber twitter gibt uns listen (die gwm. die matrix um eine weitere soziale dimension bereichern, eine neue achse an transversalen beziehungslinien zieht)))
Gromit

#heh
Bottle Crowns

cute social bottle crowns (via)
Facebotter
The functional act of constructing a tweet or a status update is very similar. Produce text in roughly 140 characters or less inside a single line text box and click a button. Voila! Even the stream based ways in which the text gets consumed look awfully similar. Yet, the more I talk with people engaged in practices around Twitter and Facebook, the more I’m convinced these two things are not actually the same practice. Why? Audience.
danah boyd über die unterschiede zwischen twitter und facebook, auch über normen, kulturelle praktiken, usw.
stimmt schon alles irgendwie, und sie schält schön heraus, dass ein ding, auch wenn es von aussen gleich ausschaut, jeweils ganz was anderes sein kann, nur macht sie den gleichen fehler wie alle anderen, nämlich alles am mantra konversation mit der ausrichtung auf zuhörerschaft / audience aufzuhängen.
natürlich wird gebabbelt und natürlich gibts zuhörerschaften und natürlich wird jeweils unterschiedlich gebabbelt für jeweils unterschiedliche zuhörerschaften, aber der eigentliche unterschied liegt im grundsätzlichen gewebe von facebook resp. twitter, die beide völlig verschiedene motive der produktion, erwartungshaltungen an die rezeption und serien der anschlusskommunikation haben (privat vs. öffentlich; kommunikation unter freunden vs. information unter interessierten; reterritorialisierung auf dem ursprünglichen thread vs. deterritorialisierung via retweets und den 2000 twitterapps; etc.).
der grund, warum es so schwer zu sein scheint, diese beiden sphären auseinanderzuhalten und nicht konzeptionell zu vermischen, liegt glaub ich an oben erwähntem mantra der konversation bzw. audience. nicht nur rekonzipieren privatpersonen ihre freunde bei facebook als ‘audience’ auf die sie einfluss ausüben wollen, für die sie publishen wollen und anderen blödsinn (der übergang vom auf ein bier gehen zum social networken), auch facebook selbst rekonzipiert sich als twitter.
der twitterneid von facebook ist zwar verständlich – was soll denn das? da sind wir der 350 mio pfund schwere gorilla und dieser makake bekommt die ganze aufmerksamkeit? – aber facebook begibt sich auf ganz dünnes eis. im versuch die streams der user öffentlich zu machen, schaut her, auch bei uns wird ganz toll über produkte und gott und die welt geplaudert, viel mehr noch als bei twitter, das könnte man auch echtzeitmässig aufbereiten, viel besser noch als twitter, unterminiert facebook sukzessive den grundvertrag, den es mit seinen usern eingegangen ist, und dekonstruiert sich selbst.
Fail Bear

Buy a Chair
netter vortrag von bruce sterling bei der reboot, aufgezeichnet von dave winer, recommended, hat einige twists, die man nicht vermutet.
siehe auch das Video
School of Rock
ein art crazy hall of fame line-up bei der y-combinator startup school:

ev williams und biz stone von twitter
Sort by Shooting
(apropos google reader, ich verwende ja immer noch lieber bloglines in der old school version, aber über bloglines gibts ja kaum was zu berichten, ausser dass es in letzter zeit, wahrscheinlich weil viele zum gr geswitcht sind, mehr oder weniger problemlos vor sich hin tuckelt)
Sort by Magic

der google reader bekommt empfehlungen und ein personalisiertes ranking.
in einer neuen explore section werden schon wie bisher (und nicht besser, ich hab da echt noch nie was entdeckt) neue feeds empfohlen und neu auch populäre artikel. da scheint sich google weitgehend auf likes zu verlassen, was vor allem irgendwelche schönen oder lustigen bildchen nach oben spült. 2, 3 gehen ja pro session, aber dann ists auch gut. as is ist es sinnlos, man müsste zumindest quellen blacklisten können oder themencluster in-opten können oder irgendwas.
das personalisierte ranking hingegen ist ganz nett: man wählt die option sort by magic in den view-settings eines folders aus, und die artikel werden dann automagisch nach persönlicher relevanz sortiert, wobei das wohl eine mischung aus bisherigem verhalten je feed (wieviele shares, % gelesen, etc.) und aktuellen likes ist oder so, jedenfalls ist die mischung nicht schlecht.
Doppelt Gemoppelt

devoha: sowohl bing (ann) als auch google (ann) haben auf dem web 2.0 summit ihre partnerschaft mit twitter verkündet, bing zusätzlich noch eine mit facebook.
was beide jeweils damit machen ist, soweit ich sehe, noch nicht ganz klar, bei bing schaut es nach einer eigenen twittersuche aus und tweets von personen werden zur personensuche reingemischt, google hat angedeutet, dass sie tweets kontextsensitiv als echtzeitdatenpunkte integrieren werden, jedenfalls wird das durchaus spannend, weil beide zeigen können, was ihnen einfällt, und weil sicher vor allem google dabei nicht schlechter ausschauen will.
für twitter bedeutet das wohl den endgültigen durchbruch, eine derartige bevorzugung eines einzelnen dienstes in den organischen suchergebnissen hat es noch nie gegeben, und google liefert ihnen dann ja nicht nur traffic sondern liefert den noch nicht twitternden suchenden den sinn und zweck von twitter gleich mit.
Verrücken
Winer ist Innovating outside the 140
(stranges aber omnipräsentes phänomen: menschen scheinen es partout nicht auszuhalten, wenn etwas einfaches funktioniert, und lassen nicht locker, bis sie es zu tode verbessert haben)





