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Tractatus Digito-Philosophicus
The imagination is the totality of intents, not of actual-effects.
Tractatus Digito-Philosophicus
(via)
Am Ende der Guttenberg Galaxis
minianmerkung zur diskussion über das vermutliche guttenbergsche doktorarbeitsmashup, die vor zwei tagen in der sueddeutschen ihren ausgang nahm: ich glaub das ist das schönste beispiel für die sich durch das internet verschiebenden zeitachsen, das wir bisher miterleben durften. während sich auf der einen achse quasi in echtzeit ein kommunikationsstrom formierte, der u.a. auch eine art schnitzeljagd auf attributionslos übernommene passagen organisierte und als wiki dokumentierte, hinkten die informationsströme, auf die sich politiker normalerweise als handlungsbedarfsrelevant verlassen können – also wasauchimmersieverwenden und massenmedien – so weit hinterher, dass es zu solchen stellungnahmen wie jener von guttenberg heute morgen kommen kann, die nur unter der grundannahme eines völligen nochnichtwissens aller anderen abgegeben werden kann. nur stimmt diese grundannahme eben nicht mehr, weil es eine zeitachse gibt, die in diesem fall etwa 12 stunden vor der politischen läuft und aus deren sicht seine stellungnahme ganz einfach offensichtliche falschbehauptungen enthält. (sinnvoll erscheint sein statement tatsächlich nur, wenn er auch selbst noch keine ahnung vom ausmass hatte, wenn er also von den zwei bis drei ursprünglich kolportierten auszügen aus der einen und anderen tageszeitung ausging, aus denen man sich auch mal rausentschuldigen kann, aber es handelt sich ja um dutzende und teilweise proaktiv leicht angepasste passagen). vom konkreten fall abgesehen sieht man aber, wie sich die informationschronologische hegemonie des politisch-medialen komplexes aufgelöst hat. bis dato konnten sich politiker sicher sein, spätestens mit allen anderen zu erfahren, was die masse wissen kann; sie konnten ihre statements also dementsprechend anpassen. jetzt wissen sie noch nicht einmal, dass sich (ab und an, da muss einiges zusammenkommen) zumindest teilmassen formieren können, die ihnen quasi aus der zukunft zuschauen können.
Host Flat

hui, S3 kann man jetzt auch dazu verwenden, statische Webseiten zu hosten, was dieser Strategie des Flachwerdens zusätzlichen Charme verleiht.
(zumindest für einige anwendungsszenarien, nicht nur aber natürlich auch der kostengünstigsten archivierung, ist das dsl)
Google Nav

^ hab schon wieder vergessen wie es vorher war, aber irgendwas ist neu (und von den design-jahrzehnten inkonsistent) ((und seltsam doppelt gemoppelt, weil die sidebar trotzdem geblieben ist))
New Kids on the Block

oh noes, New Chrome extension: block sites from Google’s web search results
V-Day

(abt. devoha)
Cucumber Sandwich

^ stranges kurzfristiges gefühl eines reentry.
- The Importance of Being Readable
Postel’s law


haha, lifehacker, gizmodo und die anderen gawker sites nach der umstellung auf ein hashbang-design ohne javascript betrachtet (siehe)
Flickr 7

wahnsinn, flickr wurde 7
bonusliste: die 50 gebookmarktesten seiten mit dem r-thing:
- flickr (79416)
- tumblr (12569)
- pixlr (10532)
- snipplr (7810)
- skreemr (7307)
- retrievr (7204)
- colr (6233)
- keybr (5802)
- dumpr (5288)
- flickrslidr (4669)
- definr (4657)
- rsizr (4079)
- mypictr (3622)
- websnapr (3323)
- designflavr (3277)
- scanr (3185)
- priceprotectr (3124)
- gridr-buildrrr (3065)
- logo-creatr (3060)
- frappr (3016)
- cookstr (2852)
- gickr (2603)
- suprglu (2415)
- stockpickr (2305)
- colorsuckr (2301)
- idgettr (2295)
- keyboardr (2268)
- empressr (2070)
- appmakr (1990)
- wishlistr (1919)
- peoplebrowsr (1854)
- trendrr (1830)
- bubblr (1718)
- feedblendr (1599)
- ecommr (1521)
- preloadr (1508)
- zooomr (1452)
- expensr (1452)
- isendr (1416)
- snackr (1403)
- talkr (1395)
- bookr (1382)
- remindr (1381)
- retaggr (1379)
- scvngr (1340)
- fastr (1322)
- flagr (1289)
- delivr (1279)
- diagrammr (1265)
- filesavr (1201)
- scalr (1179)
20.000 Meilen unter dem Meer

Google heute mit einem Jules Verne Doodle.
Mündung

ayay, Rivva kommt nicht wieder.
Die sich auftuende Lücke wird man wohl erst im Laufe der Zeit spüren, aber sie wird nicht alleine im Fehlen einer Tagesschau bestehen (eine funktion, die es für mich zb. eig. ohnehin nie so wirklich gehabt hat, bzw. schon, aber nicht als pointer für lesenswertes zeugs, sondern eher als absolution für das nichtlesen von dingen, die ich nicht mehr lesen muss, weil rivva sie für mich – gwm. als canned reader – gelesen hat.) Für die Blogosphäre etwa war Rivva das Medium, über das sie selbst als imaginierte Community quasi simulierbar wurde, oder genauer – wie schon beim Nichtlesen – nahm uns Rivva das Simulieren sogar ab, hat die Konsistenz der imaginierten Community für uns simuliert, wir konnten also einfach so tun als ob.
Mit Rivva stirbt jedenfalls auch eines der in Deutschland äußerst raren wirklich sympathischen Startups, das auch auf der Ebene der Beobachtung der Veränderung wirklich interessant war, dem man eine gewisse Intelligenz und einen gewissen Eigensinn und eine gewisse Idiosynkrasie und ein gewisses Herzblut bei der Sache und einen gewissen Puls an der Zeit angemerkt hat. Und das war dann wohl auch der Grund für das Ende.
So long, Rivva.
A Brand New Universe

hmm, AOL übernimmt die Huffington Post für 315 Mio., die Huffington wird Superchief der neuen AOL-Abteilung Huffington Post Media Group, unter der auch die gesamten anderen AOL Content Properties laufen (auch Engadget, TechCrunch, AOLs Ambitionen als Content Farm die monatlich mehr als 50.000 Artikel raushaut, usw.)
(mir fehlt das gespür für die community und die produktionsbedingungen der hupo, irgendwie lief da afaics auch schon bisher viel in richtung content farm und seo, garniert mit gastkommentatoren usw, insofern kann ich nicht einschätzen, mit welcher wahrscheinlichkeit das implodiert oder gut läuft, aber so als geste für den ‘neuen journalismus’ ist das natürlich eine katastrophe, auch das liberalste und gleichzeitig bestpositionierte projekt verscherbelt sich beim ersten winken der wirklich fetten dollars, und man / die leute, die das unter einem gänzlich anderen set von grundannahmen grossgemacht haben / bekommt nix ausser dem corporate bullshit drivel von aligned visions, acceleration, usw.)
Abstand

(abt. rivvaversteher)
Gallery View Reloaded

hmm, Google reused die Verpixelungstechnologie auch im Art Project. (etwa im MoMA) (via viavia)
Torsorophy

kinda funny: Microsoft’s Bing uses Google search results—and denies it
iDiss und Dat

… aber unterm strich ist es das geilste fenster ins internet und also mit allen damit verbunden möglichkeitsräumen yet, warum faseln wir denn alle seit vier jahren von der cloud …
(nts: mich öfter selbst zitieren)
abt. heute vor einem jahr: iDiss
Twitter Elements

ui, Twitter zeigt jetzt die Überschneidungen der Bekannten und Verwandten aka Connections etwas übersichtlicher an (die links hat’s auch vorher schon gegeben, aber sie waren gut versteckt) ((via))
Q: Warum ist Groupon so langweilig?
A: Weiss nicht genau, aber es liegt wohl daran, dass der Deal wahrscheinlich an sich das konzeptionell langweiligste soziale Objekt überhaupt ist. Die Schönheit des frühen Groupons lag ja gerade im Herauskitzeln einer guten Idee, in der Reverpackung des Deals innerhalb einer netten Erzählung, in der Aufwertung eines schnöden Dings durch Zirkulation in einem sozialen Gefüge. Aber mein Problem mit Groupon ist dann noch gar nicht die Transformation von sich selbst in eine – dann weniger gut (aber immer noch ganz gut) erzählte, weniger (aber immer noch) aufwertende – universelle Plattform für lokale (oder auch nicht) Deals, mein Problem ist (eigentlich ähnlich wie bei facebook), dass das überhaupt sein kann, dass sowas wie Groupon im Jahr 007 nach Web 2.0 nicht nur noch existieren, sondern sich auch noch fast als Leitmotiv für alle anderen formieren kann. Vergiss die haque’sche Dreifaltigkeit aus Märkten, Communities und Netzwerken und die möglichen Effekte (Interpenetration auf den verschiedensten Feldern, Ausdifferenzierung entlang der verschiedensten Achsen, etc.) – 50% off und gut ist’s. Aber Deals machen die Märkte nicht schlauer oder besser, wenn überhaupt machen sie sie dümmer; und Deals machen die Konsumenten nicht schlauer oder besser informiert, wenn überhaupt, dann bringen sie Leute dazu, mehr Crap zu kaufen, den sie eigentlich nicht brauchen (wahrscheinlich werden Dauerschnäppchenjäger mittelfristig sogar unglücklicher, weil sich der Gebrauchswert auflöst und der Dealwert ja verpufft, sehr hobbypsychologisch vermutet); und Deals stellen natürlich die anbietenden Shops oder Dienstleister nicht besser, und auch wenn es vl. betriebswirtschaftlich betrachtet in einigen Situationen sinnvoll erscheinen kann, 75 cent pro euro zu verschenken, als gar nichts zu machen, siehe etwa, so vergessen diesen Überlegungen ja, was man im Webzeitalter alternativ nicht alles machen könnte, also die strategischen Opportunitätskosten. Gleichzeitig macht das Groupon zu einem schönen Detektor für Bereiche, für die noch eine Lösung gefunden werden muss/kann.
Google Offers

yay, Google testet gerade eine Reinterpretation von Groupon: Google Offers