worldwide

woanders ist es auch schön


2021.12
1469233612063383554 1469233612063383554 - was ist denn eig. die kleinste einheit von sinn?
#

@achjakob Seme. Auch falls du rhetorisch fragen wolltest.

@hackr thx. ist nicht rhetorisch gemeint. sem ist in der nähe, aber sinn ist ein bissl was anderes als bedeutung.

@achjakob Ah, dann gäbe es noch Units of Culture. Diverse Konzepte (zB Chick). Narreme und Meme (nach Dawkins adaptiert, siehe Kronfeldner). Oder auch klassisch Goffmann.

@martinlindner verwandt auch die frage: was ist “idee” als kleinste einheit in einer history of ideas.

@achjakob Es fasert aus, welche Konzepte zu “Sinn” (oder auch “Idee”) wo anschlussfähig sind, weil du dich entweder epistemisch oder ästhetisch oder moralisch in einem Kräftedreieck von möglichen Perspektiven bewegst, die alle idiosynkratisch auf einen unscharfen Begriff schauen.

@hackr gefühlsmässig liegt die antwort weniger im expansiven (die konzepte die du oben nennst wollen alle schon viel zu viel, kommt mir vor) als im einfachen (a la ‘a difference which makes a difference’). vermutung: es geht nur vom ende zurück/retrospektiv, nicht aus bausteinen heraus.

@achjakob ja, in der Kultur-Anthropologie u.a. wird das meist genau so gehandhabt. Die Problematik, ob sich immer alles sinnvoll auf kleinste Einheiten runter brechen lässt, diskutiert Chick selbst (ist ein kurzer Artikel, lohnt sich). Ich wollte sagen, dass “Sinn” selbst polysem ist.

@achjakob Dass du kulturelle Ereignisse nur in dichter Beschreibung aus Teilnehmender Beobachtung extrapolieren kannst, da kommst du in der Diskussion schnell von Boas zu Geertz.

@achjakob Zurück zu “Sinn” gibt es vielleicht einen minimalen propositionalen Gehalt, der mitsamt seinen Konnotationen in einem distinkten Sprechereignis kontextualisiert (Auer) ist.

@achjakob Aber von einem das genau fassenden Konzept weiß ich gerade nichts. Ein Pragmeme quasi?
Vielleicht kommt “Frame” dem am nächsten. Der wird aus den sprachlichen Konstituenten selbst ad-hoc generiert. Siehe Barsalou (aufbereitet von Wibke Petersen vielleicht etwas verständlicher).

@martinlindner ist es nicht so, dass “sinn” der effekt ist, der sich daraus ergibt, dass eine oder mehrere #aussagen (aktualisierte sem-gebilde) mit dem raum der praktiken/erfahrungen verknüpft werden (dh dort “sinn machen”)?

@hackr mhm, sinn braucht gwm. immer seine eigene ‘monade’.