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woanders ist es auch schön


2021.02
1361944550441447425 1361944550441447425 - (heute vor 16 jahren waren gerade tools mit tags und tagclouds die expandierende grenze vom web. wir haben leider nix draus gelernt, eine phase einer grundsätzlichen wasdarauslernbarkeit kommt wohl nie wieder, ansätze würde in keim von der socmed-variante hashtag überspült usw.)
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@martinlindner vielleicht jetzt allmählich wieder, mit projectcortex und sowas wie roam im professionellen bereich? voraussetzung ist ja immer ein denken in “projekten” im weitesten sinn.

@hackr guter punkt. da brodelt was und das zwar auf einer anderen zoom-ebene, aber das könnte dann auch wieder auf den ‘datentyp’ tags zurückwirken.

@martinlindner da spielen tags doch jetzt schon eine rolle? (bei cortex eben “KI”-erzeugt, aber soll dann wohl live entwickelt und gepflegt werden. bei roam oder obsidian sind sie eh ein grundbaustein für den hypertext unterhalb der verlinkten blöcke.)

@hackr ja genau, aber ‘damals’ gabs so eine ganz distinktive gattung an nativen ‘web 2.0 tags’ die eine ganz eigenwillige/-artige qualität und dynamik hatten (motivation war egoistisch idiosynkratisch aber mit einem daraus emergierenden sozialen gleichzeitig immer im hinterkopf)

@martinlindner da würde ich gern noch drüber nachdenken und vergleichen mit den (sich eh erst nur abzeichnenden) neueren, projektbezogenen praktiken.

@hackr eine kleine liebeserklärung dazu hier

@martinlindner ja, freies und emergentes “social tagging” hat dann nie funktioniert. die funktion hat zum teil die suche übernommen, zum teil social media (#hackr als stream und wolke relevanter web-aussagen und links, oder auch diskurs-commumities, durch die alles relevante durchläuft).

@achjakob Grundproblem bei folksonomy (erst recht, bei emergenten Kategorien) bleibt das fehlende Reparatur-Spiel natürlicher Sprache (Grice), das als semantischer Aushandlungs-Prozess Bedeutung für alle Sprechenden gemeinschafltich generiert und die Idiosynkratie aufbricht.

@martinlindner man müsste mal sehr genau beschreiben, wie das digital de facto funktioniert: also bei unsereinem (“tagging for introverts”), in losen twitter-communities mit einigermaßen umrissenem interessensgebiet, im “wilden” umgang mit dem netz.

@martinlindner (was wurde eigentlich aus dem “semantic web”, mit triplets usw? ist das jetzt noch basis von projectcortex? wie verhält sich das zu “system one” damals, chl?)

@marcelweiss Ich weiß noch wie mich die ersten Webapps geflasht haben, weil sie diesen gigantischen Möglichkeitsraum offenbart haben. Tagging, für dich selbst und öffentlich und damit kollaborativ (delicious). 2005 hat das immense Potenzial des Internets für mich erstmals greifbar gemacht. :)

@marcelweiss Was in dieser Zeit auch einzigartig war: Jeden Tag ein neuer Dienst, der irgendwas auf eine eigene Art anders gemacht hat. Dieses naive Herumstochern ist heute Effizienz gewichen (Clubhouse ist aufregend, aber ich alter Hase erkenne sofort was wie warum gemacht wird.)

@hackr yep. zumindest dieses einmalige gefühl der frischen piste kann uns boomern niemand nehmen