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woanders ist es auch schoen


2018.10
1055083684326457344 1055083684326457344 - der grundfehler im grunde aller empfehlungsalgorithmen ist der glaube, dass es gut ist, wenn man nur noch das zu sehen bekommt, an was man ohnehin schon glaubt; genau das gegenzeil ist der fall; das lustvolle ist eig. nur das, was man ohnehin nicht mag, aktiv ignorieren zu können
# misc

@razzrboy Der klassische Fehler moderner Ökonomen, daß Menschen a priori Präferenzen haben, die auf Ähnlichkeit/Umwandelbarkeit zwischen Gütern basieren, ist eng verflochten mit der Idee stochastischer Optimierung. Good old Ike würde es vielleicht “the algorithmic-economic complex” nennen.

@marcelweiss Empfehlungsalgorithmen bewerten nicht höher, woran man glaubt, sondern womit man interagiert. Das ist, gerade in Bezug auf deine Aussage, ein signifikanter Unterschied.

@hackr stimmt, ‘glaubt’ ist falsch. aber ‘womit man interagiert’ macht den punkt eig. nur präziser: man will eben nicht mehr und mehr von dem vorgesetzt bekommen, auf das man mit gesten reagiert, sondern man will eben auch selektiv ignorieren können.

@hackr (wenn man so will: die für die eigene symbolische ordnung schlimmste algorithmisch generierte playlist ist die, bei der einem wirklich jeder track gefällt, weil der eigene geschmack und also das eigene ich dadurch gwm. selbst verschwindet)