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woanders ist es auch schön


2017.03
839458512078008325 839458512078008325 - @excearlymoves naja, du tust so, als gäbe es einen gemeinsamen raum für soziale vernetzbarkeit, aus dem man marktanteile schneiden kann.
/via @neunetz #

@excearlymoves Amazon Is Building Its Own Social Network

@marcelweiss: Verstehe ich nicht, wo werden Marktanteile rausgeschnitten?

@hackr: hmm, grzz, kann leider auch nicht mehr rekonstruieren, wo ich da gerade war/was mich da irritiert hat (irgendwas kurz davor oder danach war es, das ich dann mental vermischt/rekombiniert habe), jedenfalls echt sorry, da hab ich dir unrecht getan.

@hackr: ah, jetzt weiss (haha) ich’s wieder: ich hab mich auf den twitch artikel bezogen (du hast zuviel output, da kommt man ja nicht mehr mit) – und in dem tust du das ja (i.e. du ignorierst die ontogenetische notwendigkeit eines sozialen objekts und tust so, also ob das dann einfach austauschbar/erweiterbar wäre) ;)

@marcelweiss Ich glaube, dass es beim Amazonnetwork sehr darauf ankommt wie es umgesetzt wird. Stelle dir vor, Twitter veröffentlicht einen Client nur für Gamer, die sich über Twitter vernetzen, mit Livevideofeatures etc. Twitter haut außerdem einen Client raus, mit dem sie es Leuten leicht(er) machen, sich über Live-TV zu unterhalten etc. Genau so etwas könnte/sollte Amazon bauen. Asymmetrische Connections geben das her. (Sie sind ja nur Manifestationen von Interessen, und die wenigsten Menschen haben nur Interessen in einem Feld (woraus das soziale Objekt kommt)) Das kann sich durchaus gegenseitig befruchten, ohne dass es ein einziges, gemeinsames, das Layer übergreifendes soziale Objekt braucht. Die Frage ist, wie weit vorn/hinten das verbindende Social Layer jeweils dargestellt wird. Bei Twitter ist es heut schon so, dass Promi-Twitter, Tatort-Twitter und Tech-Twitter nur das Netzwerk und das technische Format gemein haben. Wer Instagram oder Foursquare zu Twitter pusht, macht im Grunde etwas ähnliches, was ich mir für Amazon auf Architekturebene gut vorstellen kann. Last not least: Amazon sind wirklich die Master der Microservices und APIs. Da kann sehr viel mehr kommen als es jemals von Microsoft oder Google in der Richtung kommen könnte. (Und allein, dass es von Amazon kommt, würde dem von Anfang an mehr Aufmerksamkeit und Vorschussvertrauen auf Langlebigkeit geben. Auch nicht zu unterschätzen.)

@hackr wo ich bei dir bin ist, dass amazon ein durchaus interessanter boden für ‘soziales’ ist und dass da einiges auch überraschendes kommen könnte; wo ich nicht bei dir bin ist deine extrapolation als wollmilchsau, die sie dank ihrer marktmacht auch durchdrücken könnten, eben dieses von mir ursprünglich angetwitterte marktanteile nur um des marktanteile gewinnen wollens gewinnen wollen. nur weil ich amazon an mehreren stellen berühre (goodreads, twitch, zappos) bedeutet das nicht, dass ich eine dadurch aggregierte amazon-persona entwickle, die in einem raum mit allen anderen jeweils anders aggregierten amazon-personas funktioniert. sprich: auch wenn sie alle mit allen vernetzen könnten, was dann auf dem blatt das vl. 2. größte netzwerk wäre, was wäre damit gewonnen?

@marcelweiss Ich sehe das wie bei Alexa: In erster Linie gewinnt Amazon Gestaltungsmacht auf Plattformebene. (In erster Linie bedeutet das ungehinderten Zugang) Hier alles was unter social shopping fällt. Für die Endnutzer: Die Frage bleibt wie die übergreifende Vernetzung umgesetzt würde. Nur weil das Potential der Wollmilchsau sich manifestiert, muss das nicht das sein, was Endnutzer XY dann nutzt/braucht. Oder andersrum: Ein Twitter, dass die API-Route (statt die klassische Ad-Route) gegangen wäre, wäre sehr viel nützlicher heute. Diesem hypothetischen Twitter vorwerfen, es wäre nicht nützlicher weil es eine Wollmilchsau wäre, negiert die Optionalität für die Nutzer und schafft gewissermaßen eine Alles-oder-Nichts-Dichotomie, die ich hier nicht sehe. (Ergibt das Sinn?)

@hackr nicht ganz; die logik von alexa verstehe ich; aber twitter ist thematisch und funktional offen, egal ob mit api oder mit ad route (und über die idiotie ihrer wahl sind wir uns glaub ich einig). nur ist es in der eigenen essenz eine wollmilchsau, die sich für jeden benutzer als konkrete optionalität (wem folge ich, welche listen mache ich, usw.) manifestiert. die alles-oder-nichts dichtomie versteh ich also nicht.

@marcelweiss Das bringt mich zurück zum Anfang: Die Diskussion ist sehr hypothetisch und es hängt alles davon ab wie das konkret umgesetzt würde (was man nach vorn schiebt und was nicht)