Das Manchild (meistens m) ist ein doch gelegentlich gesehener Zeitgenosse, der sich dadurch auszeichnet, dass er – der Name deutet es an – der Welt gegenüber ein kindliches Verhältnis hat.

(hier ist das deshalb zumindest eine erwähnung wert, weil das manchild gwm. der paradigmatische zeitgenosse im silicon valley und mit abstand die treibendste kraft hinter dem komplex apple/facebook/google ist; das manchild gibt’s in zwei versionen: nach innen gerichtet – kann sich tage- und wochenlang mit sich selbst und einem spiel beschäftigen ohne an der welt teilnehmen zu müssen, der modelleisenbahnbauer, wenn man so will; und nach aussen gerichtet – und dabei kindliche allmachtsphantasien (schlaraffenland, ewiges leben, singularität, etc.) extrapolierend. die eine version entfaltet sich idealerweise als ingenieur, der sich dann auch in verzahnte probleme verbeissen kann, der aber infantile features und produkte konzipiert, wenn man ihn lässt (man denke an cook); die andere entfaltet sich, wenn man ihn wieder lässt, als vordenker oder chef (page, kelly, thiel, zumindest davon beeindruckbar zuckerberg); derzeit gerade lustig zu beobachten ist, wie diese beiden kräfte den oben angesprochenen komplex apple/facebook/google zunehmend auf die gleichen themen und lösungen normalisiert (VR, AI, bots, eine prise crazy tech), wobei sich die lösungen wieder unmittelbar aus dem vektor des manchilds ableiten lassen; symptomatisch bei der jüngsten f8 war etwa die beschreibung vom grundproblem für VR mit AI: user kommunizieren ja warum auch immer noch immer gerne mit anderen menschlichen usern; bis wir eine sozial und emotional funktionierende VR ohne menschlicher beteiligung für solche gespräche haben müssen wir also noch viel forschen, vor allem auch mit predictive AI, bis dahin haben wir aber unsere bots usw.)

(abt. supermarket studies)