Der Verweigerer (m/w) ist ein relativ weit verbreiteter Zeitgenosse, der sich dadurch auszeichnet, dass er sich Dingen verweigert.

Der Verweigerer verwendet also Dinge nicht deshalb nicht, weil er ahnungslos oder unfähig oder aus anderen Gründen ausgeschlossen ist (stichwort digital divide resp. literacy), oder weil er aus anderen, etwa infoökonomischen Gründen halt nicht verwendet (for personal reasons), es geht ihm mit seinem Verweigern um den Akt der Verweigerung selbst.

(für die verweigerung kann es dann viele gute oder schlechte gründe geben, öfter als nicht ist der grund jedoch die übertragung der (vermuteten) eigenschaften der black box hinter der schnittstelle auf die eigenschaften der plattform selbst, die ich vor ein paar tagen im lazy blog ep. 46 angedeutet habe, paradebeispiel ilse aigners ‘sehe ich mich gezwungen’ bei facebook. so nobel oft das ziel ist, der einzige effekt ist üblicherweise, dass man halt selbst an etwas nicht mehr teilnimmt und also die möglichkeiten nicht nutzt und sich im schlimmsten fall über alle anderen ärgert)

(für systemische ausdifferenzierungen ist der verweigerer aus ähnlichen gründen wie der sturschädel wichtig, weil er nämlich verharrt und in seinem verharren gelegentlich der opportunistischen homogenisierung entgegenwirkt und mitunter die möglichkeiten für alternativen skizziert)

(abt. supermarket studies)