live.hackr

die romantische komödie


3 Monate

3 Monate ist es nun schon bzw. erst her, dass Facebook f8 lanciert hat (siehe Facebook und vor allem WinWinWin und ev. auch noch Facebook TOS)

In 3 Monate Facebook Plattform f8 zieht Exciting Commerce ein kleines Resume und verweist auf Facebook debunked von Venture Beat, wo ein paar interessante Kennzahlen aufgelistet sind: von 24 -> 33 Mio Mitglieder, mittlerweile 3000+ Anwendungen, nur 42 davon mit mehr als 1 Mio Usern, was uns zur Auflösung von Quiz pt. 21 bringt: 28, 55, 118, 267, 344 und 2165 ist die Anzahl an Usern auf die es bisher die dt. Facebook Apps gebracht haben.

Ansonsten war – neben den üblichen, der siggi beckerschen Hypezyklenlogik folgenden Über- und Unterschätzungen – vor allem eines interessant: die Verblüffung bzw. Konsterniertheit, dass auf einmal aus einem im Grunde sehr dummen (im Sinne von unkompliziert, den Regeln von Offenheit, Standards, … widersprechenden) Konstrukt eine Art schwarzes Loch mit enormem Magnetismus geworden ist, dem die Freiheit, Gutheit, Schlauheit des gesamten Restwebs im Grunde nichts entgegenzusetzen hat. Klar war schnell nur eines: Facebook darf es nicht sein, deshalb der Aufstieg des Konzepts der portable social networks usw. Das Problem bei allen Ansätzen ist aber, dass sie rein technologisch bzw. ideologisch getrieben sind, aber keinen überzeugenden Nutzenvorschlag bzw. Mehrwert bieten, eher einen Rattenschwanz von Anschlussproblemen aufwerfen. Facebook funktioniert, weil es Komplexitäten radikal eliminiert und verschiedenste Datenströme als Minifeed normalisiert. Allein die Überlegungen [pdf] von Brad Fitzpatrick wie man den social graph aus LiveJournal und ein paar anderen Diensten extrahiert sind umständlicher als das gesamte Facebook. Natürlich sind wir diesbzgl. erst ganz am Anfang und das spannende ist, dass die dialektische Antithese Facebook notwendig war, um einen nächsten Schritt zu machen – und der liegt in der Luft.

meta 24.08.2007 #