Twitter Studies

  • Tvitter
    mit dem 'übers fernsehen twittern' scheint twitter irgendwie seine bestimmung (für sich) gefunden zu haben.
  • Lazy Blog Ep. 8
    blogpost über DAS fundamentale dilemma im derzeitigen web: den umstand, dass von allen - ich sag mal - massensozialen plattformen, also google, facebook, apple und twitter, ausgerechnet facebook als einzige alles richtig macht
  • Message from the Desert of the Real
    Twitter stellt die neue API vor.
  • Why Your Complaint About Your Complaints About Twitter Is Wrong
    Kritik an der Kritik an der Kritik an Twitter.
  • Bot Bot Go
    Minireview von Tweetbot for iPad.
  • Phänomen und Logik der Kreise
    weitere minianmerkung zu google+, genauer gesagt ein viertes bauchgefühl.
  • Im Namen des Kreises
    Kleine Anmerkung zum sozialen Design von Google+.
  • Scary Twitter
    Seit Mitte 2010 nehmen Suchanfragen und also das Entwicklerinteresse nach der Twitter API wieder ab.
  • New Tweet Order
    Twitter will mehr oder weniger kontrollieren, wie Tweets und alles drumherum angezeigt wird.
  • RDD Revolutions
    Stowe Boyd recht pragmatisch zu/gegen Gladwells jüngstes Twitter/das Medium hat nix mit Revolution zu tun.
  • Longcat
    longcat is long
  • Get Out
    Paul Carr über Chris Dixon über Malcolm Gladwell und mein Senf.
  • ReQuoting pt. 51 (The Centralized Edition)
    Ev Williams über dezentralisierte Alternativen von Twitter.
  • The Last Thing
    Alex Payne mit einer Art Vermächtnis anlässlich der jüngsten Entwicklungen bei Twitter.
  • Follownomics
    Über die Ökonomie vom Verfolgen.
  • Yellow Strom
    echovar über twitter und pretty much das kompaktbeste, was ich bisher über twitter gelesen habe.
  • Null
    Who would pay to use Twitter? null.
  • Emergency Room
    Dave Winer konzipiert ein Emergency Broadcast System für Twitter, GigaOM denkt das dann noch ein bisschen weiter.
  • Gmahte Wiesn
    ich frage mich gerade, ob facebook mit der vorgestellten open graph / graph api / social gadgets kombi nicht gerade einen steilpass für twitter hingelegt hat.
  • Inflection Point Revolutions
    Nachtrag zu Inflection Point, Twitter hat Tweetie übernommen.
  • Inflection Point
    Warum Fred Wilson bzgl. Twitter am falschen Dampfer ist.
  • Lists (Transformers Edition)
    Erste Versuche mit der Twitter List API.
  • Facebotter
    danah boyd über die unterschiede zwischen twitter und facebook und ein paar gedanken dazu.
  • Verrücken
    Dave Winer sinniert über Erweiterungen bei Twitter.
  • eigentlich ganz witzig, da ...
    eigentlich ganz witzig, dass tweets ausserhalb von twitter meistens mit einem screenshot zitiert/dokumentiert werden
  • The Wormhole
    Steve Gillmor mit einem ästheto-philosophischen Murmeln über Twitter, Kurzurls und Co.
  • Lauwarme Cervisia
    Kleine Kritik der neuen Homepage von Twitter.
  • The Ten Commandments
    Umair Haque extrahiert die zehn Gebote von Twitter.
  • Die feinen Unterschiede
    Bourdieu im Kontext von social media
  • Status, Notes, Links
    So Facebook erweitert die API ein bisschen und triggert einiges an blabla über den Tod von Twitter, oder eine Attacke auf Twitter usw.
  • Dolm des Jahres
    Dolm des Jahres: Twitter, weil es Hunderte von Mashups zwingt, nach Username und Passwort zu fragen.
  • Asymmetric Core
    das problem mit der persönlichen und/oder sozialen skalierbarkeit von twitter scheint mir aber eher die mehrdimensionale matrix an asymmetrischen motivationen und verhaltensweisen zu sein (die gang, die traube, die cloud)
  • Spam (Microchunk Edition)
    Warum Twitters Massnahmen gegen Spam eher noch mehr davon erzeugen werden.
  • Das große Schnattern
    Die FAZ mit einem Selbstversuch zu Twitter. Auch wenn dort Gänse zwitschern, man muss ihnen zugute halten, dass sie tatsächlich einmal ausprobiert haben, worüber sie schreiben.
  • dolce and gabbana
    wenn man will könnte man frei nach d/g twitter als molekulare kraft beschreiben, die den diskurs deterritorialisiert, und friendfeed als molare, die reterritorialisiert
  • Tweet des Tages 831707312
    Stop asking "Is this a good or bad thing?" and start asking "What's going on?"
  • Tweet des Tages 839088619
    We have ICE!!!!! Yes, ICE, *WATER ICE* on Mars! w00t!!! Best day ever!!
  • Hashtag des Tages: #haiku
    Eigentlich unser Hashtag des Montags: #haiku.
  • 15m
    Twitter hat eine Finanzierungsrunde in Höhe von 15 Mio Dollar bei einer Valuation von 80 Mio abgeschlossen.
  • ReQuoting pt. 20
    echovar über die Gilmor Gang Idee Twitter zu föderalisieren und ein Rant gegen reflexartige Offenheit.
  • urban lifestyle layer
    mediatope über die psychotopologische Ausdifferenzierungen dank Twitter.
  • 224426502
    rivva statt twitter eingetippt mit kurzfristiger völliger verdutzung
  • German Startups and Twitter
    This weekend I wanted to take a look at how German startups use Twitter
  • Retwittered
    hackr.de und MoMB gibt es jetzt auch als Twitter Feed.
  • Wort des Tages: Proprioception
    Wired beschreibt den Wert von twitter vortrefflich mit: Proprioception
  • Timing II
    Tumblelogs erleben einen zweiten Frühling
  • TwitteredIn
    wer eigentlich ein Auge auf Twitter werfen müsste, sind die Xings und LinkedIns.
  • 11746761
    signing up
  • Metahyping
    es gibt (im deutschen Diskurs jetzt) keinen eigentlichen Hype über das Web 2.0, es gibt *nur* einen Hype um einen vermeintlichen Hype ums Web 2.0.
  • Introducing the Twitter API
    Twitter bekommt eine API.
  • immr
    twttr - das später Twitter werden sollte - ist gestartet.
  • 29
    inviting coworkers

  • Tvitter

    11.10.2012

    mit dem ‘übers fernsehen twittern’ scheint twitter irgendwie seine bestimmung (für sich) gefunden zu haben.

    It’s a long-standing tradition for a family to gather on the couch to watch TV together.

    (2012-10-10) Tweeting with the (Modern) Family

    To help you easily follow all this week’s small screen stars, we’ve created a one-stop-shop Get Started page for Fall TV

    (2012-10-08) Fall TV: New shows, more Tweets

    As we welcome the first few weeks of fall, we also continue to welcome TV’s hottest premieres on Twitter.

    (2012-10-01) More fall TV: A second week of first episodes

    We’ve included the time that your favorite stars will be tweeting their season premieres so that you don’t miss any of the action.

    (2012-09-24) Fall TV: Must-See Tweets

    While most fans will be watching from home, they can still play a part in the action by following their favorite stars and shows, and even tweeting the winners a note of congratulations.

    (2012-09-21) The Primetime Emmys: Tweeting Along

    Craig Ferguson made one fan’s Twitter dreams come true during a recent live taping of CBS’ The Late Late Show

    (2012-09-10) OnlyOnTwitter: Tweeting your way to TV

    The X Factor fans can skip the ballot box on this vote, and take to Twitter instead.

    (2012-09-10) Season 2 of The X Factor kicks off with hashtag war

    Twitter is bringing Big Brother fans even closer to the on-screen action in what is already one of television’s most social and interactive series.

    (2012-09-05) Big Brother Gives the Tweeter the Vote

    When you watch an awards show, you’re bound to hear “Of course, I’d like to thank my fans!” — and on Sunday night, those words will have new meaning, powered by a Tweet.

    (2012-06-01) Stars come out on Twitter for awards fun

    Twitter is also a great place to watch your favorite comedies and dramas arm-in-arm with the rest of the world—and even the show’s stars themselves.

    (2012-04-16) Sunday night TV on Twitter

    Watch the Oscars unfold on Twitter through the eyes of our live-tweeting cast tuning in along with you and sharing exclusive Oscars commentary you won’t see anywhere else.

    (2012-02-23) Oscar Night on Twitter

    As with so many other live events on TV, one of the best ways to experience the show is to follow the conversation on Twitter.

    (2012-02-10) Watch the GRAMMYs unfold on Twitter


    Lazy Blog Ep. 8

    29.08.2012

    (blogpost über DAS fundamentale dilemma im derzeitigen web: den umstand, dass von allen – ich sag mal – massensozialen plattformen, also google, facebook, apple und twitter, ausgerechnet facebook als einzige alles (ok, den börsengang vl. ausgenommen) richtig macht, während alle anderen immer noch sozialdümmer werden und ihre eigentliche grimasse zeigen. bonuspunkte für einen schlüssigen quadranten der sozialen kompetenz, falls sich einer anbietet, etwa: facebook will und kann, google will und kann nicht, twitter will nicht und kann, apple kann nicht und will nicht oder so)


    Message from the Desert of the Real

    17.08.2012

    passenderweise stellt auch Twitter die neuen Regelungen für die Twitter API vor.

    Unterm Strich machen sie eines: sie transformieren sich von der Larve 140 Char in ihre Endform den Tweet, für dessen angemessene Darstellungen nicht mehr Empfehlungen sondern verpflichtende Richtlinien gelten. Systemtheoretisch verabschieden sie sich von den unendlichen Möglichkeiten einer losen Koppelung, bei der es Systemen völlig frei steht, wie sie Twitter interpretieren (alles was mit 140 char möglich ist, was natürlich den gesamten empfehlungsraum an links, aber auch alle formen der selbstorganisation via konventionen, adhoc standards, whatever, und alle formen der reinterpretation beinhaltet), hin zu einem von Twitter kontrollierten Subset der Möglichkeiten mit vorgeschriebener Koppelung, bei der Systeme jederzeit auch ausgeschlossen werden können.


    Why Your Complaint About Your Complaints About Twitter Is Wrong

    05.07.2012

    Der insgesamt besonnene Anil Dash jammert über das Gejammer über die sprunghaft schleichende Vertrottelung von Twitter – und irgendwie bin ich bei seiner Kritik an der webpolitisch korrekten Reflexkritik bei ihm, nur basiert diese seine Kritik genauer betrachtet selbst auf einer noch viel blöderen Grundannahme.

    Von seinen cheap shots (ui, die geeks fühlen sich entmachtet und das können sie nicht ab, ui, der erweist sich als genderpolitisch nicht koscher, aber rate mal, wer girls who code unterstützt, usw.) einmal abgesehen, seine ganze Argumentation basiert auf der fragwürdigen Unterscheidung, dass es einerseits das edle Ziel purer und guter Technologie gibt – I love the idea of a realtime cloud API company! I’m that dude. I write long, rambly blog posts about it, just like I did about Twitter itself, back when it was young. I love this kind of idealism – , dass man sich andererseits aber halt auch mit der Welt und den Marktgesetzen abfinden müsse. Mich erinnert das ein bisschen an den Wall Street Banker, der im Herzen tiefer und ehrlicher Marxist ist. Er tut so, als wäre es an sich schon eine grossartige Leistung, für APIs, die Cloud, Offenheit, Ökosystem, etc. zu sein. Ja was, soll man dagegen sein? Ja, ich stehe dem Strom und der Offenheit kritisch gegenüber??

    (bleibt natürlich die frage, was man zu der entwicklung von twitter und/oder insgesamt überhaupt sinnvollerweise sagen kann)


    Bot Bot Go

    14.02.2012

    tweetbot

    Apropos Twitter, New, Etc. : wirklich sehr angetan bin ich von Tweetbot for the iPad (ann) – die haben zum Glück Twitters idiotische Empfehlung doch besser keinen Twitter-Client mehr zu entwickeln ignoriert und eine gut durchdachte und elegante Alternative gebaut, die das offizielle Twitter alt ausschauen lässt (wobei ich die offizielle iPad-App an sich nicht schlecht finde, sie ist eine Baseline-Version, die die durschnittliche Benutzung reflektieren muss; aber das ist ja genau der Grund für die Schwachsinnigkeit von Twitter: gut genug für den durchschnittlichsten Anwendungsfall bedeutet halt auch nicht wirklich gut für gar nix; usw.)

    Vor allem haben sie den Client-Filter implementiert, den ich mir schon sehr lange wünsche. Weitere nette Features: im eingebauten Browser zum Betrachten von Links kann man gleich auf Readability stellen; man kann sich einige Dienste (Instapaper, Pinboard, …) zum Späterlesen konfigurieren (genial!), man kann das Retweet-Format konfigurieren, also auch etwa mit ‘RT @name ..’ retweeten (auch super), überhaupt kann man so ziemlich alles konfigurieren, auch die Gesten usw.; Listen sind vollwertige Timelines; und vieles mehr. Eine Empfehlung.


    Phänomen und Logik der Kreise

    18.08.2011

    weitere minianmerkung zu google+, genauer gesagt ein viertes (siehe im namen des kreises und der kreis der gesellschaft und archäologie des kreises) bauchgefühl:

    k) wenn ich mir so anschaue, wer mir folgt, dann hat google+ im grunde schon verschissen, weil der soziale graph nicht irgendwie organisch wächst, sondern jenseits von gut und böse wuchert. (mir kann ja gerne jeder folgen, und auch leute, die ich nicht kenne, aber in den meisten fällen kann ich dann doch so gar keine schnittmenge zu meinen interessen erkennen, was ich dann doch eher darauf zurückführe, dass denen selbst nicht so recht klar ist, warum sie mir folgen, i.g.s. verhalten sie sich wie refollow-spambots, allerdings ohne das zu sein, auf alle fälle sehr merkwürdig und auf keinen fall besonders gedeihlich für das zarte pflänzchen der sozialen beziehungen und das hat sich google mit der klarnamenspflicht dann wohl nicht gedacht etc.)

    aber immerhin ist es ganz lustig, den quadranten des amerikanischen philosophen donald rumsfeld sozial zu paraphrasieren; there are known knowns, there are things we know we know (aka facebook, freunde die sich kennen); and there are known unknowns (aka twitter, unbekannte leute die wir aber kennen); but there are also unknown unknowns (aka google+). wenn man will ergänzt subjot den quadranten, als unknown knowns (unbekannte, deren output jedoch sofort vertraut wirkt.)

    thema: g+ mit donald rumsfeld gelesen


    Im Namen des Kreises

    05.07.2011

    facebooker verhalten sich auf google+ sofort facebookesk (abt. google)Fri Jul 01 via web Favorite Retweet Reply

    (nts: mich öfter selbst zitieren)

    minianmerkung zu google+, genauer gesagt ein erstes bauchgefühl, weil ich mich damit noch nicht besonders lange herumgespielt habe, aber ich bin glaub ich nicht ganz so begeistert, wie einige andere, und here is why:

    a) das soziale design ist ein bisschen patschert. auch wenn das verfolgen i.g.z. facebook asymmetrisch und also sehr webby ist (siehe asymmetric core), man also anderen folgen kann ohne dass sie zurückfolgen müssen etc., so ist diese asymmetrie i.g.z. twitter nicht nur asymmetrisch auf dieser ebene des verfolgens/empfangens, sondern auch asymmetrisch auf der ebene des sendens. und damit ist es vl. ein bisschen zu viel des guten, weil der raum ‘unvertraut’ definiert wird. der sender bläst die nachricht in einen trichter, den er für ein bündel von adressierten eingerichtet hat, und die empfänger bekommen die nachricht durch einen u.u. ganz anderen trichter, den sie für ein bündel von adressierern eingerichtet haben, aber zwischen sender und empfänger kommt es zu keiner kommunikativen verständigung über die art dieser trichter, zu keinem abgleich der erwartungshaltungen an diesen trichter usw. missverständnisse scheinen mir da vorprogrammiert.

    (im grossen und ganzen haben sie sich an paul adams’ real life orientiert, ohne das aber im design abzubilden; der name des kreises ist geblieben, aber nicht die reziprozität des kreises im echten leben)

    b) es fehlt mir (zumindest derzeit noch) die carlness, also der grund, warum es das eigentlich gibt (ausser dass google auch was mit social machen will), die wesenheit von google+, die das sharen auf eine spezifische und eigene art strukturiert (und die man auf allen populären plattformen spüren kann; der fehler von google war schon immer zu glauben, dass es ein sharen an sich gibt, während sich das sharen immer in dialektik mit dem jeweiligen ökosystem ausdifferenziert, man denke an facebook, twitter, tumblr, dem alten myspace usw.). mein strom kommt mir eher schizoid vor, in dem sinne, dass die meisten eine von einem anderen dienst bekannte praktik wiederholen, sich jeder dabei aber einen anderen dienst ausgesucht hat, viele facebook.

    c) das ist zwar nicht besonders sozial, aber ich hasse das geschnatter von leuten, die ich nicht kenne, das aber in meinen strom gespült wird und das teilweise die idiosynkratischen nettigkeiten zum unangenehmen hin verstärkt. ich liebe den katzencontent von leuten, denen ich folge, aber ich kann auf die adhoc chats darüber verzichten. und es gibt keinen weg, das zu filtern.

    ansonsten gibt es viele kleinigkeiten, siehe das piratepad von @chl, aber unterm strich ist es doch sehr super.

    thema: g+ und seine carlness


    Scary Twitter

    17.04.2011

    twitter api vs. facebook api

    Pingdom weist auf einen abnehmenden Trend der Suchanfragen nach Twitter API hin (mitte 08 bis mitte 10 liefen die twitter api und die facebook api im paarlauf, der knacks kam für twitter mit fred wilsons bemerkung, entwickler mögen doch bitte ihre position in der wertschöpfungskette redefinieren, der dann die übernahme von tweetie und eine ganze serie von verunsichernden statements und willkürlichen entscheidungen mit dem tiefpunkt der new tweet order folgte; mir bleibt nach wie vor völlig unverständlich was twitter geritten hat, solche policies völlig ungezwungen und aus dem nichts heraus zu formulieren und dazu auch noch völlig undiplomatisch zu kommunizieren; as is sind sie auch für den hugo, aber vor allem die energie für kreative und nette apps – und also das, was twitterapps von facebookapps unterschieden hat, weil twitterapps halt immer auf einen veröffentlichten echtzeitpuls zugreifen konnte – scheinen sie erfolgreich absorbiert zu haben; ich kann mich in den letzten 9 monaten an keine erwähnenswerte anwendung erinnern, während es 2007, 2008 fast wöchentlich nette apps gab, der einzige bereich, der derzeit noch floriert, sind irgendwelche buzz tracker für unternehmen und anderer corporate social media blödsinn)


    New Tweet Order

    13.03.2011

    Twitter wants to control how tweets are presented everywhere. That means if you have an app that somehow displays them, you’d better read the new terms of service. You probably aren’t allowed to do that anymore.

    Winer über die neue Ordnung von Twitter und seriously, wtf?


    RDD Revolutions

    06.02.2011

    But the fact that other revolutions used other tools does not mean that the tools used today aren’t instrumental, and doesn’t mean that the inherent character of today’s tools — real-time, distributed, decentralized — hasn’t had a major impact on the movements it supports.

    Stowe Boyd recht pragmatisch zu/gegen Gladwells jüngstes Twitter/das Medium hat nix mit Revolution zu tun. (via)

    (bei solchen fragen unterscheidungen – sehen wir gerade eine twitter-revolution oder nicht?? – muss ich immer an kk’s grundannahme bzgl. der dann grundsätzlich als positiv zu bewertenden entwicklung der technik denken, also dass technik gutes wie schlechtes bringt, dass aber die möglichkeit der entscheidung für das eine oder andere selbst die waage dann zum guten ausschlagen lässt, nur umgekehrt, dass also die fragestellung selbst schon alles verunmöglicht usw.)


    Longcat

    29.11.2010

    longcat is long

    longcat is long


    Get Out

    25.10.2010

    In writing his rebuttal, Dixon neatly encapsulates two pervasive attitudes amongst bloggers and advocates of social media.

    The first of these is the knee-jerk impulse to defend social media against any attack, especially when it comes from someone who, as Dixon says of Gladwell “doesn’t seem to really use Twitter”.

    Which leads to the second, and more dangerous, attitude those same fanatics share: a confusion between Means and End; the idea that saying something is the same as doing something.

    Paul Carr über Chris Dixon über Malcolm Gladwell

    (die ganze debatte leidet – wie so viele andere debatten auch – unter der vermischung von verschiedenen diskursebenen; etwaige kritik an aussagen über dinge wird gleichgesetzt mit einem ultimativen urteil über das jeweilige ding selbst; wer wie gladwell den kardinalfehler begeht, twitter und shirky im gleichen artikel zu unterstellen, dass twitter/social media einige eigenschaften vermissen lässt, die sich (nicht nur) im politischen aktivismus der 60er finden lassen, dann kann das nur bedeuten, dass der twitter nicht verstanden hat und wie sich damit (per definitionem irre starke) geschäftsbeziehungen entwickeln können; gladwell macht zwar den gleichen fehler, er zieht twitter in etwas hinein, womit es nichts zu tun hat, nur weil andere irgendwelche schwachmatigen heilsversprechungen daran knüpfen, aber unterm strich ist seine analyse zutreffend und dicht.)

    ((die zugrunde liegende trope ist natürlich das 1:1 mapping von den funktionssystemen bzw. deren beschreibung, die sich in ‘alten’ milieus herausgebildet haben, auf das sich gerade formierende ‘neue’ milieu, wobei die derzeitigen erzählungen auf beiden seiten der disposition (wtf?/yay!) von einem minderwertigkeitskomplex durchzogen scheinen; interessanterweise ist dieser das symptom vom umstand, dass alle genau das gegenteil von dem glauben, was sie sagen bzw. zu glauben glauben; im falle wtf?, weil sie selbst wirklich an die neue macht glauben, es aber nicht wahrhaben wollen und die alte bewahren wollen; im falle yay!, weil sie selbst in wirklichkeit noch nicht daran glauben und es deshalb mit einem neuer, besser, weiter übermalen müssen))

    die zugrunde liegende trope ist natürlich das 1:1 mapping von den funktionssystemen bzw. deren beschreibung, die sich in ‘alten’ milieus herausgebildet haben, auf das sich gerade formierende ‘neue’ milieu, wobei die derzeitigen erzählungen auf beiden seiten der disposition (wtf?/yay!) von einem minderwertigkeitskomplex durchzogen scheinen


    ReQuoting pt. 51 (The Centralized Edition)

    07.10.2010

    People have been talking about recreating Twitter as a set of standards and protocols pretty much since we launched and started getting popular. In fact these standards and protocols exist and Twitter is so open that people can just make Twitter work with a more open and federated network.
    So far that hasn’t taken off, I believe because it hasn’t provided as good a user experience. I think there are advantages to a decentralized system and there are also many disadvantages. The disadvantage is that it’s very hard to innovate and do some of the things you can do with a centralized service with a decentralized service, that’s just part of the trade-off and so far it doesn’t seem like a worthwhile trade-off.

    Ev Williams via RWW

    (sehe ich pretty much auch so; twitter ist zwar ein zentralisiertes system, aber es ist funktional offen (genug). das mit dem innovieren und der ux stimmt sicher auch, aber der entscheidende nachteil von dezentralen gegenentwürfen ist, dass die ströme reterritorialisierungen brauchen, um ‘kultur’ zu ermöglichen, ein tweet ist eben mehr als ein 140 zeichen blurb sondern eingebettet in ein spezifisches gefüge, etctrara. die falsche grundannahme so ziemlich aller offenen gegenentwürfe (von twitter, von facebook, …) ist der glaube, dass es das soziale anundfürsich gibt)


    The Last Thing

    16.09.2010

    In a way, the Twitter platform has come full circle. Twitter’s API grew out of its website as a means to enable outside developers to accomplish what the company, with its then-tiny and overburdened team, could not. Now that Twitter has ample resources, the matured platform is enabling the company to build the best applications in the ecosystem in-house. Going forward, it may be that the Twitter Platform primarily serves Twitter’s interests, in stark contrast to the era of API growth I was around for, in which platform development was driven almost exclusively by the needs of the developer community.

    The call for a decentralized Twitter speaks to deeper motives than profit: good engineering and social justice. Done right, a decentralized one-to-many communications mechanism could boast a resilience and efficiency that the current centralized Twitter does not. Decentralization isn’t just a better architecture, it’s an architecture that resists censorship and the corrupting influences of capital and marketing. At the very least, decentralization would make tweeting as fundamental and irrevocable a part of the Internet as email. Now that would be a triumph of humanity.

    Alex Payne mit einer Art Vermächtnis anlässlich der jüngsten Entwicklungen bei Twitter.

    (mit seinem vorschlag, dass sich twitter dezentralisieren möge – mit dem triumph der menschlichkeit als ergebnis -, ist er nicht durchgekommen, jetzt befürchtet er bei twitter den triumph der corporate weasel, die nur noch vermarkten und in ihren eigenen interessen entscheiden werden. dunno, irgendwie kauf ich das nicht ganz. an der plattformhaftigkeit von twitter hat sich zunächst einmal nichts verändert, im gegenteil, mit der streaming api ist eine neue facette dazugekommen, und die rate limits wurden mit oauth deutlich erhöht. was sich verändert hat, ist der prozentuale anteil der energie, den twitter darauf verwendet, twitter, die webseite, zu utilisieren und zu vermarkten. während also davor die erzählbare geschichte war: wir lieben die entwickler, wir tun alles für sie, ist jetzt die geschichte: wir lieben unsere user, die entwickler lieben wir auch, aber schaut euch bitte nach was anderem als den low hanging fruits um. als ehemaliger mastermind der api sieht er da natürlich die damit assoziierbaren qualitäten (mit der trope api und plattform, die die pawlowsche la ola triggert, omg) schwinden, aber der schwund ist ja nur ein relativer. das problem ist eher, dass die api auch zum zeitpunkt der totalen aufmerksamkeit darauf nie so wirklich tolle war (sie haben sich sicher jahrelang den arsch aufgerissen, um mit gegebenen mitteln mit dem wachstum klarzukommen, aber die besondere liebe zu den entwicklern / die extra meile sehe ich trotzdem nicht; die api ist völlig ok, aber im grunde ein CRUD ohne U auf die vorhandenen funktionalitäten von twitter, die über die rate limits und die anzahl an abrufbaren historischen tweets ausbalanciert wurde), nur waren das damals halt 95% der aufmerksamkeit, jetzt sind es 30. interessanterweise erwähnt er den potentiell massivsten eingriff in die neutralität der plattformhaftigkeit nicht, mit t.co koppelt twitter nämlich möglicherweise bald alle geposteten links an sich selbst)

    ((im übrigen bin ich durchaus sympathetisch mit seiner hoffnung auf einen dezentralen nachrichtenstrom, nur sehe ich die dafür verantwortliche kraft nicht bei twitter. nicht weil twitter keine soziale/kulturelle/webökosystemische/etc. verantwortung hätte (die haben sie und es bleibt zu beobachten, ob sie beginnen zu zensieren, links zu blocken, accounts zu sperren, usw.), sondern weil twitter eine spezifische formation – eine kultur, wenn man will – etabliert, die die micronachrichten zu tweets und also eben zu dem macht, was sie sind.))

    thema: alex payne über twitter und retrospektiv hatte er irgendwie recht


    Follownomics

    18.08.2010

    people you might want to follow

    nach twitter bekommt jetzt auch buzz verfolgungsempfehlungen.

    bei beiden ist offensichtlich warum (erhöhung der netzwerkdichte etc.), aber beide lösen damit nicht das eigentliche problem, nämlich einen effizienten verfolgungsmarkt zu ermöglichen. das paradox der ansätze ist, dass die effizienz umso mehr abnimmt, je besser die empfehlungsalgorithmen werden.

    wer rational infoökonomisch folgt, der wird so lange neuen leuten folgen, solange deren nutzen (gute links oder gedanken etc.) grösser als deren kosten (zeit, die man mit dem durchklicken oder lesen oder überlesen verbringt) ist.

    empfehlungsalgorithmen haben nun zwei offensichtliche möglichkeiten: sie empfehlen entweder auf basis des social graphs (viele deiner freunde folgen auch xy, die populärsten von deinen freunden verfolgten sind yz, etc.) oder auf basis von einem vermeintlichen interesse (dich interessieren ja lolcats, beliebte lolcats buzzer sind xyz).

    folgt man aber allen, denen auch die freunde folgen, dann folgen irgendwann alle den gleichen in verfolgungsclustern und das system verliert die filter- und aggregierungsleistung auf kosten des mehraufwands für alle – ich muss aber eben gerade nicht allen folgen, weil andere ihnen folgen und für mich die rosinen retweeten o.ä.; und folgt man leuten mit gleichen interessen, dann nimmt die redundanz der geposteten infos zunehmend zu – auf sozialer ebene ist die dysfunktionalität ja quasi eingebaut: je mehr man sich für ein thema interessiert, desto weniger interessant werden alle anderen, die sich für das gleiche interessieren.

    informativer sind nach dem in jedem fall nützlichen grundrauschen also eher die, die komplementäre und kompatible interessen haben, die also einen bereich abdecken, für den man sich peripher interessiert. und genau die kann ein empfehlungssystem nicht vorschlagen, die muss man für sich selbst entdecken.

    das ist natürlich alles sehr simplifiziert dargestellt, auch redundanz ist informativ (beobachtung welche themen aufgegriffen werden, wie sie aufgegriffen werden, usw.) und infoökonomische effizienz ist auf twitter oder buzz auch nicht unbedingt das anzustrebende ziel, etc., aber der effekt von gepushten aber ineffizienten empfehlungssystemen mit dem hauptziel verbindungen zu vermehren ist eine inflation der beziehungen.

    thema: follownomics


    Yellow Strom

    02.08.2010

    But Twitter didn’t start with blogging or blogging tools as its central metaphor, it began with the message streams that flow through dispatching systems. The tweet isn’t a small blog post, it’s a message in a communications and logistics system. There’s a tendency to say that the tweet is a “micro” something— a very small version of some normally larger thing. But tweets are full sized, complete and lack nothing. Their size allows them to flourish in multiple communications environments, particularly the SMS system and the form factor of the mobile network device (iPhone).

    Like the tweet, the post-it note doesn’t have a specific purpose. Arthur Fry, one of the inventors of the post-it note, wanted a bookmark with a light adhesive to keep his place in his hymnal during church choir. The rapid acceptance of the yellow sticky, in part, had to do with not defining what it should be used for. It’s hard to imagine someone saying that you’re not using a post-it note correctly, although people say that about Twitter all the time.

    echovar über twitter und pretty much das kompaktbeste, was ich bisher über twitter gelesen habe.

    (das grösste problem bei der beschreibung von twitter sind ja die ähnlichkeiten, die zwar nicht völlig falsch sind, die aber das wesentliche verpassen und dann serien von falschen schlussfolgerungen triggern. die abgrenzung zu dem, was es nicht ist, ist fast wichtiger als die beschreibung von dem, was es ist)


    Null

    27.07.2010

    null

    (abt. für die einfach zu unterhaltenden)


    Emergency Room

    18.06.2010

    ebs

    Dave Winer konzipiert ein Emergency Broadcast System für Twitter, GigaOM denkt das dann noch ein bisschen weiter.

    (verwunderlich aber erfreunlich, dass winer von seiner standardpredigt wo bleibt das offene, föderalisierte, etc. twitter ablässt und die sache komplementär denkt; trotzdem bleibt die falsche grundannahme, dass twitter etwas ist, was hochverfügbar sein muss. und die natürlich nachvollziehbare aber megalomanische vermutung, dass die verfolgenden ohne die eigenen tweets als muttermilch kaum überlebensfähig wären.)


    Gmahte Wiesn

    23.04.2010

    wer jetzt nicht mitzieht, der ist voll daneben

    marcus alexander

    nur mal leise dahingedacht … ich frage mich gerade, ob facebook mit der vorgestellten open graph / graph api / social plugins kombi (eine genauere beschreibung davon gibt’s hier oder hier) nicht gerade einen steilpass für twitter hingelegt hat.

    twitter könnte nämlich ohne probleme das gesamte prinzip übernehmen und aber gleichzeitig das für die publisher, die user und alle anderen zusammen wesentlich attraktivere angebot schnüren.

    facebook was macht facebook?

    - nun, es gibt einige widgets, allen voran der like-button, den man auf seine eigene seite pappen kann. man macht das, weil man sich zwei dinge verspricht: mehr attraktivität für die besucher, weil sie ggf. schon die spuren ihrer freunde finden können; und für sich selbst, weil die besucher idealerweise liken und also die seite unter den freunden streuen und also neue besucher bringen (omg, 500 mio facebooker liken unser zeug).

    - und es gibt einen sich zunehmend verdichtenden und schlauer werdenden supergraph, der den in facebook vorhandenen social graph mit dem ‘open graph’ via iliketrischer impulse verwebt; mit der graph api lässt sich das dann auch befragen.

    twitter was könnte twitter machen?

    der open graph ist ja nichts anderes als die summe aller webseiten, die sich selbst dem protokoll entsprechend semantisch auszeichnen. aber das protokoll ist offen und auf diese daten haben alle zugriff, auch twitter (oder google).

    und einen eigenen – mehr als ausreichend grossen – social graph hat twitter auch, mit dem nicht unwesentlichen unterschied, dass er (private accounts ausgenommen) öffentlich ist.

    open graph

    was twitter also fehlt sind die widgets, eine api und die möglichkeit tweets mit open graph objekten zu verknüpfen.

    - aber mit den kommenden annotations hat twitter schon bald die möglichkeit, die tweets mit den open graph daten zu annotieren. jeder tweet zu einem og-objekt könnte also mit den jeweiligen metadaten ausgezeichnet werden.

    - und die api ist zwar kein projekt fürs wochenende, aber kein unlösbares problem. und wenn sie die api haben sind die widgets ein klacks.

    twitter könnte also dem restweb das gleiche angebot wie facebook machen (pappe unseren like button und widgets drauf, gerne auch neben denen von facebook), nur wäre es für die webseitenbetreiber eigentlich noch viel besser, weil diese widgets nicht den eiertanz rund um die privacy-einstellungen von facebook machen müssten.

    anders als facebook könnte twitter die widgets nicht nur personalisieren (die und der deiner freunde haben auch darüber getwittert, das und das könnte dich auf basis des verhaltens deiner verfolgten interessieren) sondern der betreiber könnte die aktivitäten eben auch publizieren und vollwertig in sein angebot integrieren, weil die tweets eben (grösstenteils) public sind.

    man könnte das jetzt noch lange weiterspinnen, aber unterm strich: a gmahte wiesn ist das für facebook nicht. das konzept und die umsetzung ist zwar genial und facebook wird damit sich und das web nachhaltig transformieren, aber der relative wettbewerbsvorteil von facebook im bereich social könnte auch abnehmen. twitter könnte damit das fehlende stückchen gefunden haben, das tweets semantisch mit der welt verankert, und auch das offene web könnte damit den notwendigen tritt in den allerwertesten bekommen haben und mit einer eigenen reinterpretation aufwarten.


    Inflection Point Revolutions

    10.04.2010

    Nachtrag zu Inflection Point … stellt sich heraus, dass Wilsons scheinbar unschuldiges Herumgezwitscher von den Entwicklern von Twitterapps doch nicht zu unrecht paranoid ausgelegt wurde.

    (nach seinem artikel – in dem auch steht: hört auf die löcher zu stopfen, baut eure killer-apps eher im nichtoffensichtlichen – hat sich eine auffallend grosse anzahl an mitarbeitern bei twitter auffallend positiv auf twitter darüber geäussert. business insider fasst das und die reaktionen der twitterappentwickler zusammen, letztere haben darin nichts gutes für ihre pfründe geahnt.)

    well, nur zwei Tage später gibt Twitter die Übernahmen von Tweetie bekannt, als Board-Member von Twitter wäre das schon ein grosser Zufall, wenn es Wilson um etwas anderes als eine Pfadebnung gegangen wäre.

    People are looking for an app from Twitter, and they’re not finding one. So, they get confused and give up. It’s important that we optimize for user benefit and create an awesome experience.

    (das ändert imho nix an der allgemeinen ökosystemlogik von twitter. twitter tut nix falsches oder böses, wenn es einen soliden default-client für alle gängigen kanäle – web, iphone, ipad, android, air, desktop, sms – offeriert, auch bei clients gibt es endlose möglichkeiten drum herum. aber die unschuldslammige art der einführung ist sicher nicht besonders gut für die developersphererelations. vor allem die entwickler der bekannteren clients sind, das konnte man etwa auf den panels bei der leweb sehen, extrem beschützerisch, fast schon bullish, was ihre pfründe betrifft. begleitet wird das üblicherweise mit der erzählung, die ganzen innovationen finden bei ihnen statt und twitter kopiert sie dann, sie haben zuerst retweets gezählt und dann hat es twitter nachgemacht, sie haben zuerst gruppen gehabt und dann hat twitter die listen nachgebaut, usw.)


    Inflection Point

    07.04.2010

    Fred Wilson über Twitter und nochmal hmm.

    Er stellt sich natürlich die Gretchenfrage, die sich jeder vernünftige VC stellen würde: “What are the products and services (aka killerapps) that create something entirely new on top of Twitter?”, aber er extrapoliert seine Gedankengänge auf Basis der Beobachtung von Facebook, und das ist das Ungeschickteste, was man machen kann.

    Etwas plump gesagt: Die Killerapp für Twitter gibt es nicht.

    ‘Killerapps’ wie social gaming gedeihen in Facebook, weil Facebook ein implodierendes schwarzes Loch ist, ein Magnet, der alle Aktivitäten und Energien zentriert und auf sich reterritorialisiert. Twitter tut das genaue Gegenteil, es explodiert, deterritorialisiert alle Aktivitäten und Energien, verschiebt die Ränder.

    (nur als beispiel: der killer-client von facebook ist facebook; den killer-client von twitter gibt es nicht; es gibt aber hunderte clients, die sich auf einen bestimmten anwendungsfall für twitter spezialisiert haben; facebook lebt von der gleichschaltung, twitter lebt vom ausdifferenzierungspotential; und killerapps wären da systemisch sogar eher dysfunktional)


    Lists (Transformers Edition)

    16.11.2009

    Hab mich, nachdem die API für die Twitter Lists jetzt dokumentiert ist, am Wochenende ein bisschen damit herumgespielt, und man kann doch einiges damit machen. Neben dem expliziten Layer (vor allem natürlich: Twitterer nach Themen sortieren) tun sich vor allem Möglichkeiten auf, einige implizite Schichten herauszuschälen bzw. zu organisieren.

    Ich glaube zwar es ist wichtig, trotz aller listgegebenen Segmentierungsmöglichkeiten einen in sich intakten Hauptstrom zu behalten (sprich: nicht hunderten/tausenden zu folgen, um sie dann in listen abzuheften) – die Selektionskosten sind wertvoll, aber es gibt doch einige interessante (und am besten komplementär genossene) List-Paare. Etwa:

    twitter lists

    Filter nach Volumen

    Alle Twitterer sind gleich, aber einige sind fleissiger als andere. Ich habs bei mir mal überflogen: 10% aller Tweeps (bei mir 20) erzeugen die Hälfte aller Tweets. Das ist bei anderen Accounts sicher nicht anders.

    Diese Tweets können natürlich genauso super etc. sein, es stellt sich aber die Frage, ob man will, dass wenige den eigenen Strom dominieren, nur weil sie es halt tun. Immerhin verdrängen sie u.U. auch Tweets von denen, die weniger twittern.

    Manchen fehlt das Gespür für einen Filter, manche sehen auch einfach nicht, dass Tweets neben dem Nutzen auch Rezeptionskosten verursachen. (Richtwert: mehr als 10.000 Tweets insgesamt, wer noch nicht lange dabei ist: mehr als 100 Tweets in der Woche).

    Listen:

    • volume-high für die Vieltwitterer
    • volume-low für alle anderen

    Filter nach Nähe

    Alle Twitterer sind gleich, aber einige kennt man, oder man hat einen Bezug (liest seit Jahren das Blog etc.), und andere kennt man nicht.

    Auch hier gibt es keine direkte Relation zur Superheit der Tweets (eher im gegenteil, lol), diese ergibt sich jedoch durch den Bezug. Anyway, man will eigentlich nicht, dass der Strom aller die Tweets der friends-and-relations verdrängt.

    Listen:

    • rabbits-friends-and-relations für die Bezugspersonen
    • rabbits-wood für alle anderen

    Filter nach Reziprozität

    Alle Twitterer sind gleich, aber manchen folgt man, aber sie folgen einem nicht, und manche folgen einem, aber man folgt ihnen nicht, und manche folgen sich gegenseitig.

    Listen:

    • heroes für die, denen man folgt, die nicht zurückfolgen
    • fans für die, die einem folgen, denen man nicht folgt
    • reciprocal-affection für wechselseitiges Verfolge

    Ich bin zwar kein Fan vom Auge ums Auge Prinzip (i.e. automatisches reziprokes unfollowen), aber es bietet sich doch an, die heroes Liste sauber zu halten, man sollte wissen warum man denen folgt. Wenn sie sie weder friends-and-relations sind, noch thematisch interessant, und dann auch noch high-volume, dann konsumieren sie Bandbreite, die man anders besser nützen könnte.

    Und es bietet sich an, die reciprocal-fans Liste zu scannen, weil man Leute entdecken kann, deren Notification man verpasst hat. Wer einem folgt, muss ja eigentlich interessant sein.

    Public Service Announcement

    Ich habe Scripts für die Volume- und Reziprozitäts-Listen, kann sie also für beliebige Accounts generieren. Ping me, wenn ihr so eine Liste wollt.

    thema: filter und follownomics


    Facebotter

    27.10.2009

    The functional act of constructing a tweet or a status update is very similar. Produce text in roughly 140 characters or less inside a single line text box and click a button. Voila! Even the stream based ways in which the text gets consumed look awfully similar. Yet, the more I talk with people engaged in practices around Twitter and Facebook, the more I’m convinced these two things are not actually the same practice. Why? Audience.

    danah boyd über die unterschiede zwischen twitter und facebook, auch über normen, kulturelle praktiken, usw.

    stimmt schon alles irgendwie, und sie schält schön heraus, dass ein ding, auch wenn es von aussen gleich ausschaut, jeweils ganz was anderes sein kann, nur macht sie den gleichen fehler wie alle anderen, nämlich alles am mantra konversation mit der ausrichtung auf zuhörerschaft / audience aufzuhängen.

    natürlich wird gebabbelt und natürlich gibts zuhörerschaften und natürlich wird jeweils unterschiedlich gebabbelt für jeweils unterschiedliche zuhörerschaften, aber der eigentliche unterschied liegt im grundsätzlichen gewebe von facebook resp. twitter, die beide völlig verschiedene motive der produktion, erwartungshaltungen an die rezeption und serien der anschlusskommunikation haben (privat vs. öffentlich; kommunikation unter freunden vs. information unter interessierten; reterritorialisierung auf dem ursprünglichen thread vs. deterritorialisierung via retweets und den 2000 twitterapps; etc.).

    der grund, warum es so schwer zu sein scheint, diese beiden sphären auseinanderzuhalten und nicht konzeptionell zu vermischen, liegt glaub ich an oben erwähntem mantra der konversation bzw. audience. nicht nur rekonzipieren privatpersonen ihre freunde bei facebook als ‘audience’ auf die sie einfluss ausüben wollen, für die sie publishen wollen und anderen blödsinn (der übergang vom auf ein bier gehen zum social networken), auch facebook selbst rekonzipiert sich als twitter.

    der twitterneid von facebook ist zwar verständlich – was soll denn das? da sind wir der 350 mio pfund schwere gorilla und dieser makake bekommt die ganze aufmerksamkeit? – aber facebook begibt sich auf ganz dünnes eis. im versuch die streams der user öffentlich zu machen, schaut her, auch bei uns wird ganz toll über produkte und gott und die welt geplaudert, viel mehr noch als bei twitter, das könnte man auch echtzeitmässig aufbereiten, viel besser noch als twitter, unterminiert facebook sukzessive den grundvertrag, den es mit seinen usern eingegangen ist, und dekonstruiert sich selbst.

    thema: das problem mit dem mantra konversation
    natürlich wird gebabbelt und natürlich gibts zuhörerschaften und natürlich wird jeweils unterschiedlich gebabbelt für jeweils unterschiedliche zuhörerschaften, aber der eigentliche unterschied liegt im grundsätzlichen gewebe von facebook resp. twitter, die beide völlig verschiedene motive der produktion, erwartungshaltungen an die rezeption und serien der anschlusskommunikation haben


    Verrücken

    22.10.2009

    Winer ist Innovating outside the 140

    (stranges aber omnipräsentes phänomen: menschen scheinen es partout nicht auszuhalten, wenn etwas einfaches funktioniert, und lassen nicht locker, bis sie es zu tode verbessert haben)


    eigentlich ganz witzig, da ...

    07.10.2009

    eigentlich ganz witzig, dass tweets ausserhalb von twitter meistens mit einem screenshot zitiert/dokumentiert werden

    (not sure why, ev. gibt ihnen das eine art materiellen anker in der realität, da sie als zitat von der zitierenden form geschluckt würden etc.)


    The Wormhole

    12.08.2009

    Twitter came out of nowhere and dominated the information space by constraining the canvas to 140 characters. The URL became the application trigger, the wormhole through which we could leap back into the existing macrocosm of blogs, software, and services. URL shorteners then, and now, are the mechanism by which we send data to and from the message bus.

    Steve Gillmor mit einem ästheto-philosophischen Murmeln über Twitter, Kurzurls und Co.


    Lauwarme Cervisia

    29.07.2009

    neue twitter homepage

    Twitter redesignt die Startseite und switcht den eigenen Daseinsgrund von der Frage ‘What are you doing?’ zur Aufforderung ‘Share and discover what’s happening right now, anywhere in the world’.

    Ich glaub zwar nicht, dass ihnen das gross weh tun wird, aber es verwandelt Twitter von einem eiskalten Medium – die Sinnstiftung musste von jedem selbst vorgenommen werden, was in der Folge aber eine umso stärkere Binding bewirkte; das Erkennen des Mehrwerts von Twitter war ja fast mit dem Spiegelstadium vergleichbar, also dem Moment, in dem sich ein Kind von aussen als sich selbst erkennt – in ein lauwarmes.

    cool bird -> new bird

    Symptomatisch ist auch der Übergang des Vogels, weg vom minimalistischen Modernismus hin zum kitschigen Infantilismus.

    thema: semiotik von twitter Symptomatisch ist auch der Übergang des Vogels, weg vom minimalistischen Modernismus hin zum kitschigen Infantilismus


    The Ten Commandments

    06.06.2009

    Umair Haques Twitter’s Ten Rules For Radical Innovators

    1. Ideals beat strategies. What infuriates people most about Twitter is that it seems to have no plan, scheme, or angle. “Hey, Twitter” say the pundits: “don’t you know the business of business is to profit, by any means necessary?”
    2. Open beats closed.
    3. Connection beats transaction.
    4. Simplicity beats complexity.
    5. Neighborhoods beat networks.
    6. Circuits beat channels.
    7. Laziness beats business.
    8. Public beats private.
    9. Messy beats clean.
    10. Good beats evil.

    Die feinen Unterschiede

    15.04.2009

    huch, Bourdieu im Kontext von social media

    Twitsultants erhöhen sich zu:

    ‘Holy men of culture’, set apart from ordinary mortals by inimitable nuances of manners, used their symbolic capital to impose the means for comprehending and adapting to the social world. Their ‘worldmaking’ power had the capacity to impose the ‘legitimate’ vision of the social world – respectively the ‘right’ use of Twitter etc.

    usw.

    (es ist allerdings ein bisschen skurril, den in den allermeisten fällen eher trivialen output von social media experts als ausdifferenziertes spezialwissen mit distinktionsgewinn etc. zu konzipieren)


    Status, Notes, Links

    08.02.2009

    So Facebook erweitert die API ein bisschen und triggert einiges an blabla über den Tod von Twitter, oder eine Attacke auf Twitter usw.

    Facebook wird Twitter, auch wenn Status-Updates mehr Fokus und wenn man will Dynamik und Öffnung bekommen, aus den gleichen Gründen nicht killen, wie es Flickr nicht killt, obwohl Facebook Fotosharing hat, oder wie es del.icio.us nicht killt, obwohl man Links posten kann. Alle drei Tools spezialisieren sich auf ihren jeweiligen Datentyp, alle drei Tools ermöglichen ganz andere Mischungsverhältnisse und wertvollere Ausdifferenzierungen, alle drei haben ganz andere Resonanzräume, alle drei sind völlig offen und mit dem Restweb rhizomatisch verwoben.

    (im übrigen gab es auch viele sensiblere posts, etwa von mike butcher, die kommentare zum allfacebook rant (oben 2tes link) sind amüsant zu lesen und beweisen wesentlich mehr urteilskraft)


    Dolm des Jahres

    28.12.2008

    trrrrrrrrr: Twitter

    - und zwar für die Unwilligkeit, einen nicht persönliche login credentials basierten Authentifizierungsmechanismus für Mashups, Drittanwendungen, etc. anzubieten.


    Ich kann mich heuer an keinen Tag erinnern, an dem nicht irgendein Twitter-Tool nach meinem Usernamen/Passwort gefragt hat. Oft auch für die Ausführung von irgendwelchen Aktionen, für die man grundsätzlich nicht mal angemeldet sein müsste (die Liste der Followings und Followers kann man für jeden Usernamen auch so abfragen usw.).

    Why oh why Twitter machst du es nicht wie FriendFeed mit dem remote key, den man Anwendungen geben kann, damit sie das tun können was sie tun, und den man ggf. einfach zurücksetzen kann, wenn eine App Schabernack treibt?

    (es gäbe natürlich auch andere alternativen, OAuth etc., aber die blähen das schnell wieder auf und es ist im fall twitter nicht notwendig.)

    un/pw abzufragen ist ohnehin eine unsägliche Praktik (und wer mal schnell seine gmail-daten rausrückt, damit irgendwelche freundeslisten abgeglichen werden, ist selbst schuld) – aber wenn die Plattform, die die meiste kreative Mashup-Energie anzieht, das fördert und quasi salonfähig macht und dahingehende Anregungen hartnäckig ignoriert, dann ist sie leider Dolm des Jahres.


    Asymmetric Core

    10.12.2008

    James Governor über asymmetrisches Followen als core Web 2.0 Pattern.

    But Twitter wasn’t designed for whales. It was designed for small shoals of fish. Which brings us to one of the big issues with Asymmetrical Follow – it introduces unexpected scaling problems. … The technical approach that is most appropriate to support Asymmetrical Follow is well known in the world of high scale enterprise messaging- its called Publish And Subscribe.

    (dann so anschlussüberlegungen wie, wenn leute 20.000 follower haben, ist twitter dann nicht eher broadcasting und weniger konversation, und ist das dann nicht ungerecht? oh nicht doch, das ist eben das asymmetrische core pattern, wo halt ein paar knoten mehr verbindungen haben als andere, aber über replies etc. kommt der dialog auch nicht zu kurz, zwanghaft reziproke liebe ist doch doof etc.)

    ((das problem mit der persönlichen und/oder sozialen skalierbarkeit von twitter scheint mir aber eher die mehrdimensionale matrix an asymmetrischen motivationen und verhaltensweisen zu sein (die gang, die traube, die cloud), die sich schlecht bis gar nicht auf verallgemeinbare follow/-ing patterns abbilden lässt, wobei es natürlich bündel gibt, die problemlos funktionieren. aber es gibt auch bündel, die weniger gut funktionieren. die einfache antwort auf bündel, die in keinem infoökonomisch ausgewogenen gleichgewicht sind (die schmerzgrenze dafür variiert natürlich, hängt übrigens auch nicht mit irgendwelchen followers/-ings counts zusammen, weil 500 oder 10.000 leuten zu folgen ja nicht bedingt, dass man die auch liest etc.) heisst natürlich: nur denen folgen, die einen wirklich interessieren, die interessante, wertvolle tweets posten, blablabla, die noise maker unfollowen, usw. aber die schwierigeren (nicht im sinne von schwieriger zu denken oder auszudenken, sondern im sinne von aufwendiger im trial und error prozess des herumjustierens an schrauben, die mehr oder weniger info-dampf zulassen) antworten sind doch etwas spannender.))

    thema: infoökonomische bündel


    Spam (Microchunk Edition)

    04.09.2008

    spam bei twitter

    Jedem Twitter Besitzer ist sicher schon aufgefallen, dass sich in den letzten Tagen die Anzahl an neuen KU85TGH99Q Freunden stark vermehrt hat.

    Die Ironie dabei ist, dass das der Effekt einer Massnahme ist, mit der Twitter Spam eigentlich bekämpfen wollte. Ursprünglich hat man ab und an einen neuen Follower bekommen, der halt 40.000 Twitterern gefollowed ist und gut wars. Vor einiger Zeit haben sie begonnen das zu begrenzen, indem sie bei Accounts, die keine positve Followers:Following Ratio haben, bei 2000 gefollowed’en Accounts einen Schlussstrich zu ziehen und entweder das weitere Followen zu unterbinden oder das Account zu suspendieren.

    Effekt: Spammer haben begonnen nicht mit einem Account 100.000 Leute einmalig zu belästigen, sondern mit hunderten Accounts maximal 2000 Leute zu belästigen, aber auch die gleichen wiederholt und immer wieder. Aus Usersicht hat sich die Situation also verschlechtert, und das wird wahrscheinlich immer schlimmer, je kleiner sie den Grenzwert an Followbaren ansetzen. Die Logik entspricht dabei natürlich der von Microcontent: je kleiner die Chunks werden, desto mehr gibt es davon. Und je schwerer man es den Spammern macht, desto aggressiver und wütender werden sie.

    The Next Web weist aber zumindest auf einen internen Notifikationsmechanismus hin: mit

    @spam @spammername

    kann man die Spammer verpetzen, wahrscheinlich greift dann ab einer bestimmten Anzahl an Meldungen irgendein Automatismus.


    Das große Schnattern

    22.08.2008
    Die FAZ mit einem Selbstversuch zu Twitter. Auch wenn dort Gänse zwitschern, man muss ihnen zugute halten, dass sie tatsächlich einmal ausprobiert haben, worüber sie schreiben.

    dolce and gabbana

    25.06.2008

    systemtheoretisch ist FriendFeed nicht uninteressant, weil es tatsächlich das autopoietische Reproduktionsorgan der us-tech-Blogosphäre wurde und also ebendiese das erste Mal in ein System proper transformiert. Nebeneffekt ist aber eine veränderte Form der Ausdifferenzierung, die sich zunehmend überhaupt nur mehr rekursiv auf sich selbst bezieht (ff als ort wo man sich zu sich selbst gratuliert) etc. (wenn man will könnte man frei nach d/g twitter als molekulare kraft beschreiben, die den diskurs deterritorialisiert, und friendfeed als molare, die reterritorialisiert)

    ((müsste man mal durchdenken, sind leider schon alle tot))

    thema: der von friendfeed getriggerte reentry; plus d/g lite: wenn man will könnte man frei nach d/g twitter als molekulare kraft beschreiben, die den diskurs deterritorialisiert, und friendfeed als molare, die reterritorialisiert


    Tweet des Tages 831707312

    24.06.2008

    Stop asking 'Is this a good or bad thing?' and start asking 'What's going on?'

    mcluhan


    Tweet des Tages 839088619

    20.06.2008

    Are you ready to celebrate? Well, get ready: We have ICE. Yes, ICE, WATER ICE on Mars. w00t. Best day ever

    MarsPhoenix


    Hashtag des Tages: #haiku

    04.06.2008

    #haiku @ summize (auch als feed)


    15m

    22.05.2008

    15 millionen

    (reusing die geldhaufenchartsgrafik) Twitter hat laut GigaOM und vielen anderen eine Finanzierungsrunde in Höhe von 15 Mio Dollar bei einer Valuation von 80 Mio abgeschlossen. Congrats.


    ReQuoting pt. 20

    13.05.2008

    The idea of building competitors to Twitter on the same platform, or redistributing Twitter to multiple players reminds me of the idea that New York City should be rebuilt in Ohio because it would be cheaper. Or perhaps we could distribute a little of New York City in every state of the Union. New York City is what it is because of the people who live and visit there. Building another New York City in Las Vegas doesn’t result in the phenomenon that is New York City. In a very important sense, Twitter is decentralized at its core, it is rhizomatic rather than arborescent.

    echovar via winer über die Gilmor Gang Idee Twitter zu föderalisieren.

    (die architekturmetapher scheint insgesamt sehr nützlich als reality check für alle reflexartig angedachten verbesserungen in form von open-(source|id|social|portability|…), die es zu so ziemlich jeder populäreren seite bzw. phänomen zur genüge gibt, die aber meist floppen, einfach weil sie kein echtes problem lösen, das die anwohner haben, wenn die stadt funktional offen und attraktiv genug ist (del.icio.us vs. alle bookmarking clones, digg vs. alle pligg basierten digg clones, facebook vs. open social, etctrara). rein ideologisch getriebene offenheit, die sich nicht aufgrund einer eingebauter dna als (attraktive) stadt reterritorialisiert führt im besten fall zu einer bladerunnerschen dystopie und viel wahrscheinlicher zu endlosen vorstadtsiedlungen. google friend connect etwa fördert eher wild durcheinanderwachsende soziale schräbergärten.)

    (heutzutage etwa ganz lustig in bezug auf app.net oder diaspora zu lesen)


    urban lifestyle layer

    25.08.2007

    [twitter] is not about an increase in “speed of life” and “information overload”. it is part of the greater tendency to duplicate the dimension of small events that together make “daily life” into the digital dimension. like, say, meeting people at the university campus, exchanging witty, sarcastic, melancholic comments in the floors, between courses … or at an office floor in some media company … it is an “urban lifestyle layer” for non-spaces.

    mediatope


    224426502

    24.08.2007
    rivva statt twitter eingetippt mit kurzfristiger völliger verdutzung

    German Startups and Twitter

    13.08.2007

    Twitter has reshaped the way how information is flowing. Nanosized infobits enter the system, since there are basically no costs for producing them there are vast amounts of them. The networks of followers and followees make an ecosystem for announcing, amplifying, filtering out the news value in real time within Twitter, but the information gets transferred to other mediums as well, of course, which makes Twitter a hyperefficient way to allocate attention.

    This weekend I wanted to take a look at how German startups use Twitter (for announcements, for communicating with users, for gossip, …) and analyse how many followers they have, what impact it has on their communications strategy and so on – and it was quite a surprise to find out that hardly any German company uses Twitter at all. I may have missed a few, but it actually took me quite a while and URL-guesswork to spot 18 companies out of about 500 which should be aware of Twitter by now and which definitively would profit from setting up and maintaining a Twitter account.

    And many of those who do use Twitter make some pretty obvious technical mistakes like dead accounts, not following their followers, not proactively following influencers or off topic noise. Only a few companies seem to get the marketing and attention potential of Twitter and have a community manager assigned for dropping news every once in a while, responding to feedback and questions and maybe joining a discussion or two.

    This is odd, because Twitter is popular in Germany. Many events like Barcamps use Twitter as their preferred medium for announcements and there is a beta hungry crowd of at least 200 people who will sign up to anything if a site gets discussed on Twitter.

    Anyway, here is the list of the companies using Twitter we are aware of. The (number) indicates the current number of followers. Let us know if we forgot anyone and feel invited to join me on Twitter.

    Qype (156)
    Brabblr (130)
    sevenload (116)
    cellity (109)
    Wevent (96)
    Hitflip (92)
    Mister Wong.de (68)
    A better tomorrow (58)
    MindMeister (50)
    Yieeha (46)
    mixxt (40)
    Hypediss (38)
    futtrn (27)
    Mambler (27)
    yigg (17)
    triQQr (14)
    yuntoo (6)
    plazes (1)

    Updates via comments:

    [tbd.]


    Retwittered

    21.07.2007

    live.hackr und MoMB retwittered:

    twitter für hackr twitter für MoMB


    Wort des Tages: Proprioception

    27.06.2007

    How Twitter Creates a Social Sixth Sense (wired)

    It’s like proprioception, your body’s ability to know where your limbs are. That subliminal sense of orientation is crucial for coordination: It keeps you from accidentally bumping into objects, and it makes possible amazing feats of balance and dexterity.
    Twitter and other constant-contact media create social proprioception. They give a group of people a sense of itself, making possible weird, fascinating feats of coordination.


    Timing II

    29.03.2007

    ist wirklich von Vorteil (siehe Timing). Tumblelogs gibt’s ja eigentlich schon lange (anarchaia etwa seit 2 Jahren, happy birthday), wurden dann immer wieder auch von nicht unbekannten reflektiert, aber während der Launch von tumblr noch nicht für wirklich viel Aufsehen sorgte, bekommt es jetzt im Sog von Twitter so einiges an Hype ab (Lifehacker, Center Networks, Webware, Juxtaviews, … unisono: Tumblen ist das bessere Twittern) – und im Grunde keinen unverdienten, weil sich – glaub ich – durch Twitter tatsächlich unsere Wahrnehmungskompetenz von atomisierten Informationseinheiten verschoben hat.

    (abt. dialektische spirale)

    (wichtigkeit von timing stimmt natürlich auch 2012 noch, ist hier aber nur wegen der späteren bedeutung von tumblr erwähnt)


    TwitteredIn

    28.03.2007

    wer eigentlich ein Auge auf Twitter werfen müsste, sind die Xings und LinkedIns. Zumindest im Webtech-Bereich macht sie Twitter völlig überflüssig (wer braucht ein olles Profil und Pseudoseriosität, wenn man via Twitter einen Echtzeitstrom ins Unterbewusstsein aller, die einen interessieren, haben kann?)

    unrelated aber schöne Gedanken zu Twitter


    11746761

    23.03.2007
    signing up

    Metahyping

    12.03.2007

    Eigentlich erstaunlich:

    es gibt (im deutschen Diskurs jetzt) keinen eigentlichen Hype über das Web 2.0, es gibt nur einen Hype um einen vermeintlichen Hype ums Web 2.0.

    Es gibt auch keinen Hype um Twitter (dieser hypersozialen, mobilen Microtumbling Plattform), es gibt . nur . einen . Hype . um . den . Hype . um . Twitter

    (abt. kulturkreislehre)

    thema: diskursblase deutschland
    thema: metahype


    Introducing the Twitter API

    20.09.2006

    The Twitter API exposes some of our internal workings using JSON and XML.


    immr

    14.07.2006

    twttr

    Use twttr to stay in touch with your friends all the time. If you have a cellphone and txt msgs, you’ll never be bored again…E V E R !


    29

    21.03.2006
    inviting coworkers