Short Cuts

  • Short Cuts Pt. 5 (Early Adopter Edition)
    Eine der traurigsten Tropen im Diskurs im und um das Web ist die des Early Adopters. Der Begriff Early Adopter bringt nichts, stört nur und verhindert die Entwicklung von Positionen.
  • Short Cuts Pt. 4 (Tod von RSS Edition)
    In den letzten Wochen war mal wieder viel vom Tod von RSS zu hören. Ohne auf die jeweiligen Thesen im Detail einzugehen trotzdem ein paar Worte dazu, warum das ein blödsinniger hubbub ist.
  • Short Cuts Pt. 3 (User Edition)
    Im Grunde funktioniert das Web sehr einfach.
  • Short Cuts Pt. 2 (Worthless Edition)
    Über den (vor allem) Unsinn Rupert Murdochs Plan, seine Properties vor Google zu verstecken.
  • Short Cuts Pt. 1 (Facebook Edition)
    Über Facebooks Auflösung der Privacy.

  • Short Cuts Pt. 5 (Early Adopter Edition)

    20.01.2010

    Eine der traurigsten Tropen im Diskurs im und um das Web ist die des Early Adopters. Der Begriff Early Adopter bringt nichts, stört nur und verhindert die Entwicklung von Positionen.

    Die Beschreibung von Personen als Early Adopters basiert auf der im Web sinnlosen Notion einer fortschrittlichen Zeitlichkeit. Die Entwicklungsgeschichte wird als linearer, zeitlicher, teleologischer Strahl konzipiert. Wer vor den anderen auf neue Entwicklungen aufspringt, gilt als schneller und besser. Das erworbene kulturelle Kapital ist allerdings kurzlebig, weil es keinen Stillstand geben darf. Es ist schnell wieder verspielt, wenn man nicht immer auf den nächste neue Entwicklung umsteigt.

    Aber im Web gibt es keine Zeitlichkeit, weil alles für alle immer schon gleichzeitig ist. Jede neue Anwendung ist sofort für alle verfügbar, jeder neue Inhalt ist sofort für alle zugänglich. Das Web ist keine Serie von disparaten Linearitäten, sondern ein Gewebe, das alles in sich aufnimmt und synchron miteinander verbindet; eine Gleichzeitigkeit von Ungleichzeitigkeiten; ein Potential, dessen Möglichkeiten angezapft werden können, oder nicht. Das Web ist postkontemporär.

    Ganz allgemein gesagt sind Webdienste Möglichkeitsräume. Möglichkeitsräume, die zwei Serien triggern können:

    Eine Serie der individuellen Intensität, also dem Grad mit dem man den Dienst für sich selbst (aktiv oder passiv) nutzt und sein Leben dadurch besser, interessanter, spannender macht. (Auch wenn man etwas nicht benutzt, ist es gewissermassen doch als Umwelt da. Allerdings ist die persönliche Intenitätsstufe dann halt null.)

    Und eine Serie der kollektiven Resonanz, also dem Grad mit dem der Dienst zum Schwingen gerät, Koppelungen und Rückkoppelungen mit anderen Diensten, Systemen, Feldern eingeht und dabei das Leben für die Freunde und die Welt besser, interessanter, spannender macht.

    Für jeden Einzelnen geht es also, um zum Early Adopter zurückzukommen, weniger darum, ob man früher oder später damit beginnt, einen Dienst zu nutzen, sondern um die Intensität, mit der man ihn zu einem je gegebenem Zeitpunkt nutzt, und um die Resonanzkörper, die dadurch um ihn herum entstehen. Wenn man etwas nicht verwendet, weil man keinen persönlichen Anknüpfungspunkt darin sieht, dann ist man nicht hinten, sondern handelt rational. Wenn man auf jeden Zug aufspringt, der gerade losdüst, ohne sein Leben dadurch besser zu machen, ist man zwar Early Adopter, aber auch ein Dummkopf.

    Das bedeutet jetzt nicht, dass es nicht sinnvoll ist, zu versuchen am Laufenden zu bleiben. Wer kein Sensorium für die ja stetig wachsenden Möglichkeiten entwickelt und kultiviert, wer nicht weiss, was es alles gibt, der hat natürlich die Opportunitätskosten der Nichtbenutzung.

    Aber die fast schon penetrante Ungeduld der Neuheit und des jeweils Nächsten hilft dabei selten weiter. Und die Erzählfigur des Early Adopters ist besonders traurig, weil sie gleich zwei Positionen in ihrem Blickwinkel einschränkt:

    Die Fremdzuschreibung spart sich durch die Diagnose ‘das ist halt was für Early Adopters’ die Auseinandersetzung mit den Phänomenen. Early Adopters wird gerne mit anderen Begriffen wie ‘selbsternannte Internetelite’ oder (nie konkret benannten) ‘Propheten’ oder ‘Vordenkern’ kombiniert, um eine künstliche Differenz zwischen ‘denen’ und dem ‘normalen uns’ zu konstruieren. Sollen die halt machen, mit ihren Zauberwörtern Blog und Wiki und Flickr und Twitter, wir sind normal und wir wissen, dass das alles ein Blödsinn ist.

    Die Selbstzuschreibung ‘ich bin ein Early Adopter, weil ich tool yxr benutze’ ist allerdings fast noch blöder, weil mitunter ein Selbstbild und Gruppengefühl konstruiert wird, das auf nichts begründet ist, und weil ein Tunnelblick entwickelt wird, der blind für die Eigentlichkeiten ist. Es ist keine Leistung früher als andere einen Dienst zu verwenden. Wer ein, zwei Blogs liest und sich überall anmeldet ist der Earliest Adopter schlechthin und erzeugt dadurch alleine noch überhaupt keinen Wert, weder für sich, noch für andere. Was aber getrübt wird, ist der Blick auf das, was funktioniert und warum.

    Wer sich selbst als Early Adopter konzipiert, tappt nur allzuleicht in die Falle, eine individuell wertvollere Verwendung von Webdiensten gegen eine wertlosere aber neue Verwendung einzutauschen.

    Der Begriff Early Adopter bringt nichts, stört nur und verhindert die Entwicklung von Positionen.


    Short Cuts Pt. 4 (Tod von RSS Edition)

    20.01.2010

    In den letzten Wochen war mal wieder viel vom Tod von RSS zu hören. Ohne auf die jeweiligen Thesen im Detail einzugehen trotzdem ein paar Worte dazu, warum das ein blödsinniger hubbub ist.

    Zunächst werden oft zwei Dinge vermischt: RSS als Format und RSS als kulturelle Technik des Abonnierens und Lesens von Feeds. Gemeint wird immer zweiteres, aber die Schlussfolgerungen werden manchmal vermischt. Egal, diese Unstimmigkeit erkennt man schnell und kann man abheften.

    Was bleibt ist die Annahme, dass Feedlesen eine aussterbende Gattung ist, die von neueren, besseren, effizienteren, fortgeschritteneren Techniken abgelöst wurde. Und diese Annahme ist auf mehreren Ebenen problematisch. Das Äugen auf und die Bervorzugung von Charts (Wachstum hier, Verluste dort) anstelle der Wahrnehmung von Wert; die Notion eines ‘weiter ist besser’ bei blinder Zerstörung der Vorhandenen; der Begriff von Early Adopters, die die fortgeschrittensten Techniken reflektieren aber in Wirklichkeit dichtere Formen gegen dünnere eintauschen; die Annahme, dass was sich nicht als mainstreamtauglich für alle herausstellt nix wert ist; usw.

    Das alles ist im Grunde egal, jeder soll machen was er will, und was andere tun tangiert einen persönlich wenig (anders als bei sozialen systemen, wo die koppelung viel stärker ist). Aber ganz stimmt das dann doch wieder nicht, weil man selbst natürlich auch nur irgendwie im Gesamtökosystem verankert ist, und auch wenn man seinen eigenen informationsökonomischen Haushalt selbst bestimmen kann, so schwimmt man eben im aggregierten Ergebnis der Aktionen aller anderen; und die Resonanzräume, die durch die Praktik des Rezipierens und Prozessierens von Feeds getriggert werden, sind interessanter, als die Resonanzräume, die durch verstümmelte Formen wie Beschränkung auf Twitter und Memetracker und Empfehlungssysteme mit anschliessendem Retweeten und Liken getriggert werden.

    Nix gegen Memetracker und Twitter und Empfehlungssysteme, die sind super und haben ihren Wert und können einige Dinge viel besser, als das persönliche (zuerst einmal Finden und) Abonnieren und Lesen von Feeds.

    Aber das (zuerst einmal Finden und) Abonnieren und Lesen von Feeds ist die potentiell dichteste, effizienteste und persönlich wertvollste Technik. Sie sollte das Herz der individuellen Anbindung an den Gesamtstrom sein.

    Die wunderbarste Eigenschaft des Webs sind die kleinen Dinge und die Möglichkeit einer Ausdifferenzierung an den Rändern. Wie strange man auch immer selbst veranlagt ist, wie noch so unwahrscheinlich die eigenen Interessen, im Web gibt es für alles Anschlusskommunikation. Massenmedien müssen per definitionem immer Massen ansprechen, aber niemand ist Masse und also pendelt sich das was sie tun auf irgendeinem kleinsten gemeinsamen Nenner ein. Aber im Web gibt es immer einen, der sich auch mit dem Thema beschäftigt, der Dinge radikaler beschreiben kann, der ohne Rücksichtnahme auf Allgemeinverständlichkeit und also dichter denken kann und vielleicht für einen gerade richtig ist etc. Massenmedien müssen für alle gut genug sein, aber im Web dürfen Spezialisten für andere Spezialisten gut genug sein, und auch wenn das nur 10 Leute sind ist die Welt ein besserer Ort.

    Blogs sind nun die ideale Form, um partikulare Expertise von anderen mit spezifischen Interessen zu mappen, und das Abonnieren und Lesen von Feeds ist die ideale Form, um die spezifischen eigenen Interessen zu beliefern. Blogs sind deshalb ideal, weil es drei Dinge besser als jede andere Form vereint: Geschmack, Urteilskraft und Komplementarität.

    Geschmack

    Über Geschmack kann und braucht man nicht zu streiten, aber es ist eine binäre Kategorie. Wird der eigene Geschmack getroffen, ist man happy, sonst muss man halt durch.

    Urteilskraft

    Bei der Urteilskraft ist es ein bissl wie bei dem Geschmack, die gefühlte Unterstellung einer Urteilskraft ist immer ein subjektives Gefühl, die vom eigenen Wissenstand abhängt. Anders als beim Geschmack muss das Vertrauen in die Urteilskraft des Anderen allerdings erst aufgebaut werden und wachsen. Auch anders als beim Geschmack kann man über die Urteilskraft schon streiten.

    Komplementarität

    Bei der Komplementarität geht es darum, zu welchem Grad das, was man selbst ohnehin weiß, ergänzt wird. Auch Dinge mit wunderbarem Geschmack und präzisester Urteilskraft sind völlig witzlos und wertlos, wenn man alles ohnehin schon kennt. (einer der grössten fehler der mehrzahl von systemen ist die annahme, dass sich möglichst gleiches mir gleichem mischen soll)

    thema: rss und urteilskraft


    Short Cuts Pt. 3 (User Edition)

    20.01.2010

    Im Grunde funktioniert das Web sehr einfach. Das Web ist wahrscheinlich der grösste Möglichkeitsraum, den die Menschheit je hervorgebracht hat. Nicht weil die zugrundeliegende Denkleistung so phänomenal ist, sondern weil es eine Infrastruktur definiert, die sämtliche Medien subsummiert und in sich aufnimmt, und vor allem: weil es unsere Möglichkeiten der Kommunikation potenziert.

    Das Web macht also ein Angebot, genauer: das Web ist die Summe aller Einzelangebote in Form von Anwendungen und deren Zusammenspiel.

    Um ein beliebiges Angebot wahrzunehmen müssen 3 Voraussetzungen erfüllt sein:

    • man muss das Angebot kennen.
    • man muss das Angebot verstehen.
    • man kennt kein ‘besseres’ Bündel das mehr Nutzen bringt.

    Unter dem Strich: es geht darum, dass wir durch die Benutzung eines Dienstes besser dastehen, als ohne.

    Man kann – wenn man will – Webanwendungen in zwei Kategorien unterteilen:

    • Anwendungen, deren Sinn sich selbst erklärt.
    • Anwendungen, deren Sinn sich erst durch Nachdenken / Nachahmen / Anwendung etc. erschliesst.

    Ich will niemandem zu nahe treten, aber es sprechen einige Symptome dafür, dass die meisten Menschen sehr gut darin sind, Anwendungen die sich selbst erklären für sich nutzbar zu machen, wenn sie ihnen Nutzen bringen (i.e. die meisten schauen mal schnell was in der Wikipedia nach, oder gehen auf ebay auf Schnäppchenjagd, oder bestellen sich Bücher bei Amazon, oder bestellen Zugtickets, oder schauen Videos auf YouTube, usw usf.)

    Doch schon deutlich weniger erkennen das Potential von Anwendungen, deren Sinn und Nutzen sich nicht sofort erschliesst und aufdrängt. Man darf glaub ich 2 Fehler nicht machen: glauben, dass man alles verwenden muss. Oder glauben, dass man nichts versäumt. Man darf auch nicht glauben, dass nur Wert hat, was für alle wertvoll ist. Die Schönheit im Web ist das Potential der Ausdifferenzierung, dass sich jeder das Bündel an Anwendungen zusammenstellen kann, das mit den eigenen Interessen am meisten kompatibel ist, dass jeder genau soviel Zeit investieren kann, wie er will.

    Dass sich Leute, die beruflich mit dem Web zu tun haben, ein anderes Produktportfolio zusammenstellen und mehr Zeit investieren ist klar, sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es trotzdem Opportunitätskosten gibt, Tools nicht zu kennen und zu verstehen.

    Ich stelle mir seit langem die Frage: woher kommt der Widerstand sich 30 Minuten hinzusetzen und zu versuchen RSS zu verstehen, wenn das die eigene Produktivität was den Konsum von Nachrichten betrifft, um den Faktor 5 bis 10 erhöht? Mehr als 30 Minuten dauert es nicht, dennoch halten sich die Adaptionsraten in Grenzen.

    Wenn man die Voraussetzungen oben als Matrix verwendet: viele kennen es nicht, und vielen, die irgendwie darüber gestolpert sind, erschlisst sich der Sinn nicht. Es geht nicht darum, ob RSS jetzt ein Hype ist oder nicht und was irgendwer über RSS sagt oder nicht sagt, es geht darum, dass RSS einen enormen Wertvorschlag macht, den man annehmen kann, oder nicht. Und nur wer RSS kennt kann eine informierte Entscheidung darüber treffen, in welchem Umfang er RSS einsetzt oder nicht. Wer dann lieber den Guardian genüsslich in seinem Lieblingscafe liest, der macht alles richtig. Aber wer aufgrund einer Ignoranz die Möglichkeiten erst gar nicht kennt, der bleibt halt auf seinen Opportunitätskosten sitzen. Macht natürlich auch nichts, aber trotzdem ist es schade drum.

    Nun sind alleine in den letzten 3 Jahren mindestens 20.000 Services gestartet (keine Hausnummer) und es wäre mehr als ein Fulltimejob, jeden dieser Dienste auf den individuellen Nutzen hin zu überprüfen. Es gibt also auch Informationsbeschaffungskosten. Wenn es mehr Aufwand macht einen Dienst zu finden als er dann nutzen bringt, dann ist es nicht sinnvoll diesen Aufwand einzugehen. Zum Glück hat das Web Mechanismen etabliert, die einem die meiste Arbeit abnehmen. Die Antwort heisst nicht Massenmedien wie TV, Spiegel oder Heise, sondern Blogs. Einige Tausend Blogger haben es sich zur Aufgabe gemacht wie Eichhörnchen auf die Suche nach dem nächsten grossen Ding zu gehen, sie testen aus, filtern, bewerten usw. Blogs, die sich dabei als besonders gut erweisen bekommen grössere Leserschaften und fungieren als Verstärker. Das heisst nicht, dass sie alles finden oder dass sie das beste toll bewerten, aber im grossen und ganzen funktioniert das nicht schlecht.

    (eigentlich eine immer noch gülitige erklärung und anleitung für fast alles; basiert glaub ich auf ‘eine minitheorie der benutzung von webapps’ aus 2008)


    Short Cuts Pt. 2 (Worthless Edition)

    15.12.2009

    Über den (vor allem) Unsinn Rupert Murdochs Plan, seine Properties vor Google zu verstecken, wurde schon genug geschrieben, einen Punkt möchte ich aber dennoch erwähnen:

    Zitat aus dem Telegraph

    “The traffic which comes in from Google brings a consumer who more often than not read one article and then leaves the site. That is the least valuable of traffic to us… the economic impact [of not having content indexed by Google] is not as great as you might think. You can survive without it.”

    Das mag so stimmen, die haben sicher gemessen usw., was er dabei aber völlig übersieht, ist, dass Kunden, die für einen selbst wertlos sind, für die Konkurrenz durchaus wertvoll sein können. Jeder nicht-Klick auf ein Angebot bei News Corp bedeutet per definionem einen Klick auf ein anderes Angebot.

    Massenmedien haben im Web einen immensen Startvorteil. Sie nehmen ihre Reputation von aussen mit und können sie idealerweise ausbauen. Neue Anbieter beginnen bei Null, sie müssen sich ihre gesamte Reputation erarbeiten.

    Paywalls führen einerseits zu einem sukzessiven Verlust der eigenen Reputation (ich würds mir anschauen, aber zahlen tu ich dafür nichts also schau ich mich woanders um) und zu einem Aufbau der Reputation anderer.

    Was er auch nicht sieht, sind nicht direkt messbare Effekte. Einer der kommt und wieder geht, verschickt vl. die URL an Freunde, bloggt darüber, twittert darüber uswusf. Nicht-Sharebarkeit macht das Angebot auch für bezahlende User wertloser, weil sie es eben nicht sharen können.

    (nicht unsympathisch ist übrigens das interview von zeit-geschäftsführer christian röpke mit meedia. er sucht zwar das heil in der preisstabilisierung von ads und nicht etwa in besseren sds, besseren formaten, aber er wirkt nicht unrefletkiert)

    thema: paywalls Paywalls führen einerseits zu einem sukzessiven Verlust der eigenen Reputation und zu einem Aufbau der Reputation anderer.


    Short Cuts Pt. 1 (Facebook Edition)

    15.12.2009

    Facebooks zunehmendes Urgieren, die Inhalte der User öffentlich zu machen (zuletzt und am radikalsten mit den jüngsten änderungen der privacy-settings) wird von so ziemlich allen Beobachtern als SEO- bzw. vor allem Google-Move bewertet (positiv etwa john battelle oder negativ etwa jason calacanis via vb), Trillionen von Seiten sollen von Google erfasst und deshalb von Suchenden gefunden werden.

    Ich glaube das ist völlig daneben. Das (relativ gesehen) bissl mehr Traffic ist Facebook, glaub ich, egal. Das alles ist ein Twitter-Move, seit Monaten muss Facebook mitansehen, welche Effekte die simple Tatsache triggert, dass auf Twitter alles public ist. Facebook sitzt auf 10x soviel Daten, aber weder es selbst noch irgendwer sonst kann irgendwas damit machen. Das wurmt sie ohne Ende, deshalb die Zwangsöffnung.

    Das Problem dabei: Facebook hat eine andere Disposition. Tweets sind für eine (zumindest imaginierte) Öffentlichkeit konzipiert, facebooksche Status-Updates sind es nicht. Die Wertigkeit ist eine andere.