Revisited

  • Let it Snow Revisited
    This just made my day.
  • Privacy Ltd Revisited
    aus der beliebten abt. heute vor 6 jahren: Seth Godin über Privacy.
  • Am Ende der Wurst Revisited
    Über das Ende der Wurst.
  • Links vom 28. Nov 2005 Revisited
    Die Links vom 28. Nov 2005 Revisited.
  • Passwort: Monkey Revisited
    monkey konnte sich erstaunlich gut behaupten und hat in den letzten 7 jahren nur 6 plätze bei den beliebtesten passwörtern (in diesem fall bei adobe) eingebüsst.
  • 5s revisited
    5s anno 2004
  • 30 days of change revisited
    Yahoo stellt das neue Logo vor.
  • Flickr Memes Revisited
    Transparent Screens und What's in your Bag revisited.
  • Proprioception Revisited
    Wie aus der sozialen Propriozeption eine diskursive Propriozeption wurde.
  • #2233435 Revisited
    revisited: "wären die dazugehörigen diskussionen nicht immer noch blöder, man müßte fast sagen, es wird immer noch blöder."
  • Mapping with Google Revisited
    Nachtrag zu Mapping with Google : der Kurs zum zertifizierten Google Mapper und Google Earther war wie schon der Kurs zum Powersearcher durchaus gut gemacht (wenn auch vom umfang her deutlich kleiner).
  • Lazy Blog Ep. 25 Revisited
    (falls noch wer an lazy blog 25 tüftelt und noch eine fallstudie sucht: der aktuelle schwung an neuen (und alten) feedreadern könnte sich ev. gut dafür eignen.)
  • Tweet des Tages 831707312 Revisited
    heute vor fünf Jahren: Stop asking 'Is this a good or bad thing?' and start asking 'What's going on?
  • Readers Edition II Revisited
    Heute vor 7 Jahren ist gestern die Readers Edition gestartet, siehe Readers Edition II.
  • Attention Suckers Rerevisited
    Web 2.0 Anwendungen, Blogs oder sonstigen Internetschrebergärten versuchen nicht das Aufmerksamkeitsproblem zu lösen, sondern für sich zu entscheiden.
  • Kurzschuss Revisited
    aus gegebenem anlass muss ich fast noch ein (in den eingeweiden eines wildschweins gelesenes) posting aus dem märz 2010 – 15 monate vor google+ – ausgraben: Kurzschuss
  • The Night of the Living Feeds Revisited
    aus gegebenem anlass muss ich fast ein posting aus 2010 ausgraben: The Night of the Living Feeds
  • Lazy Blog Ep. 2 Revisited
    der fall lsr wird deshalb spannend zu beobachten sein, weil es für die betroffenen durchaus möglichkeiten gibt, den verlagen ganz reale und auch spürbare kosten zu verursachen
  • Twitteur der Woche Pt. 1 Revisited
    heute vor 5 jahren: Twitteur der Woche Pt. 1
  • ReQuoting pt. 36 (The March of Technology Edition) Revisited
    "The thing that’s hard for the sociopaths to get their head around is that this isn’t because one of their rivals has outsmarted them – it’s just the march of technology."
  • Lazy Blog Ep. 15 revisited
    falls sich wer an LB 15 versuchen will, der Appell von Spreeblick das Web 2013 zurückzuerobern bietet einiges an Stoff
  • Schwarmacher Revisited
    anlässlich der jüngsten tirade von frank schirrmacher ein kurzes zitat aus schwarmacher, das irgendwie diesmal fast noch besser zutrifft
  • Der Parasit Revisited
    Den Parasit in Hinblick auf das lsr wieder lesen.
  • Object Socials Revisited
    Heute vor zwei Jahren: Social Objects vs. Object Socials

  • Let it Snow Revisited

    16.12.2013

    snow

    ^ これは単なる私の一日行われ

    (siehe let it snow)


    Privacy Ltd Revisited

    11.12.2013

    aus der beliebten abt. heute vor 6 jahren: Privacy Ltd – Seth Godin über Privacy

    There’s been a lot of noise about privacy over the last decade, but what most pundits miss is that most people don’t care about privacy, not at all.

    Your credit card company knows an insane amount about you.

    What people care about is being surprised.

    So far, government and big companies have gotten away with taking virtually all our privacy away by not surprising most of us, at least not in a vivid way. Libertarians are worried (probably with cause) that once the surprises start happening, it’ll be too late.


    Am Ende der Wurst Revisited

    04.12.2013

    Das Web ist ein System, das es anderen Systemen ermöglicht, füreinander Umwelt zu sein.

    heute vor drei Jahren in am Ende der Wurst

    (das lustige ist, dass sich mehr oder weniger alle themen und empörungen des letzten jahres (überwachung, datenschutz, algorithmen und big data, etctrara) auf den ganz einfachen umstand zurückführen lassen, dass sich (menschliche, organisatorische, staatliche, etc.) systeme plötzlich und vor allem ungewollt als input der umwelt eines anderen (wieder menschlichen, organisatorischen, staatlichen, etc.) systems wiedergefunden haben und sich darob dann empören. sogar die geheimdienste sind ja primär darüber empört, dass sie durch e. snowden das objekt einer gesellschaftlichen beobachtbarkeit und in der folge empörung wurden.

    um mich nochmal das ende der wurst zu zitieren:

    Dabei wichtig ist: Es ist grundsätzlich offen wer was wie damit macht; mit einigen Dingen werden wir rechnen, mit anderen nicht. Und das bringt natürlich Menschen und Institutionen zum Auszucken, das muss geregelt werden.

    Privacy kann etwa als der Versuch eines Systems, das was von ihm selbst von anderen Systemen wahrgenommen werden kann zu begrenzen und zu kontrollieren, beschrieben werden; Datenschutz als der Versuch der Regelmentierung, was andere Systeme mit Daten, die sie von einem System schon haben, machen dürfen (z.b. nicht verkaufen oder inkl. Namensnennung veröffentlichen); Copyright als der Versuch der Regelmentierung, welches andere System geschützte Inhalte (re)publizieren darf; etc.

    viele dieser – ich sag einmal – ‘organe’, die systeme entwickeln wollen, um die eigene behandelbarkeit durch andere systeme zu regelmentieren und kontrollieren, haben sich in den letzten monaten natürlich völlig überhitzt oder auch als absolut nutzlos erwiesen. flankierend kam es also zu einerseits immer hysterischer werdenden beschreibungen und immer irrationaleren gegen- und abwehrreaktionen.)


    Links vom 28. Nov 2005 Revisited

    28.11.2013

    Die Daten die dadurch entstehen, kann man sich durch ein riesiges, dendritisches Netzwerk visualisiert vorstellen, das je nach Tageszeit sektorielle Fluten aufweist. Hinter je einem Huflein von kleinen Knoten sitzt ein biologisches Gehirn. Wir sind das Interface. Alles hat sich mit einem Schlag verkehrt. Was sagen die Schwellungen der dendritischen Röhrchen über die Relevanz der Knötchen aus? Wo sitzt die Intelligenz? Im Zwischen oder im über?

    dendritisches NetzwerkSiggi Becker über (das damals frisch geschlüpfte) Google Analytics

    Micromedia differs fundamentally from mass media. First, it’s usually microchunked. Second, because it’s microchunked, it’s plastic. Third, micromedia is liquid: prosumers can trade info about it – via ratings, reviews, tags, comments, playlists, or a plethora of othes. These are also micromedia; micromedia whose economic value lies in its complementarity with other micromedia.

    Media 2.0Umair Haque über Medien, vor allem Micromedien usw.

    Focus on the smallest possible problem you could solve that would potentially be useful. […] Focusing on a small niche has so many advantages: With much less work, you can be the best at what you do. Small things, like a microscopic world, almost always turn out to be bigger than you think when you zoom in.

    10 Regeln für Web StartupsEv Williams mit 10 Regeln für Web Startups


    Passwort: Monkey Revisited

    06.11.2013

    kl. Nachtrag zu Passwort: Monkey : monkey konnte sich erstaunlich gut behaupten und hat in den letzten 7 jahren nur 6 plätze bei den beliebtesten passwörtern (in diesem fall bei adobe) eingebüßt.


    5s revisited

    16.09.2013

    seiri, seiton, seiso, seiketsu, shitsuke

    ^ da apple ja 5s gerade hyped usw: 5s anno 2004


    30 days of change revisited

    05.09.2013

    yahoo

    ^ update zu 30 days of change : das ist also das neue Logo von Yahoo (ich find es nicht so schlecht).


    Flickr Memes Revisited

    25.07.2013

    transparent flat

    Transparent Screens
    What’s in your Bag

    ^ aus der beliebten serie heute vor 8 jahren: Flickr Memes


    Proprioception Revisited

    27.06.2013

    It’s like proprioception, your body’s ability to know where your limbs are. That subliminal sense of orientation is crucial for coordination: It keeps you from accidentally bumping into objects, and it makes possible amazing feats of balance and dexterity.
    Twitter and other constant-contact media create social proprioception. They give a group of people a sense of itself, making possible weird, fascinating feats of coordination.

    ^ oh mann, auch schon wieder 7 jahre her, dass wired in How Twitter Creates a Social Sixth Sense mit social proprioception / sozialem 6ten sinn eine der punktgenauesten beschreibungen von twitter abgeliefert hat.

    (was retrospektiv betrachtend interessanterweise derzeit gerade sichtbar wird, ist eine art diskursive propriozeption, also eine spürbare eigenempfindung des diskurses selbst, wie also die aussagen und das aussagbare etc. selbst nur funktive innerhalb von ich sag einmal genealogischen serien a la foucault sind, nur dass alles extrem beschleunigt und also mit entsprechenden zentrifugalkräften, wackelnden reifen usw. abläuft)


    #2233435 Revisited

    26.06.2013

    hmm, sehe gerade, dass assotsiationsklimbim genau heute vor 7 Jahren Lazy Blog 31 auf den kompaktest möglichen Punkt gebracht hat:

    wären die dazugehörigen diskussionen nicht immer noch blöder, man müßte fast sagen, es wird immer noch blöder.

    (#2233435)


    Mapping with Google Revisited

    26.06.2013

    certificate of completion

    Nachtrag zu Mapping with Google : der Kurs zum zertifizierten Google Mapper und Google Earther war wie schon der Kurs zum Powersearcher durchaus gut gemacht (wenn auch vom umfang her deutlich kleiner). aber ich kannte einige Features nicht und mit der Maps Engine Lite kann man rel. einfach schicke und/oder datengetriebene Maps bauen; kann ich bei minimalem Interesse doch empfehlen.


    Lazy Blog Ep. 25 Revisited

    24.06.2013

    (falls noch wer an lazy blog 25 tüftelt und noch eine fallstudie sucht: der aktuelle schwung an neuen (und alten) feedreadern könnte sich ev. gut dafür eignen. fast alle sind mittlerweile durchaus brauchbar und solide und performant, aber keiner lässt einen eigensinn erkennen, optimiert einige features für eine ganz bestimmte demographie oder ist von der optik her auffallend)


    Tweet des Tages 831707312 Revisited

    24.06.2013

    Stop asking 'Is this a good or bad thing?' and start asking 'What's going on?'

    mcluhan heute vor fünf jahren

    (mcluhan’s account wurde leider suspended; die aufforderung ist aber nützlicher denn je, fast alle unfruchtbaren diskussionen lassen sich auf willkürliche moralische positionen zurückführen)


    Readers Edition II Revisited

    06.06.2013

    Heute vor 7 Jahren ist gestern die Readers Edition gestartet, siehe Readers Edition II.

    Um mich wieder einmal selbst (mit einem dash haque) zu zitieren:

    Ich hoffe, dass ich mich sehr irre, aber ich befürchte, dass der dahinterstehende Gedanke interessanter sein wird als das Ergebnis.

    Die traditionellen Massenmedien leiden ja vorwiegend deshalb unter einem psychologischen Knacks, weil sie merken, dass ihr Modell (Content generieren bzw. einkaufen, verpacken, Zugang kontrollieren bzw. verkaufen) unter den Bedingungen bei denen überall und von allen generiert wird, nicht auf eine, sondern auf hunderte Arten verpackt und umverpackt wird, der Datenfluss letztendlich völlig unregelmentiert ist aber sich via menschlicher Filter (Linkblogger), maschineller Filter (smart aggregators) und allen hybriden Filtern (etwa digg), usw. einfach nicht mehr bzw. immer weniger greift. Das spricht nicht gegen die Medien (eine gute Zeitung ist und bleibt was sehr schönes), sondern für die Hypereffizienzen der Ränder.

    Die Readers Edition ist nun von der Struktur her eher noch zentralistisch (es wird für die RE geschrieben, es wird moderiert und redigiert, …) und outsourced lediglich die Erstellung der Inhalte.

    Mal so dahingesagt erbt die RE dadurch die Nachteile des einen Modells ohne die Vorteile des anderen Modells (rezeptionstechnisch: ein auf die eigenen Interessen und Lesegewohnheiten optimierter Inputstrom extrahiert aus hunderten Quellen, blabla; produktionstechnisch: ein positives Aufwand/Nutzen-Verhältnis wie etwa bei flickr (weil man die Photos halt hat) oder bei del.icio.us (weil man sich die Links merken und für sich selbst organisieren will) oder irgendwie auch bei der Wikipedia (weil man irgendwie für die Ewigkeit schriebt)) zu nutzen.

    (nur am rande: lustig, dass ich noch outsourcing geschrieben habe, der begriff crowdsourcing wurde nämlich just ins leben gerufen ; lustig auch, dass die einschätzung bzgl. der RE weitestgehend stimmt, dass sich aber seitdem natürlich die krise/disruption auf die krise/das disruptive selbst ausgeweitet hat)


    Attention Suckers Rerevisited

    04.05.2013

    heute vor 7 Jahren

    Alle mir bekannten Web 2.0 Anwendungen, Blogs oder sonstigen Internetschrebergärten versuchen nicht das Aufmerksamkeitsproblem zu lösen, sondern für sich zu entscheiden. Was ein riesiger Unterschied ist und die weitere Entwicklung des Gebrauchswertes des Netzes sehr behindert.

    (Siggi Becker)


    Kurzschuss Revisited

    20.03.2013

    aus gegebenem anlass muss ich fast noch ein (in den eingeweiden eines wildschweins gelesenes) posting aus dem märz 2010 – 15 monate vor google+ – ausgraben: Kurzschuss :


    google und facebook kommen von den entgegengesetzten enden (google ist der könig des öffentlichen, facebook der des privaten), beide sind damit aber nicht zufrieden und haben begehrlichkeiten auf das reich des anderen (google will den social graph interpenetrieren, facebook will den vorhandenen social graph veröffentlichen), beide sind auf jeweils unterschiedliche art bereit, ihre stärken dafür zu opfern. beide bauen komplexitäten ein, die das eigene angebot mittelfristig unattraktiver machen.

    (ich befürchte facebook hat im bereich öffentlich-sozialer rundfunk den besseren plan (im sinne von ist sich der konsequenzen besser bewusst und nimmt sie bewusster in kauf) und google hat diesbezüglich leider überhaupt keinen plan. leider, weil ein offenes web zumindest auf absehbare zeit wohl google braucht, um unter den neuen bedingungen (echtzeit, mobil, lokal, transsozial, etc.) zu sich zu finden)

    ((mir ist es ein echtes rätsel, warum google die gier hat, auch das soziale an sich koppeln zu wollen, und sich nicht darauf beschränkt, das vorhandene soziale zu fördern, zu sichten, zu vernetzen und zu organisieren. wenn man so will ist facebook die molare kraft, die zwar böse ist, aber bzgl. der eigenen funktionslogik alles richtig macht, und google ist auf dem besten weg, das eigene molekulare mojo zu verspielen und eine art molares mini-me von facebook zu werden))

    (nts: mich öfter selbst zitieren)


    The Night of the Living Feeds Revisited

    16.03.2013

    aus gegebenem anlass muss ich fast ein posting aus 2010 ausgraben: The Night of the Living Feeds (daraus die zitate unten; nts: mich öfter selbst zitieren); damals ging es um die auslaufrille rss ist tot, aber zwei angesprochene punkte wurden eben wieder relevant:

    1. interesse

    ob das (aufwändigere) lesen von feeds für einen sinnvoll ist, oder ob das dahinplätschern im social media strom nicht ausreicht, hängt vom grad des eigenen interesses an einem thema ab.

    Interessiert man sich für die die Neuigkeit der Neuigkeit an sich, dann haben Feedreader tatsächlich ausgedient. Twitter ist da einfach der wesentlich effektivere Kanal, und die vollständige Anschlusskommunikation findet auf Twitter selbst (durch wiederholung der nachricht mit eigenem senf, durch retweets) statt. Was dabei neuigkeitswertig ist, ist systemeigenrichtig (um bolz zu paraphrasieren) – ist eine Nachricht neuwertig, dann findet sie mich automagisch indem ich den Strom einschalte; was mich nicht findet, kann es per definitionem nicht sein, sonst würde es ja im neuigkeitsrelevanten Zeitfenster von [die letzten 10 min, in de die letzten 10h] auftauchen. Zur Lückenfüllung am Abend noch Techmeme und passt.

    wenn man sich ein bisschen interessiert, dann treibt man am besten im strom und fischt aus dem vorbeitreibenden heraus. das wichtigste ist da sicher dabei und sicher auch was nettes und was zufälliges, das reicht völlig aus.

    wenn man sich doch schon für etwas interessiert, dann treibt man am besten im strom und schaut vielleicht, dass man einigen menschlichen filtern folgt, die einem einige nuggets herauspicken, und checkt am abend vl. den aggregator zum thema. auch das reicht dann völlig aus.

    wenn man sich wirklich für etwas interessiert, dann fischt man natürlich auch im strom, aber dann kommt man um das lesen von einem selbstselektierten bündel an feeds nicht herum, weil man dann ja alles wissen will, weil man selbst derjenige ist, der die anderen spezialisten kennt, der für andere kuratiert, weil man die allerbesten texte tatsächlich nie im strom und schon gar nicht auf einem aggregator findet.

    (nur zur sicherheit: ob man sich bzw. wie sehr man sich für etwas interessiert ist keine leistung an sich, man interessiert sich oder man interessiert sich nicht, das ist halt so. aber der grad des interesses korrespondiert idealerweise mit der den techniken des rezipierens. und wer sagt, dass er keine feeds braucht, weil ihn twitter ausreichend informiert, der sagt damit halt auch, dass er sich nicht sehr für das thema interessiert)

    ^ ((diese klammer als satzzeichen wurscht lesen. wurscht auf, wurscht zu, alles dazwischen ist wurscht))

    2. nihilismus des schwarms

    das strömen in tweets und das lesen von feeds führt zu verschiedenen strukturen:

    Die erste Disposition führt als Organisationsstruktur zu einem (hypereffektiven, postmodernen) Schwarm, die zweite zu mehr oder weniger einsamen (existentialistischen, modernen) Individuen, die im Levy Flight herumkrebsen.

    interessanter aber ist fast, wie sehr sich der damals schon spürbare nihilismus seither verstärkt hat:

    Ich mag beide Formen, was mich aber zunehmend nervt ist der latente Nihilismus des Schwarms. Es reicht ihm nicht der Wille zur Macht (unter den kollektiv geführten aber singulär repräsentierten regimen von facebook, twitter, 4chan, etc.), öfter als nicht ist damit auch eine Lust am Zerstören aller anderen Formen verbunden (können wir bitte RSS und das damit verbundene schuldgefühl der unread items endlich beerdigen und uns alle auf twitter einigen?

    der ganze bullshit von twitter seit dick costolo und der ganz blödsinn von google, seit sie auf social machen, auf der spitze der schwachsinnigkeit eben jetzt die vernichtung vom google reader, das alles ist ein symptom dieses nihilismus, der den verbliebenen frei flottierenden eigensinn am liebsten weglöschen will. ich beginne langsam zu befürchten, google weiß, was sie da tun (auch wenn sie wohl nicht mit diesem grad an aufschrei gerechnet haben und auch wenn ihnen wohl die indirekten folgekosten erst jetzt langsam zu dämmern beginnen), die wollen das ökosystem zertrampeln im naiven glauben, teile werden sich schon auf g+ reterritorialisieren.

    aus der serie: Reader—


    Lazy Blog Ep. 2 Revisited

    04.03.2013

    apropos Listen Up : siehe dazu auch Lazy Blog Ep. 2 :

    (blogpost über DAS fundamentale dilemma im derzeitigen web: den umstand, dass es einfach nichts kostet, im oder dem web gegenüber ein totaler jackass zu sein. bonuspoints für eine topologie der zonen und des impacts (etwa spammer, die eigentlich nur lästige fliegen sind, oder lobbyisten, die vorsätzlich jede beschneidung von freiheiten und möglichkeitsräumen in kauf nehmen, um etwaige pfründe zu verteidigen oder überhaupt nur aus prinzip)…)

    (nts: mich öfter selbst zitieren)

    der fall lsr wird deshalb spannend zu beobachten sein, weil es in diesem fall für die betroffenen durchaus möglichkeiten gibt, den verlagen ganz reale und auch spürbare kosten zu verursachen, wenn es zu einem gewissen grad an sozial koordiniertem handeln kommt, was die verlage im derzeitigen zustand der etwas realitätsflüchtigen kollektiven selbsthypnose aber nicht sehen, was sich mittelfristig aber in eine veritable strukturelle paranoia verwandeln könnte/dürfte, weil die diskrepanz zwischen selbstwahrnehmung und wirklichkeit natürlich immer grösser wird.


    Twitteur der Woche Pt. 1 Revisited

    18.01.2013

    frank93 frank93

    ^ heute vor 5 jahren: Twitteur der Woche Pt. 1

    (abt. früher war alles besser)


    ReQuoting pt. 36 (The March of Technology Edition) Revisited

    14.01.2013

    So naturally the sociopaths are outraged that their control is being taken away. Newspapers, book publishers, television companies, ad agencies – their businesses are all failing, while Google’s is on the rise.
    The thing that’s hard for the sociopaths to get their head around is that this isn’t because one of their rivals has outsmarted them – it’s just the march of technology.

    Aaron Swartz via blogoscoped via ReQuoting pt. 36


    Lazy Blog Ep. 15 revisited

    30.12.2012

    (blogpost über DAS fundamentale dilemma im derzeitigen web: den umstand, dass ‘offenheit’ zwar leicht und tatsächlich gedankenlos zu fordern oder herbeizuwünschen ist, dass die forderung oder der herbeiwunsch ober ein moo point ist, solange sie nicht mit einem vorschlag für eine alternative und ‘bessere’ reterritorialisierung begleitet wird. idealerweise wäre diese erzählung dann spannender als bla aber offen. bonuspunkte wie immer für konkrete fallstudien und sternchen für eine umfassende typologie)

    ^ falls sich wer an LB 15 versuchen will, der Appell von Spreeblick das Web 2013 zurückzuerobern bietet einiges an Stoff. Die Forderung ist wie alle anderen Forderungen nach Blogs, Offenheit und Freiheit natürlich gut gemeint, aber schlecht durchdacht (und schwankt vom vibe her zwischen grossväterlicher sentimentalität und dramatischer hyperbel; nur als beispiel: schon der erste satz – Vorbei die Zeiten, in denen für die Öffentlichkeit gedachte Inhalte im öffentlichen Raum – dem Web nämlich – stattfanden, wo sie in den meisten Fällen von allen Internet-Nutzern gefunden, gesehen, verlinkt und kommentiert werden konnten. – trieft vor apokalyptischem pathos, ist aber völlig aus der luft gegriffen. was ist vorbei und seit wann? was kann nicht mehr gefunden, gesehen, verlinkt und kommentiert werden? wohl posts auf facebook, die aber in vielen fällen eben genau nicht für die öffentlichkeit gedacht sind, sondern nur für die suböffentlichkeit der eigenen freunde. paradoxerweise kann man es ihm anders auch nicht recht machen, denn wenn etwas ungewollt dann tatsächlich von der öffentlichkeit gefunden und gesehen wird, dann droht der grosse flyer mit dem #privacyfail usw. ok, cheap shot, aber das geht so weiter). Das Problem mit solchen Texten ist leider, dass sie sich mit dem romantisierten Bild des edlen wilden Blogs begnügen und alle sind dann zwei Tage über sich selbst gerührt, aber die realen Verhältnisse (also die infoökonomischen produktions-, rezeptions-, und distributionsbedingungen und das gesamtsystem aller möglichen ströme – und funktionierende blogs sind im gesamtmilieu aller kommunikationen eher unwahrscheinliche blüten) ignorieren, womit man aber den Blogs keinen Gefallen tut, weil die Verhältnisse natürlich nicht verschwinden.

    update: wer von spreeblick hergeschickt wurde, könnte bei gegebener lust und laune komplementär auch diese artikel lesen: 5 Jahre live.hackr und Lazy Blog Ep. 16 – dann wird glaub ich deutlicher, was ich bei johnny kritisiere und vor allem: was nicht


    Schwarmacher Revisited

    26.11.2012

    anlässlich der jüngsten tirade von frank schirrmacher ein kurzes zitat aus schwarmacher, das irgendwie diesmal fast noch besser zutrifft:

    das lustige an ihm ist, dass er selbst quasi ein glaubender der von ihm kritisierten ‘internetideologien/-en’ ist, nur die angedachten ergebnisse, visionen, utopien negativ und dystopisch bewertet. er selbst denkt technodeterministisch, nur verzweifelt seine humanistische seele an den entwürfen. auf alle fälle ist er weitaus abgespaceter, als man vermuten würde)

    (nts: mich öfter selbst zitieren)


    Der Parasit Revisited

    30.08.2012

    aus gegebenem anlass #lsr ein etwas älteres zitat:

    für das dahinmurksen [des deutschen webs] gibt es wohl viele gründe, zumindest einen strukturellen, den ich sehr spannend finde, möchte ich erwähnen:

    das nicht ertragen können, dass ein anderer aus der eigenen existenz ungefragt und ohne direkte bezahlung irgendeinen nutzen zieht.

    dieses grundgefühl zieht sich durch alle schichten und ist – so verständlich auch die haltung ist, wer wollte das schon – im web die blockade schlechthin.

    paradigmatisch wird das von der kulturindustrie repräsentiert: zeitungsverleger halten es nicht aus, dass eine nachricht ohne direkte bezahlung gelesen wird und dass google davon sogar finanziell profitiert, musikverwerter halten es nicht aus, dass ein track ohne bezahlung angehört oder als untermalung einer slideshow benutzt werden kann und dass google davon sogar finanziell profitiert, usw., […]

    komplementär zu diesem grundgefühl kommt der anspruch, aus der verwertung eines produktes auch noch den letzten tropfen wert aussaugen zu wollen.

    dass auch die produzenten vorteile davon hätten, wenn sie ihre objekte/produkte netzwerktauglich machten, ist dabei egal. ich schneide mir lieber der finger ab, bevor ein anderer von meiner leistung profitiert, ohne dass ich direkt bezahlt werde oder mein explizites einverständnis gebe, und den finger schneide ich mir übrigens ganz sicher nicht ab, also fordere ich umfassende kontroll- und sanktionssysteme, die diesem treiben der nutznießer einhalt gebieten. die kosten für die systemische verunmöglichung von missbrauch sind aber üblicherweise um faktoren höher, als der tatsächliche schaden selbst.

    (nts: mich öfter selbst zitieren)

    das leistungsschutzrecht ist natürlich das pure symptom dieser haltung, welches die groteske grimasse sichtbar macht. das ist so unwahrscheinlich, dass man keese dafür fast dankbar sein könnte.

    stefan niggemeier spinnt diesen gedanken übrigens gerade schön weiter.


    Object Socials Revisited

    30.04.2012

    Heute vor zwei Jahren: Social Objects vs. Object Socials

    (mit dem übergang von social objects zu object socials – also von objekt-vermittelter intersubjektivität zur subjekt-vermittelten interobjektivität – war ich doch erstaunlich nahe dran, nur war es eher noch aus einer perspektive des humanismus verfasst; die formel stimmt zwar, aber man müsste sie rekursiv ergänzen, sprich den wechsel der perspektive wieder in den jeweiligen perspektivenwechsel einführen; der subjekt-anteil der subjekt-vermittelten interobjektivität ist also selbst nichts anderes als das ergebnis der objekt-vermittelter intersubjektivität usw. und dann landen wir in der effektivsten timeline halt beim kurzschluss, den ich witzigerweise ein paar tage davor eh schon gesehen hab usw.)