FYI


FYI 082

22.05.2017

fyi: wer content konsumiert ist selbst schuld. einzige ausnahme ist cat content.

(wer content produziert, dem ist ohnehin nicht mehr zu helfen, aber das ist ein anderes thema)


FYI 081

08.05.2017

fyi: ironie ist im sozialen unmöglich.


FYI 080

27.04.2017

fyi: sinn lässt sich nicht digitalisieren.


FYI 079

18.03.2017

fyi: der grundfehler fast jeder digitalpolitik ist, rechte mit effekten zu verwechseln und dann nicht zu versuchen, sie dann im zeitalter der digitalisierung bezüglich ihres eigentlichen sinns ggf. umzuformulieren und zu schärfen, sondern nur, um die welt auf die bisher gesehenen effekte zu beschränken.


FYI 078

19.11.2016

fyi: jeder, der mehr twittert als bloggt, ist ein verstärker der filterblase.


FYI 077

15.11.2016

fyi: papier ist eig. das ideale medium für das DRY prinzip.


FYI 076

27.10.2016

fyi: die casio VL-1 ist derzeit die primäre metapher für all things 3d, VR, AR, usw.


FYI 075

23.10.2016

fyi: das absurde ist ja, dass g+ nur chronologisch werden müsste, um potentiell wieder relevant werden zu können (der ganze secret juice war ohnehin immer nur der minderwertigkeitskomplex von page/brin gegenüber zuckerberg)


FYI 074

22.10.2016

fyi: im grunde ist es so einfach: alles algorithmisch lösbare ist libidinös wertlos.


FYI 073

15.10.2016

fyi: der google assistant ist der neue mr. clippy (abt. hate to brake it to you but…)


FYI 072

03.09.2016

fyi: je älter man wird, desto dümmer wirken alle anderen. und desto dümmer wirkt man selbst für alle anderen.


FYI 071

11.08.2016

fyi: auch lacan funktioniert nur noch socialmedial abgeleitet, also vom subject supposed to know zum subject most likely to multiply usw.


FYI 070

24.07.2016

fyi: die mittelfristige bürgerliche asymptote der umstände ist weniger ein escapism als ein avoidism.


FYI 069

13.07.2016

fyi: die gesamte aufregung in medien und politik bzgl. der verhältnisse ist alles pseudo; alle tun so als ob und beklagen noch nicht mal das offensichtlichste.


FYI 068

27.06.2016

fyi: das wesentliche merkmal unserer zeit ist weder das netz (netzzeitalter usw.), noch die information (informationszeitalter usw.), noch die postdemokratie (wtfzeitalter usw.), sondern der ganz grundsätzliche double bind von allen gesellschaftlichen sphären.


FYI 067

11.06.2016

fyi: genau genommen sind blogs das ergebnis angewandter groucho-marx’scher ethik (“I do not want to write for any publication that would accept me as a writer”)


FYI 066

09.06.2016

fyi: hello alexa ist ist das neue hello api.

(siehe etwa Alexa, meet Remember The Milk)


FYI 065

27.05.2016

fyi: diese highlights bei medium geben mir immer dieses gefühl der abgelesenheit von gebraucht gekauften büchern oder skripten


FYI 064

24.05.2016

fyi: wir erleben gerade den übergang von einer gesellschaft des sql zu einer des nosql.

(was das bedeutet, weiß keiner)


FYI 063

20.05.2016

fyi: form follows data.

(lustigerweise hatten wir gerade vor etwa 100 jahren den ‘modernistischen’ übergang zu form follows function )


FYI 062

09.05.2016

fyi: hab begonnen meine dateien funktional (war divisional) zu reorganisieren; uff.


FYI 061

03.05.2016

fyi: die welt folgt immer mehr der logik eines kontrafaktischen konditionals.


FYI 060

15.04.2016

fyi: neben dem geld sind die algorithmen die abstrakteste form der vergesellschaftung von arbeit/leben/wert.

(anders als geld, mit dem wert gwm. abstrahiert wird, abstrahieren algorithmen kompetenzen, also den grad der wahrscheinlichkeit vom eintreffen von ereignissen)


FYI 059

24.03.2016

fyi: es ist nicht notwendig, alle 24 stunden des tages sinnvoll und produktiv zu verbringen; 15 wirklich gute minuten reichen üblicherweise schon mehr als aus.

(fast jede mir bekannte produktivitäts-schule hat den hang, die unproduktive zeit minimieren zu wollen – um (im umkehrschluss logisch falsch) dadurch die produktive zeit zu erhöhen; der rest hat den hang, die unproduktive zeit selbst zu instrumentalisieren – wie man mit zen u/o meditation den nutzen der freunde und mitarbeiter maximiert etc. unterm strich ist das aber alles ein race to the bottom)


FYI 058

23.03.2016

fyi: was fehlt ist eine theorie der informational stops (im sinne der stops in der photographie, die ja ein sehr schlüssiges modell zum zusammenspiel der verschiedenen paramter die das eingehende licht betreffen – blende, iso, verschlusszeit, usw. – offeriert)

(wobei man sicher zwischen instream und outstream unterscheiden müsste; instream wird die wahrscheinlichkeit, das man einen tweet zu sehen bekommt, halbiert, wenn man die anzahl an verfolgten verdoppelt, was man also dadurch ausgleichen könnte, dass man die lesezeit verdoppelt usw. outstream hängt die wahrscheinlichkeit, dass ein eigener tweet gelesen wird, natürlich davon ab, wie vielen der jeweilige verfolger folgt, wenn man so will was dessen blende ist uswusf.)


FYI 057

09.02.2016

fyi und pro-tipp: wer seinen texten echte autorität unterjubeln will, der verwendet html 3.2


FYI 056

04.02.2016

fyi: wo likes und retweets als selektoren und prefilter wirklich gut funtionieren sind überraschenderweise bots.


FYI 055

01.02.2016

fyi: die wichtigste metapher für unsere zeit sind nicht die bits und bytes, sondern der elektrische strom.


FYI 054

14.12.2015

fyi: die richtige reaktion auf ‘it’s hard’ ist nicht ‘no, it’s not’ but ‘so what’


FYI 053

13.12.2015

fyi: abgesehen von der schaltkreistechnischen funktion als widerstand, kondensator oder diode erzeugt man keinen wert damit, kritisch zu sein.


FYI 052

09.12.2015

fyi: blogs sind die kröpfchen der gesellschaft.


FYI 051

12.11.2015

fyi: ich hab glaub ich noch nie ein foto gesehen, das mir nicht gefallen hat.


FYI 050

12.11.2015

(twitter ist alles, was es möglich macht; jede festlegung führt zu micromanagement und willkürlicher betonung auf kosten aller anderer möglichkeiten)

((das gleiche gilt natürlich auch für alles andere))


FYI 049

12.11.2015

fyi: in unserem alltag haben wir nicht allzuviele ideen gleichzeitig im kopf, das allermeiste läuft habitualisiert ab.

(deshalb wäre aber der ‘kampf’ um diese wenigen plätze so wichtig, oft machen einige wenige dinge den grossteil des schadens aus. es ist also gscheiter, eher diese zu optimieren, und nicht an hunderten anderen dingen herumschrauben, deren effekte letztendlich vernachässigbar sind, auch wenn sie oft ‘stimmen’ usw.)


FYI 048

08.11.2015

fyi: fremdsprachen sind dazu da, um uns mit anderen menschen unterhalten zu können; programmiersprachen sind dazu da, um computern anweisungen geben zu können; dass beide das wort ‘sprache’ enthalten ist nichts als ein gesellschaftliches unglück.


FYI 047

08.11.2015

fyi: die masse ist der natürliche feind von sinn und/oder der gemütlichkeit.


FYI 045

08.11.2015

fyi: ich lehne ‘pay what you want’ ganz grundsätzlich ab. just say what you want und das ist es mir dann wert oder halt nicht.


FYI 044

07.11.2015

fyi: es gibt eine handvoll konstanten, die den wirklichen unterschied machen, und eine wechselnde heerschar an kontigenzen, auf die sich sämtliche politische, softwaretechnische, finanzielle, etc. parameter stürzen und stützen und die dann als sau durch das dorf gejagt wird.

(das pragm. prob. ist dabei nat., dass man gwm. mitspielen muss, wenn man zum. irgw. an das system angeschlossen bleiben will usw.)


FYI 043

07.11.2015

fyi: underground kann auf der kulturellen ebene ganz einfach nicht mehr funktionieren, sondern blöderweise nur noch auf der strukturellen/technologischen (wusste ich, während ich mir in meinem ohrensessel ein skrillex set angehört habe)


FYI 042

07.11.2015

fyi: wenn der erfolg deines startups davon abhängt, dass politiker die richtigen rahmenbedingungen setzen, dann ist es ziemlich sicher ohnehin überflüssig. (minuspunkte für die zusätzliche abhängigkeit von wohlwollenden medien oder journalisten).

(und nur zur sicherheit: nein, damit will ich nicht politiker und institutionen entschuldigen oder aus ihrer verantwortung befreien, aber mitunter geht es doch auch darum ganz grundsätzlich zu erkennen, dass es der eigentliche job von politikern und journalisten ist, gegen jede veränderung oder disruption zu arbeiten, jede veränderung oder disruption schon ganz grundsätzlich zu bekämpfen, etctrara).


FYI 041

21.10.2015

fyi: einige müssten wirklich wieder einmal ein bisschen an ihrer urteilskraft arbeiten.


FYI 040

04.10.2015

fyi: wirklich angenehm am originalen ipad / ios 5 ist, dass es seit jahren ohne updates für apps einfach dahintuckelt.


FYI 039

02.10.2015

fyi: twitter has become boring, but that’s ok.


FYI 038

30.09.2015

fyi: waldorf und statler sind unsere endgültige/finale disposition (nicht nur bei keynotes, aber dort natürlich ganz offensichtlich schon jetzt).


FYI 037

30.09.2015

fyi: während kein tier auch nur irgendwie peinlich ist, ist so ziemlich jeder mensch mehr oder weniger vollständig peinlich.


FYI 036

30.09.2015

fyi: form follows pretension.


FYI 035

30.09.2015

fyi: es gibt kein later für die meisten read later.


FYI 034

25.09.2015

fyi: noch eine neue serie: die schlimmsten


FYI 033

25.09.2015

fyi: neue serie: angry birds


FYI 032

24.09.2015

fyi: bots can’t handle the truth.


FYI 031

10.08.2015

fyi: chill or die.


FYI 030

07.08.2015

fyi: sobald das muster oder rezept bekannt ist, setzt eine andere dynamik ein und die zeit der unschuld ist vorbei.


FYI 029

06.08.2015

fyi: wenn man nicht auf facebook ist kriegt man sicher manches nicht mit, spart sich aber auch einiges.


FYI 028

28.07.2015

fyi: das internet tut nichts von von selbst; es erzeugt die möglichkeit für die erzeugung von neuen möglichkeiten, aber das ist es dann auch schon.

(damit es die möglichkeiten erzeugen kann, muss es möglichst ungemanaget sein, jede form von micromanagement erzeugt unbedachte probleme an anderer stelle. deshalb ist zb. netzneutralität wichtig)

((unsere leben bleiben natürlich wie sie sind, wir essen und schlafen und arbeiten, wir lesen, schauen fern oder hören musik, wir reden oder schreiben und alles andere. das internet verändert nur potentiell die art, wie und in welchen potentialitäten wir diese immer gleichen dinge tun))


FYI 027

25.07.2015

fyi: das internet ist keine lösung; es ist die frage, wie die gesellschaft ausschauen würde, wenn es das internet schon immer gegeben hätte.

(wenn man so will entspricht die welt einem startup, das sich gerade selbst sucht, ich habe das in the strain schon ein bisschen angedeutet; zu bemerken sind dabei vl. zwei dinge: einerseits bekommt es diese suche mit den historischen strukturen zu tun, die es nur geben konnte, weil es das internet noch nicht gegeben hat, die die eigene existenz – inklusive aller opportunistischer unterstützungsstrukturen – nun aber bis zu den zähnen bewaffnet verteidigen; andererseits muß man aufpassen, homöostatische anpassungen an das erwartbare gleichgewicht nicht mit ‘trends’ zu verwechseln, die eine richtung in eine ‘zukunft’ beschreiben, was natürlich dazu verleitet den wert von ereignissen oder verhalten völlig falsch einzuschätzen und wertvolle techniken verfrüht abzuschreiben)


FYI 026

21.07.2015

fyi: die welt ist eine art ego-shooter, für den unsere controller aber noch irrsinnig schlecht programmiert/gestaltet/kalibriert sind.


FYI 025

21.07.2015

fyi: Zeug ist Sinn.


FYI 024

17.07.2015

fyi: Im 21. Jahrhundert basieren nur qualitativ niedrige Plattformen, Systeme und Strukturen auf Wachstum.

(paraphrasing siggi becker, siehe lost)


FYI 023

15.07.2015

fyi: das web funktioniert nur, wo es ein gewisses maß an selbstselektion gibt.


FYI 022

12.07.2015

(eher systemtheoretisches) fyi: das blog ist das strukturelle gegenteil vom zettelkasten.


FYI 021

12.07.2015

fyi: wir brauchen kein growth hacking, wir brauche ein sinn hacking.


FYI 020

12.07.2015

fyi (und nts): dinge konkret zu dokumentieren und empirisch zu beschreiben ist was anderes, als die aussage ‘wundert mich wenig’.


FYI 019

10.07.2015

fyi: leute, die tun, denken leider nichts wirklich durch; und leute, die wirklich durchdenken, tun leider nichts.


FYI 018

09.07.2015

fyi: wenn wir es mit dem web nicht schaffen, die welt besser zu machen, haben wir weder das web noch die bessere welt verdient.


FYI 017

07.07.2015

fyi: wie lächerlich ein eigener gedanke ist, merkt man oft erst dann, wenn ihn ein anderer ausspricht.


FYI 016

24.06.2015

fyi: die gute nachricht ist: was die anderen machen/glauben/twittern etc. ändert für einen selbst nichts.


FYI 015

17.06.2015

fyi: die meisten dinge im web sind ein verbrauchsgut und wer es eben als solches konzipiert, tut sich deutlich leichter.


FYI 014

17.06.2015

fyi: sprachen sind geschlossene plattformen.


FYI 013

16.06.2015

fyi: thesen über die wirksamkeit vom web muß man weder vermuten noch begründen oder beweisen, man braucht nur auf ein funktionierendes beispiel zu zeigen.

(gibt es kein empirisches beispiel ist das üblicherweise kein schlechter hinweis darauf, dass eine annahme nicht stimmt; das web ist also weniger ein spekulatives und/oder utopisches medium, sondern ein materialistisches)


FYI 012

13.06.2015

fyi: der einzige, der sich für euer gesamtwerk interessiert, seid ihr selbst.


FYI 011

22.05.2015

fyi: katzen und reality tv sind die letzten räume für theorie.


FYI 010

15.05.2015

fyi: social media saugt den ganzen cognitive surplus aus der welt, sodass für ‘collective action’ oder ‘political interventions’ kaum was übrig bleibt.


FYI 009

11.05.2015

fyi: herauszufinden, dass irgendeine annahme oder grundannahme*, die man gemacht hat und von der man ausgegangen ist, ja gar nicht stimmt, sondern dass ja alles ganz anders kommt oder ist, stellt einen und die welt nicht schlechter. die welt bleibt wie sie ohnehin ist. es bedeutet nur, dass die eigene annahme oder grundannahme eben nicht gestimmt hat (und dass man vl., je nachdem, etwas mehr für eine sache tun muss oder stärker gegen eine sache vorgehen muss).

*etwa: das offene web wird geschlossene plattformen hinwegfegen und freiheit, friede und wohlstand für alle bringen.


FYI 008

10.05.2015

fyi: blogger, die einzelne artikel nicht richtig mit ihrem permalink verlinken können, die also etwa nur auf die startseite vom blog linken, oder den ganzen url-cruft von google analytics, feedburner, buffer, usw. mitschleppen oder die, noch schlimmer, die shorturls von twitter oder bitly verlinken, sind keine richtigen blogger.


FYI 007

08.05.2015

fyi: alles sagbare ist schon gesagt – es ist nur noch nicht gleichmässig angekommen.


FYI 006

08.05.2015

fyi: auf was es wohl hinausläuft: big data vs. eigensinn.


FYI 005

30.04.2015

fyi: das web ist der erste echte intelligenztest für unsere gesellschaften.


FYI 004

30.04.2015

fyi: wer mehr löscht, muss weniger backuppen.


FYI 003

10.04.2015

fyi: wir müssen nicht für alle/alles sein, das eines unserer argumente unterstützt. wir müssen auch nicht gegen alle/alles sein, das einem unserer argumente widerspricht.


FYI 002

08.04.2015

fyi: aussagen müssen nicht notwendigerweise allgemeingültig sein, sondern können sich auch auf bestimmte felder unter bestimmten rahmenbedingungen zu bestimmten zeiten oder gegebenheiten beziehen.


FYI 001

06.04.2015

fyi: am internet gibt’s nichts zu verstehen, es ist selbstevident. jeglicher diskurs darüber ist nichts als verwirrung.