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Sabbatical

fyi: live.hackr nimmt ein kleines Sabbatical.

(marcel weiss hat mir hier den letzten schubs gegeben, die von ihm angesprochenen punkte – verlorener spass, zunehmende irritiertheit als ursache und die lazy-xxx serie als symptom usw. – keimen aber natürlich schon länger.

wovon ich etwas abstand gewinnen will ist übrigens nicht das web, das finde ich so erfrischend und erfreulich wie eh und je, sondern den diskurs darüber und die themen der sogenannten ‘netzgemeinde’.

für hackr bedeutet das, dass die chronistenpflicht bzw. die gedankenlos zu befüllenden ströme shared , news und chronicle weiterlaufen wie bisher, und auch bei live.hackr werde ich kleine fundstücke und katzencontent posten, also insgesamt nicht viel, aber ich werde versuchen, meinen inputstrom möglichst diskursfrei zu halten, was üblicherweise ja trigger für die papierkörbe, lazy blogs, leftovers, zeitgenossen, quizzes, etc. war und das will ich euch nicht mehr zumuten.

dafür gibt es mit data.hackr eine neue blog season zum thema small data, ein bisschen dazu hier. ein gedanke dabei ist, dass es vl. psychohygienisch ganz wohltuend ist, bei einem thema mal ganz unten anzufangen, weil quasi jeder andere weiter ist als man selbst und jede aussage eine information, und ich glaube zahlen sind für mich eine gute abwechslung)

37basecamps

37signals

^ holy moly, das ende einer ära:

This year marks 37signals’ 15th year in business. And today is Basecamp’s 10th birthday.

Here’s the first: Moving forward, we will be a one product company. That product will be Basecamp. Our entire company will rally around Basecamp.

So here’s the second big announcement: We’re changing our name. 37signals is now Basecamp.

The Gifys

cats

^ devoha: die gifys

Cats vs. Mail Carrier

This video is no longer available due to a copyright claim by ABC's America's Funniest Home Videos

^ wollte das gerade plussen, aber ich sehe leider nur noch das… (war die ich-perspektive eines zustellers, der die briefe nicht einwerfen konnte, weil die hauskatze dagegen gekämpft hat usw.)

(nur am rande: das copyright regime dürfte in etwa dem analen gesellschaftlichen entwicklungsstadium entsprechen, was uns lebenden in unserer lebenszeit natürlich wenig nützt, aber immerhin trotzdem usw.)

Papierkorb pt. 38

(weird but I still kinda miss subjot)

Die Zeitgenossen der Gesellschaft Pt. 13: Der Schlüssige

Der Schlüssige ist ein extrem selten gesehener Zeitgenosse, der sich dadurch auszeichnet, dass er üblicherweise immer sehr schlüssig ist.

(ich bin mir nicht ganz sicher, ob es objektiv schlüssige gibt, also leute, die eine art universelle schlüssigkeit repräsentieren, die man dann halt erkennen kann oder nicht, oder ob schlüssigkeit nur subjektiv und kontextuell entsteht, wobei diese subjektivität dann natürlich trotzdem objektiv ist; vermutlich gibt es beides)

(abt. supermarket studies)

Abed Nadir

hadoop

kleiner Nachtrag zu A new course experience, wo Udacity neue Kurse und ein neues Modell angekündigt hat und gwm. Fortführung von Craig Pelton und Jeff Winger – nur zur Erinnerung: Udacity hat sich nach einem furiosen Start ja Mitte 2012 in ein kleines konzeptionelles Loch gesetzt, vor allem wohl weil Thrun mit Coursera mithalten wollte und alles aufs Pimpen von Kennzahlen gesetzt hat.

Wenn ich die Beteiligung in den Foren richtig deute hat sich in den 18 Monaten seither die Grundstimmung nie mehr wirklich gefangen, der Krautsalat an Kursen und die Unentschlossenheit gegenüber der Zielgruppe (die eine kraft zieht zu schülern und das zertifikat muss auch für adhs’ler machbar sein, sonst wird ja die dropout rate zu hoch, die andere zu ‘professionals’ die man potentiell auch zum bezahlen motivieren kann und die das zertifikat u.u. im cv präsentieren wollen, und da wird dann auch ungünstig, wenn sich herumspricht, wie wenig man machen muss, usw.) halfen da sicher nicht weiter.

Ihr neuer Ansatz klang zunächst nicht ganz unplausibel: wir machen thematische Tracks (2014 einmal beginnend mit data science) und wir offerieren neben dem kostenlosen tier auch einen kostenpflichtigen, der dann persönliches Coaching und ein ‘verifiziertes’ Zertifikat beinhaltet.

Aber ich hab jetzt die letzten zwei Tage Introduction to Hadoop and MapReduce – den ersten Kurs in dieser Serie – gemacht und es zeichnet sich leider das nächste Loch ab. Der Kurs selbst ist zwar nicht schlecht, wenn man wie ich mit Hadoop noch nie was zu tun hatte, man bekommt einen Eindruck um was es geht, wofür man es braucht, ein bisschen Gefühl wie man dafür programmiert und man macht zwei kleine Projekte in einer VM mit eingerichteter Entwicklungsumgebung (für VirtualBox oder VMware), aber jetzt kommt’s: man kann als Zaungast den Kurs nicht offiziell beenden, weil das Projekt nur in der kostenpflichtigen ‘full course experience’ bewertet wird. Alleine dass sich ein Mooc Anbieter nicht selbst denken kann, dass das vl. keine so gute Idee ist – psychologisch fühlt man sich natürlich nicht nur übergangen sondern tatsächlich um sein Zeit und den Aufwand beraubt, man lernt ja nicht fürs Leben sondern fürs Zertifikat – ist kein gutes Zeichen, auch die Umsetzung selbst war (wenn ich wiederum das forum richtig deute) anscheinend schwach und mit 150$/m viel zu teuer für das (zusätzlich) Gebotene.

Die Zeitgenossen der Gesellschaft Pt. 12: Der Forderer

Der Forderer ist ein relativ weit verbreiteter Zeitgenosse, der sich dadurch auszeichnet, dass er Dinge fordert.

(die forderungen selbst sind meistens weder begründet noch in den konsequenzen analysiert oder durchdacht, müssen es aber auch nicht sein, weil ihre funktion üblicherweise darin besteht, einen erwartbaren inhaltlichen vektor für eine repräsentierte gruppe zu etablieren, der dann als kalkül in politischen tauschgeschäften eingelöst werden kann (was übrigens nicht notwendigerweise (aber natürlich öfter als nicht) bedeutet, dass die forderungen selbst blöd sind); und natürlich gibt es auch andere typen, allerdings nur im promille-bereich und inhaltlich dann oft mit sogenannten nonetnonas)

(abt. supermarket studies)

Die Zeitgenossen der Gesellschaft Pt. 11: Der indifferente Instanziierer

(eher devoha weil eine art inversion vom solipsistischen generalisierer ..)

Der indifferente Instanziierer ist ein relativ weit verbreiteter Zeitgenosse, der sich dadurch auszeichnet, dass er Binsenweisheiten allgemeine Gesetzmäßigkeiten in Unterkategorien wiederentdeckt resp. neu konstatiert.

(die aussagen sind also semantisch nicht falsch, aber trotzdem irgendwie daneben, weil sie etwas bedeutungsschwanger als konkrete eigenschaft oder signifikante strukturlogik betonen, was ohnehin auf alles (oder zumindest vieles andere) auch zutrifft. man erkennt das leicht, wenn man für das behandelte thema jedes beliebige andere thema einsetzen kann. während also der solipsistische generalisierer aus einzelerfahrungen allgemeine gesetzmäßigkeiten ableitet, erzählt der indifferente instanziierer allgemeine gesetzmäßigkeiten in einzelerfahrungen.)

(abt. supermarket studies)

Konzept des Tages: Infopolitics

What we need is a concept of infopolitics that would help us understand the increasingly dense ties between politics and information. Infopolitics encompasses not only traditional state surveillance and data surveillance, but also “data analytics” (the techniques that enable marketers at companies like Target to detect, for instance, if you are pregnant), digital rights movements (promoted by organizations like the Electronic Frontier Foundation), online-only crypto-currencies (like Bitcoin or Litecoin), algorithmic finance (like automated micro-trading) and digital property disputes (from peer-to-peer file sharing to property claims in the virtual world of Second Life).

enthalten und ausgeführt von Colin Koopman hier

Mac 30

apple

^ apple feiert auf der Startseite 30 Jahre Mac und hat auch eine kleine Minisite erstellt.

Back und Backer

backer

app.net bleibt für mich eine der grossen Dumpfbacken im Web, aber ich muss ihnen lassen, dass sie zumindest interessanteren Blödsinn machen. Unlängst etwa Backer (ann) – Crowdfunding für Features (‘sollen wir auch bitcoin können?’), das sie anscheinend auch anderen (allerdings nur nach eigenem gutdünken, oder überseh ich was?) zur Verfügung stellen.

(es ist fast schon unheimlich: wie app.net selbst löst auch backer das exakt falsche problem auf die exakt falsche weise. crowdfunding etabliert zwischen dem gefundeten und den fundenden idealerweise eine sehr ‘intime’ art an verhältnis, das allerdings auch ähnlich wie flattr – siehe flat und flattr – die in diesem fall imaginäre achse verschiebt. die auf oberster ebene (künstler <-> fan) funktionierende beziehung wird durch backer aber nicht nur zerhackt und trivial ökonomisiert, das ökonomische verhältnis selbst wird bei backer ‘sichtbar’. fans/unterstützer können sich nicht länger als ‘ermöglicher’ von was ansonsten unermöglichtem wahrnehmen und sich deshalb über sich selbst gut fühlen, sondern nur noch als datenpunkt in einer kalkulierten wirtschaftlichen funktion)

((nts: ein lazy blog für die unterschiede zwischen flattr und crowdfunding im symbolischen, imaginären und realen machen))

Nützliche Unterscheidungen pt. 22 (The P Trinity Edition)

Eine weitere zumindest pragmatisch nützliche Unterscheidung kommt von Horace Dediu und unterscheidet 3 Ps als Grundbausteine von Organisationen:

A company is nothing more (and nothing less) than three things: people, processes and purposes. In the language of the software engineer these would be inputs, algorithms and specifications. In the language of classical business analysis they are assets (or resources), organization structures and business models. In military theory, these are logistics, tactics and strategy.

This is the trinity which allows for an understanding of a complex system: the physical, the operational and the guiding principle. The what, the how and the why.

(der ganze text ist dann übrigens ein paradebeispiel für die latente schizophrenie von asymco – siehe techblog des jahres und dolm des jahres ; kaum geht es ums web oder um google macht er abstruse grundannahmen, gegen die er dann vorgeht, und willkürliche hakenschläge)

(abt: draw the distinction!)

More information about websites

Wikipedia is a collaboratively edited, multilingual, free Internet encyclopedia that the non-profit Wikimedia Foundation supports

^ eine der ersten vl. etwas sinnvolleren (und jedenfalls nicht offensichtlich unnötigen) ‘Verbesserungen’ der Suchseite von Google seit längerem: man bekommt jetzt – wenn vorhanden – eine Kurzinfo zur Quelle angezeigt

Help Tagging Cats

is this saurier duval

(abt. für die leicht zu unterhaltenden)

Perry Rhodan

der economist ist das neue perry rhodan

^ Perry Rhodan favorited your Tweet..

(abt. für die leicht zu unterhaltenden)

Copyright Woche

copyright week

^ noch nicht gelesen aber super: die EFF mit einer Copyright Week

Papierkorb pt. 37

(protip: if you want to get sure: don’t assume anything)

ReQuoting pt. 103 (The Headline Goes Here Edition)

headline goes here

The deck text goes here. More text to follow in this space More text to follow in this space More text to follow in this space

Ann Arbor News via Vielmetti

Quiz Pt. 88 (The Bad Good Idea Edition)

endlich wieder einmal ein quiz:

warum ist das Indieweb eine schlechte gute Idee?

(hint: die idee selbst leuchtet natürlich unmittelbar ein. man publiziert seine inhalte selbst, syndiziert sie aber in den gartencommunities und kombiniert das beste aus beiden welten (posse), duh. aber es gibt dabei zumindest eine radikal falsche grundannahme und in der konsequenz auch sozial dysfunktionales verhalten)

material:

Papierkorb pt. 36

(das gfrett mit der kryptik ist, dass sie nicht nur das unnötige, sondern oft auch das nötige reduziert)

Papierkorb pt. 35

(es gibt leute, die als monade recht interessante monologe führen können, die aber im sozialen gwm. verblöden)

Leftovers 2013 (Gesture Edition)

auch nicht wirklich weitergekommen sind wir 2013 jedenfalls mit einer Semiotik der (sozialen) Gesten.

(das ist natürlich nicht ganz verwunderlich, gesten sind schwer zu fassen, weil es vor allem auch unsichtbare/negative gesten gibt, usw.)

Leftovers 2013 (Casuistry Edition)

auch nicht wirklich weitergekommen sind wir 2013 jedenfalls mit dem produzieren, rezipieren und diskutieren von subtileren begriffen und prinzipien von dingen, die vor allem, aber nicht nur, das web betreffen.

(unterm strich sind kleine und/oder spitzfindige differenzen sozial nicht mehr anschlussfähig; was nicht lautstark das ende/den tot von irgendwas oder den anfang/den völligen umsturz von was anderem verkündet, wird vom strom ignoriert, einfach weil die damit thresholds für die jeweiligen triggerlevels nicht erreicht werden können)

Stop Making Nonsense

Fortunately, the true nature of the Internet isn’t hard to understand. In fact, just a fistful of statements stands between Repetitive Mistake Syndrome and Enlightenment…

^ World of Ends – grossartige grundsatzbestimmung von doc searls und david weinberger.

(via)

Papierkorb pt. 34

(katzen sind internetoptimisten)

Papierkorb pt. 33

(hmm, ich glaub mit lazy zeitgenossen der gesellschaft würd ich es wirklich übertreiben)

((fyi: pt. 1 wäre der schuldenböcker gewesen))

Music Timeline

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^ ui, schicke Timeline der Musikgeschichte von Google (via)

The Bridgy Is Over

bridgy

Bridgy ist endlich mal wieder ein sinnvoller Versuch, eine offene Struktur neben und mit und nicht gegen die vorhandenen Strukturen zu etablieren: es sendet ‘webmentions’ auf eigene Links, die es auf Facebook, Twitter, Google+ und Instagram entdeckt (via – dort sieht man ü. auch, wie man das zb integrieren könnte)

Google Nest

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^ und achja und auch devoha: Google hat natürlich auch Nest für 3 oder so Mrd. übernommen.

Google Lens

google lens

^ devoha und auch das noch: jetzt tüftelt Google auch noch an einer Kontaktlinse.

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^ (mein wichtigster tweet bisher)

Netvibes 2014

netvibes

^ Netvibes hat eine neue Version vorgestellt und mein Herz stand kurz ein bisschen still, aber während sie es – zumindest für meine Art der Verwendung – nicht verbessert haben, haben sie es zum Glück – zumindest wieder für meine Art der Verwendung – auch nicht verschlechtert.

netvibes

Das Design ist ein bisschen ‘neuer’ ohne aber wirklich gut zu sein, was wohl eine Verschlechterung ist, weil es gleichzeitig den anachronistischen Charme verliert, und es gibt ein Mosaic und eine Abt. für ‘langsame Feeds’ die gar nicht blöd ist, aber das Bekannte wie multiple sich synchronisierende Tags und j/k funktioniert halt immer noch.

Resilienz Deutschland

Warum ist Deutschland in allen Dingen Web so daneben?

Ich war euch ja noch meine Antwort auf Quiz Pt. 61 schuldig.

Aber ich lasse Talebs Konzept der Antifragilität (zumindest für einen bonuspunkt) gelten.

(in der dreiheit fragil (zerbricht bei erschütterung) – resilient (hält erschütterungen aus) – antifragil (wird durch erschütterungen besser) dominiert in deutschland die ‘resiliente disposition’. das web ist aber gwm. der garten, in dem am schönsten die antifragilen blumen blühen und gewächse wuchern. dieser nachteil/die schwache ausdifferenzierung auf der ebene des webs ist aber gleichzeitig ein vorteil/ermöglicht eine starke ausdifferenzierung auf der ebene der politischen und technologischen infrastruktur. natürlich nicht auf parteipolitischer ebene, für die ist das alles nur ein maelstrom, aber man sieht das ja jetzt schon ganz konkret an der ‘hacker-szene’ rund um den ccc, an der relativen wichtigkeit von netzpolitischen und aktivistischen blogs, am obsessiven diskursiven mäandern rund um themen wie privacy und netzneutralität oder den sinn von dem ganzen, usw.)

Papierkorb pt. 32

(protipp: schlechte synchronisation als brecht’sche synchronisation reinterpretieren)

ende

normal weiter geht es auf seite 3 von live.hackr