iOS oder Android App, die den aktuell auf dem Turntable gespielten Track registriert, ggf. durch Shazam jagt, das entsprechende Youtubevideo heraussucht und dann auf dem sozialen Netzwerk der Wahl postet.

(blogpost über DAS fundamentale dilemma im derzeitigen web: den umstand, dass dinge nicht in ihrem idealen gleichgewichtszustand belassen, sondern immer weiter verbessert werden – und dabei aber nur verschlechtert werden können)

((wie so oft liegt der grund dafür im umstand, dass der idealzustand selbst zufällig gefunden wurde und nicht das ergebnis einer klarer vision, harter arbeit und genialem design war und dass die technische maschine halt einfach den drang hat, immer weiter fortzuschreiten. eine analyse von fallbeispielen könnte aber durchaus interessant sein, weil ich vermute, dass die kosten des abweichens zunehmend teuer werden, weil man immer auch gleichzeitig gegen die gravitation das idealzustands arbeitet, und sich die dynamik dabei also zunehmend hochschaukelt; ein an der hand liegendes beispiele wären sicherlich gmail, das irgendwann, gefühlsmässig gegen 2010 kann aber auch früher gewesen sein, wirklich den idealen universellen email client repräsentierte, während in der folge fast jede weitere verbesserung nur noch ein kleineres oder grösseres hindernis oder ärgernis war, das man im besten fall ignorieren konnte oder das man irgendwie umschiffen musste.))

(((bonuspunkte also wie immer für konkrete fallstudien und sternchen für eine umfassende typologie)))

nopattern

^ auch devoha: ello hat mit ello x threadless die erste der angedeuteten monetarisierungsideen vorgestellt, und ich finde die idee gar nicht unnett – neben ello shirts gibt es alle zwei wochen auch ein limitiertes shirt von einem ‘community artist’.


^ devoha ein RB, aber wenn man den struggle von twitter mit der suche mitbekommen hat, im grunde kämpfen sie ja seit 2007 damit, dann hat es mit der übernahme von summize 2008 ganz kurz funktioniert und seit ende 2008 struggleten sie wieder damit usw., dann ist doch erwähnenswert, wenn die suche tatsächlich wieder bis in die anfänge zurückreicht.

völlig jenseitig: welches mehr als 25 jahre album einer band, deren name ein vor vl. 7, 8 jahren seminales webkonzept antizipiert, finde ich 25 jahre später erstmals hörbar/gar nicht so schlecht?

(hint: iirc hat sie spex/diederichsen damals zur sensation des jahres gekürt. aber es geht wie angedeutet um den namen des webkonzepts, der ja bei bands und webkonzepten ja nicht so oft koinzidiert)

(blogpost über DAS fundamentale dilemma im derzeitigen web: den umstand, dass digitalisiertes ganz grundsätzlich nicht die position des lacanschen meistersignifikanten einnehmen kann)

((das klingt zunächst natürlich sogar nach einem fortschritt, weil man sich vermeintlich von den warenfetischistischen bindungen usw. löst und sich deshalb metaphysisch befreit etc. – allerdings stellt sich leider genau dieser rest als bedingung der möglichkeit der semiose heraus usw.))

Dienst oder Tool, das einen Überblick generiert/aggregiert, was aus einem gesuchten Ding – einer Person, einer Band, dem Mitglied einer Band, gerne auch einem Konzept, einem Webdienst, etctrara – geworden ist.

(bonuspunkte für eine liste aller aktuell betriebenen kanäle wie facebook, ello, twitter, medium, youtube oder sogar blogs)

(etwa heute vor 20 jahren hat die hochzeit von d&b begonnen, die dann etwa 3, 4 jahre lang eine absolut phantastische entwicklung mit einigen der soundsemiotisch grossartigsten ausdifferenzierungen ever hingelegt hat (nur um dann natürlich irgendwann bei dub- und clownstep zu landen und sich dann auf einem insignifikanten aber auch nicht schlechten level irgendwie einzupendeln))

Originality is local.

^ seth godin in Of course it’s been done before (seine argumentation ist in diesem fall ein bisschen holprig und die beschränkung auf eine subjektivität ist unnötig und local könnte man vl. auf lokal in raum und zeit erweitern, dann aber ist das eine wirklich nützliche verdichtung)

Die Funktion von Favs ist nicht aufs Favorisieren von Tweets beschränkt, es funktioniert auch als kontextuelle Geste wie den Nod o das Gotya

(wenn man zb. in einem tweet erwähnt oder angesprochen wurde, aber nichts wirklich dazu zu sagen hat oder einem gerade die zeit oder muse fehlt, dann indiziert ein fav dem anderen diesen umstand. man setzt hinter den thread gwm. einen punkt und hinterlässt keine offenen enden; favs sind aber wirklich ein plastischer datentyp und haben viele verschiedene anwendungsmöglichkeiten, die sich automagisch aus dem kontext richtig interpretieren lassen)

Greasemonkey Script, das den Linkstrom des eigenen Networks bei Pinboard mit dem Avatar des jeweils Verlinkenden annotiert (wie es delicious zb macht).

stellen wir uns einmal eine welt vor, in der es zur elektronischen publikation/kommunikation nur ein medium gibt: jeder der will kann schreiben was und wie er will. nennen wir es blogs.

alle, die etwas publizieren wollen, benutzen blogs für ihr gesamtes ausdrucksbedürfnis, was sollten sie auch sonst tun. es wird sich ein bestimmter infoökonomischer raum an bloggern und lesern ausbilden und sich auf einem gewissen aktivitätsniveau mit einer gewissen verteilung von ‘jobs’ einpendeln.

stellen wir uns vor, dass dann ein zweites medium hinzukommt, das zwei unterscheidungen einführt: einerseits wird die länge der texte auf 140 zeichen begrenzt, andererseits werden die teilnehmer sozialisiert/vernetzt. nennen wir es twitter.

was wird passieren?

  • leute werden neue kommunikative ‘jobs’ entdecken, die mit dem neuen, kleinen medium plötzlich sinnvoll werden (nicht, weil sie davor grundsätzlich unmöglich waren, aber weil sie davor ‘infoökonomisch’ gwm. zu teuer waren).
  • es wird eine umverteilung/migration der beteiligten geben: leute werden beginnen, twitter statt blogs für die neuen dinge zu verwenden, und für die dinge, für die twitter besser geeignet ist.
  • einige leute werden erstmals an der kommunikation teilnehmen, weil sie erstmals für sich sinnvolle jobs entdecken oder weil es für sie erstmals einfach genug ist oder schnell genug geht.
  • einige andere werden fortan blogs und twitter verwenden, einige weiterhin nur blogs, einige nur oder nur noch twitter.
  • die anzahl der teilnehmer wird insgesamt zunehmen.
  • die anzahl der kommunikationsereignisse wird in diesem fall wohl dramatisch zunehmen, einfach weil es von einfacherem und kleinerem üblicherweise mehr gibt (allerdings könnte das auch anders sein; hätten wir unsere welt mit twitter begonnen, würde sie wohl ebenso dramatisch abnehmen).
  • der marktanteil wird sich verschieben. (die bewertung davon ist jedoch eine schwierige sache, weil der marktanteil an den gesamten kommunikationsereignissen tatsächlich nichts über die nachhaltigkeit oder gesellschaftliche relevanz von medien aussagt.)

als ergebnis entsteht irgendwann jedenfalls ein neues infoökonomisches milieu mit zwei ebenen der ausdifferenzierung: einerseits differenzieren sich die medien ‘gegeneinander’ aus; andererseits differenzieren sich innerhalb der einzelnen medien die kommunikationsereignisse der jeweiligen jobs aus. sowohl die medien selbst als auch die qualität und quantität der kommunikationsereignisse innerhalb der jeweiligen medien pendeln sich auf einem gewissen neuen aktivitätsniveau ein.

these:

mit jedem weiteren medium entstehen – immer der gleichen logik folgend – jeweils immer wieder neue milieus, die sich jeweils immer wieder einerseits bezüglich der medien untereinander und andererseits in jedem medium in sich selbst bezüglich der jobs und ereignisse ausdifferenzieren.

(neue medien entstehen üblicherweise durch einführung von neuen unterscheidungen; neben der unterscheidung lang und asozial (blogs)/kurz und sozial (twitter) wie in unserer welt, gibt es viele andere wie öffentlich/privat, stationär/mobil, billig/teuer, E/U, autonom und selbstbetrieben/abhängig und in der cloud, permanent/peripher, frei flottierend/vernetzt, vom gemeinen volk/von spezialisten, und viele mehr. jede unterscheidung verdoppelt gwm. die anzahl der möglichen medien, wobei es aber auch clusterbildungen und nicht genutzte kombinationen gibt).

was kann man nun schon aus diesem allereinfachsten modell lernen?

  • ein neues medium kann die anzahl der systemweiten ‘kommunikationsereignisse’ erhöhen (etwa weil es schneller oder kleiner oder billiger oder omnipräsent ist) oder aber auch reduzieren (etwa weil es dinge zusammenfasst oder überflüssig macht). in beiden fällen funktioniert die gesamtkommunikation danach idealerweise besser. die anzahl der kommunikationsereignisse selbst ist also eine völlig sinnlose metrik.
  • man kann und sollte mehrere medien gleichzeitig verwenden, idealerweise jeweils für den damit angemessenen job. das alte oder andere medium muss nicht sterben, damit das neue sinnvoll oder wertvoll wird. (das klingt offensichtlich aber viele fühlen sich leider nur wohl, wenn sie irgendwas ausstopfen und an die wand hängen können.)
  • es ist ganz grundsätzlich nicht schlecht oder beklagenswert, wenn ein altes medium ‘marktanteile’ an ein neues medium verliert. das ergebnis der anpassung ist ein kommunikatives gleichgewicht auf höherem niveau. es gibt ganz grundsätzlich nichts zu urteilen, sondern nur was zu beobachten. (don’t ask yourself if this is a good thing or a bad thing. ask yourself what’s going on)
  • der ‘marktanteil’ der verschiedenen medien ist auch nicht sinnvollerweise vergleichbar, weil sie völlig unterschiedliche funktionen mit unterschiedlicher wertigkeit entlang der achsen persönlich, sozial und system (siehe) erfüllen können. (ein beliebiger blogeintrag erzeugt eine woche später mehr diskursive anschlussfähigkeit als alle 50 milliarden whatsapp messages eines tages zusammen.)
  • es bringt nichts, die alten marktanteile im neuen milieu retten zu wollen oder künstlich zu pimpen. (das zu verstehen ist wirklich wichtig, wenn man ein betreiber vom alten medium ist, vor allem, wenn man die produktion – etwa von zeitungen – irgendwie ‘finanzieren’ muss. den eigenen realistischen anteil falsch einzuschätzen kann mitunter auch ein fataler fehler sein, weil der threshold zur erhaltung von aufgeblähten apparaten ja nicht kontinuierlich ist, sondern erst ab einem kritischen punkt einen dann aber plötzlichen sog nach unten erzeugt, der oft aber vermeidbar wäre. wir sehen das leider derzeit bei fast allen altmedien wie print aber auch etwa bei twitter inc.) viel wichtiger als der relative marktanteil sind die absoluten ereignisse.
  • die effekte und möglichkeiten des jeweiligen mediums sind keine ‘leistung’ des mediums oder der macher, sondern effekte, die durch die benutzung entstehen.
  • es gibt strukturell keine zeitlichkeit oder vorrecht des einen mediums über das andere; ist das neue medium einmal da, koexistiert es mit allen anderen medien gleichwertig. (der kleine vorteile vom historisch älteren medium ist, dass die leute erst wechseln/ihr verhalten adaptieren müssen. das endgültige gleichgewicht für eine bestimmte konstellation ist aber zeitlos.) zwar wird es im konkreten historischen verlauf gewisse wellen geben (überschätzung am anfang, hysterie bei beobachteter abnahme, etc.), früher oder später passt sich die kommunikation jedoch an, weil das kämpfen gegen die ineffizienzen zu teuer wird.
  • interessanterweise ist die möglichkeit der entstehung mancher medien selbst ‘historisch’. bestimmte medien sind nur sinnvoll, wenn sie sich etwa asymmetrisch gegen andere medien positionieren können. (sind sie aber erst einmal da, können sie gwm. nicht mehr ungeschehen gemacht werden.)
  • medien können durchaus auch obsolet werden und verschwinden. (allerdings sollten sie überleben können, solange es zumindest einen halbwegs populären ‘job’ gibt, für den sie das medium sind, das dafür am besten geeignet ist.)
  • gelegentlich können die verschiebungen und migrationen ob eines neuen mediums auch sehr schnell gehen und/oder sehr grosse auswirkungen haben.
  • es ist wirklich wichtig, nicht den fehler zu machen, die übergangsphase von einem zustand in den neuen als etwas anderes als eine anpassung ans neue gleichgewicht zu interpretieren. (das ist natürlich der fehler, den alle machen, die sich zahlen von twitter, facebook und whatsapp anschauen und dann aleatorisch extrapolieren um dann wasauchimmer und jedenfalls den tod von irgendwas zu prognostizieren.)
  • auch wenn medien wegen anderen medien üblicherweise ‘marktanteile’ verlieren, so wird doch gleichzeitig auch ihr eigenes profil geschärft. sie werden also besser, weil sie zunehmend für die jobs herangezogen werden, für die sie wirklich geeignet sind.

nur zur sicherheit: das modell ist natürlich nicht realistisch; es basiert auf der sicher nicht erwartbaren annahme, dass alle teilnehmer über alle medien vollständig informiert sind und sich egoistisch rational verhalten; es nimmt auch einen frei fliessenden informationsmarkt an, während die reale situation in vielen fällen ein spieltheoretisches problem egoistischer anbieter ist. auch als medientheorie ist es supernaiv. aber für die entwicklung eines gefühls für die grösse des eigenen ballparks ist es tatsächlich nützlich, zumal sich die menschen in summe üblicherweise erstaunlich rational verhalten, oft viel rationaler, als es zb die macher der einzelnen angebote selbst können. (twitter zb macht entgegen vieler unkenrufe ja noch immer vieles richtig, ihre ganzen probleme haben sie sich eigentlich durch eine deutliche selbstüberschätzung eingehandelt und je länger sie das nicht verstehen, desto fragiler wird der ganze datentyp tweet, weil sie ihn mehr und mehr micromanagen und immer mehr einschränken, aber das ist eine andere geschichte.)

(die gleiche logik kann man grundsätzlich natürlich auch in anderen feldern wie handel oder gadgets vermuten, zumindest als asymptotischer horizont. oft hilft wirklich schon, wenn man sich die lage für die zwei achsen offline/online und statisch/mobil durchdenkt.)

wall art

^ ganz lustig: Flickr startet die Möglichkeit, Fotos in Bilder oder Bücher zu transformieren.

(blogpost über DAS fundamentale dilemma im derzeitigen web: den umstand, dass ein format wie medium tatsächlich deutlich effektivere mechanismen zur produktion, rezeption und distribution von mediumreads erzeugen konnte, als die gesamte blogosphäre zusammen)

((die meisten fragmente dazu sind ohnehin hier zu finden, wer hier mitliest dürfte also zumindest eine der möglichen argumentationslinien kennen))

(((für mich – also leider nicht lazyblogifizierbar – ist das so ein fall vom fluch ‘mögen deine wünsche’ in erfüllung gehen)))

((((bonuspunkte wie immer für konkrete fallstudien und sternchen für eine umfassende typologie))))

4 jahre nach ethische rocker und ethische rocker II gwm. der dritte teil meiner trilogie über die theorie des kontrollverlusts von mspro – zur abrundung in form eines (informellen, nicht kritischen) eindrucks von das neue spiel.

wie soll ich sagen und ich will nicht despektierlich klingen, aber ich war wirklich positiv überrascht. nicht dass ich was anderes erwartet hätte, aber es ist inhaltlich insgesamt sehr rund und durchaus am puls, er hat eine gute und sehr lesbare sprache gefunden und driftet dabei weder in diesen oft unsäglichen babytalk für dummies ab, noch überladet er es bedeutungsschwanger mit irgendeinem jargon. und er definiert einen sinnvollen und konkreten politischen vektor, ohne dabei aber ins assoziative wunschdenken oder ins frei flottierende fordern oder in die netzpolitische selbstgefälligkeit zu verfallen (wie es sich beim thema doch anbieten würde). eher im gegenteil, er bleibt eher pragmatisch und stapelt mit seinen thesen fast schon tief. nicht nur deshalb von mir eine kauf- resp. leseempfehlung.

(seine kernbegriffe (kontrollverlust, query) verwendet er vl. etwas zu grosszügig. nicht dass sie unfruchtbar wären, aber er presst so ziemlich jeden gedanken mit ihnen aus, egal ob er jetzt besonders gut passt oder nicht. und query oder kontrollverlust sind halt so generisch und selbstevident, dass sie natürlich immer irgendwie passen. aber ich könnte sie auch auf jede beliebige folge columbo anwenden und hätte die gleiche schlüssigkeit (ist der täter nicht das paradigmatische (arrogante, selbstverliebte) subjekt des kontrollverlusts, das alles geplant und in der höchsten präzision ausgeführt hat, nur um dann über columbo zu stolpern, der die spuren sammelt und sie mit queries mehr und mehr vernetzt bis der täter selbst die unmöglichkeit seiner offiziellen narration eingestehen muss usw.) aber darauf will ich nicht herumreiten; wer kein freund von social objects ist, muss zb hier einiges ertragen, die mappe ich ja auf alles was nicht bei drei auf den bäumen ist)

mein kleines problem mit dem buch ist aber, dass sein hauptbegriff ‘kontrollverlust’ selbst auf der falschen seite der unterscheidung/des bruchs angesiedelt ist und gwm. den blick aus der vergangenheit kapselt. was wir mit dem internet erleben ist in seinem wesen ja nicht ein verlust der kontrolle, sondern eine intensivierung und eine steigerung der komplexität des gesamtsystems, die halt mitunter eine verringerte kontrollierbarkeit der art und weise hat, wie andere systeme von uns und allem anderen ‘gebrauch machen’ oder eben anschluss suchen (siehe etwa am ende der wurst). der jeweilige grad der kontrollierbarkeit ist kein wesensmerkmal, sondern ein effekt des neuen aggregatzustands. über den kontrollverlust sinniert man nur auf dem schrumpfenden eisberg, im wasser selbst ist er nicht besonders sinnvoll. (er spürt das glaube ich auch selbst. wenn man so will ist das ganze buch der versuch diesen begrifflichen fehler/den umstand sich auf die eisscholle gesetzt zu haben zu korrigieren.)

aber wie gesagt: lesetipp.

Bookmarklet im schöner-lesen Stil von Instapaper, Readability oder Clearly, das die zu stylenden Seiten jedoch wie Medium mit Fotos anreichert, also weniger ein minimalistisches und eher ein heimeliges Grundgefühl erzeugt.

(könnte in der basisversion kontextsensitive fotos ziehen, bonuspunkte wenn es auch einen katzenmodus gibt)

Der den Elefanten übersieht (m/w) ist ein häufig gesehener Zeitgenosse, der sich dadurch auszeichnet, dass er in einem Raum, in dem ein Elefant herumsteht und ein gewaltiger, immer noch dampfender Dunghaufen, den Elefanten ignoriert und beginnt, die wirrsten Thesen aufzustellen, wie man den Dunghaufen erklären könnte.

(der entscheidende punkt dabei ist nicht, dass der haufen sicher vom elefanten kommt, es kann natürlich immer auch ganz anders sein; der punkt ist, dass der elefant als offensichtlichste und/oder naheliegendste erste erklärung völlig ignoriert wird)

Sollte die VG Media dieses Vorgehen fortsetzen, könnte die Sache doch noch ein Fall für das Bundeskartellamt werden, allerdings anders als von den Verlagen erhofft. Das Amt hatte sich ausdrücklich vorbehalten zu prüfen, ob nicht der Zusammenschluss der Verlage zur Wahrnehmung des Leistungsschutzrechts kartellrechtlich relevant ist. Vor diesem Hintergrund könnte es missbräuchlich sein, ausschließlich von kleinen Anbietern Zahlungen zu fordern, während man Google (vorerst) verschont. Zumal ein solches Vorgehen dazu führt, dass die Position von Google gestärkt und die der kleineren Anbieter geschwächt wird.

internet-law via neunetz

(irgendwie wär es ja ein unterhaltsamer twist, wenn das LSR springer dann genau auf diese art in den arsch beissen würde; gleichzeitig hätte das dann natürlich auch wieder den doppelten twist, dass ihnen gerade die dann wie auch immer geartete bestrafung am allermeisten helfen würde, weil es sie quasi vor sich selbst beschützt. ihr a/b test, bei dem sie draufgekommen sind, dass ihnen der unterschied zwischen schnipsel und schnipsellosigkeit bei google pro titel im jahr mindestens einen siebenstelligen betrag kostet, was sie dann zur absurden schipselsonderregelung für google, gegen die das ganze gesetzt ja ursprünglich gedacht war, gebracht hat, hat sie ja, so offensichtlich er ist, ja nicht zum folgegedanken gebracht, dass ihnen das auch bei weniger dominanten plattformen, projekten oder seiten im jeweiligen verhältnis mindestens vergleichbare kosten und also verluste macht. das sticht ihnen vl. nicht in ihren analytics ins auge, bzw. ist es ihnen wohl egal, ob sie von rivva am tag 3000 oder 2000 (hausnummer) views bekommen, oder ob sie von einem blog am tag 10 oder 0 (hausnummer) views geschickt bekommen, was sie dabei aber übersehen ist, dass einerseits natürlich die summer des kleinviehs dann auch signifikanten mist macht, nur halt keiner einzelnen quelle zugerechnet werden kann, vielleicht viel wichtiger aber, dass andererseits gerade das kleinvieh ja der grund dafür ist, warum sie auf google relativ gut funktionieren und sich eine reduktion im kleinvieh in einem negativen feedbackloop gerade wieder auf google manifestieren könnte, früher oder später perkoliert das natürlich durch (was sie dann natürlich wieder als marktmissbrauch und schikane von google interpretieren würden)).

if you think you're a genius, you're crazy

^ endlich wieder einmal ein bilderrätsl: welcher webdienst glaubt nicht, dass ihr ein genie seid?

update: @chl hat es auf twitter gelöst, mehr dazu auch hier .

(was fehlt: eine studie von frequentisten vs. bayesianern vs. ignoranten)

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