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die romantische komödie


Die Zeitgenossen der Gesellschaft Pt. 43: Der Creator

Der Creator (m/f) ist ein vor einigen Jahren noch unbekannter, in letzter Zeit aber eig. überall zu sehender Zeitgenosse, der sich dadurch auszeichnet, dass er sich selbst als ‘Creator’ versteht, der auf einer Plattform für eine Zuhörerschaft Inhalte produziert.

(als zeitgenosse triggert er damit effekte, die interessanter sind, als man vermutet. aber first things first: natürlich gab es so ziemlich von anfang an auf so ziemlich jeder plattform immer schon leute, die professionell bzw. semiprofessionell inhalte erstellt haben, oft, weil es ihnen zugefallen ist, später dann immer öfter auch opportunistisch, dann kamen die firmen, die es nur noch melken wollten mit ihren content farmen usw. aber diese selbstwahrnehmung als spezifischer ‘creator’ kam dann erst viel später, das ist viel eher ein millenials oder gen nochspäter ding, die den begriff/das format dann zuerst auf youtube entwickelt haben, der sich von dort aber schnell auf andere plattformen wie instagram, vine, usw. und auf alle anderen generationen übertrugen. diese symbolische schließung als ‘creator’ hat sich aber als unerwartbarer glücksfall erwiesen, weil sich damit nicht nur für die betroffenen selbst, sondern auch für die gesamtheit der zuhörerschaft und auch die plattformen selbst alles veränderte und plötzlich neue subjekt-/objekt- und auch systempositionen möglich wurden. wenn man so will brauchte es die eigentlich doofe position als ‘creator’, um die notwendige bündelung an talent und energien auf der einen seite, an perzeptibilität und minimierung der empfehlungskosten auf der anderen seite zu erreichen, die dann mitunter schöne gärten und palmenhäuser bauten)

(abt. supermarket studies)

meta 22.12.2019 #

The Decade In Review (2010s Edition) Pt. 3

verge 84 fails

^ the verge mit einer beeindruckenden liste der 84 größten flops und fails des jahrzehnts

meta 22.12.2019 /via @theverge #

Leftovers 2019 (Base Camp Edition)

auch nicht weitergekommen sind wir 2019 jedenfalls dabei, ein gewisses ‘basislager’ für begriffe und konzepte zu erdenken, von dem aus wir dann etwas sinnvoller über das web und das ganze nach- und weiterdenken können.

(in den letzten jahren hat ja primär der kritische diskurs floriert, dieser unbeabsichtigte zusammenschluss von nicht-gänzlich-hinterwäldlerischen intellektuellen, sich-selbst-politisierenden programmierern und vibrierenden massenmedien, denen der football unabsichtlich in die hände gefallen ist, hat ja eine umfassende blase generiert, die mit dem zentralgedanken überwachungskapitalismus alles framed. aber während die themen innerhalb dieses sub-dispositivs der nicht unüblichen selbstverstärkungslogik hin zum radikal sinnlosen unterliegen, der datenschutz triggert ja schon bei der frage, ob eine datenschutzorganisation auf twitter ihre ergebnisse veröffentlichen darf, eine art inception über die bewertung der formulierung der datenschutzrechtlichen selbsterklärung dafür, usw., so sind sie jedenfalls aber ja trotzdem grundsätzlich nicht nur sinnvoll, sondern auch notwendig auszuhandeln. aber zuerst sollten einmal ein paar andere dinge besprochen und durchdacht werden, zuerst sollten einmal ein paar dinge gelernt und verstanden werden. wenn man von einem plateau starten kann, tut man sich viel leichter, gewisse dinge werden erst dann sinnvoll resp. möglich. nicht weil sie schwer sind, sondern weil man sich sonst in fraktalen debatten verzettelt)

meta 21.12.2019 #

Die Zeitgenossen der Gesellschaft Pt. 42: Der Jerk

Der Jerk (m/f, eher m) ist ein in letzter Zeit eig. überall zu sehender Zeitgenosse, der sich dadurch auszeichnet, dass er sich mehr oder weniger oft jerkisch verhält. jerkisch verstehe ich im sinne von verhalten, das eine situation oder einzelne position darin verschlechtert, ohne einem selbst zu nützen. der jerk bleibt dabei durchaus im rahmen seines eigenen rechtes und versteht sein handeln auch nicht als angriff, nimmt aber die negativen auswirken zumindest nicht gänzlich ohne genugtuung in kauf.

(wenn man so will erzeugt der jerk kosten, ohne irgendeinen nutzen zu stiften. für die analyse von vor allem sozialmedialen phänomenen ist der jerk – sowohl als personentyp als auch als drehmoment für anschlusskommunikation oder -verhalten – supernützlich, zumal sich die effekte auch verketten, perkolieren und compounden. ich wage sogar die these, dass es im korpus des digitalen kaum ‘probleme’ gibt, an denen nicht zumindest an irgendeiner stelle ein jerk sitzt)

(abt. supermarket studies)

meta 20.12.2019 #

Leftovers 2019 (Condition Edition)

auch nicht weitergekommen sind wir jedenfalls beim einführen von bedingten aussagen, bedingten forderungen, bedingten behauptungen, etc. i.e. wir wollen startups födern, aber halt nur die, die gesellschaftlich wünschenswerte effekte erzielen, usw.

(als nützliche unterscheidung bietet sich das either aus dem functional programming an, also der datentyp bei dem man zwar immer etwas bekommt, das aber entweder das eine oder ein anderes sein kann, tbc.)

meta 19.12.2019 #

The Decade In Review (2010s Edition) Pt. 2

verge 100 best gadgets

^ the verge mit einer beeindruckenden liste der 100 wichtigsten gadgets des jahrzehnts

meta 18.12.2019 /via @theverge #

The Year In Review (2019 Edition) Pt. 5

pinterest 2019

^ das Jahr in Pinterest

meta 16.12.2019 #

The Year In Review (2019 Edition) Pt. 4

spotify 2019

^ das Jahr in Spotify

meta 14.12.2019 #

The Decade In Review (2010s Edition) Pt. 1

buzzfeed 100 best memes

^ endlich kommen listen und zusammenfassungen der zehnerjahre, tensies, 2010s, wie man will, guter anlass jedenfalls für eine neue serie… den anfang macht buzzfeed mit einer tour de force durch die 100 best memes

meta 14.12.2019 #

The Year In Review (2019 Edition) Pt. 3

twitter global report

^ na endlich: das Jahr in Twitter

meta 13.12.2019 #

The Year In Review (2019 Edition) Pt. 2

tiktok top 100

^ passend zum Jahr in Youtube auch gleich das Jahr in TikTok

meta 12.12.2019 #

1204731839254061056 Revisited

eher devoha TBLs contract for the web. weniger blöd als die dt. versuche, aber die übliche mischung aus nonetnonas und micromanagement. twitterbonusquiz: über was müssten wir zuerst übereinkommen, bevor diesbezügliche versuche überhaupt sinnvoll sind?

kl. nachtrag zu 1204731839254061056 resp. meine lösung für den miniquiz:

bevor man irgendwas fordert, muss man zuerst einmal zu einem gewissen konsens darüber kommen, was die begriffe bedeuten, oder zumindest aber nachvollziehbar dokumentieren, wie man sie selbst verwendet resp. was man darunter versteht, mitsamt einem bündel an kriterien, wann eine sachlage erfüllt ist und wann nicht (reine vermutung: wenn ein bereich wie datenschutz von der userschaft besser verstanden wird und also auch die effekte eigener aktivitäten im jeweils gegebenen technosozialen milieu ansatzweise vorstellbar sind, dann wäre damit viel mehr gewonnen als mit noch so gut gemeinten ins blaue gewünschte forderungen). vor jedem contract brauchen wir jedenfalls begriffe für ein verständnis der sachverhalte, damit man informierte und nicht aberglauben/reinausprinzip-basierte entscheidungen treffen kann.

(damit wäre schon viel gewonnen, selbst wenn einige der grundsätzlichen ethischen forderungen dadurch sinnlos werden, weil sie vom falschen ende her gedacht werden. das ‘gute’ entsteht ja nicht im abstrakten vorsatz nur noch gutes zu tun, es entsteht immer nur als kollateral von etwas anderem, an das man glaubt, starke communities entstehen nicht per dekret der betreiber, an das sich dann alle halten, sondern nur in der völlig kontingenten ausdifferenzierung sämtlicher ströme und dynamiken der verstärkungs- und sanktionsmechanismen, usw. überhaupt halte ich dieses hochhalten der latte für einen impraktikablen ansatz, weil die menschen so nicht funktionieren, aber für pamphlete braucht man es wohl)

meta 12.12.2019 #

The Year In Review (2019 Edition) Pt. 1

youtube rewind

^ in alter Tradition eröffnet Youtube mit das Jahr in Youtube (ann) die Jahresreviews.

((dieses jährliche youtube rewind video ist ja auch nie uninteressant, weil es genau genommen mehr als alles andere über den geisteszustand und vor allem die primäre soziale disposition von google informiert))

meta 05.12.2019 #

Quiz Pt. 107 Revisited

kleines update zu quiz pt. 107 (antwort) weil doch irgendwie interessant: der gleiche ausschnitt würde heute, also 3 jahre später so ausschauen (und das ist doch irgendwie interessant)

chart
2014 – 2019

chart
2011 – 2016

meta 03.11.2019 #

Google Ghost

kleiner überblick der verkleidungen der verschiedenen google dienste anlässlich von halloween:

boogle

^ aus @google wird boogle

ghost mail

^ aus @gmail wird ghost mail

google cobweb browser

^ aus @googlechrome wird der google (cob)web browser

the haunted house on google drive

^ aus @googledrive wird das haunted house on google drive

google haunted nest

^ aus @googlenest wird das google haunted nest

afraid by google

^ aus @madebygoogle wird afraid by google

afraid by google

^ aus der @gsuite wird die g suite of apparitions

bootube

^ aus @youtube wird bootube

google deutschland

^ sogar @googlede hat zumindest zwei kürbisse bekommen.

(ich beobachte das bei google ja schon länger, spätestens seit 2007 haben sie immer brav einen doodle, siehe hallo wien, aber heuer hat das afaics eine neue dimension angenommen; als grund vermute ich fast, dass sie diesen ersten april ziemlich ausgelassen haben)

meta 31.10.2019 #

Realitätsschock

realitätsschock

eine art nanoreview von realitätsschock von sascha lobo in tweets:

(dabei könnte ich es wirklich auch belassen, betonen möchte ich nur kurz, warum es so eine wohltat ist: weil es mehr oder weniger vollständig auf den bezug resp. regress, was sich irgendwer irgendwarum über das internet, das digitale, etc. zusammengereimt hat, verzichtet1 und die sache rein empirisch angeht und die (zehn) bereiche anhand von auserlesenen beispielen und geschichten positioniert und kartographiert, wie immer gut informiert, unterhaltsam und wunderbar formuliert. ich mag ja eig. alles von sascha, aber mir kommt vor hier hat er sich selbst übertroffen.)

1 (die ausnahme von der regel ist das kapitel über KI, in diesem baut er (mittlerweile überholte) annahmen ein und reisst dadurch einige lücken auf, die er dann selbst nicht richtig schließt, aber das wäre nitpicking. um das aber nicht nur zu postulieren: alle genannten ‘demütigungen’ (jetzt schlagen uns KIs schon in unserer letzten bastion go und machen sogar musik) und ‘überforderungen’ (jetzt kann auch mark zuckerberg selbst nicht mehr sagen, warum was empfohlen wird, oder jetzt pfadoptimiert amazon die logistik und damit die ausbeutung usw.) sind nicht einer inhärenten qualität der jeweiligen KI geschuldet, sondern eher übergangsempfindungen wegen einem noch nicht verstandenen maßstab, der aber wohl bald besser verstanden sein wird (i.e. wenn der schnellst mensch der welt den marathon in 2:01:41 läuft, dann haben wir mittlerweile die demütigung verkraftet, dass wohl schon jeder e-scooter schneller wäre, wir wissen halt warum und sehen das deshalb nicht mehr als menschlichen makel), oder einem noch nicht geklärten sozialen u/o politischen verhältnis)

aber wie gesagt: uneingeschränkte empfehlung.

meta 01.10.2019 /via @saschalobo #

G21

doodle

^ omg, google wurde heute 21.

meta 27.09.2019 #

Fall Season

doodle

google

^ devoha: der google herbst-doodle.

meta 23.09.2019 #

Astronaut

28000

^ endlich die astronaut badge für 28.000 stockwerke bei fitbit.

meta 14.09.2019 #

15 Jahre Hipster PDA und GTD

huch, wie die Zeit vergeht… Heute vor fünfzehn Jahren hat Merlin Mann seine seminale Einführung in Getting Things Done gepostet, den Urknall für sämtliche productivity-Geschichten im Web.

(ein paar tage vorher hat er den hipster pda geboren, das disruptive retro-tool schlechthin)

(siehe auch 5 Jahre Hipster PDA und GTD und 10 Jahre Hipster PDA und GTD)

meta 08.09.2019 /via @43folders #