(blogpost über DAS fundamentale dilemma im derzeitigen web: den umstand, dass grösste teile des diskurses über das web nicht erkennen, wann es sich um ein spieltheoretisches problem handelt, das wenn schon nicht spieltheoretisch dann zumindest unter anerkennung des spieltheoretischen spielfelds behandelt werden müsste, und also die teilnehmer in deren jeweiligen argumentationsmodi vergleichen und/oder bewerten und/oder in den jeweils anderen oder einen dritten beobachtungsmodus übersetzen usw., was natürlich dann nicht nur selten was bringt, sondern was eben ein genuines übersehen der grundsätzlichen unauflösbarkeit der diskussion selbst bedingt)

((dass es überhaupt zu einer auflösung kommt liegt dann meistens nur daran, dass länger laufende diskussionen früher oder später in der sackgasse faktizität von recht oder ökonomie landen, also auf einem ggf. anderen schauplatz entweder entschieden werden oder sich entscheiden))

(((bonuspunkte wie immer für konkrete fallstudien und sternchen für eine umfassende typologie; anbieten würde sich hier sicherlich zb der aktuelle streit zwischen amazon und den verlagen um den preis von ebooks, da sind nicht nur die verschiedensten ebenen vertreten, amazon gwm. volkswirtschaftlich, hachette betriebswirtschaftlich, die autoren eine mischung aus schäferhund und naivem idealismus, da gibt es, kommt mir vor, sogar eine art metaspiel, bei dem alle den spieltheoretischen charakter sogar erkennen, es aber zum spiel gehört so zu tun als würde man das nicht)))

suchoptionen

^ oha, bin mir nicht sicher wie lange das schon geht, aber wenn man in einer google suche auf suchoptionen/search tools – beliebige zeit zu letzte woche/any time zu past week – nach relevanz sortiert zu nach datum sortiert/sorted by relevance zu sorted by date klickt, dann bekommt man die suchergebnisse tatsächlich einmal fast chronologisch angezeigt. that’s quite huge, insgesamt fühlt sich google in letzter zeit wieder deutlich weniger mit ‘sozialen’ und ‘kontextuellen’ verschlimmbesserungen zugemüllt an.

(via)

osm

^ the next web mit einer recht interessanten Doku über OpenStreetMap und den dahinterstehenden Mechanismen.

google takeout

^ kleiner Tipp: bei Google Takeout kann man jetzt auch das gesamte Gmail-Account als Mbox exportieren. Das dauert zwar ein bisschen, aber der psychohygienische Frieden zu wissen, dass man dafür zumindest auch ein Backup hat, ist nicht so ohne.

(‘select all’ aus-klicken, ‘gmail’ anklicken, auf ‘create archive’ clicken und ein bisschen warten)

(man gewöhnt sich an alles)

sd bookmarks

^ nicht unnett, eig. sogar sehr nett: Delicious generiert für jeden Benutzer unter der URL

http://2013.delicious.com/username (etwa)

einen durchaus schicken Report inkl. verschiedener Charts und Clouds.

(via)

wordpress

das Jahr in WordPress

Bruce Sterling und Jon Lebkowsky / The Well zum Stand der Dinge

(siehe SotW 2013, 2012, 2011, 2010, 2009, 2008, 2007 und 2006)

minitrick/note to self: unter

http://gdata.youtube.com/feeds/base/playlists/id-der-playlist (etwa) gibts einen RSS-Feed für YT-Playlists.

(via)

faces

^ habs nur angelesen, aber das scheinen etwas weniger offensichtliche oder blöde thesen zur zukunft des journalismus als häufig sonst zu lesen zu sein.

(bonuslink: pandodaily über den erfolg bisheriger journalismusretter)

youtube geek mode

^ YouTube hat jetzt eine Art geek mode (via).

compact assessment of the GR/G+/RSS/F/T constellation by Marco Arment: Lockdown

kl. Nachtrag zu 348175006318071808 : in der Folge The Praetorian Guard plaudert Horace Dediu über verschiedene organisatorische Strukturen (nämlich functional und divisional) und Apples Eigenheit, so ziemlich als einziges Megatechunternehmen auf eine dediziert funktionelle Struktur zu setzen, was mitunter zwar bedeutet, dass sie nicht jedes Marktpotential maximal aus- und abschöpfen, was andererseits aber immense Vorteile in allen Aspekten rund um Innovation bringt, weil sich etwa nicht alles dem Sog und Primat der Cashcows unterwerfen muss; in einem kleinen historischen Exkurs positioniert er diese Struktur dann im Militär, das sich auch funktional ausdifferenziert und nur temporär zu ‘Divisionen’ verbindet, um eine konkrete Aufgabe zu lösen, wobei man dabei etwas aufpassen muss, weil dieses System dazu tendiert, eine Eigendynamik zu entwickeln und sich irgendwann gegen den ursprünglichen Sinn zu wenden oder selbst das System/der Staat zu werden oder werden zu wollen o.ä.

Ich erzähle das deshalb nach, weil er damit ein schlüssiges Modell für zwei gerade aktuelle Themen offeriert, Prism und die Ermordung vom Google Reader.

Wenn wir historisch sehen können, dass politische, militärische, wirtschaftliche, etc. Organisationen immer wieder diese hypertrophe Eigendynamik entwickeln, dann kann man sich schon ausmalen, dass diese Strukturen unter den sich beschleunigenden Möglichkeiten des Netzzeitalters noch viel schneller und verstärkter ausarten und dass es vl. keine so gute Idee ist, diese Organisationen so geheim zu betreiben, dass sogar die dafür eingesetzten staatlichen Kontrollsysteme geheim gehalten werden.

 Thank you for stopping by. Google Reader has been discontinued. We want to thank all our loyal fans. We understand you may not agree with this decision, but we hope you'll come to love these alternatives as much as you loved Reader. Sincerely, The Google Reader team

Und im Falle Google liegt die Vermutung nahe, dass der Reader einfach ein Opfer einer divisionellen Struktur unter der Vorgabe/Chefsache alles auf G+ war. Die gute Nachricht wäre dann, dass man Google vl. die Intelligenz (siehe Googleheimer) oder die Ethik (siehe Gemeingefährlich) noch nicht ganz absprechen muss; die schlechte wäre, dass ‘Intelligenz’ oder ‘Ethik’ selbst natürlich keine autonomen Kräfte sind, sondern eben nur emergente Eigenschaften (in diesem fall) organisatorischer Strukturen; und Google scheint bei einer Strukturform angekommen zu sein, die die großen Möglichkeiten nicht mehr erkennen kann und wertetechnisch bei MBAs angekommen ist. Sie haben sich also organisatorisch verdummt.

64.953

^ Evernote wurde vorgestern fünf (und möchte hundert werden).

Eine weitere zumindest pragmatisch recht nützliche Unterscheidung ist ganz sicherlich die Unterscheidung: was kann man im gegebenen Milieu einfach selbst machen (und was nicht)?

(abt: draw the distinction!)

Tool, das einen Überblick der verwendeten Apps, Webapps und Accounts generiert, etwa als Mindmap visualisiert und alle etwaigen Interdependenzen skizziert.

(es ist ja echt ein einziges verknäueltes kabelwerk; nur als beispiel: das twitter account @hackr_rss – das nichts anderes tut, als die einträge von live.hackr zu twittern – ist natürlich ein twitter account; das ist mit einer gmail adresse verifiziert (die selbst wieder mit einer anderen email adresse verifiziert werden musste, aber lassen wir das, dann wird es rekursiv); befüllt wird es von twitterfeed; bei twitterfeed melde ich mich via openid an; ich brauche also ein openid account, das natürlich wieder mit einer gmail adresse verifiziert wurde; die openid läuft dabei über delegation, es hängt also auch die domain daran (wobei domain registration und hosting zum glück sogar zusammenfällt, auch hier hat man oft einen hoster und einen registrar), aber ich brauche natürlich trotzdem auch dort ein account, eine verifizierende email adresse und ein bankkonto (auch hier geht es streng genommen noch tiefer). das mit der url delegation müsste nicht sein, aber es läuft ja auch live.hackr drauf, das ich in diesem szenario ja ohnehin auch für den inhalt selbst brauche, es ist also egal. der von twitterfeed getwitterte feed wiederum hängt an feedburner, das man in einem google account aktivieren und instruieren muss. twitterfeed kürzt die urls mit bit.ly, für das ich auch wieder ein account brauche, für das ich natürlich auch wieder eine email brauche. also uff. und man könnte das sicherlich ein bisschen entkoppeln, aber das ist jetzt auch keine hypertrophe besonderheit, sondern weballtag; da mal einen visuellen überblick zu haben wäre also echt nicht unnützlich)

^ weils zur quickie-serie passt, diggin in da crates: (nicht ganz so) kurzer screencast von reblog (minireview hier , die stimmt so wohl auch noch, weil reblog seit 2007 nicht mehr weiterentwickelt wurde)

siehe alle Feedreader Quickies

(nur am rande: ganz witzig, dass 2013, also 8 jahre nach der ursprünglichen tagsploitatigen tagsplotion, tags nun endlich auch bei apple im kommenden os x mavericks (siehe) und facebook (siehe) angekommen sind)

sources, sinks

^ RWW mit einer hübschen Infografik (und einigen gedanken) zu Strömen usw.

^ kurzer screencast von netvibes

siehe alle Feedreader Quickies

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