(blogpost über DAS fundamentale dilemma im derzeitigen web: den umstand, dass es einen diplomatisch nicht zu kommunizierenden unterschied zwischen der nicht-falschen beschreibung und der wesenheit von dingen gibt)

((das paradigmatische beispiel ist natürlich die wikipedia: so ziemlich jeder artikel zu einem komplexeren begriff ist zwar nicht wirklich falsch, erfasst aber eben auch nicht die jeweilige essenz oder skizziert ein gefühl, um was es wirklich geht))

(bonuspunkte wie immer für konkrete fallstudien und sternchen für eine umfassende typologie)

(weiß nicht, ob das schon ein grundproblem ist, aber ein problem ist jedenfalls, dass wir auf twitter, rivva und co. immer nur die absolute ‘popularität’ zu sehen bekommen, während die relative qualität eigentlich viel interessanter wäre)

((problem ist das falsche wort, es ist natürlich völlig egal, besser wäre vl. infoökonomisch und discovery-technisch low hanging fruit…))

(blogpost über DAS fundamentale dilemma der derzeitigen und kommenden welt: den umstand, dass externe kosten unsichtbar sind)

((bonuspunkte wie immer für konkrete fallstudien und sternchen für eine umfassende typologie))

tracked topic

^ eig. nicht unwitzig: nachdem netvibes das ende vom google reader ein bisschen verschlafen und das aufsaugen der plötzlich feedreaderlosen userschaft einfach feedly überlassen hat, wollen sie den fehler anscheinend bei yahoo pipes nicht wiederholen: How-to: Create Tracked Topics to Replace your Yahoo Pipes

(nts: wer noch einen letzten blick auf pipes werfen möchte, dieses wochenende ist die letzte chance)

Plattform oder Tool, das einen Überblick über die distribuierte Dunbar’s Number behält und etwaige Aktivitäten/Interventionen vorschlägt.

Twitterklon ausschließlich für Statements of the Obvious.

weil die Antwort für Quiz Pt. 100 heute 6 Jahre alt geworden wäre: es handelt sich um das wunderbare und viel zu früh von uns gegangene a tiny thread von Joshua Schachter. Der Thread ‘what are you reading?’ hat stolze 242 antworten getriggert, übrigens eine durchaus gute Mischung.

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(auch eigenartig, dass ein leben unter den bedingungen von algorithmen – man verwendet also halt tools, denen algorithmen oder auch nur triviale regeln zugrundeliegen – von so vielen existenzialistisch light als unterworfen oder ausgeliefert oder quasi versklavt interpretiert wird)

((nur am rande: viele tools sind offen genug, dass man sich relativ leicht eigene views auf basis eigener algorithmen bauen könnte, die einem, wenn man das glaubt, dann eher entsprechen, wenn einem das wichtig genug wäre; und was wirlich fast immer geht, ist eine art reverse engineering, also die beobachtung des systems und die anpassung des eigenen verhaltens auf basis der gemachten beobachtungen))

fyi: chill or die.

(blogpost über DAS fundamentale dilemma im derzeitigen und kommenden web: den umstand, dass aussagen, die aus einer position von hass oder verachtender dummheit getätigt werden, aggregierend und inklusiv sind, während alle anderen aussagen zwar differenzieren, sich aber eben auch verzetteln und verzweigen)

((der hass vereint gwm. alle die mithassen, egal wie obstrus die argumente sind, egal ob sie sich völlig widersprechen, jeder ist willkommen, und das ist natürlich für viele eine attraktive proposition))

breaking smart

schaut auch teilweise nicht schlecht aus: How Software is Eating the World

devil's dictionary

sehr super: The New Devil’s Dictionary

fyi: wenn man nicht auf facebook ist kriegt man sicher manches nicht mit, spart sich aber auch einiges.

Browsererweiterung, die das Killen von Overlays und anderem animierten Zeugs auf Webseiten einerseits ermöglicht und gamifiziert, erledigte Irritanten dann gleichzeitig aber auch in Zukunft blockiert.

(sollte idealerweise neben point and click mit der maus auch rein keyboard-basiert möglich sein, bietet sicher aber auch hardware-startups raum für innovative interfaces, vl. einen destroy button, wär u.u. auch was für google glass gewesen usw.)

(auch so eine neue, sich ausbreitende unart ist, dass irgendwelche überambitionierten news-portale an der URL in der adresszeile herumpfuschen, wenn man am ende des artikels angekommen ist und sie vermeintlich interessante artikel zum weiterlesen dynamisch nachladen; das ist nicht nur unhöflich, das kann mitunter auch zu blöden überraschungen führen, etwa wenn man den artikel bookmarken oder sharen will und man aber einen beliebigen anderen artikel bookmarkt oder share’t)

twitter klon, bei dem die einzige gemessene und gezeigte metrik die höhe des eigenen merve stapels in mm ist.

genauer gesagt lazy quarterly: Texte zum Web.

Der Fragezeichner (m/w) ist ein universell gesehene Zeitgenosse, der sich dadurch auszeichnet, dass er eigene Aussagen hinter einem Fragezeichen versteckt.

(die popularität kommt nicht überraschend; man kann sich jegliches denken oder jegliche verantwortung für das gesagte sparen und es trotzdem sagen und in den köpfen der anderen platzieren, wenn man das gesagte nur mit einem fragezeichen versieht. idealerweise in der überschrift. ja was willst du denn? hast du etwa das fragezeichen nicht gesehen?)

(abt. supermarket studies)

fyi: das internet tut nichts von von selbst; es erzeugt die möglichkeit für die erzeugung von neuen möglichkeiten, aber das ist es dann auch schon.

(damit es die möglichkeiten erzeugen kann, muss es möglichst ungemanaget sein, jede form von micromanagement erzeugt unbedachte probleme an anderer stelle. deshalb ist zb. netzneutralität wichtig)

((unsere leben bleiben natürlich wie sie sind, wir essen und schlafen und arbeiten, wir lesen, schauen fern oder hören musik, wir reden oder schreiben und alles andere. das internet verändert nur potentiell die art, wie und in welchen potentialitäten wir diese immer gleichen dinge tun))

Eine weitere eher allgemeine und im Grunde extrem wichtige, allerdings selten mitgedachte Unterscheidung ist die Unterscheidung, ob irgendwas gesellschaftlich nützliche Effekte erzielt oder nicht.

(ja stimmt, das problem dabei ist, dass sich niemand anmassen kann zu entscheiden, was gesellschaftlich nützlich ist und was nicht, usw., aber ich glaube doch, dass es auf der einen seite ein bündel an einstellungen, haltungen, ideen und prinzipien gibt, die ganz allgemein als gesellschaftlich wünschenswert akzeptiert sind, und dass es aber auf der anderen seite auch ein anderes bündel von dingen gibt, die man ganz allgemein nicht will. und man muss nicht alles vollständig erklären und beweisen können, um fehler oder probleme zu erkennen.)

((der wert dieser unterscheidung besteht nicht notwendigerweise darin, dass man sein gesamtes künftiges handeln danach ausrichtet, sie ist oft schon nur dadurch nützlich, dass man sie sich bei der beobachtung oder bewertung von dingen kurz ins bewußtsein ruft; oft ist es zb. so, dass die frage, ob man für oder gegen irgendwas ist, völlig sinnlos, weil die antwort davon abhängt, um was es sich als input handelt, usw.))

(abt: draw the distinction!)

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