1.000.000.000 ideas created

^ Mindmeister freut sich über eine Milliarde Ideen

live map

^ pingdom hat die Live Map zum Stand vom Internet aktualisiert (ann)

pinboard 8

^ Pinboard wird acht

The big story this year was last month’s surprise acquisition of Pinboard’s long-time nemesis Delicious. This illustrates the importance of always having a backup nemesis, an area where Pinboard leads the industry.

(siehe Pinboard Turns Seven, Pinboard Is Six Years Old, Pinboard Is Five Years Old, Pinboard Is Four Years Old, Pinboard Turns Three, Two Years of Pinboard und One Year Of Pinboard)

Indem du insgesamt 12.713 Kilometer gegangen bist, hast du dir das Erde-Abzeichen verdient.

^ endlich die earth badge für 12.713 gegangene kilometer bei fitbit.

Der Einmischer (m/f, eher m) ist ein in Twitter- und Bloggerkreisen doch häufig zu sehender Zeitgenosse, der sich dadurch auszeichnet, dass er sich in die Angelegenheiten von anderen einmischt.

(im gegensatz zum kritiker, der die aktivitäten der anderen in bezug auf seine eigene ebene behandelt und analysiert, agiert der einmischer auf der ebene des eingemischten selbst; und während es sicherlich einmischer gibt, die auch handlungswirksam werden, so beschränken sich die meisten einmischer dann doch eher auf das geben von ratschlägen oder handlungsanweisungen)

((netzpolitische- und medienblogger sind fast unisono auch einmischer. während ihre kritik oft auch durchaus treffend ist, so wird sie fast immer auch mit einigen guten tipps garniert, denn selbst können politik und medien mit ihrem innovationsverhindernden irrweg die herausforderungen der zukunft nicht stemmen, usw.))

(abt. supermarket studies)

der vollständigkeit halber und weil das video jetzt auch auf youtube ist ein paar worte zur wwdc, die uns letzte woche über den gemütszustand von apple informierte (siehe dazu auch das serial #apple-2017-june-event mit den live tweets).

the largest AR platform in the world

und viel gibt’s eig. nicht zu sagen, noch weniger als zur wwdc 2016 – und schon zu der gab’s nicht besonders viel zu sagen -, am ehesten vl. noch, dass sich apple anscheinend von der neuen bescheidenheit von google anstecken hat lassen und nun auch den grössenwahn und die heilsbotschaften im neuen campus gelassen hat und nur noch die dinge verstärkt, die sich als erfolgreich herausgestellt haben, und alles andere einfach stillschweigend droppt.

(bestes beispiel ist sicher die watch, die war bei ihrer geburt 2014 noch der canvas für eine ganze reihe an metaphysischen projektionen der apple ceos, 2017 freut man sich, dass die app zum breathen so gut ankommt und dass man jetzt auch die protagonisten von toy story als watchface hat, und siri hat sicher potential, wenn dafür etwas wirklich nützliches gefunden wird)

datagifmaker

^ Google lanciert eine Art Data Gif Maker (ann)

meeker 2017

devoha: Mary Meeker mit ihrem jährlichen (genau genommen halbjährlichen) Bericht zum Stand des Internets (ich mag sowas ja)

Eine weitere zumindest pragmatisch nützliche Unterscheidung zur Bewertung von Aussagen und Prämissen ist die Frage, ob irgendjemand jemals das Gegenteil behaupten würde.

das ganze ist mehr als die summe der teile! vs. nein, das ganze ist nichts anderes als die summe der teile! usw.

(aussagen, bei denen niemand jemals das gegenteil behaupten würde, sind dann selten falsch, öfter als nicht aber ein indikator für ein sogenanntes nonetnona, sind aber vl. gerade deshalb für verschiedene gruppenbildungen oder als aufruf für ein neues zeitalter sehr beliebt. und auch wenn sie üblicherweise keine eigentliche information enthalten, so sind sie trotzdem nicht sinnlos, weil sie die aufmerksamkeit auf etwas lenken können, etc.)

(abt: draw the distinction!)

fitbit

^ heute vor fünf jahren: Fitbit

(siehe auch 12,117,737 Steps)

fyi: wer content konsumiert ist selbst schuld. einzige ausnahme ist cat content.

(wer content produziert, dem ist ohnehin nicht mehr zu helfen, aber das ist ein anderes thema)

traditionell ein paar worte zur google i/o, die uns die letzten drei tage über den geisteszustand von google informierte: die spätestens seit 2012 beobachtbare ‘neue bescheidenheit’ von google (siehe I/O 2012 Neue Bescheidenheit Edition oder I/O 2015 Anhaltende Bescheidenheit Edition oder I/O 2016 Permanente Bescheidenheit Edition) hat sich auch in diesem jahr nicht nur fort- und festgesetzt, man kann wohl fast schon sagen nun auch zum grundzustand von google verwandelt. die großen blöden würfe blieben auch heuer wieder aus, irgendwie kann man sich schon fast nicht mehr daran erinnern, dass google das potential für große blöde würfe überhaupt jemals hatte. von den kernkompetenzen von facebook und apple lassen sie meilenweit die finger, da haben sie sich wohl einfach einmal zu oft die finger verbrannt, und selbst gegenüber amazon und microsoft versuchen sie die schnittmenge so klein wie möglich zu halten. man gratuliert sich eher zu den vorhandenen billion-user projekten und nimmt als interne irritation ansonsten nur das war, was einen growth-faktor von 10x, mindestens von 4x hat (das haben sie skurril oft betont).

(gleichzeitig kann man gar nicht jammern; als infrastrukturprovider im zeitalter der cloud haben sie ihren eigentlichen sinn gefunden, das hat man während der cloud next gesehen, siehe google cloudbag, und bei ihrem symbolischen mantra AI – from mobile first to ai first – haben sie mittlerweile sogar selbst die vermutung, dass das eher erst im mittelfristigen zeithorizont die interessanteren früchte gedeihen lassen wird, weshalb sie bis dahin AI halt einfach in alles einbauen, was nicht bei drei auf den bäumen ist (gmail bekommt smart replies, die fotos für photobücher werden von einer KI ausgewählt, das war ja immer die zumutung, machine learning nimmt einem die mühe des sharens von fotos ab, sogar die text selection in android wird smart mit ai und bekommt dafür sogar einen eigenen chip), ansonsten wird an den projekten halt gearbeitet, aber seit den ankündigungen des letzten jahres gibt es kein vorzeigbares projekt das selbst dem geneigten zuschauer ein ah oder oh entlocken würde, am ehesten noch google lens, falls es dann halbwegs gut funktionieren sollte)

Der Beleuchtete (m/f) ist ein selten zu sehender aber in der jeweiligen Position dann durchaus erwartbarer Zeitgenosse, der sich dadurch auszeichnet, dass ein individuelles Gefühl der Erleuchtung mit der Aufmerksamkeit durch Erfolg kurzgeschlossen wird.

(der beleuchtete ist gwm. zufällig in seiner position der erleuchtung gelandet – d.h. er ist kein walter bishop der massive dynamic gründet, sondern er hatte einfach glück und den richtigen riecher zur richtigen zeit und glaubt sich fortan aber nicht nur selbst, es wird ihm auch geglaubt)

((es ist doch interessant, wie effektiv diese übertragung funktioniert; wenn man sich die paradigmatischen beleuchteten – also elon musk, peter thiel, mark zuckerberg, sergey brin, usw. – anschaut, dann war weder die ursprüngliche idee hinter ihren milliarden besonders genial, noch sind ihre derzeitigen visionen – ewiges leben, telepathie, kolonisierung vom mars, etc. – auch nur im ansatz irgendwie innovativ oder kreativ und unterscheiden sich von schlechter sf nur dadurch, dass die technologische realisierbarkeit vl. ein bisschen nähergerückter erscheint))

(abt. supermarket studies)

Eine weitere zumindest pragmatisch nützliche Unterscheidung ist die Frage ob etwas ein Problem ist oder ein Umstand.

(frei nach clay shirky, der einmal ich glaube issak rubin den ausspruch if you have the same problem for a long time, maybe it’s not a problem, maybe it’s a fact zugeschrieben hat)

Die Unterscheidung Problem/Umstand ist als Unterscheidung funktional deshalb interessant, weil sie gwm. nur auf der Ebene der Bewertung wirksam ist, die Beschreibung des jeweiligen Phänomens ist üblicherweise die gleiche und der Unterschied ist der Sache gwm. inhärent. Oder anders gesagt: man erkennt erst an der Bewertung (oder Betonung), ob der Unterschied gesehen wird oder nicht.

Gleichzeitig ist es oft so, dass die falsche Bewertung eines Umstands als Problem die in der Folge angedachten ‘Lösungen’ dann selbst erst an anderer Stelle Probleme erzeugen, weil man Umstände eben nicht lösen kann, sondern man mit ihnen leben/herumleben muss.

(es liegt glaub ich die vermutung nicht fern, dass mehr oder weniger die gesamte europäische und besonders natürlich die deutsche mediale hysterie und der dadurch getriggerte politische (re-)aktionismus bezüglich dem web/technologie nichts anderes ist als lösungen für fälschlicherweise als problem verstandene umstände, die dann auf der falschen ebene behandelt werden sollen; so betrachtet erklären sich phänomene wie oettinger, das leistungsschutzrecht, das recht auf vergessen, das netzwerkdurchsuchungsgesetz usw. fast von selbst)

(abt: draw the distinction!)

in alter tradition ein kurzer eindruck zur jährlichen lage der nation von sascha lobo bei der re:publica, zumal lobo ja doch immer ein schönes symptom vom jeweiligen zustand vom web in deutschland ist, allerdings fällt mir heuer nicht wirklich viel dazu ein, was aber vielleicht selbst wiederum symptomatisch ist, es gibt halt ganz einfach kaum was zu sagen.

am interessantesten war vielleicht, dass sascha soweit ich mich erinnern kann das erste mal das von ihm ausgemachte hauptproblem und seine damit verbundene position als aufforderer zur problembewältigung nicht gefunden hat, indem er das problem des vergangenen jahres eine ebene verschoben hat (rp13: zum sozialmedialen macht! rp14: zum gesellschaftlichen organisiert euch! strukturiert euch! rp16: zum wirtschaftlichen trotzdem! gründet!), sondern dass er gwm. eine einkehr in den in den sozialen medien beobachteten gesellschaftlichen diskurs macht, dort verstörendes vorfindet und als letzte hoffnung/hail mary bei der aufforderung diskutiert! gelandet ist, um die welt zu retten.

nur zur sicherheit: ich finde auch hier grundsätzlich gut, was er macht (dass er das gespräch mit den rechten und rechteren sucht, dass er versucht, muster zu erkennen, ein verständnis und ggf. strategien zur verständigung zu entwickeln, usw.). nur hat er diesmal weder eine gute metapher für seine zustandsbeschreibung gefunden (was neben seinem schalk üblicherweise seine grösste stärke ist, man denke nur an die bekassine), noch einen geeigneten anker zum verständnis vom problem.

ganz im gegenteil, seine ‘insel der liberalen demokratie’, die im schlammigen ‘meer des autoritären’ schwimmt, ist auf mehreren ebenen problematisch, vor allem aber, weil sie die autoritäre suppe gwm. als naturzustand setzt und den zusammenhang zwischen den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen kräften und dynamiken verschleiert, der die braune suppe erst erzeugt.

(ist nicht mein thema und ich bin bei seinem dark euphorischen gefühl des fallens (sterling) bei ihm, aber er behandelt das problem dadurch auf der alten achse der politisch-kommunikativen rationalität zwischen links und rechts, die im koordinatensystem aber gerade auf den kopf gestellt wird, wie wir es eben in frankreich sehen konnten, siehe etwa zizek)

fyi: ironie ist im sozialen unmöglich.

Eine weitere nützliche und eigentlich gut bekannte, aber üblicherweise falsch utilisierte Unterscheidung ist das Constraint.

(ich verwende constraint, weil es im deutschen keine entsprechung ohne für diese unterscheidung kontraproduktive konnotationen gibt; zwang, einschränkung, restriktion, limitation, etc. haben alle den hauch eines makels oder mangels, während constraint zumindest nach meinem empfinden weitestgehend neutral klingt)

Ein Constraint ist allerdings keine normale nützliche Unterscheidung, sondern eine Unterscheidung mit nur einer (Innen-)Seite, die sich nur dann erzeugt, wenn man dem Constraint unterliegt.

(tut man es nicht ist man nicht auf einer anderen seite der unterscheidung, sondern einfach im ununterschiedenen raum)

Ich glaube so formuliert wird auch schon der Wert des Constraints offensichtlich: es wird aus dem Nichts ein Raum erzeugt. Und in diesem Raum wird natürlich nichts möglich, was im allgemeinen Raum grundsätzlich nicht auch möglich wäre, er ist ein strikte Untermenge der Möglichkeiten, aber durch die Beschränkung auf das Constraint entsteht öfter als nicht auch eine Verdichtung, die zu interessanteren Ergebnissen führt als sie sonst entstanden wären. Mehr ist nicht immer besser.

(das ist ein fast schon peinliches statement of the obvious, aber das übersehen des konstitutiven werts von constraints zieht sich durch grösste teile vom gebabbel über technologie und dem web, die grundannahme ist fast immer, dass jede form von beschränkung schlecht ist, dass jedes aufbrechen von grenzen gut ist, dass einzig das wuchern und wachsen und die freie entfaltung wünschenswert ist; fast alle medialen idealformen – das buch, die papierzeitung, die LP, das blog, twitter, haikus, usw. – entstehen innerhalb eines bündels extrem restriktiver constraints und keine aufweichung macht den output besser; das gleiche gilt für fast alle paradigmatischen apps und tools und überhaupt)

(abt: draw the distinction!)

fyi: sinn lässt sich nicht digitalisieren.

Eine weitere im Grunde offensichtliche, aber derzeit in den meisten das Web u/o Technologie u/o vor allem den gesamten Komplex AI/AR/VR betreffenden Debatten und Produkten öfter als nicht übersehene Unterscheidung ist die zwischen Disruption und Interruption.

(als faustregel kann man sich wohl merken, dass nichts was derzeit von den pundits und ihrem journalistischen hofstaat als disruptiv konzipiert wird, sich im futurum exaktum auch als disruptiv herausgestellt haben wird – und wenn, dann anders als gedacht)

((ihr grundproblem ist wie so oft, dass sie das feld gewinnen und nicht die echten probleme lösen wollen, was sie und ihre tools dann selbst (als timesucker, als bioadapter, etc.) zum problem macht))

(abt: draw the distinction!)

kleiner nebenabfall von einem udacity projekt, aber das fand ich irgw. nicht unwitzig:

aapl

amzn

fb

goog

msft

twtr

yhoo

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