(völlig kindisch, ich weiss, aber ich empfinde gerade eine seltsame genugtuung darin, auf allen meinen ios-devices google music zu installieren und mit den dortigen playlists zu befüllen)

8021831 schritte

(völlig irrational, ich weiss, aber irgendwie finde ich mein fitbit seit es ein börsennotiertes gadget ist ein bisschen weniger lässig)

(these warum alles noch immer so zumindest halbwegs gut funktioniert: die ganzen verrücktheiten nach oben und unten, links und rechts, etc. heben sich gegenseitig auf)

fyi: die gute nachricht ist: was die anderen machen/glauben/twittern etc. ändert für einen selbst nichts.

undo

^ oh nein, gmails sind jetzt nicht mehr authentisch, sondern können bis zu 30 sec lang ungeschehen gemacht werden (in settings – general – enable undo send) (ann)

(die mir von coursera empfohlenen ‘recommended courses’ sind keine empfehlung für ihren kurs ‘introduction to recommender systems’ – sie haben doch schon einiges an daten von mir und könnten zb zumindest auch berücksichtigen, was ich schon gemacht habe usw., aber das soll gar kein vorwurf an coursera sein, die recommendations sind ja bei fast allen diensten auf eine weise schlecht, die man so nicht einmal als schlimmsten fall befürchten könnte, zumal im richtigen kontext vorgestellte gute recommendations ja eine der saftigsten früchte zur koppelung von benutzern an dienste wären und also dementsprechende aufmerksamkeit verdienen sollten was dann einerseits schon vermuten lässt, dass es sich um ein weniger triviales problem handelt, als man vermuten würde, was aber andererseits durch die lieblosigkeit der umsetzung konterkariert wird, in mehr fällen als nicht werden sie lästig und mental ausgeblendet wie banner ads)

blocked

^ Sascha Lobo zerlegt einen der dümmsten Tweets aller Zeiten in seine Bestandteile und dokumentiert Wort für Wort die implizit enthaltenen ideologischen Annahmen.

(grossartiger text, da eine bonusanmerkung zu machen kommt mir fast ein bisschen pietätlos vor, anyway: ein weiterer, ganz fundamentaler wenn nicht katastrophaler fehler scheint mir die annahme zu sein, dass sicherheitspolitik selbst keine unerwünschten nebeneffekte hat; es wird so getan, als könne man mit den geforderten maßnahmen bestimmte verbrechen zumindest mit höherer wahrscheinlichkeit idealerweise verhindern oder sonst zumindest aufklären und bestrafen, ein bisschen weniger freiheit und ein bisschen mehr überwachung ist da ein zumutbares opfer und alles andere bleibt wie es ist. aber man kann bei keiner maßnahme wissen, welche nebeneffekte durch sie ausgelöst werden, denen dann unter umständen noch entschlossener mit noch schärferen maßnahmen und noch weniger freiheiten und noch viel mehr überwachung begegnet werden muß, wo man dann aber noch weniger wissen kann, welche nebeneffekte dadurch dann ausgelöst werden, usw. das soll jetzt kein appell für eine politische untätigkeit sein, in vielen zielen sind sich die meisten ohnehin einig, sondern ein appell an den hausverstand: jede form von gesellschaftlichem druck muss behandelt werden und eine gesellschaft, die sich permanent überwacht fühlen muss und die nicht mehr unbeobachtet kommunzieren kann, wird viel zusätzlichen druck absorbieren müssen. viele derzeitige fundamentalismen sind erst dadurch entstanden, dass andere probleme behandelt werden sollten)

(minianmerkung zum gestrigen durchwinken der vds auf dem spdkonvent: das ist nach dem doktorarbeitsmashup das zweite paradigmatische beispiel für die sich durch das internet verschiebenden zeit- und jetzt eben auch sinnachsen. im falle guttenberg, siehe am rande der guttenberg galaxis, hat es sich noch um ein reines zeitproblem gehandelt; wer auf twitter war, hat ja stunden vor guttenberg selbst schon gewusst, dass der verfasser nicht nur kleinste, dem stress als familienvater bedingte zitierfehler gemacht hat (die guttenplagger haben ja nur auf 23 aus 392 seiten keinen ‘zitierfehler’ gefunden). im fall vds handelt es sich neben der zeitverschiebung nun aber auch noch um eine sinnverschiebung, aber auch hier lässt sich das problem darauf zurückführen, dass die informationsströme, auf die sich politiker normalerweise als handlungsbedarfsrelevant verlassen können – also wasauchimmersieverwenden und wasauchimmerihnenvonsekretärenzusammengefiltert wird – von der lebenswirklichkeit nicht nur großer teile der bevölkerung sondern auch großer teile der eigenen basis getrennt sind, und dass ihnen bis dato also überhaupt nicht einmal bewußt wurde, dass gerade dieses thema eher die fragilität von porzellan als die sonst übliche resilienz eines sandsacks hat und sie gerade einiges davon im grunde völlig leichtfertig und für nichts zerschlagen haben. man hat an der patzigkeit von gabriel und maas in der anschliessenden pressekonferenz förmlich gespürt, wir froh sie darüber waren, dieses leidliche thema nun endlich abhaken und für beendet erklären zu können; die delegierten haben gewählt und jetzt muss aber auch mal ein deckel auf die diskussionen, man will ja auch gesetze machen. was ihnen ihre informationsströme aber nicht gesagt haben ist, dass die vds (oder dinge wie netzneutralität) grundwerte einer digitalen gesellschaft sind, die sie selbst allerdings nicht als solche wahrnehmen können, einfach weil sie daran nicht teilnehmen. für sie ist es ein thema wie jedes andere und etwaige kritik im netz darf man nicht überbewerten, die wird, so versichern es uns unsere berater, von einer handvoll agitatoren aufgestachelt. die ganze bewertung als grundrechtsverletzung ist ja doch eher hysterisch, man muss dann doch die kirche im dorf lassen. es geht mir gar nicht darum, wer dabei recht hat (zynisch betrachtet wird wohl nur ein insignifikanter bruchteil von dem legalisiert, was seit jahren ohnehin gemacht wird), es geht eher darum, dass die gesellschaftlichen sinn-ebenen nicht mehr synchronisiert werden, was natürlich mittelfristig sich verstärkende gesellschaftliche dissonanzen erzeugen wird)

ice

^ endlich hat auch Google den Sommer ausgerufen.

Der dritte Megatrend 2015 ist ganz eindeutig diese auch schon wieder fast kollektive fixe Idee, im Kuratieren das Heil für die Flut an Nachrichten, Infos, Songs, etc. zu sehen.

Twitter sucht gerade ‘real-time curators’ mit newsroom backgrounds, Apple sucht gerade Kuratoren für das kommende Apple News und das auch kommende Apple Music hat den (kuratierenden) menschlichen Geschmack ja schon fast als primären selling point (omfg, von DJs ausgewählte Musik, weltweit und rund um die Uhr als Radiostation), Google hat auf Youtube gerade den Youtube Newswire lanciert, auf dem die interessantesten Augenzeugenvideos kuratiert und verifiziert werden, uswusf.

(linkblogger und prototumbler machen das natürlich schon seit 20 jahren, die ausdifferenzierung des feldes könnte also durchaus unerwartete blüten erzeugen, weil verschiedene kräfte an verschiedenen strängen ziehen)

(leute die mangos oder bananen nicht mögen)

fyi: die meisten dinge im web sind ein verbrauchsgut und wer es eben als solches konzipiert, tut sich deutlich leichter.

(nur am rande aber nett, dass rtm die urls des alten blogs korrekt umleitet; macht fast niemand u. zeigt, dass es ihnen das selbst wert ist)

(es ist doch erstaunlich, dass sich auch firmen, denen das geld aus dem arsch staubt, ökonomisieren wo es nur geht; statt sich einfach – und sei es auch nur für den anschein und den ruf – ethisch oder einfach anständig zu verhalten, verwenden sie für dumpbare jobs mechanical turk resp. die schlimmsten eben noch legalen arbeitsbedingungen)

Bot, der alle Variationen von All work and no play makes Jack a dull boy in der tatsächlichen Reihenfolge des von Jack getippten Scripts twittert.

(blogpost über DAS fundamentale dilemma der welt: den umstand, dass leute am falschen platz sparen)

(bonuspunkte also wie immer für konkrete fallstudien und sternchen für eine umfassende typologie)

fyi: sprachen sind geschlossene plattformen.

(saussure würde heute über das surveillem – die kleinste sinnvolle überwachungseinheit – schreiben, usw.)

(blogpost über DAS fundamentale dilemma im derzeitigen web: den umstand, dass sich blogs zwischen sozialer dümmlichkeit und idiosynkratischer unverständlichkeit entscheiden müssen)

((wenn sie garantieren wollen, dass es auch der grundsätzlich uninteressierteste aller möglichen leser auf seinem handy versteht und liked, müssen sie mit jedem eintrag immer wieder von vorne anfangen und viele regeln des aufmerksamkeitsabfalls befolgen, können also konzeptionell kaum weiterkommen, man denke an ds oder t3n; alternativ kann man den bisherigen korpus als bekannt voraussetzen, dann schreibt man aber asymptotisch ausschließlich nur noch für sich selbst))

(((natürlich gibt es felder, wo einzelne artikel auch isoliert funktionieren, weil die infos/gedanken abgeschlossen sind, etwa rezepte oder seth godin, aber das kann es ja auch nicht sein)))

(bonuspunkte also wie immer für konkrete fallstudien und sternchen für eine umfassende typologie)

fyi: thesen über die wirksamkeit vom web muß man weder vermuten noch begründen oder beweisen, man braucht nur auf ein funktionierendes beispiel zu zeigen.

(gibt es kein empirisches beispiel ist das üblicherweise kein schlechter hinweis darauf, dass eine annahme nicht stimmt; das web ist also weniger ein spekulatives und/oder utopisches medium, sondern ein materialistisches)

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