your timeline

^ mit Timeline hat Google endlich ein Tool für den situationistischen Flaneur lanciert, das die psychogeographischen Experimente dokumentiert und auf einer Map visualisiert.

siehe Your Timeline: Revisiting the world that you’ve explored

british movietone

^ wochenlanger spass für die ganze familie: die AP und british movietone haben auf youtube eine million minuten historisches filmmaterial veröffentlicht, siehe AP releases a million minutes of filmed history to YouTube

gmoji

^ Google spendiert Gmail hunderte Themes und Emojis und ich verdränge noch die Befürchtung, dass sich die ehemalige und jetzt ja blöd herumstehende kreative Energie von G+ nun mit Gmail ein anderes Opfer sucht, sich mit Emails selbstverwirklichen oder ausdrücken zu wollen ist ja doch ein bisschen ein stretch, auch das Gmail Inbox löst ja nur umständlich ein Problem, das man gar nicht haben sollte usw., aber warten wir mal ab, Gmail in den Sand zu setzen traue ich selbst Google noch nicht zu.

pinboard 6

^ Pinboard wird sechs

By 1980 Pinboard was an elaborate system of strings and pulleys cross-referencing material across five bookshelves and a greenhouse. One of my earliest memories is tugging on one of the threads and watching a cloud of white bookmarks fly out from between the onion-skin pages of a thick tome. I got a sound drubbing for it. But how we laughed!

(siehe Pinboard Is Five Years Old, Pinboard Is Four Years Old, Pinboard Turns Three, Two Years of Pinboard und One Year Of Pinboard)

broken news

protipp: zumindest die hälfte der news breakenden headliner mit dem broken news bot @ATBrokenNews ersetzen; das ist lustiger und das ist nicht mal weniger informativ.

google news lab

^ Google hat Google News Lab (ann) gestartet, eine Art Minisite für ihr Friendship Bracelet mit den Verlagen.

ramadan

^ aus der abt. minisites sind die neuen doodles: Google hilft uns beim Ramadan (ann)

nur ein paar worte zur google i/o, die uns die vorletzten zwei tage über den geisteszustand von google informierte: die spätestens seit 2012 beobachtbare ‘neue bescheidenheit’ von google (siehe I/O 2012 Neue Bescheidenheit Edition) hat sich auch in diesem jahr fortgesetzt, die großen blöden würfe blieben auch heuer wieder aus, weder facebook (mit social) noch apple (für alle screens, die grösser als 5 cm sind) werden von google noch als erreichbare ziele angesehen, man orientiert sich um, das neue, immer wieder wiederholte mantra ist ‘für alle’ (besonders natürlich für die rein mobile ‘nächste milliarde’) und implizit ‘und für alles’ (also mit zunehmendem fokus auf wearables und things). und diesen ‘gierigen pragmatismus’ spürt man dann auch in den projekten.

(und während das für erzählungen, die auf plots und plot-twists und cliffhanger angewiesen sind, dann nicht besonders fruchtbar ist, ist die dadurch getriebene entwicklung gar nicht unbedingt langweilig oder schlecht, mitunter auch die korrektur einer hybris, die sich durch die jahrelange faszination mit einer plötzlichen machbarkeit eingeschlichen hat; android wird zb für die angesprochene mobile milliarde und deren nicht immer schnellen und oft teuren netze optimiert, etwa durch besseres battery management, granulareres rechtemanagement für apps, offline unterstützung, vereinfachtes, komponentenbasiertes design, usw.)

((wofür ich noch kein gutes gefühl habe ist der umstand, dass das web nicht nur von der einen seite gutgemeint aufgebläht und verschlimmbessert wird, um vermeintlich zu den mobilen apps konkurrenzfägig zu bleiben, siehe 598425890696073216 Revisited, sondern dass das mobile web selbst eine dynamik zu entfalten scheint, die das web selbst überschwemmt. goo.gl hat zb in der neuen version gelernt, das gleiche link wenn möglich als deeplink in der korrespondierenden app anzuzeigen und auf die webversion nur noch als fallback zurückzugreifen; polymer vereinheitlicht natürlich die entwicklung von geräte-agnostischen seiten, homogenisiert aber den gesamten prozess auf die kombination und überschreibung von widgets, usw.))

brillo

^ und mit Brillo und Weave zollen sie nicht nur Andy Warhol Tribut, sondern tüfteln auch an den Basiskomponenten für ein IoT, mit Brillo als dem Hardware Layer und Weave für die Semantik.

(die infos halten sich noch in grenzen, schaut aber endlich wieder einmal nach was schlüssigem aus, in der keynote beginnt das segment etwa bei 1h 24)

meeker 2015

devoha: Mary Meeker mit ihrem jährlichen (genau genommen halbjährlichen) Bericht zum Stand des Internets

tweets

^ kleines lebenszeichen von rivva (dämlicher anlass, aber man nimmt was man bekommt)

kleines Update zu Stop Making Sense und True Stories – die den damals schon keimenden Zynismus von Springer bei der Vorbereitung vom Leistungsschutzrecht erahnten:

Das Ziel von Springer und Co ist aber nicht die Beute, sondern das Überprüfen des Überwachungssystems. Es geht ihnen nicht um ein Leistungsschutzrecht, es geht ihnen um die Überprüfung und Bewertung der aktuellen Fähigkeit des Systems ‘Netzgemeinde’ inkl. der Piratenpartei, mit einer solchen, sinnlosen Irritation umzugehen. Man muss Springer ein gewisses Maß an Chuzpe zugestehen: Gerade die völlige Idiotie des Leistungschutzrechts ist für dieses Experiment tatsächlich genial, weil in Abwesenheit von Sinn die Machtverhältnisse messbar werden. Grandios.

Stop Making Sense

wie schon bei stop making sense ist diese diese sinnlosigkeit des verlusts der glaubwürdigkeit nicht die frage, sondern die antwort. wer hat am wenigsten von einem verlust einer glaubwürdigkeit zu verlieren, weil er keine hat und ohnehin postglaubwürdig publiziert? genau, springer mit der bild. zu verlieren haben aber alle anderen, die faz und die süddeutsche und die zeit und wie sie alle heissen, die zumindest noch so tun als ob sie wollen. und wie bei stop making sense erweist sich springer auch in diesem szenario als fast schon unheimlich genialer stratege.

True Stories

(nts: mich öfter selbst zitieren)

Mit dem Anheuern vom Piraten Schmidtlepp als Sprecher für das Leistungsschutzrecht ist ihnen ein neuer strategischer Geniestreich gelungen. Mit dem minimalen Aufwand einer Planstelle zeigen sie nicht nur der Netzgemeinde und der Piratenpartei (und dem gesamten politischen Prozess, der aber so tun muss, als würde er es nicht sehen, weil ein sogenannter radikaler Gesinnungswandel grundsätzlich nicht thematisiert werden darf, wenn es übergeordnete Sachzwänge gibt, die ihn erfordern) die lange Nase. Sie saugen auch jede verbliebene Hoffnung auf kommunikativ aushandelbare sachliche Vernunft aus dem Diskurs. Über was soll man diskutieren, wenn der Andere ohnehin schon alle eigenen Argumente kennt und im Kern selbst auch vertritt, das ganze aber – da die pragmatisch/opportunistischen Rahmenbedingungen stimmen – jederzeit auch auf vertreterischer Ebene im exakten Gegenteil aufhebt? In der springer’schen Version der Dialektik zwischen These und Antithese entsteht eben keine Synthese, sondern eine sich über sich selbst aufregende Bündelung zu einem Hintergrundrauschen für arbiträre politische Forderungen, an deren Sinn und/oder Wirksamkeit im übrigen auch niemand, zumindest niemand von Springer, glaubt. Der spieltheoretische Sinn vom LSR war für Springer immer schon, die Netzgemeinde und die Politik und vor allem die anderen Verlage zu irritieren und mit sich selbst zu beschäftigen, um in der Zwischenzeit den eigenen Fortschritt im Digitalen auszubauen und sich dort die Pfründe zu sichern, solange sie noch billig sind und es die anderen noch nicht überrissen haben.

Neu ist natürlich, dass sie diesen/ihren Modus also auch offenlegen und dokumentieren. Und da habe ich kein gutes Gefühl für das warum (es gibt eine nicht uninteressante begründbarkeit auf der ebene einer spekulativen ethischen vernunft, man denke an das ende von blade runner usw., aber da will ich mich nicht verspekulieren, als holtrop’sches voranschreiten funktioniert es auch).

hypemachine

^ Hype Machine wird 10 und spendiert sich ein neues Design .

you may also like

^ der dokumentarischen voha kleiner nachtrag zu 587191314317496320 : twitter hat offensichtlich damit begonnen, bei manchen tweets in der einzelansicht empfehlungen für potentiell interessante andere tweets abzugeben. ohne dem weiter nachzugehen ist vl. das interessanteste, wie fast schon google-patschert sie das implementiert haben; sie zeigen die empfehlungen nur bei tweets ab einem gewissen threshold an favs und retweets an, und die empfehlungen sind dann ein wirklich völlig kontexloses gemisch an auch wieder zumindest semipopulären tweets (bevorzugt, aber nicht notwendigerweise mit assoziiertem bild) von leuten, denen man selbst nicht folgt, oder so. weil sich bekanntlich viele auf twitter denken: twitter ist super und alles, aber was ich wirklich oft vermisse sind irgendwelche tweets von irgendwelchen leuten, die zumindest 5 favs haben usw.)

poodle

^ eher devoha: twitter hat ‘neue’ retweets. wenn man auf retweet klickt, kann man wie bisher retweeten, oder man kann den retweet annotieren.

(leicht verwirrend/ganz interessant/nicht uninteressant/etwas inkonsistent ist der umstand, dass diese retweets keine eigentlichen retweets sind, sondern ‘nur’ autonome/eigenständige tweets, die mit der URL des ‘geretweeteten’ tweets vorpopuliert sind, wobei twitter den verlinkten tweet als solchen erkennt und als spezialfall inline ‘expandiert’. das bedeutet aber, dass die referenz auf das original verloren geht und der retweet eher eine resimulation ist; man sieht es beim original weder unter den retweets noch unter den replies; ich frage mich, ob sie das wollten (was durchaus sein kann, wobei mich dann interessieren wäre warum), oder ob sie das übersehen haben (was durchaus sein kann, wobei mich auch dann interessieren würde, wie ein solches übersehen bei einem so zentralen ding möglich ist)

google store

^ Google hat einen neuen Store namens Google Store (ann)

20

^ apropos rivvvvvvvva : yahoo wurde gestern sogar schon 20 und hat sich selbst eine art microsite spendiert: Yodel On

nzz

spät aber doch: das jahr in neuer zürcher zeitung

der sender

^ eher devoha: der sender (ann)

(ich vermute leicht, dass genossenschaftlich die falsche selbstbeschreibung ist, und dass es eher auf eine deutsche reinterpretation von den seth’schen tribes mit angeschlossenem crowdfunding hinausläuft, was ich eh spannender finden würde, aber usw. etc.)

ein paar linkslisten hochgeladen

^ wirres feiert das 20-jährige jubiläum als verlinker.

(die erste spur, die ich von ihm bei mir fand, ist dieses mashup )

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