google news lab

^ Google hat Google News Lab (ann) gestartet, eine Art Minisite für ihr Friendship Bracelet mit den Verlagen.

ramadan

^ aus der abt. minisites sind die neuen doodles: Google hilft uns beim Ramadan (ann)

nur ein paar worte zur google i/o, die uns die vorletzten zwei tage über den geisteszustand von google informierte: die spätestens seit 2012 beobachtbare ‘neue bescheidenheit’ von google (siehe I/O 2012 Neue Bescheidenheit Edition) hat sich auch in diesem jahr fortgesetzt, die großen blöden würfe blieben auch heuer wieder aus, weder facebook (mit social) noch apple (für alle screens, die grösser als 5 cm sind) werden von google noch als erreichbare ziele angesehen, man orientiert sich um, das neue, immer wieder wiederholte mantra ist ‘für alle’ (besonders natürlich für die rein mobile ‘nächste milliarde’) und implizit ‘und für alles’ (also mit zunehmendem fokus auf wearables und things). und diesen ‘gierigen pragmatismus’ spürt man dann auch in den projekten.

(und während das für erzählungen, die auf plots und plot-twists und cliffhanger angewiesen sind, dann nicht besonders fruchtbar ist, ist die dadurch getriebene entwicklung gar nicht unbedingt langweilig oder schlecht, mitunter auch die korrektur einer hybris, die sich durch die jahrelange faszination mit einer plötzlichen machbarkeit eingeschlichen hat; android wird zb für die angesprochene mobile milliarde und deren nicht immer schnellen und oft teuren netze optimiert, etwa durch besseres battery management, granulareres rechtemanagement für apps, offline unterstützung, vereinfachtes, komponentenbasiertes design, usw.)

((wofür ich noch kein gutes gefühl habe ist der umstand, dass das web nicht nur von der einen seite gutgemeint aufgebläht und verschlimmbessert wird, um vermeintlich zu den mobilen apps konkurrenzfägig zu bleiben, siehe 598425890696073216 Revisited, sondern dass das mobile web selbst eine dynamik zu entfalten scheint, die das web selbst überschwemmt. goo.gl hat zb in der neuen version gelernt, das gleiche link wenn möglich als deeplink in der korrespondierenden app anzuzeigen und auf die webversion nur noch als fallback zurückzugreifen; polymer vereinheitlicht natürlich die entwicklung von geräte-agnostischen seiten, homogenisiert aber den gesamten prozess auf die kombination und überschreibung von widgets, usw.))

brillo

^ und mit Brillo und Weave zollen sie nicht nur Andy Warhol Tribut, sondern tüfteln auch an den Basiskomponenten für ein IoT, mit Brillo als dem Hardware Layer und Weave für die Semantik.

(die infos halten sich noch in grenzen, schaut aber endlich wieder einmal nach was schlüssigem aus, in der keynote beginnt das segment etwa bei 1h 24)

meeker 2015

devoha: Mary Meeker mit ihrem jährlichen (genau genommen halbjährlichen) Bericht zum Stand des Internets

tweets

^ kleines lebenszeichen von rivva (dämlicher anlass, aber man nimmt was man bekommt)

kleines Update zu Stop Making Sense und True Stories – die den damals schon keimenden Zynismus von Springer bei der Vorbereitung vom Leistungsschutzrecht erahnten:

Das Ziel von Springer und Co ist aber nicht die Beute, sondern das Überprüfen des Überwachungssystems. Es geht ihnen nicht um ein Leistungsschutzrecht, es geht ihnen um die Überprüfung und Bewertung der aktuellen Fähigkeit des Systems ‘Netzgemeinde’ inkl. der Piratenpartei, mit einer solchen, sinnlosen Irritation umzugehen. Man muss Springer ein gewisses Maß an Chuzpe zugestehen: Gerade die völlige Idiotie des Leistungschutzrechts ist für dieses Experiment tatsächlich genial, weil in Abwesenheit von Sinn die Machtverhältnisse messbar werden. Grandios.

Stop Making Sense

wie schon bei stop making sense ist diese diese sinnlosigkeit des verlusts der glaubwürdigkeit nicht die frage, sondern die antwort. wer hat am wenigsten von einem verlust einer glaubwürdigkeit zu verlieren, weil er keine hat und ohnehin postglaubwürdig publiziert? genau, springer mit der bild. zu verlieren haben aber alle anderen, die faz und die süddeutsche und die zeit und wie sie alle heissen, die zumindest noch so tun als ob sie wollen. und wie bei stop making sense erweist sich springer auch in diesem szenario als fast schon unheimlich genialer stratege.

True Stories

(nts: mich öfter selbst zitieren)

Mit dem Anheuern vom Piraten Schmidtlepp als Sprecher für das Leistungsschutzrecht ist ihnen ein neuer strategischer Geniestreich gelungen. Mit dem minimalen Aufwand einer Planstelle zeigen sie nicht nur der Netzgemeinde und der Piratenpartei (und dem gesamten politischen Prozess, der aber so tun muss, als würde er es nicht sehen, weil ein sogenannter radikaler Gesinnungswandel grundsätzlich nicht thematisiert werden darf, wenn es übergeordnete Sachzwänge gibt, die ihn erfordern) die lange Nase. Sie saugen auch jede verbliebene Hoffnung auf kommunikativ aushandelbare sachliche Vernunft aus dem Diskurs. Über was soll man diskutieren, wenn der Andere ohnehin schon alle eigenen Argumente kennt und im Kern selbst auch vertritt, das ganze aber – da die pragmatisch/opportunistischen Rahmenbedingungen stimmen – jederzeit auch auf vertreterischer Ebene im exakten Gegenteil aufhebt? In der springer’schen Version der Dialektik zwischen These und Antithese entsteht eben keine Synthese, sondern eine sich über sich selbst aufregende Bündelung zu einem Hintergrundrauschen für arbiträre politische Forderungen, an deren Sinn und/oder Wirksamkeit im übrigen auch niemand, zumindest niemand von Springer, glaubt. Der spieltheoretische Sinn vom LSR war für Springer immer schon, die Netzgemeinde und die Politik und vor allem die anderen Verlage zu irritieren und mit sich selbst zu beschäftigen, um in der Zwischenzeit den eigenen Fortschritt im Digitalen auszubauen und sich dort die Pfründe zu sichern, solange sie noch billig sind und es die anderen noch nicht überrissen haben.

Neu ist natürlich, dass sie diesen/ihren Modus also auch offenlegen und dokumentieren. Und da habe ich kein gutes Gefühl für das warum (es gibt eine nicht uninteressante begründbarkeit auf der ebene einer spekulativen ethischen vernunft, man denke an das ende von blade runner usw., aber da will ich mich nicht verspekulieren, als holtrop’sches voranschreiten funktioniert es auch).

hypemachine

^ Hype Machine wird 10 und spendiert sich ein neues Design .

you may also like

^ der dokumentarischen voha kleiner nachtrag zu 587191314317496320 : twitter hat offensichtlich damit begonnen, bei manchen tweets in der einzelansicht empfehlungen für potentiell interessante andere tweets abzugeben. ohne dem weiter nachzugehen ist vl. das interessanteste, wie fast schon google-patschert sie das implementiert haben; sie zeigen die empfehlungen nur bei tweets ab einem gewissen threshold an favs und retweets an, und die empfehlungen sind dann ein wirklich völlig kontexloses gemisch an auch wieder zumindest semipopulären tweets (bevorzugt, aber nicht notwendigerweise mit assoziiertem bild) von leuten, denen man selbst nicht folgt, oder so. weil sich bekanntlich viele auf twitter denken: twitter ist super und alles, aber was ich wirklich oft vermisse sind irgendwelche tweets von irgendwelchen leuten, die zumindest 5 favs haben usw.)

poodle

^ eher devoha: twitter hat ‘neue’ retweets. wenn man auf retweet klickt, kann man wie bisher retweeten, oder man kann den retweet annotieren.

(leicht verwirrend/ganz interessant/nicht uninteressant/etwas inkonsistent ist der umstand, dass diese retweets keine eigentlichen retweets sind, sondern ‘nur’ autonome/eigenständige tweets, die mit der URL des ‘geretweeteten’ tweets vorpopuliert sind, wobei twitter den verlinkten tweet als solchen erkennt und als spezialfall inline ‘expandiert’. das bedeutet aber, dass die referenz auf das original verloren geht und der retweet eher eine resimulation ist; man sieht es beim original weder unter den retweets noch unter den replies; ich frage mich, ob sie das wollten (was durchaus sein kann, wobei mich dann interessieren wäre warum), oder ob sie das übersehen haben (was durchaus sein kann, wobei mich auch dann interessieren würde, wie ein solches übersehen bei einem so zentralen ding möglich ist)

google store

^ Google hat einen neuen Store namens Google Store (ann)

20

^ apropos rivvvvvvvva : yahoo wurde gestern sogar schon 20 und hat sich selbst eine art microsite spendiert: Yodel On

nzz

spät aber doch: das jahr in neuer zürcher zeitung

der sender

^ eher devoha: der sender (ann)

(ich vermute leicht, dass genossenschaftlich die falsche selbstbeschreibung ist, und dass es eher auf eine deutsche reinterpretation von den seth’schen tribes mit angeschlossenem crowdfunding hinausläuft, was ich eh spannender finden würde, aber usw. etc.)

ein paar linkslisten hochgeladen

^ wirres feiert das 20-jährige jubiläum als verlinker.

(die erste spur, die ich von ihm bei mir fand, ist dieses mashup )

squirrel

^ hmm, so schaut also die neue suche vom firefox aus – und ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob mich dieses automagische suchpanel für die anderen suchmaschinen nervt, oder ob ich das mit einer gelegentlichen variation offsetten und also als irgendwie auch nützlich empfinden kann, oder ob ich das mit der vermutung eines gesellschaftlichen lerneffekts ob der suchmöglichkeiten zumindest in kauf nehmen kann, oder ob es nicht nur nervt.

(was wie immer fehlt ist die möglichkeit das einfach abzustellen, für die die wissen was sie warum tun; dass das so schwer ist (wobei es sicher einen versteckten parameter gibt, mit dem das dann eh geht, aber um das gehts ja nicht; suche ist eine primäre funktion und sollte transparent personalisiert werden können))

nopattern

^ auch devoha: ello hat mit ello x threadless die erste der angedeuteten monetarisierungsideen vorgestellt, und ich finde die idee gar nicht unnett – neben ello shirts gibt es alle zwei wochen auch ein limitiertes shirt von einem ‘community artist’.

hab’s schon in chronicle erwähnt aber weil das massiv ist auch hier: Building a complete Tweet index

(wenn man den struggle von twitter mit der suche mitbekommen hat, im grunde kämpfen sie ja seit 2007 damit, dann hat es mit der übernahme von summize 2008 ganz kurz funktioniert und seit ende 2008 struggleten sie wieder damit usw., dann ist doch erwähnenswert, wenn die suche tatsächlich wieder bis in die anfänge zurückreicht)

fabric

^ Twitter stellt Fabric vor – eine Art Plattform für Entwickler:

The Fabric platform is made of three modular kits that address some of the most common and pervasive challenges that all app developers face: stability, distribution, revenue and identity. It combines the services of Crashlytics, MoPub, Twitter and others to help you build more stable apps, generate revenue through the world’s largest mobile ad exchange and enable you to tap into Twitter’s sign-in systems and rich streams of real-time content for greater distribution and simpler identity.

Wired beschreibt sehr schön, wie sie sich damit quasi ins jeweilige Gewebe der App selbst einweben wollen, und mittelfristig quasi Tweets gar nicht mehr brauchen, weil sie sich als infrastrukturelles Geflecht aus Werbung und Identity-Services verbreiten.

G16

doodle

^ Google mit einer Art Geburtstagsdoodle

(siehe auch Google Piñata)

« vorher