meeker 2015

devoha: Mary Meeker mit ihrem jährlichen (genau genommen halbjährlichen) Bericht zum Stand des Internets

tweets

^ kleines lebenszeichen von rivva (dämlicher anlass, aber man nimmt was man bekommt)

kleines Update zu Stop Making Sense und True Stories – die den damals schon keimenden Zynismus von Springer bei der Vorbereitung vom Leistungsschutzrecht erahnten:

Das Ziel von Springer und Co ist aber nicht die Beute, sondern das Überprüfen des Überwachungssystems. Es geht ihnen nicht um ein Leistungsschutzrecht, es geht ihnen um die Überprüfung und Bewertung der aktuellen Fähigkeit des Systems ‘Netzgemeinde’ inkl. der Piratenpartei, mit einer solchen, sinnlosen Irritation umzugehen. Man muss Springer ein gewisses Maß an Chuzpe zugestehen: Gerade die völlige Idiotie des Leistungschutzrechts ist für dieses Experiment tatsächlich genial, weil in Abwesenheit von Sinn die Machtverhältnisse messbar werden. Grandios.

Stop Making Sense

wie schon bei stop making sense ist diese diese sinnlosigkeit des verlusts der glaubwürdigkeit nicht die frage, sondern die antwort. wer hat am wenigsten von einem verlust einer glaubwürdigkeit zu verlieren, weil er keine hat und ohnehin postglaubwürdig publiziert? genau, springer mit der bild. zu verlieren haben aber alle anderen, die faz und die süddeutsche und die zeit und wie sie alle heissen, die zumindest noch so tun als ob sie wollen. und wie bei stop making sense erweist sich springer auch in diesem szenario als fast schon unheimlich genialer stratege.

True Stories

(nts: mich öfter selbst zitieren)

Mit dem Anheuern vom Piraten Schmidtlepp als Sprecher für das Leistungsschutzrecht ist ihnen ein neuer strategischer Geniestreich gelungen. Mit dem minimalen Aufwand einer Planstelle zeigen sie nicht nur der Netzgemeinde und der Piratenpartei (und dem gesamten politischen Prozess, der aber so tun muss, als würde er es nicht sehen, weil ein sogenannter radikaler Gesinnungswandel grundsätzlich nicht thematisiert werden darf, wenn es übergeordnete Sachzwänge gibt, die ihn erfordern) die lange Nase. Sie saugen auch jede verbliebene Hoffnung auf kommunikativ aushandelbare sachliche Vernunft aus dem Diskurs. Über was soll man diskutieren, wenn der Andere ohnehin schon alle eigenen Argumente kennt und im Kern selbst auch vertritt, das ganze aber – da die pragmatisch/opportunistischen Rahmenbedingungen stimmen – jederzeit auch auf vertreterischer Ebene im exakten Gegenteil aufhebt? In der springer’schen Version der Dialektik zwischen These und Antithese entsteht eben keine Synthese, sondern eine sich über sich selbst aufregende Bündelung zu einem Hintergrundrauschen für arbiträre politische Forderungen, an deren Sinn und/oder Wirksamkeit im übrigen auch niemand, zumindest niemand von Springer, glaubt. Der spieltheoretische Sinn vom LSR war für Springer immer schon, die Netzgemeinde und die Politik und vor allem die anderen Verlage zu irritieren und mit sich selbst zu beschäftigen, um in der Zwischenzeit den eigenen Fortschritt im Digitalen auszubauen und sich dort die Pfründe zu sichern, solange sie noch billig sind und es die anderen noch nicht überrissen haben.

Neu ist natürlich, dass sie diesen/ihren Modus also auch offenlegen und dokumentieren. Und da habe ich kein gutes Gefühl für das warum (es gibt eine nicht uninteressante begründbarkeit auf der ebene einer spekulativen ethischen vernunft, man denke an das ende von blade runner usw., aber da will ich mich nicht verspekulieren, als holtrop’sches voranschreiten funktioniert es auch).

hypemachine

^ Hype Machine wird 10 und spendiert sich ein neues Design .

you may also like

^ der dokumentarischen voha kleiner nachtrag zu 587191314317496320 : twitter hat offensichtlich damit begonnen, bei manchen tweets in der einzelansicht empfehlungen für potentiell interessante andere tweets abzugeben. ohne dem weiter nachzugehen ist vl. das interessanteste, wie fast schon google-patschert sie das implementiert haben; sie zeigen die empfehlungen nur bei tweets ab einem gewissen threshold an favs und retweets an, und die empfehlungen sind dann ein wirklich völlig kontexloses gemisch an auch wieder zumindest semipopulären tweets (bevorzugt, aber nicht notwendigerweise mit assoziiertem bild) von leuten, denen man selbst nicht folgt, oder so. weil sich bekanntlich viele auf twitter denken: twitter ist super und alles, aber was ich wirklich oft vermisse sind irgendwelche tweets von irgendwelchen leuten, die zumindest 5 favs haben usw.)

poodle

^ eher devoha: twitter hat ‘neue’ retweets. wenn man auf retweet klickt, kann man wie bisher retweeten, oder man kann den retweet annotieren.

(leicht verwirrend/ganz interessant/nicht uninteressant/etwas inkonsistent ist der umstand, dass diese retweets keine eigentlichen retweets sind, sondern ‘nur’ autonome/eigenständige tweets, die mit der URL des ‘geretweeteten’ tweets vorpopuliert sind, wobei twitter den verlinkten tweet als solchen erkennt und als spezialfall inline ‘expandiert’. das bedeutet aber, dass die referenz auf das original verloren geht und der retweet eher eine resimulation ist; man sieht es beim original weder unter den retweets noch unter den replies; ich frage mich, ob sie das wollten (was durchaus sein kann, wobei mich dann interessieren wäre warum), oder ob sie das übersehen haben (was durchaus sein kann, wobei mich auch dann interessieren würde, wie ein solches übersehen bei einem so zentralen ding möglich ist)

google store

^ Google hat einen neuen Store namens Google Store (ann)

20

^ apropos rivvvvvvvva : yahoo wurde gestern sogar schon 20 und hat sich selbst eine art microsite spendiert: Yodel On

nzz

spät aber doch: das jahr in neuer zürcher zeitung

der sender

^ eher devoha: der sender (ann)

(ich vermute leicht, dass genossenschaftlich die falsche selbstbeschreibung ist, und dass es eher auf eine deutsche reinterpretation von den seth’schen tribes mit angeschlossenem crowdfunding hinausläuft, was ich eh spannender finden würde, aber usw. etc.)

ein paar linkslisten hochgeladen

^ wirres feiert das 20-jährige jubiläum als verlinker.

(die erste spur, die ich von ihm bei mir fand, ist dieses mashup )

squirrel

^ hmm, so schaut also die neue suche vom firefox aus – und ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob mich dieses automagische suchpanel für die anderen suchmaschinen nervt, oder ob ich das mit einer gelegentlichen variation offsetten und also als irgendwie auch nützlich empfinden kann, oder ob ich das mit der vermutung eines gesellschaftlichen lerneffekts ob der suchmöglichkeiten zumindest in kauf nehmen kann, oder ob es nicht nur nervt.

(was wie immer fehlt ist die möglichkeit das einfach abzustellen, für die die wissen was sie warum tun; dass das so schwer ist (wobei es sicher einen versteckten parameter gibt, mit dem das dann eh geht, aber um das gehts ja nicht; suche ist eine primäre funktion und sollte transparent personalisiert werden können))

nopattern

^ auch devoha: ello hat mit ello x threadless die erste der angedeuteten monetarisierungsideen vorgestellt, und ich finde die idee gar nicht unnett – neben ello shirts gibt es alle zwei wochen auch ein limitiertes shirt von einem ‘community artist’.

hab’s schon in chronicle erwähnt aber weil das massiv ist auch hier: Building a complete Tweet index

(wenn man den struggle von twitter mit der suche mitbekommen hat, im grunde kämpfen sie ja seit 2007 damit, dann hat es mit der übernahme von summize 2008 ganz kurz funktioniert und seit ende 2008 struggleten sie wieder damit usw., dann ist doch erwähnenswert, wenn die suche tatsächlich wieder bis in die anfänge zurückreicht)

fabric

^ Twitter stellt Fabric vor – eine Art Plattform für Entwickler:

The Fabric platform is made of three modular kits that address some of the most common and pervasive challenges that all app developers face: stability, distribution, revenue and identity. It combines the services of Crashlytics, MoPub, Twitter and others to help you build more stable apps, generate revenue through the world’s largest mobile ad exchange and enable you to tap into Twitter’s sign-in systems and rich streams of real-time content for greater distribution and simpler identity.

Wired beschreibt sehr schön, wie sie sich damit quasi ins jeweilige Gewebe der App selbst einweben wollen, und mittelfristig quasi Tweets gar nicht mehr brauchen, weil sie sich als infrastrukturelles Geflecht aus Werbung und Identity-Services verbreiten.

G16

doodle

^ Google mit einer Art Geburtstagsdoodle

(siehe auch Google Piñata)

tim cook

yay, die apple watch ist da, von hinten nach vorne (wie schon vor 5 jahren beim ipad) nachzulesen etwa bei engadget

(der stream der keynote scheint mittlerweile auch zu funktionieren, das one more thing beginnt in minute 56)

((sie schaut schon recht schnuckelig aus und der nutzen der ganz offensichtlich sinnvollen anwendungsfälle reicht auf alle fälle aus das als kategorie zu etablieren, aber mir kommt vor, dass sich auch apple bei einigen promoteten features noch schwer verschätzt und dass einiges mehr störend als sonstwas ist; gleichzeitig ist sie eben ein canvas für alles darauf mögliche und das hat bei iphones und ipads ja auch unvorstellbar gut funktioniert. wie sich akku und abhängigkeit vom iphone 5 auswirkt ist noch völlig unklar))

(((neue iphones gibts auch, die gehen aber eher in richtung ipad mini mit denen man auch telefonieren kann)))

internet archive

^ Flickr begrüßt 14 Millionen Fotos aus dem Internet Archive in den Flickr Commons.

Internet Archive Book Images

2014 zumindest einmal rivva verlinken: ✓ Everything as a Service

hype cycle 2014

und alle Jahre wieder der Hype Cycle von Gartner (siehe auch hype cycle und hype cycle 2009 und hype cycle 2010 und hype cycle 2011 und hype cycle 2012 und hype cycle 2013 und wie immer siehe auch die siggi beckersche sozio-technologische voraussetzung für einen hype)

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