
^ so schaut also das neue flickr aus (laut dem rechner hab ich jetzt zusätzlichen platz für ca 6,990,490 fotos)
siehe auch A better, brighter Flickr und Your World, in Full Resolution
kl. nachtrag zu tumblr : yahoo hat es für 1,1 mrd. übernommen.

Gmail bekommt Actions für die Inbox, Emails können dabei einige Funktionen – ratings, reviews, etc. – integrieren, die gleich in Gmail behandelt werden können. Ist von der Grundidee vl. nicht schlecht, wird aber wohl nur einige Unternehmen zu einer neuen Kategorie an ‘die Benutzer einbeziehende’ Mails (über)motivieren. (hier ist die session dazu).
Auch Gmail wird, fürchte ich, von Google zunehmend als Patchwork interpretiert, auf das sie alles pappen, was auf G+ keinen Platz mehr hat.
(insgesamt mein eindruck nach einigen sessions bei der i/o mehr: google hat beschlossen, das web fortan zu micromanagen)

^ aha, Google regruppiert die App Engine, die Compute Engine und die diversen Storages als Google Cloud Platform
Rivva wird von Süddeutsche.de künftig durch eine Partneranzeige unterstützt und Mitglied im Partnernetz der Nachrichtenseite. Der unabhängige Fortbestand von Rivva ist damit gesichert.

Google will also den Google Reader killen …
Ich spare mir den Rant, ich hab echt keine Lust mich da hineinzusteigern, was ich wohl würde, wenn ich darüber nachdächte, siehe Googleheimer, aber trotzdem zwei Anmerkungen:
(1) Es ist schlecht für das Web
Das Ende vom Google Reader ist nicht deshalb so schlecht, weil es keine Alternativen gibt. Die gibt es. Das Ende vom Google Reader ist deshalb schlecht, weil er die Default-Anwendung für die Technik Lesen von Feeds ist.
Defaults sind deshalb so wichtig, weil sie keiner Erklärung bedürfen und gwm. eine solide Basis für ein Feld/einen Bereich/ein Thema bereitstellen. Sie müssen nicht das beste Tools sein und oft gibt es für spezifischere Anwenderbedürfnisse bessere Tools, aber sie sind die Tools, die man gedankenlos verwenden kann und bei denen man wissen muss, warum man sie nicht verwendet, wenn man ein alternatives Tool verwendet. Und es sind die Tools, die man Newbies bedenkenlos empfehlen kann, ohne sie mit einer Auswahl zu überfordern, die für sie unmöglich ist, weil sie ja noch nicht die Kriterien für das Auswählen kennen, die ergeben sich ja erst durch die Benutzung.
Defaults sind auch deshalb so wichtig, weil sie die Koppelung von Systemen ermöglichen. Nimmt man das Default raus, dann zerfällt oft das ganze Gewebe. Man denke an Delicious: Delicious war die Default-App fürs Bookmarking. Hätte Yahoo nicht Delicious an die Wand gefahren, dann würde es heute in jeder iOS-App neben dem ‘Tweet This’ einen ‘Save at Delicious’ Button geben. Stattdessen streiten sich alle anderen darum und im Ergebnis integrieren nun einige wenige Apps Instapaper und Bookmarking hat sich ansonsten insgesamt fast erübrigt. Defaults wachsen also nicht automagisch nach, manchmal zerfällt auch die Struktur.
Mit dem Ende vom Google Reader verliert der Komplex Feeds, der ohnehin schon in einer Art Krise steckt, sein Default und es ist leider kein anderes in Sicht.
(2) Es ist armselig von Google und es zeigt ihren wahren Charakter
Aufräumen zu wollen ist ein verständliches Motiv. Google ist tatsächlich zehn Jahre lang rhizomatisch in die verschiedensten Richtungen gewuchert. Aber dann ausgerechnet eines der ganz wenigen Produkte einzustellen, das wirklich sinnvoll und gut ist und das auch seine Fans hat, während sie daneben einen obstrusen Facepalm nach dem anderen produzieren, das ist einfach unverständlich. Ohne die Betriebskosten vom Google Reader zu kennen, ich bin mir sicher, dass das Privacy-Oops mit Google Buzz (wo sie sich mit einer stunde nachdenken was man per default anzeigt und was nicht (schon wieder: der wert der defaults…) 8,5 mio dollar sparen hätten können) den Betrieb vom GR einige Jahre tragen hätte können. Und es ist ja auch nicht so, dass sie plötzlich insgesamt mehr Fokus hätten, sie schiessen ja noch immer mit der Schrotflinte auf jedes Moorhuhn, das sie sehen.
Ihr altruistisches Gehabe können sie sich fortan jedenfalls sparen. Wenn sie eines der wichtigsten Tools zur offenen (und unabhängigen, und personalisierten, und etc.) Informationsrezeption und -prozession einfach so schliessen, ein Tool, das fast paradigmatisch ihre Mission ‘organize the world’s information and make it universally accessible and useful’ personalisiert, ein Tool, das vl. nicht mehr zig Millionen, aber sicherlich Hunderttausende wirklich lieben, während sie an anderer Baustelle mit der Übernahme von DailyDeal mal schnell 100 Mio Dollar versenken, was mit ihrer Mission nichts zu tun hat, dann sieht man, wo sie stehen.
ein paar stimmen:
und sammler:
—
aus der serie: Reader—

^ google maps bekommen eine art track view für den grand canyon.

devoha: Die Google Maps sind zurück auf dem iPhone

^ omg, delicious refreshed (ann)
(muss mich noch herumspielen, aber auf den ersten blick schaut es sehr sauber aus)
RT @BarackObama Four more years. pic.twitter.com/bAJE6Vom

This morning, there are more than one billion people using Facebook actively each month.
mehr runde Zahlen bei Facebook: One Billion People on Facebook
ich vermute also stark, dass die wunderlist ihr grosser hit bleiben wird.
Wundermichkit und heute Auf Wiedersehen Wunderkit and Hello Wunderlist 2
(abt. irgendwas pivotiert natürlich immer)

^ google mit einer art verrutschtem nexus doodle.





^ G+ mit einem aktualisierten Filtersystem für Circles.

und alle Jahre wieder der Hype Cycle von Gartner (ann via siehe auch hype cycle und hype cycle 2009 und hype cycle 2010 und hype cycle 2011 und wie immer siehe auch die siggi beckersche sozio-technologische voraussetzung für einen hype)

devoha: Ev Williams stellt sein Medium vor
(hab noch keine meinung; scheint so eine art publikationsplattform zu sein, die unterschiedliche paradigmen integriert, hat ein bisschen was von tumblr, hat ein bisschen was von pinterest, hat ein bisschen was von squidoo, und die versucht bestimmte gegebenheiten auszunützen und nicht dagegen zu kämpfen (etwa die 90-9-1 rule weder als ursache allen übels noch als hoffnung zu sehen), bonuspunkte für all das; ich hab so ein bisschen das gefühl, dass das ein prätentiösitätsproblem wie quora bekommen könnte, lasse mich aber gerne überraschen)
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^ devoha: Googles neues Favicon (siehe auch Das Leben des Favicons)

noch ein Mininachtrag zu Craig Pelton : nach Coursera hat jetzt auch edX den ersten Schwung an Kursen angekündigt, u.a. die Berkeley Klasse CS188 über AI.
Es wirkt aber so, also beschränke sich auch edX wie Coursera eher auf das Veronlinen von Vorhandenem, nicht auf die Evolution der Form. Die Einführung in CS gibts zb schon lange auf OCW und die SaaS Klasse läuft gerade auf Coursera und besteht in einer Audioaufnahme einer Vorlesung mit eingespielten Folien und dient primär dem Crossselling ihres Buchs zum Thema (was imo völlig ok ist, aber sie erwähnen es alle 5 min und nach 30 erwähnungen wer mit das too much)

